Hallo,
dieses Thema gab es sicher schon dutzende Male, aber es ändert sich ja
auch immer wieder etwas und die Anforderungen sind auch nicht gleich.
In meiner alten Firma hatten wir eigentlich ausschließlich Agilent
Scopes (3000er, 7000er, 4000er und 9000er). Besonders gefallen hat mir
immer das 4000er. Es ist extrem schnell und mir gefällt die Bedienung
bei Agilent.
Im neuen Job habe ich nun erst mal ein Tektronix DPO 4054 bekommen, mit
der Aussicht auf ein neues Gerät. Die Bedienung finde ich nicht nur
gewöhnungsbedürftig, sondern einfach nur grausam und unpraktisch. So
Dinge wie der extra Menüpunkt für einen Offset des Signals stören mich
sehr. Bei den Scopes die ich bisher benutzt habe konnte ich einfach an
der Position solange drehen, bis ich den gewünschten Offset erreicht
habe, auch, wenn dadurch der Referenzpunkt aus dem Bildschirm
verschwindet. Zudem gibt es bei dem Tek nicht die Möglichkeit einfach
auf die Drehgeber zu drücken um schnell wieder auf 0 zu springen. Zudem
ist die FFT nicht nur unerträglich langsam, sie verwirft auch alle meine
Einstellungen sobald man die Zeitbasis ändert.
Also habe ich mir ein 4000er Demogerät besorgt und war kurz glücklich.
Leider musste ich dann feststellen, dass das Agilent Scope bei weniger
als 5mV/Div einfach nur noch zoomt. Zudem ist es nicht möglich Signale
zu triggern, die kleiner als 10mV sind.
Leider habe ich es oft mit Signalen in dieser Größenordnung zu tun und
da muss ich als Agilent Fanboy leider zugeben, dass das Tek DPO4000 hier
deutlich besser ist. Bei den 6000er Agilent scheint es das gleiche
Problem zu geben.
An Bandbreite würde mir ein 350MHz Scope mit 4 Kanälen vollkommen
ausreichen.
Gibt es hier am Ende für mich tatsächlich nur Tek? Ich habe mir auch mal
ein Rhode und Schwarz Scope angesehen, aber die scheinen komplett unter
Windows zu laufen und sind von der Updaterate wie die 9000er Agilent
(auch Windows) und somit als Elektronikscope imho fast unbrauchbar.
Rigol habe ich als privates Scope (2000er) und bin damit auch ganz
zufrieden, aber ich denke für den professionellen Bereich sind die nicht
wirklich vergleichbar. Alleine das Gefühl beim Drehen an den Drehgebern
ist mit einem Agilent Scope nicht vergleichbar (da wird kein Schritt
verschluckt). Oder ist das bei den großen Rigol Scopes (4000er ?)
besser?
Ich möchte auch keinen Glaubenskrieg "Agilent vs. Tek" vom Zaun brechen.
Mir gefällt die Bedienung einfach überhaupt nicht bei Tek. Das sie für
meine Aufgaben besser zu sein scheinen musste ich ja ohnehin schon
feststellen ;)
Vielen Dank
Thomas schrieb:> Ich habe mir auch mal> ein Rhode und Schwarz Scope angesehen, aber die scheinen komplett unter> Windows zu laufen und sind von der Updaterate wie die 9000er Agilent> (auch Windows) und somit als Elektronikscope imho fast unbrauchbar.
Kannst Du das näher erklären?
Was meinst du mit "Elektronikscope"?
Warum fast unbrauchbar?
Wir haben hier LeCroy Wavesurfer.
Die konnten bisher alles, was ich messen musste gut leisten.
Allerdings stört mich bei vielen "Profi" Geräten der Lüfter, der sich
wie eine startende Concorde ins Hirn bohrt.
Unverständlich, dass bei solchen Preisklassen eine geräuschlose Kühlung
so schwierig ist.
Ja LeCroy könnte man sich auch mal ansehen (wobei ich da in der
Vergangenheit auch keine tolle Bedienung in Erinnerung habe).
Mit Elektronikscope meine ich hohe Updaterate und schnelle Bedienung.
Die 9000er haben wir eher zur Datenerfassung genutzt und da waren die
auch total super. Aber damit Glitches zu finden die nur ab und zu mal
auftreten ist fast unmöglich.
