Hallo Mitstreiter,
ich komme etwas durcheinander mit den Datenblättern von Amidon. Ich
suche einen Kern für 40 kHz Schaltfrequenz. Getestete (Eisenpulver)
Exemplare übertragen eine zu geringe Leistung. Abgestimmt ist der
Sperrwandler nach Heinz Schmidt Walter, der Siemens Kern r6,3 aber nicht
verfügbar. Es handelt sich um eine sehr geringe Leistung 5V->15V/50mA.
Vielen Dank!
Ingo schrieb:> Amidon Kern für Sperrwandler gesucht> 5V->15V/50mA
Meinst du einen Aufwärtswandler, oder wirklich einen Sperrwandler (also
wohl wegen Potentialtrennung)?
Angenommen es geht um einen Sperrwandler. Du willst wirklich 71/222
Windungen draufwickeln? Na viel Spaß auch. Ich würde einen größeren Kern
nehmen, der dann einen größeren AL-Wert haben darf und weniger Windungen
braucht. Wieviel Platz hast du?
Ein Amidon T30-26 (gelb/weiß) geht mit folgenden Wickeldaten: N1=55Wdg,
N2=172Wdg, Fußdichte dabei nur 175mT.
> Getestete (Eisenpulver) Exemplare übertragen eine zu geringe Leistung.
Was hast du denn getestet (Kern und Wickeldaten)?
ArnoR schrieb:
>Du willst wirklich 71/222>Windungen draufwickeln? Na viel Spaß auch.
Ist kein großes Problem. Den Draht vierfach nehmen und
dann etwas verdrallen. Dann den Ring bis in die Mitte
der Länge draufschieben, und man braucht nur noch
zwei mal, 28 mal durchfädeln. Der Draht wird ja mit
jeder Windung kürzer. Dann die vier Drähte
in Reihe schalten, fertig.
ArnoR schrieb:> Ich würde einen größeren Kern> nehmen, der dann einen größeren AL-Wert haben darf und weniger Windungen> braucht.
Nein, dann dauert der Ladevorgang zu lange.
Du benötigst einen Kern mit Luftspalt um die Energie zu speichern. Es
gibt auch spezielle Ringkerne, in denen der Luftspalt verteilt vorliegt.
Gruß
Jobst
Wie groß darf das ganze sein?
Meine, 15V/50mA sind ein 0,75-Watt-Witz. Mich würden mal die
Betriebsparameter interessieren, normalerweise macht ein Sperrwandler
sowas mit links wenn der Trafo/Kern nicht absolut mega unpassend ist.
Jobst M. schrieb:> ArnoR schrieb:>> Ich würde einen größeren Kern>> nehmen, der dann einen größeren AL-Wert haben darf und weniger Windungen>> braucht.>> Nein, dann dauert der Ladevorgang zu lange.
Nein, natürlich ist damit gemeint, dass am Ende die gleiche Induktivität
herauskommt wie bei der Vergleichsrechnung des TO auf der Seite von
Heinz Schmidt-Walter. Und genau das habe ich auch im folgenden Beitrag
gezeigt:
ArnoR schrieb:> Ein Amidon T30-26 (gelb/weiß) geht mit folgenden Wickeldaten: N1=55Wdg,> N2=172Wdg, Fußdichte dabei nur 175mT.
Ein so bewickelter Kern hat die gleichen Induktivitäten wie der R6,3 des
TO.
Jobst M. schrieb:> Du benötigst einen Kern mit Luftspalt um die Energie zu speichern. Es> gibt auch spezielle Ringkerne, in denen der Luftspalt verteilt vorliegt.
Was glaubst du wohl ist ein Kern mit AL=20 (R6,3) bzw. AL=36 (T30)?
das beste Ergebnis habe ich mit dem "blauen" Kern erzielt. DM =10 mm,
T37, Mat 1. Ich vermute, dass der RK eine zu hohe Induktivität hat und
daher eine zu geringe Energiemenge gespeichert wird.
Keine Sättigung, Ruhestrom ->0. Ich werde einige Windungen runternehmen
und mich vortasten, messen und wieder von vorn.
Vielen Dank für die vielen guten Ratschläge und Hinweise!
Die Amidon Kerne sind von Reichelt....
Ist die Angabe AL/100Wdg gleichzusetzen mit AL/100Wdg² ?
