Strommessung berührungslos im Auto

Gast #4786410
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Ich würde gern bei meinem Oldtimer eine Anzeige einbauen, die mir per 
arduino mit tft display den momentanen stromverbrauch anzeigt. Das ganze 
sollte aber ohne Eingriffe in das Bordstromnetz funktionieren. Gibt es 
dazu eine Möglichkeit? Ich bräuchte quasi einen Sensor den ich im 
stromnetz einbaue ohne leitungen zerschneiden zu müssen, der mir einen 
wert liefert den ich dann per arduino auswerten und anzeigen lassen 
kann.
#4786441
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Stromwandler zum "über die Leitung klappen" gibt es für Wechselstrom 
reichlich und relativ preiswert. Für Gleichstrom sieht das deutlich 
schlechter aus.

Wo willst du den Stromverbrauch messen? An der Batterie (rein/raus)? 
Gesamtverbrauch der Fahrzeugelektrik? Strom durch den Starter mit 
messen?
Gast #4786450
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Die für mich einfachste lösung wäre ein sensor den ich am batteriekabel 
anschließe und der dann halt den strom dort misst. Und wie schon 
geschrieben, der anschluss an dem kabel der batterie sollte möglichst 
berührungslos erfolgen. Also shunt messung wäre nicht möglich, bleibt ja 
nur hall sensor oder?
Ich kenne mich aber nur mit dem ardunio aus, von so einem hall sensor 
hab ich vorher noch nie was gehört, also keine idee wie der 
angeschlossen werden muss.
Gast #4786759
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Poster schrieb:
> Die beiden "Leistungklemmen" führen ja nur zu einer definierten
> Leiterbahn unter dem Chip hindurch.

Nein, der ACS712 enthält zwar einen Hallsensor aber der Strom fließt 
schon über die Pins.
Der dürfte für den Zweck aber brauchbar sein, nur den Anlasser (sofern 
vorhanden) sollte man nicht darüber führen.
#4786762
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Falko schrieb:
> Die für mich einfachste lösung wäre ein sensor den ich am batteriekabel
> anschließe und der dann halt den strom dort misst.

Mein VW-Bus Baujahr 1975 hat am Masseband zwischen Batterie und Chassis 
2 Anschlüsse. Somit wurde das Band als Shunt "missbraucht".
Die Kabel dieser Anschlüsse gehen neben anderen Signalen an einen 
Stecker, an dem ein Diagnosegerät angeschlossen wurde. Soweit ich mich 
erinere, diente die Strommessung zur Messung der Kompression bei 
Betätigung des Anlassers ohne Zündung.
Wenn der Fehler durch die Temperaturabhängigkeit des Kupfers zu groß 
ist, kann man ja die Temperatur messen und per SW die Strommessung 
korrigieren.

Falko schrieb:
> Könnte ich sowas verwenden?
>
> 
https://www.amazon.de/gp/product/B00C1XN8LC/ref=oh_aui_detailpage_o03_s00?ie=UTF8&psc=1

Hier musst Du die Leitung unterbrechen und den Strom durch das IC 
schicken.

Falko schrieb:
> Oder eher sowas :
>
> 
https://www.reichelt.de/Sensoren/SS-495-A/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=3190&ARTICLE=151339

Da hängt die Messgenauigkeit sehr stark von der genauen Anordnung zum 
Kabel ab.
Gast #4786790
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Also das Prinzip mit dem Hallsensor ist ja das hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Zangenstrommesser#Allstrommessung

Also wäre es aus Einfachheitsgründen vielleicht sinnvoll, sich ein 
billiges Zangenmultimeter zu nehmen und da die verstärkte Hallspannung 
rauszuführen.
Die kann man dann mit dem Arduino ADC wieder einlesen.

Oder man baut das LCD aus, verlängert die Kabel, packts in ein eigenenes 
Gehäuse und macht in das "Multimeter" statt 3 AA Batterien nen 5V 
StepDown rein.

Das erfüllt den Zweck auch und ist viel einfacher.
#4786889
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Wie schon oben kurz erwähnt: Der Strom des Anlassers, speziell bei 
Kälte, kann einen Hall-Stromsensor schnell ins Nirwana schicken. 
Unbedingt das Datenblatt in Bezug auf zulässigen Spitzenstrom ansehen.

Als Beispiel von LEM sei der LTS 25-NP genannt, der für +-25A ausgelegt 
ist und Daten für 250A noch im Datenblatt hat. Was er wirklich maximal 
verträgt, weiß ich nicht, eine Anfrage beim Hersteller kostet aber 
nichts.
Gast #4786910
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Georg G. schrieb:
> Wie schon oben kurz erwähnt: Der Strom des Anlassers, speziell bei
> Kälte, kann einen Hall-Stromsensor schnell ins Nirwana schicken.

Schon mal probiert oder nur Gerücht? Was soll passieren, außer daß er 
möglicherweise Mist anzeigt? Der Zeiger der Anzeige verbiegt sich?

MfG Klaus
#4786959
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Klaus schrieb:
> Was soll passieren

Zwei denkbare Fehler:
- Die in der Sekundärspule des Stromwandlers induzierte Spannung 
zerstört den ersten Verstärker.
- Das Kernmaterial wird magnetisch geschädigt.

Im LEM Datenblatt wird explizit der remanente Fehler nach einer zu hohen 
Bestromung angegeben. Wir reden hier über Gleichstrom, nicht über 
Wechselstrom. Da ist das Messen etwas komplizierter.

Klaus schrieb:
> Schon mal probiert oder nur Gerücht?

Datenblatt gelesen.
Gast #4787426
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Klaus schrieb:
> Was soll passieren, außer daß er möglicherweise Mist anzeigt?

Da ich den Anlasser beim ACS712 erwähnt habe: der ist für einen 
maximalen Strom von 100A für 100ms spezifiziert. Das liegt der Anlasser 
locker drüber und danach ist der Strompfad im IC hinüber. Die LEMs 
sollten das aber aushalten.

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