Ein must-have sind auch Bedienknöpfe für jeden der vier Kanäle. Bei dem
LeCroy, dass ich kürzlich gesehen habe war Position und Dämpfung geteilt
mit allen 4 Kanälen. Bei dem Rhode und Schwarz war es genauso. Ich
möchte direkten Zugriff auf jeden Kanal haben.
Wie siehts denn mit z.B. dem Hameg/R&S HMO3054 aus? M.E. zeigt das recht
gute Werte, habe aber noch nicht mit gearbeitet. Preisrahmen stimmt
jedenfalls.
ich bin auch grad auf der Suche, mit dem alten TEK TDS3014 bin ich sehr
zufrieden, mich stört nur die geringe Speichertiefe und die schwache
Bandbreite sowie der kleine TFT.
Bis 10k werde ich wohl kein Neues bekommen, schaue lieber bei 3-5k
Was mich heute noch stört ist das es keines mit 2 Zeitbasen mehr gibt,
sollte doch bei DPOs kein Problem sein.
Ich denke ich werde trotzdem bei TEK bleiben.
Thomas schrieb:> An Bandbreite würde mir ein 350MHz Scope mit 4 Kanälen vollkommen> ausreichen.
MSO-X/DSO-X3034, 300MHz, 4-Kanal (MSO mit 16Kanal Logicanalyzer), dazu
die VGA Option und ein 19-Zoll Schirm.
rgds
6A66 schrieb:> MSO-X/DSO-X3034
Das hat genau die gleichen Einschränkungen am Frontend wie das 4000er
Andrew Taylor schrieb:> Wenn man eine sinnvolle Bandbreite und Empfindlichkeit vorgibt: Ja, da> gibt es Preamplifier.
Das ist nur meist von vornerein schwer zu definieren. Ist ja nicht jeden
Tag das Gleiche. Zur Zeit benötige ich zB ca. 200MHz Bandbreite bei den
Pulsen die ca. 10mV Amplitude haben.
Er muss ja nicht perfekt für alles sein. Ist der vom Tek ja auch nicht,
aber ein Verstärker, der das 3/4000er Agilent im mV Bereich dem Tek
ebenbürtig macht wäre schon nett.
Bei den Rohde&Schwarz-Oszilloskopen muss man auch beachten, dass sie auf
teilweise komplett unterschiedlichen Plattformen basieren, z.B. RTM und
RTO. Das RTE basiert hingegen auf der RTM-Plattform. Die HMO-Produkte
stammen von (ehemals) Hameg und wurden komplett separat entwickelt.
Da RTO und RTM die ersten Modelle sind, mit denen sich R&S nach sehr
langer Oszilloskopabstinenz wieder auf dem Markt gemeldet hat, gibt es
auch ein paar Kinderkrankheiten. RTE ist schon die Nachfolgegeneration
des RTM, so dass dort die Erfahrungen der ersten Generation eingeflossen
sein dürften.
Für hochaufgelöste Messungen ist das RTE besonders interessant, da es
auch mit einer Amplitudenauflösung von 16 Bit erhältlich ist. Damit
dürften dann auch 5mV-Signale noch gut darstellbar sein (, sofern die
Eingangsverstärker nicht zu stark rauschen).
Nachtrag: Die empfindlichste Stufe des RTE sind 500 uV/Skalenteil.
Ich bin auch seit einigen Wochen auf der Suche und bin jetzt fündig
geworden.
Das Problem ist das, wenn man sich einmal an einen gewissen Komfort
gewöhnt hat, will man ungerne "downgraden".
Ich hatte erst das Hameg HMO3054 auf der Embedded angesehen.
Zwei Sekunden haben gereicht: Display viel zu klein, für mich
unverständliches Tasten- und Knopflayout,
keine Möglichkeit, eine USB-Tastatur bzw. -Maus anzuschließen.
Durchgefallen. Netter Preis (gibt es zur Zeit noch in einer Aktion),
schade.
Also bei Keysight geschaut. MSOX3054T. Zu kleines Display, viel zu
wenig Bus-Decoder-Optionen usw. Schade.
Keysight MSOX4054A. Display-Größe OK, hat aber nur sehr geringe
Auflösung. USB-Maus und -Tastatur kein Problem. Das Gerät hat aber nur
sehr wenig Speicher. Im Datenblatt steht 4MSa. Also entweder meinen
die 4MSa/ch oder nur 4x 1MSa/ch? Beides viel zu wenig. Gibt auch keine
Aufrüstmöglichkeit (Freischaltmöglichkeit).
