Ich streite mich da nicht drüber, weil ich das einfach besser weiß.
Diese Motoren sind nicht dauer-drehzahlfest wenn man sie im Leerlauf
betreibt, aber sie "fliegen nicht auseinander" wie es immer beschrieben
wird.
Dieses Problem gibt es nur bei großen Motoren, z.B.
Bahn-Traktionsmotoren. Da zieht es mit entsprechendem Feuerwerk die
Wicklung aus den Nuten wenn man sie überdreht - aber nun schaut euch
doch mal den Rotordurchmesser von so einem Waschmaschinenmotor und den
von einem 1000kW Traktionsmotor an.
Dazu kommt, bei großen Maschinen beschränkt sich das Problem nicht auf
Reihenschlussmaschinen. Bei älteren Windkraftwerken kommt es vor, daß
sie ihren Generator überdrehen wenn die Bremse oder Regelung versagt.
Geht sogar bei Asynchronmaschinen, da reißt's irgendwann die
Kurzschlußringe vom Rotor ab, die dann in's Wicklungspaket des Stators
einschlagen. Turbogeneratoren können das bei einem unerwarteten
Lastabwurf ebenfalls. Nicht die ganz großen, die haben sehr gute
Überwachungs- und Schutzeinrichtungen wie automatisch gesteuerte
Schnellschlussventile zur Turbinenschnellabschaltung, aber bei kleineren
im Bereich einiger (oder einiger 10) Megawatt, evtl. ältere Anlagen oder
in Ländern mit geringerem Sicherheitsstandard muß das aber nicht so
sein.
Wenn ich das nächste Mal einen alten Waschmaschinenmotor in die Finger
kriege, zeige ich das. Dann mache ich ein Video davon, fette vorher
nochmal die Lager gut ab und dann passiert mindestens 10 Minuten lang
gar nichts wenn man das Ding an 230V im Leerlauf drehen lässt. Garantie
drauf gebe ich natürlich nicht weil ist auf jeden Fall außerhalb jeder
Spezifikation des Motors - aber es wäre der erste, der bei all meinen
Versuchen mit sowas wirklich auseinanderfliegt.