Ich messe mit 10 Wdg 170 müH (Messfrequenz unbekannt) das passt nicht
zum angegebenen AL des Kerns.
ingo schrieb:> Ist die Angabe AL/100Wdg gleichzusetzen mit AL/100Wdg² ?
Nein.
> Ich messe mit 10 Wdg 170 müH (Messfrequenz unbekannt) das passt nicht> zum angegebenen AL des Kerns.
Was sind müH? nH??
mfg Klaus
ingo schrieb:> T37, Mat 1.
[...]
> Ich messe mit 10 Wdg 170 müH (Messfrequenz unbekannt) das passt nicht> zum angegebenen AL des Kerns.
Mist gemessen, oder es ist ein Ringbandkern aus Mu-Metall.
voltwide schrieb:> falls das 170uH heißen sollte, dann war das wohl ein Ferritkern> mit> AL=1700.
Um Faktor 10 verrechnet! Und ein Ferritkern, in dieser Größe, mit
A_L=17000 ist nicht bekannt.
ingo schrieb:
>Ich vermute, dass der RK eine zu hohe Induktivität hat und>daher eine zu geringe Energiemenge gespeichert wird.
Die Energie, die ein Kern speichern kann ist immer gleich,
unabhängig von der Induktivität. Die Sättigung ist das
was die Speicherung der Energie begrenzt. Wenn du möchtest,
daß der Kern mehr Energie speichern kann, mußt du einen
größeren nehmen.
>das beste Ergebnis habe ich mit dem "blauen" Kern erzielt.
Die gelb-weis gekennzeichneten sind eigentlich für
Speicherdrosseln und Schaltnetzteile vorgesehen.
>Ist die Angabe AL/100Wdg gleichzusetzen mit AL/100Wdg² ?
Die Angabe bei Reichelt bedeutet, die Induktivität L bei
100 Windungen. Der AL-Wert ist dann L/100²
ingo schrieb:> das beste Ergebnis habe ich mit dem "blauen" Kern erzielt. DM =10 mm,> T37, Mat 1. Ich vermute, dass der RK eine zu hohe Induktivität hat
Im Gegenteil, laut Amidon-Katalog hat der T37-1 einen AL=8nH/Wdg², was
bei 10Wdg nur 800nH ergibt und mehr als Faktor 100 kleiner ist als nach
Schmidt-Walter notwendig. Vermutlich liefert deine Schaltung deshalb
keine Leistung.
ingo schrieb:> das beste Ergebnis habe ich mit dem "blauen" Kern erzielt. DM =10 mm,> T37,
Also, T37 ist von TDK/Epcos. Hochpermeables Ferrit.
Als Ringkern ohne Luftspalt für Speicherdrosseln
total ungeeignet. Um Energie speichern zu können, brauchen Ferritkerne
einen Luftspalt. Oder man nimmt einen Ringkern aus Eisenpulver.
der schreckliche Sven schrieb:> Also, T37 ist von TDK/Epcos. Hochpermeables Ferrit.
Es gibt beides. T37 bezeichnet einerseits eine Ringkerngröße von Amidon,
andererseits auch einen hochpermeablen Ferrit von Epcos:
http://www.amidoncorp.com/t37-1/https://en.tdk.eu/download/528874/00797f95cfda4f11caf3230c2472c688/pdf-t37.pdf
Da der TE jedoch /T37, Mat 1/ schrieb, gehe ich davon aus, dass er einen
Amidon T37-1 Kern meint.
der schreckliche Sven schrieb:> Als Ringkern ohne Luftspalt für Speicherdrosseln> total ungeeignet. Um Energie speichern zu können, brauchen Ferritkerne> einen Luftspalt.
Es ist nicht so, dass eine Ferrit-Speicherdrossel zwangsweise einen
Luftspalt zum speichern magnetischer Energie benötigt, allerdings ist
ihre Speicherfähigkeit ohne Luftspalt arg begrenzt, sodass allein die
Größe praktisch unsinnig ist.
der meckrige man schrieb:> Da der TE jedoch /T37, Mat 1/ schrieb, gehe ich davon aus, dass er einen> Amidon T37-1 Kern meint.