Aber nettes Bundle mit Freischaltung aller SW-Optionen für wenig Geld!
Bin dann beim LeCroy HDO4054-MS hängen geblieben. Mehr Speicher (50MSa
insgesamt, Option auf 100MSa möglich).
Windows (7)-basierend. 12Bit. Viele SW-Optionen / Bus-Decoder möglich.
Am Schluss bin ich zum HDO6054-MS gesprungen. Viel Speicher (200MSa
schon
in der Grundvariante, bis 1000MSa freischaltbar), noch mehr
Bus-Decoder-Möglichkeiten, Preis stimmt.
Wahrscheinlich wird's das HDO6054-MS.
Damit sprengt man aber den 10k-Rahmen (Nettopreis, oder?).
Für knapp 10k gibt es das Keysight MSOX4054A als Vorführmodell.
Und für 1202 Euro zusätzlich die Freischaltung ALLER Bus-Decoder,
SW-Optionen.
Ja es geht um netto 10k. Ein 4000er mit 4 Kanälen und 350MHz wäre damit
drin.
Ich mache eigentlich ausschließlich analoge Elektronik und da habe ich
bisher noch nie Speicher vermisst an den Agilent Scopes (obwohl ich
zuhause 54MSa im Rigol habe).
Ich höre immer wieder, dass Leute eine zweite Zeitbasis vermissen. Wo
genau würdet ihr das denn gerne einsetzen (also so, wie es mit einem DSO
nicht möglich ist)? Ich kenne durchaus alte analoge Scopes mit zweiter
Zeitbasis, aber mit ausreichend Speicher sollte es ja nachbildbar sein.
Oder geht es euch darum an konkrete Zeitpunkte eine hohe zeitliche
Auflösung zu legen?
Kennt jemand nette breitbandige Vorverstärker, die die Lücke zum Tek
schließen könnten?
Andreas Schweigstill schrieb:> Bei den Rohde&Schwarz-Oszilloskopen muss man auch beachten, dass sie auf> teilweise komplett unterschiedlichen Plattformen basieren, z.B. RTM und> RTO. Das RTE basiert hingegen auf der RTM-Plattform. Die HMO-Produkte> stammen von (ehemals) Hameg und wurden komplett separat entwickelt.>> Da RTO und RTM die ersten Modelle sind, mit denen sich R&S nach sehr> langer Oszilloskopabstinenz wieder auf dem Markt gemeldet hat, gibt es> auch ein paar Kinderkrankheiten. RTE ist schon die Nachfolgegeneration> des RTM, so dass dort die Erfahrungen der ersten Generation eingeflossen> sein dürften.
Hallo,
eine kleine Korrektur. Bis vor wenigen Tagen hatte der RTE eine auf dem
RTO basierende Erfassungs-HW und ein analoges Frontend auf Basis der
Technologie des RTM. Dieses ändert sich gerade, da wir ein neues
analoges Frontend entwickelt haben, dass gerade in den RTE einfliesst.
Die wesentlichen Änderungen sind eine größere Bandbreite (2 GHz) und ein
deutlich geringeres Rauschen. Dies ermöglicht auch die Empfindlichkeit
(500 mikro Volt/div). Aber schon der vorhergehende RTE war in seinem
Eigenrauschen besser als der Wettbewerb. Weiterhin verwendet er wie der
RTO einen Single-Core-ADC, der eine deutlich bessere Messung im
Frequenzbereich ermöglicht.
Bezüglich der Geschwindigkeit hat auch der RTE 1 millionen Wfms/sec.
Viele Grüße aus der S-Bahn in München
Markus
Thomas schrieb:> Ja es geht um netto 10k. Ein 4000er mit 4 Kanälen und 350MHz wäre> damit> drin.>> Ich mache eigentlich ausschließlich analoge Elektronik und da habe ich> bisher noch nie Speicher vermisst an den Agilent Scopes
Also Du suchst eigentlich ein Tektronix 2465A, ntr als Digitalversion
.-)
>> Ich höre immer wieder, dass Leute eine zweite Zeitbasis vermissen. Wo> genau würdet ihr das denn gerne einsetzen (also so, wie es mit einem DSO> nicht möglich ist)? Ich kenne durchaus alte analoge Scopes mit zweiter> Zeitbasis, aber mit ausreichend Speicher sollte es ja nachbildbar sein.> Oder geht es euch darum an konkrete Zeitpunkte eine hohe zeitliche> Auflösung zu legen?
eben genau an Zeitpunkten wie Signalflanken, Ansteige, Abfall,
Übergänge.
früher (tm) sogar mal für den 20T Impuls im FFernsehen.
