Infrarot Reflow-Ofen T-962 (überarbeitete Elektor Version)

OP #7313234
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Kennt jemand diesen Ofen, der ab Februar 2023 bei Elektor erhältlich ist?

https://www.elektor.de/infrared-reflow-oven-t-962-revised-elektor-version

Ich suche einen günstigen Ofen, mit dem ich auch bleifreie Paste verarbeiten kann. Am besten auch für beidseitig bestückte Platinen.

Geht das mit diesem Modell ?

Oder geht das mit einem Pizzaofen mit elektronischer Steuerung besser ?

Danke für alle Tipps !

Jürgen

#7313335
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Ich kenne den normalen T962. Es hat reichlich Potential für Verbesserungen.

Die elektor Version hat lt. elektor Webseite:

  • Verbesserte Schutzerdung (PE) für das Ofengehäuse
  • Zusätzliche Wärmedämmschicht um den Ofen herum zur Geruchsreduzierung

Das mit der Schutzerde ist ein bekanntes Problem. Es reicht aber einfach die Kabel und Anschlüsse zu prüfen/korrigieren. Warum reduziert eine zusätzliche Wärmedammschicht den Geruch? Das Geruchsproblem beim T962 kann man lösen, indem man das billige Klebeband durch Kaptonband ersetzt. Eine zusätzliche Isolation schadet sicher nicht, wenn die Elektronik weiter ausreichend gekühlt wird.

800W sind bei der unten offenen Bauweise sehr knapp. Ich habe es nicht geschafft vernünftige Temperaturkurven für bleifreie Pasten zu erreichen.

Beidseitig löten wird damit extrem schwierig. Es ist ein Infrarot-Ofen mit den Strahlern von oben. Von unten wird kalte Luft angesaugt. Vermutlich verbrennt dir dann die Oberseite, bevor die Unterseite warm genug ist.

Ein Pizzaofen oder ein Mini-Backofen mit Umluft und genügend Leistung, sowie zusätzlicher Isolierung ist vermutlich die bessere Wahl in dem Preissegment. Ein entsprechendes Projekt steht noch bei mir im Keller und wartet auf Vollendung.

OP #7313500
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Einen Pizza-Ofen von Sewerin TO 2034 mit 1500 Watt habe ich extra mal für diesen Zweck gekauft. Meine diesbezüglichen Pläne sind verschollen.

Ich habe dunkel in Erinnerung, dass man am Ende des Zyklus die Klappe öffnen sollte, damit die Temperatur schnell genug absinkt.

Frage: Hat jemand irgendwelche guten Pläne, wie man aus dem TO 2034 einen semiprofessionellen Reflow-Ofen basteln kann ?

Danke für alle Hinweise !

Gruß

Jürgen

Gast #7349204
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Andre schrieb:

Sind 230C nicht etwas zu kalt?

Der TO 2034 kann tatsächlich deutlich höher heizen als bis 230°C; laut meinem Typ K-Temperatursensor kommt er halbwegs zügig bis auf 260 °C. Eben deshalb ist dieses Ofen-Modell so populär geworden als Lötofen.

Ich betreibe meinen TO 2034 übrigens ohne zusätzliche Regelelektronik, sondern beobachte einfach den Temperatursensor (der auf eine Referenzplatine geklebt ist, die im Ofen mitläuft) und schalte die Heizung entsprechend:

Hochheizen lassen; kurz vor Erreichen der Soak-Temperatur Heizung aus und 30s warten; Heizung wieder an bis kurz vor Erreichen der Peak-Temperatur; Heizung aus, 10s warten; Tür einen Spalt öffnen zum Abkühlen. Liest sich etwas umständlich, aber ist in der Praxis kein Problem, da der Ablauf nur wenige Minuten dauert.

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