elektronische DIL-Schalter? nicht-flüchtiges Latch?

OP #5388237
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hallo,

oder nonvolatile I/O expander oder Analog-Schalter mit EEPROM oder wie 
nennt man Teile wie den DS4520E? Ich finde nur noch den PCA9558 und der 
ist abgekündigt. Auf den DS4520E kann ich mich nicht einlassen wenn es 
garnichts vergleichbares gibt. Braucht wirklich niemand mehr 
DIL-Schalter?
OP #5388490
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Irgendwie ist das krank. In meinem Fall wären es 2.21 Euro für den 
DS4520E gegen 1.33 für einen STM32L031F4P. Der hat zwar 20 statt 16 
Pins, kann aber nebenbei noch ein paar Kleinigkeiten erledigen und spart 
dann 6 bis 8 von 20 Steckerpins und einige Leiterbahnen werden 
entsprechend kürzer. Außerdem sparen wir einen Lagerplatz. Besser 
lieferbar ist natürlich immer der, den ich nicht brauche.

Nachteile sind eine weitere EMI-Dreckschleuder und der immense(!) 
Entwicklungsaufwand für die Software. Und es wird heißen "jetzt ist er 
völlig durchgedreht" ;)
Gast #5388549
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XC9536XL im 44poligen TQFP? Vorteil: kann auch vom Techniker 
konfiguriert werden. Billig: habe ich zuletzt für 1,1x EUR eingekauft 
(1000+). Früher, d.h. vor 10 Jahren gab es das Teil für 83 ct.
Gast #5388787
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Naja, ein EEPROM (in welcher Form auch immer) muss auch programmiert 
werden.
Wenn in der Serienproduktion die Baugruppe im Programmer kontaktiert 
ist, ist es dann auch schon oft egal, ob da nur ein paar Konfig-Bytes 
oder zig KByte Programmcode fließen. Und wenn man einen µC aus dem 
eigenen Lager nimmt, dann sollte doch die Programmierstation für DIESEN 
schon vorhanden sein.
OP #5388789
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Bülent C. schrieb:
> plus die Firmware muss ja auch noch irgendwie drauf. Bei einer
> Serienproduktion wäre dies der größte Aufwand.

Das würde in diesem Fall über die sowieso vorhandene UART-Verbindung zum 
"großen" uC passieren, STM32-Boot-Mode sei Dank. Der große hätte die 
Firmware für den "kleinen" als Daten an Bord. Das Protokoll ist auch 
schon vorhanden. Nur von den gesparten Stecker-Pins müsste ich wieder 
zwei für Reset und Boot opfern. Unter dem Strich immer noch ein Gewinn.

Sagte ich schon, dass dieser neumodische 32-Bit-DIL-Schalter einen 
eingebauten Temperaturfühler hat? Der wäre dann auch noch an einer 
günstigeren Stelle als bei der klassischen Lösung. Verrückte Welt...
Gast #5388832
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Bauform B. schrieb:
> Braucht wirklich niemand mehr
> DIL-Schalter?

Der wichtigste Zweck von DIL-Schaltern ist, dass der Service-Techniker 
vor Ort etwas einstellen kann mit nicht mehr Ausrüstung als einem 
Kugelschreiber oder garnichts. Das lässt sich nicht mit einem EEPROM 
ersetzen, und man kann die Schalter auch nicht beliebig verkleinern, 
sonst sind sie nicht mehr bedienbar.

Für Jumper gilt übrigens das gleiche, es gibt zwar heute kleinere als 
die ursprünglichen im 2,54 mm Raster, aber auf weniger als die Hälfte 
verkleinern geht da auch nicht.

Industriearbeiter zeichnen sich auch eher durch Wurstfinger aus als 
durch grazile Fingerspitzen.

Georg
#5388857
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georg schrieb:
> Bauform B. schrieb:
>> Braucht wirklich niemand mehr
>> DIL-Schalter?
>
> Der wichtigste Zweck von DIL-Schaltern ist, dass der Service-Techniker
> vor Ort etwas einstellen kann mit nicht mehr Ausrüstung als einem
> Kugelschreiber oder garnichts. Das lässt sich nicht mit einem EEPROM
> ersetzen, und man kann die Schalter auch nicht beliebig verkleinern,
> sonst sind sie nicht mehr bedienbar.

Wohl wahr. Darüber hinaus sind DIL-Schalter (oder Jumper) auch noch 
robust, können vergleichsweise hohe Ströme leiten bzw. hohe Spannungen 
sperren. Unabhängig von der Polung wohlgemerkt. Dazu sie sind 100% 
potentialfrei. Die kann man nur in Ausnahmefällen durch etwas 
elektronisches ersetzen. Und dann stellt sich immer noch die Frage: 
wozu? Was wäre der Vorteil der elektronischen Lösung?

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