Aber klar, ein hochsampelndes DSO-Scope mit richtig viel Speicher macht
das durch Megazoom o.ä. wieder wett.
>> Kennt jemand nette breitbandige Vorverstärker, die die Lücke zum Tek> schließen könnten?
Setze ich je nach Bedarf den Passenden ein:
uV Auflösung benötige ich selten mehr als DC-1MHz, 1 MOhm
mV 0,1 MHz...400 MHz: 20/40dB , 50 Ohm.
Man(n) kommt da halt nciht um eine Auswahl an diversen Amps im LAbor
drumrum, der surplus Markt bietet da genug für überschaubares Budget.
eine "eierledende Wollmilchsau" Lösung gibt es da IMHO nicht, zumindest
nicht bezahlbar.
Thomas schrieb:> Ja LeCroy könnte man sich auch mal ansehen (wobei ich da in der> Vergangenheit auch keine tolle Bedienung in Erinnerung habe).
Die Bedienung ist anders als bei Tek, aber ansich nicht unlogisch.
Allerdings hab ich keines der neueren Instrumente.
eProfi schrieb:> Bei uns vor 9 Jahren:> [...]> 4. Platz Tek da war ich wirklich enttäuscht, da ich früher viel darauf> hielt.
Ich habe im Herbst 2004 ein Tektronix TDS5034B gekauft, mit dem ich
leider nur mittelmäßig zufrieden war. Der Lärm des standardmäßig
eingebauten Lüfters war schon ziemlich unerträglich. Später gab es
thermische Probleme. Tektronix hat das Gerät auch ziemlich schnell
wieder wie eine heiße Kartoffel fallengelassen, d.h. alle möglichen
Optionen und Software-Updates gab es dann nur noch für die "großen"
TDS7000 und die Nachfolgegeräte des TDS5000B.
Auf Grund der sehr langen Zeit für das Booten des TDS5034B musste man
sich immer wieder überlegen, ob man nun den Lärm ertragen kann. Ich
hatte zwischenzeitlich, wie auch von unserem Tek-Händler empfohlen,
einen leiseren, aber laut Datenblatt ähnlich durchsatzstarken Lüfter
ersetzt, aber seitdem haben sich die vorher nur sporadisch aufgetretenen
thermischen Probleme doch noch verschärft.
Markus Freidhof schrieb:> eine kleine Korrektur. Bis vor wenigen Tagen hatte der RTE eine auf dem> RTO basierende Erfassungs-HW und ein analoges Frontend auf Basis der> Technologie des RTM. Dieses ändert sich gerade, da wir ein neues> analoges Frontend entwickelt haben, dass gerade in den RTE einfliesst.
Oh, vielen Dank für die Klarstellung! Das macht das RTE dann sogar noch
viel interessanter.
Thomas schrieb:> Ich höre immer wieder, dass Leute eine zweite Zeitbasis vermissen. Wo> genau würdet ihr das denn gerne einsetzen (also so, wie es mit einem DSO> nicht möglich ist)?
ich habe einen TEK DPO 3014,
Speichertiefe 10k! und einen Impuls im µs Bereich auf eine Folge von 1s
abzubilden ist kaum möglich, klar mit mehr Speichertiefe geht das,
früher mit 2 Zeitbasen ging das leichter, 1 Kanal 5µs/div und 2ter Kanal
1s/div
Andrew Taylor schrieb:> Aber klar, ein hochsampelndes DSO-Scope mit richtig viel Speicher macht> das durch Megazoom o.ä. wieder wett.
nicht wirklich wenn alle Kanäle gezoomt werden
Joachim B. schrieb:> Andrew Taylor schrieb:>> Aber klar, ein hochsampelndes DSO-Scope mit richtig viel Speicher macht>> das durch Megazoom o.ä. wieder wett.>> nicht wirklich wenn alle Kanäle gezoomt werden
Wer wie Du ein 10k Spielsystem hat, kennt das nicht anders.
Erfrische Deinen Wissensstand, die Scopetechnik ist da längst weiter.
