Hallo leute,
ich habe die Aufgabe, einen HF verstärker zu entwerfen.
die idee ist, der verstärker soll die dämpfung eines Kabels
kompensieren.
Also man schickt ein signal durchs kabel, detektiert es am ende des
Kabels und dadurch kennt man, wie viel dämpfung das kabel hat.
Es ist so wie ein einstellbarer verstärker.
Bauteile: Log-Detector, Kmparator, einstellbares Dämpfungsglied usw.
Frage, welches MC würdet ihr mir empfehlen?
Ich verstehe nur das allgemeine Konzept. also wer Hinweise, Literatur
etc. hat, würde ich gerne haben.
vielen Dank im Vorraus
Sui schrieb:> Frage, welches MC würdet ihr mir empfehlen?
Gar keinen. Was bitte hat ein µC mit einem HF-Verstärker zu tun?
Kläre erst mal die Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel den
Frequenzbereich, in dem Du arbeiten willst. Kläre dann die einzusetzende
Messtechnik sowie die gewünschte Auswertung.
Von was für einem µC das ganze dann schlussendlich angesteuert wird, ist
letztrangig.
Um mal einen Vergleich zu bringen:
"Ich entwerfe gerade die Leistungselektronik für einen ICE. Welchen µC
empfehlt ihr mir, um die Leistungsdaten auf einem Display anzuzeigen?"
Hallo,
Frequenzbereich um die 800MHz, ca 80 MHz Bandbreite.
der verstärker besteht aus zwei Teile. Teil unten im Haus für die
Energieversorgung. Der 2. Teil wird aufs Dach montiert. Mit einer
Phantumspeisung wird das 2. Teil mit Energie versorgt.
das 2. teil ist auch an einer Antenne angeschlossen.
Jetzt:
Mit einem Oszillator (z.B. 800Mhz) wird ein signal vom Teil 1 durchs
Kabel an Teil 2 gescickt. da oben im Teil 2 wird das Signal detektiert
und daraus wird die Dämpfung berechnet und dadurch wird das
dämpfungsglied eingestellt um nur die Dämfung des kabels zu kompensieren
Sui schrieb:> soll die dämpfung eines Kabels kompensieren.
1.Dann miß doch die Dämpfung.
2.Wieso sollte diese sich ändern? Wird Dein Kabel im Sommer länger?
Für TV-Kabel mit wesentlich größerer Bandbreite schickt man zwei
"Pilotsender" am oberen und unteren Bandende mit, und kompensiert auch
die Schräglage des Frequenzgangs (überbrücktes T-Glied, irgendwie
steuerbar). Aber bei 800 MHz mit nur 10% Bandbreite ist das nicht nötig.
Von unten nach oben läuft der Pilotsender, das eigentliche Signal in der
umgekehrten Richtung, wo ist der Regler, oben oder unten? Für Regler
unten müßte ja nochmal eine Übertragung des detektierten Pegels
stattfinden, oben ist die einfachere Lösung.
Pegeldetektion, z.B. mit einem AD8307 oder einfache Detektordiode?
> "Pilotsender"
1.Woher bist Du so sicher, daß diese Frequenz zufällig frei ist während
der Messung? Da ist kein HF-loser Raum wenn es "überall" mit jedem Kabel
funktionieren soll. Sobald Sui einige Messungen durchgeführt hat, ist
bestimmt mehr Klarheit.
2.Verstärker ist sicher oben, da sonst der Müll vom Kabel noch mit
verstärkt wird.
Ich dachte an TV-Kabel oder die Übertragung vieler TV-Kanäle über eine
Richtfunkstrecke. Da sind zwei Kanäle als Pilotkanal freigehalten. Die
Umsetzerfrequenz auf der Empfängerseite wird auch noch an den
Pilotsender angebunden, die dienen also der Frequenz- und
Amplitudenregelung.
Monolithic Amplifiers.MAR irgend was 1,2,3?? zum ausuchen.50 Ohm
Breitbandverstärker halt.Aber wie die Verstärkung über den nutzbaren
Frequenzbereich ausfällt weiß ich net auswendig.Schau mal ins
Datenblatt.
Das UHF-Schlüsselbauteil ist nicht ein fester Verstärker wie die
MAR-Reihe, sondern das variable Dämpfungsglied oder der variable
Verstärker. Es gibt sowas fertig:
http://www.mini-circuits.com/pdfs/ZFL-1200G+.pdf
-30dB...+30dB von 10 MHz bis 1200 MHz. Die Steuerspannung läuft
allerdings nicht dB-linear, da könnte ein Mikrocontroller noch was
ausrichten. Es gibt auch einen digital ansteuerbaren bis 3 GHz.
(Der Preis ist allerdings happig, der ZFL-1200G 289 Dollar).
So große dB-Unterschiede wird das Kabel aber nicht brauchen, nehme ich
an. Da reicht vielleicht was selbstgebautes mit PIN-Dioden.
http://www.nxp.com/documents/data_sheet/BAP64Q.pdf zum Beispiel
Der benötigte Dynamikbereich ist hier wichtig, wie weit aussteuerbar,
welcher Rauschabstand ist zulässig.