Einen T37-1 von Micrometals. Amidon ist nur ein Händler.
hinz schrieb:> voltwide schrieb:>> falls das 170uH heißen sollte, dann war das wohl ein Ferritkern>> mit>> AL=1700.>> Um Faktor 10 verrechnet! Und ein Ferritkern, in dieser Größe, mit> A_L=17000 ist nicht bekannt.
Tatsächlich? wenn 10Wdg 170uH bringen, liefert eine 1,7uH.
Das sind 1700nH. Wo ist da der Rechenfehler?
Vlt mal vor dem Posten das Gehirn einschalten!
voltwide schrieb:> hinz schrieb:>> voltwide schrieb:>>> falls das 170uH heißen sollte, dann war das wohl ein Ferritkern>>> mit>>> AL=1700.>>>> Um Faktor 10 verrechnet! Und ein Ferritkern, in dieser Größe, mit>> A_L=17000 ist nicht bekannt.>> Tatsächlich? wenn 10Wdg 170uH bringen, liefert eine 1,7uH.> Das sind 1700nH. Wo ist da der Rechenfehler?
L= A_L * n^2
> Vlt mal vor dem Posten das Gehirn einschalten!
Selbstgespräch.
der schreckliche Sven schrieb:> hinz schrieb:>> A_L=17000 ist nicht bekannt.>> Epcos / T46 hat immerhin 15000.
Du kennst den Unterschied zwischen µ_i und A_L?
hinz schrieb:> voltwide schrieb:>> hinz schrieb:>>> voltwide schrieb:>>>> falls das 170uH heißen sollte, dann war das wohl ein Ferritkern>>>> mit>>>> AL=1700.>>>>>> Um Faktor 10 verrechnet! Und ein Ferritkern, in dieser Größe, mit>>> A_L=17000 ist nicht bekannt.>>>> Tatsächlich? wenn 10Wdg 170uH bringen, liefert eine 1,7uH.>> Das sind 1700nH. Wo ist da der Rechenfehler?>> L= A_L * n^2>>> Vlt mal vor dem Posten das Gehirn einschalten!>> Selbstgespräch.
Außer Dir hat hier kein Mensch etwas von AL-17000 geschrieben.
Lesen lernen hilft weiter!
voltwide schrieb:> hinz schrieb:>> voltwide schrieb:>>> falls das 170uH heißen sollte, dann war das wohl ein Ferritkern>>> mit>>> AL=1700.
Nochmal zum mit meißeln: Wo steht da was von Al=17000? gehts noch?
unter anderem "grün rot" getestet, 100uH primärseitig, sollte ja ein
Eisenpulverkern sein, brachte keine Leistung sekundärseitig.
Dann werde ich den "gelb weißen " Kern ordern, mal schauen. Vielen Dank
für den Hinweis!
Im step down Netzteil (38 kHz) arbeitet der grün rote amidon
Eisenpulverkern sehr gut und schiebt erwartungsgemäß lückenlos Leistung.
DA = 20mm, bis 30W.
Günter Lenz schrieb:> Ist kein großes Problem. Den Draht vierfach nehmen und> dann etwas verdrallen. Dann den Ring bis in die Mitte> der Länge draufschieben, und man braucht nur noch> zwei mal, 28 mal durchfädeln. Der Draht wird ja mit> jeder Windung kürzer. Dann die vier Drähte> in Reihe schalten, fertig.
Nach dieser Methode benötige ich für diese Dimension aber ein Mikroskop
zur Reihenschaltung.
Für die kleinen Dimensionen nutze ich einen Metallstift an dem der dünne
Draht befestigt ist quasi wie eine Nähnadel dann fällt der Draht nach
unten und es wickelt sich leichter.
300 Wdg/h ;-)
ingo schrieb:> unter anderem "grün rot" getestet, 100uH primärseitig, sollte ja ein> Eisenpulverkern sein, brachte keine Leistung sekundärseitig.>> Im step down Netzteil (38 kHz) arbeitet der grün rote amidon> Eisenpulverkern sehr gut
Dann stimmt etwas nicht mit Deiner Sperrwandler-Schaltung. Denn der
Übertrager im Sperrwandler ist ja nichts anderes als eine
Speicherdrossel mit getrennten Wicklungen für Magnetisierung und
Entmagnetisierung. Wenn also der Kern Speicherdrossel kann, kann er auch
Übertrager.