Thomas schrieb:> So> Dinge wie der extra Menüpunkt für einen Offset des Signals stören mich> sehr. Bei den Scopes die ich bisher benutzt habe konnte ich einfach an> der Position solange drehen, bis ich den gewünschten Offset erreicht> habe, auch, wenn dadurch der Referenzpunkt aus dem Bildschirm> verschwindet.
Sicher? Die Position des Signals auf dem Bildschirm zu verändern oder
einen echten DC-Offset zu hinterlegen sind für mich 2 paar Schuhe.
> Zudem gibt es bei dem Tek nicht die Möglichkeit einfach> auf die Drehgeber zu drücken um schnell wieder auf 0 zu springen.
Doch, gibt es mittlerweile --> MDO3000/MDO4000
> Zudem> ist die FFT nicht nur unerträglich langsam, sie verwirft auch alle meine> Einstellungen sobald man die Zeitbasis ändert.
Dafür hast Du den zusätzlichen SA-Eingang --> MDO3000/MDO4000
Автомат Калашникова schrieb:> Sicher? Die Position des Signals auf dem Bildschirm zu verändern oder> einen echten DC-Offset zu hinterlegen sind für mich 2 paar Schuhe.
Falls wir nicht aneinander vorbei reden: Mir ist es eigentlich völlig
egal wie nun die Position meiner "Linie" auf dem Schirm gerade zustande
kommt. Ich möchte sie einfach jederzeit mit meinem Positionsregler
verschieben können. Bei Tek erst durch Menüs hüpfen zu müssen macht die
schönen dedizierten Knöpfe da wieder zunichte.
Gerade wenn ich Signale bei verschiedenen DC Offsets messe ich das super
nervig. Ne Weile kann ich mit Position folgen, dann muss ich bei alle
betroffenen Kanälen über das Menü einen Offset reindrehen, am besten so,
dass ich wieder Luft für die Position habe usw. Ich sehe da wirklich
keinen Nutzen drin.
Ich finde es auch super, dass bei Agilent die GND Marke auch tatsächlich
immer 0V sind. Wenn es die Darstellung erfordert kann die ja ruhig aus
dem Bildschirm verschwinden (was ja auch dargestellt wird). Außerdem
finde ich es total Klasse, dass Agilent einem beim Drehen am "Position"
Drehgeber den Offset (nennen wir es einfach mal so, auch wenn einige das
noch differenzierter betrachten) anzeigt. So kann ich blitzschnell
Spannungen messen, in dem ich mir den Trace kurz in die Mitte drehe und
direkt ablese was das Scope dabei anzeigt. Dafür muss ich in kein Menü
und gar nix, einfach nur den Positionsknopf drehen dessen DC-Anteil ich
gerade sehen möchte.
Der extra einstellbare Offset bei Tek hat mich in den letzten Monaten
mehr als einmal sehr irritiert.
Was mich bei Tek auch sehr stört ist, dass ich zur Selektion in Menüs
immer einen weiteren Knopf oder eins der beiden Räder benötige. Bei
Agilent kann man mit dem gleichen Knopf auch gleich die möglichen
Einstellungen durchschalten und muss den Blick nicht vom Schirm
abwenden.
Автомат Калашникова schrieb:>> Zudem>> ist die FFT nicht nur unerträglich langsam, sie verwirft auch alle meine>> Einstellungen sobald man die Zeitbasis ändert.>> Dafür hast Du den zusätzlichen SA-Eingang --> MDO3000/MDO4000
Ich habe diese Scopes bisher nur mal kurz gesehen, aber dieser Eingang
ist doch ein reiner 50 Ohm Eingang oder? Das hilft mir dann ja nur bei
echten HF Anwendungen, aber nicht beim hochohmigen Messen mit
Tastköpfen.
Taugt dieser SA im Scope eigentlich etwas? Normalerweise sind SAs ja in
einer ganz anderen Preisregion angesiedelt.
>Speichertiefe 10k! und einen Impuls im µs Bereich auf eine Folge von 1s>abzubilden ist kaum möglich, klar mit mehr Speichertiefe geht das,
Naja genau dafür hat mein MSO-X4034 segmentierbaren Speicher ;-)
Kann mal bitte jemand meinen Chef anrufen und ihm sagen, das ein
ordentliches Oszilloskop eben doch mehr als 600Euro kostet und da nicht
unbedingt RIGOL drauf stehen muss....
