Sicherungsautomat ABB S 201 B10 löst nicht aus?

OP #7559905
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Hallo zusammen,

ich habe eine Steckdose mit einem ABB Sicherungsautomat "S 201 B10" https://new.abb.com/products/de/2CDS251001R0105/s201-b10 abgesichert, der wie ich verstehe bei 230V 10 Ampere hält. (Wobei ich die Spannungsangabe nicht ganz verstehe, da der einphasig angeschlossen ja nicht "weiß" welche Spannung verwendet wird)

Zum Test habe ich einen Wasserkocher mit angegebenen 2,5 - 3kW und einen Toaster mit 800W angeschlossen, doch der Automat hat nicht ausgelöst.

Übersehe ich etwas?

Nachtrag Ich glaube, der verträgt 10kA , nicht 10 Ampere...

OP #7560063
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Dirk L. schrieb:

Wahrscheinlich findet sich zwischen Sicherung und Steckdose eine 2x 0,75

ne - deswegen habe ich einen 10A Sicherungsautomaten genommen - die Quelle ist eine standardmäßige 16 Leitung und der Gedanke ist, dass der Automat auslöst, bevor es die schwerer erreichbare Sicherung im Keller tut - weniger Gelaufe.

Die verwendeten Kabel sind 3x1,5 - die Absicherung ist gezielt so ausgelegt, das nicht aus zu reizen. War tatsächlich kurz davor die schicken Stoff-umwickelten zu nehmen, weil die so hübsch retro aussehen, aber fand die bei näherer Betrachtung mit dem Gedanken an z.B. ein Rackette-Gerät bisschen spüdderich. => War auch klar, hingen in der Beleuchtungsabteilung und nicht der dezidierten Kabelabteilung.

#7560114
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Jasson J. schrieb:

der Gedanke ist, dass der Automat auslöst, bevor es die schwerer erreichbare Sicherung im Keller tut - weniger Gelaufe.

Wenn es da immer wieder Gelaufe gibt, dann ist die Anlage nicht ok. Das mit einem LS-Schalter beheben zu wollen, ist nur ein Kurieren am Symptom. Können zu hohe Ströme nicht vermieden werden, dann gehört da ein Lastabwurfrelais hin.

Wobei ich die Spannungsangabe nicht ganz verstehe, da der einphasig angeschlossen ja nicht "weiß" welche Spannung verwendet wird

Der LS-Schalter ist für 230 V gegen die Umgebung (Hutschiene und sonstige Bauteile in der Verteilung) geprüft und zugelassen.

War tatsächlich kurz davor die schicken Stoff-umwickelten zu nehmen, weil die so hübsch retro aussehen

Flexible Leitungen sind ausschließlich für ortsveränderliche Geräte zu verwenden und zur Festverlegung unzulässig. Außer sie sind gegen mechanische Einflüsse geschützt (z. B. durch Kabelkanal) – aber dann sieht man die "Schönheit" ja nicht.

#7560578
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Torsten B. schrieb:

dass einer oder beide auslösen.

Ist doch Klasse. Unterstützt diejenigen die glauben, dass eine 1,5mm² Leitung bei 16,5A oder gar 20A sofort zu brennen beginnt, in ihren Hoffnungen, dass wenigstens EIN Automat rechtzeitig ausgelöst hat ehe die Bude zu brennen beginnt.

@Jason, die Auslösekennlinie wurde schon benannt. So ein Sicherungsautomat bzw Leitungsschutzschalter darf heutzutage für ca 1 Stunde den ca 1,4fachen Nennstrom durchlassen bevor er abschalten muss. Dann ist in der theorie eine korrekt dimensionierte Leitung so stark erwärmt, dass es besser ist sie vom Stromnetz zu trennen. Nicht schützen soll der Schutzschalter das an einer Steckdose eingesteckte Gerät, denn dein USB-Lader darf gerne schon bei netzseitigen 1A getrennt werden während dein 3kW Wasserkocher mindestens 14A benötigt.

#7560602
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Selektivität ist selbst für manche Elis ein ewiges Rätsel, wie soll das ein Laie verstehen?

@Jasson: vergiß es und lebe mit dem Gang in den Keller. Spätestens bei einem Kurzschluß löst der im Keller auch aus, ganz egal wie klein der LS in der Wohnung dimensioniert wird.

Tatsächlich und ernsthaft ließe sich das für den reinen Überlastfall nur mit einer elektronischen Überwachung/Strommessung lösen. Da ist man aber schnell bei ein paar 100€.

OP #7560608
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Armin X. schrieb:

Torsten B. schrieb:

dass einer oder beide auslösen.

Ist doch Klasse. Unterstützt diejenigen die glauben, dass eine 1,5mm² Leitung bei 16,5A oder gar 20A sofort zu brennen beginnt, in ihren Hoffnungen, dass wenigstens EIN Automat rechtzeitig ausgelöst hat ehe die Bude zu brennen beginnt.

@Jason, die Auslösekennlinie wurde schon benannt. So ein Sicherungsautomat bzw Leitungsschutzschalter darf heutzutage für ca 1 Stunde den ca 1,4fachen Nennstrom durchlassen bevor er abschalten muss. Dann ist in der theorie eine korrekt dimensionierte Leitung so stark erwärmt, dass es besser ist sie vom Stromnetz zu trennen.

Ja, so in der Art dachte ich mir das - mit der tolerierten Erwärmung. Ich befasse mich mit Kabeldicken höchstens im Modellbau und da würde keiner 15 oder 16A über 1,5² schicken. Da bedeutet Wärme natürlich direkt Performanceverlust, was man kaum akzeptieren würde und die Kabel eher dicker auslegen.

OP #7560913
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Michael schrieb:

Jasson J. schrieb:

weniger Gelaufe

In den letzten 10J hat im Schnitt 0,5mal eine Sicherung im Keller ausgelöst. Wie oft passiert das bei Dir das Wegeoptimierung lohnt?

Die Anmerkung kam schon ein paar Mal

Ich habe nirgends gesagt, dass es schon so ist - es ist eine reine Vorbeugung. Ich versteh nicht, warum sich über jeden Mist echauffiert werden muss. Was gibt einem das?

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