Thomas schrieb:> Leider musste ich dann feststellen, dass das Agilent Scope bei weniger> als 5mV/Div einfach nur noch zoomt.
Vielleicht helfen Dir da aktive Tastköpfe weiter? Wobei ein Satz
Tastköpfe locker mehr kosten kann, als das Scope selber...
> Leider habe ich es oft mit Signalen in dieser Größenordnung zu tun und> da muss ich als Agilent Fanboy leider zugeben, dass das Tek DPO4000 hier> deutlich besser ist. Bei den 6000er Agilent scheint es das gleiche> Problem zu geben.
Hast Du das auch bei der gleichen Bandbreite verglichen?
Je größer die Bandbreite ist, desto größer ist auch das Rauschen...
Du solltest Dir mal ein Demogerät von R&S anschauen. Deren Eigenrauschen
ist recht klein (zumindest im driekten Verleich zu Agilent).
> Gibt es hier am Ende für mich tatsächlich nur Tek?
Bei LeCroy gibt es Scopes mit 12 Bit ADC für analoge Sachen (nicht
solche high resolution-Milchmädchenrechnung wie bei den anderen). Dafür
ist die Bandbreite nicht so hoch. Und die Genauigkeit ist auch nicht
automatisch um Faktor 4 besser, im Vergleich zu einem 8 Bit ADC-Scope.
> Ich habe mir auch mal> ein Rhode und Schwarz Scope angesehen, aber die scheinen komplett unter> Windows zu laufen und sind von der Updaterate wie die 9000er Agilent> (auch Windows) und somit als Elektronikscope imho fast unbrauchbar.
Hmm. Die großen Geräte laufen de facto alle unter Windows. Ich sehe das
nicht als echtes Problem (auch wenn mir Linux besser gefallen würde...)
Und die Updateraten sind eigentlich auch super. Wenn man die volle
Speichertiefe aktiviert und den Trigger auf 95% vom Messfenster stellt,
geht die gefühlte Updaterate natürlich in die Knie...
Ich persönlich bevorzuge auch einzelne Steller (Offset, Verstärkung) für
jeden Kanal, muß aber sagen, das bei R&S durch die kräftige farbige
Hinterlegung nur sehr selten zu Fehlbedienungen kommt (im Gegensatz zu
LeCroy und Tek).
Zu Letzteren kann man nur sagen: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit
der Zeit.
rzh schrieb:> Also bei Keysight geschaut. MSOX3054T. Zu kleines Display, viel zu> wenig Bus-Decoder-Optionen usw. Schade.
Die Bus-Decoder sind eine nette Spielerei. Um Signalintegritätsprobleme
zu ergründen, reichen die analogen Kanäle. Als Protokollanalyzer taugen
die Scopes nur bei kleinen Datenmengen. Und am Ende muss man den Fehler
so oder so in seiner Software suchen.
Stefan M. schrieb:> Allerdings stört mich bei vielen "Profi" Geräten der Lüfter, der sich> wie eine startende Concorde ins Hirn bohrt.>> Unverständlich, dass bei solchen Preisklassen eine geräuschlose Kühlung> so schwierig ist.
Je höher die Bandbreiten wird, desto mehr Rechenleistung brauchen die
Geräte. Irgendwie muss ja die Datenmenge auch verarbeitet werden...
Jens,
der sich demnächst auch ein Scope kaufen darf
Thomas schrieb:>>>> Dafür hast Du den zusätzlichen SA-Eingang --> MDO3000/MDO4000>> Ich habe diese Scopes bisher nur mal kurz gesehen, aber dieser Eingang> ist doch ein reiner 50 Ohm Eingang oder? Das hilft mir dann ja nur bei> echten HF Anwendungen, aber nicht beim hochohmigen Messen mit> Tastköpfen.>> Taugt dieser SA im Scope eigentlich etwas? Normalerweise sind SAs ja in> einer ganz anderen Preisregion angesiedelt.
es gibt ein recht interessantes pdf von Tek dazu, wie das mit dem SA
funktioniert. Link dazu findest Du über eevblog oder youtube.
Und da es ein Script gibt, das die die SerNo. für alle Optionen, die das
Gerät kann freischalten kann hast Du bei Bedarf auch einen SA, der bis
3Ghz geht... also - paßt schon.
Grüße
MiWi