Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Waschmaschinenmotor anschließen


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von Nathan (Gast)


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Hallo,
Ich möchte einen Waschmaschinenmotor anschließen. Leider bin ich kein 
Elektriker und benötige deshalb Eure Hilfe.
Entweder direkt an 220V oder mit Gleichstrom an ein Laptop Ladekabel.
220V direkt soll bei einem Waschmaschinenmotor nicht funktionieren. Das 
habe ich in dem Forum schon nachgelesen. Vielleicht geht es ja doch mit 
dem Transformator aus der Waschmaschine. (s. Bild)
Die Motoranschlüsse habe ich mit dem Multimeter gemessen. Zudem habe ich 
(vielleicht) den Schaltplan des Motors im Internet gefunden. Alle Bilder 
sind in einem jpg zusammengefast. Wenn noch weitere Infos benötigt 
werden bitte melden.
Kann mir bitte jemand sagen wie ich den Motor anschließen muss?

von A. H. (pluto25)


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2 mit 3 verbinden und auf 4 und 5 die Spannung. Damit läuft er bei 12V 
los und fliegt bei 230V auseinander (ohne Last). Gewöhnlich werden die 
Motoren von einer Elektronik gesteuert die mit hilfe des Tachos die 
Drehzahl im gewünschten Bereich hält.
Was soll er antreiben ?

von MaWin (Gast)


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Nathan schrieb:
> 220V direkt soll bei einem Waschmaschinenmotor nicht funktionieren

Genau.
.Der Reihenschlussmotor ist nicht drehzahlstabil, kaum bekommt er so 
virl dass er anläuft, rast er los bis er sich zerlegt.
Daher hat er einen Tachgenerator und die Waschmaschinenelektronik regelt 
per TRIAC die Drehzahl.
Diese Elektronik gibt es fertig.
Ebay-Artikel Nr. 164565266789

von Nathan (Gast)


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Hallo,
vielen Dank für die Antwort. Das werde ich ausprobierten. Ich nehme den 
Trafo vom Laptop (19,5V) und schließe + auf 4 und - auf 5. Richtig?
Wenn es funktioniert soll er eine Schleifscheibe antreiben.
Wünsche Dir frohe Weihnachten.
Nathan

von Nathan (Gast)


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MaWin schrieb:
> Diese Elektronik gibt es fertig.
> Ebay-Artikel Nr. 164565266789

Hallo,
hat der Motor mit der Elektronik das volle Drehmoment?
Wünsche Dir schöne Weihnachten
Nathan

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> kaum bekommt er so
> virl dass er anläuft, rast er los bis er sich zerlegt
Blödsinn. Mal wieder typisch von einem Mawin.

Die Dinger laufen schon an 12V an und drehen dann ruhig vor sich hin 
OHNE sich zu zerlegen. Und wenn man es drauf anlegt, daß sich die Dinger 
an 230V zerlegen, halten die das auch recht lange durch, bis irgendwann 
der Kollektor überhitzt oder sich die Lager festfressen.

Naja, ich sollte mir abgewöhnen auf sowas zu antworten. Glaubt doch alle 
was ihr wollt.

von MaWin (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Glaubt doch alle was ihr wollt.

So ist es.

So ein WaMaMotor lässt sich halt nicht ordentlich an einem 
nicht,-geregelten 'Dimmet' betreiben, der benötigt eine Regelung z.B. 
mit TDA1085 an Tachogenerator.

BTDT.

von Günter Lenz (Gast)


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von MaWin schrieb:
>Der Reihenschlussmotor ist nicht drehzahlstabil, kaum bekommt er so
>virl dass er anläuft, rast er los bis er sich zerlegt.

Das macht er wenn Erregerwicklung und Läufer in Reihe
geschaltet sind. Es geht aber auch anders, man trennt
Erreger und Läufer und arbeitet mit Gleichspannung.
An Erreger eine feste Spannung, so 3V bis 6V, ausprobieren,
daß die Wicklung nicht zu heiß wird. Am Läufer dann
auch eine Gleichspannung und er läuft dann mit einer
sehr stabilen Drehzahl.

von A. H. (pluto25)


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BenB/MaWin streitet Ihr gerade darüber das gleiche gesagt zu haben? Es 
macht kaum Unterschied ob er sofort oder nach Minuten stirbt?
Mit den 19V wird er sich "nett" drehen aber keine Leistung haben (ca 
10W).
Die Polung ist egal, eine Drehrichtungsänderung ergibt sich erst wenn 
eine Wicklung umgedreht wird.
Da Motor und Netzteil vorhanden sind ist Ausprobieren schneller als auf 
Antworten zu warten. Mit den 19V kann nichts so schnell kaputt gehen.
Möglicherweise reicht die Leistung wenn die 19V an 3 und 4 und ein paar 
Ampere über 2 und 5 fließen (s. Günter Lenz).
Mit der Elektronik gibt er "alles" um die eingestellte Drehzahl zu 
halten.
d. h. Maximales Drehmoment bis zur Übertemperaturabschaltung (P im 
Klemmplan).
Ungeregelt (per Dimmer) könnte er einen Lüfterflügel (>80cm) oder Pumpe 
(>10qm) antreiben. Die begrenzen die Drehzahl auf "natürlichem" Weg.

von Elektrofan (Gast)


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>> Der Reihenschlussmotor ist nicht drehzahlstabil, kaum bekommt er
>> so viel dass er anläuft, rast er los bis er sich zerlegt.

> Das macht er wenn Erregerwicklung und Läufer in Reihe
> geschaltet sind.

Sind sie's nicht, ist es kein Reinschlussmotor mehr ...

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ich streite mich da nicht drüber, weil ich das einfach besser weiß. 
Diese Motoren sind nicht dauer-drehzahlfest wenn man sie im Leerlauf 
betreibt, aber sie "fliegen nicht auseinander" wie es immer beschrieben 
wird.

Dieses Problem gibt es nur bei großen Motoren, z.B. 
Bahn-Traktionsmotoren. Da zieht es mit entsprechendem Feuerwerk die 
Wicklung aus den Nuten wenn man sie überdreht - aber nun schaut euch 
doch mal den Rotordurchmesser von so einem Waschmaschinenmotor und den 
von einem 1000kW Traktionsmotor an.

Dazu kommt, bei großen Maschinen beschränkt sich das Problem nicht auf 
Reihenschlussmaschinen. Bei älteren Windkraftwerken kommt es vor, daß 
sie ihren Generator überdrehen wenn die Bremse oder Regelung versagt. 
Geht sogar bei Asynchronmaschinen, da reißt's irgendwann die 
Kurzschlußringe vom Rotor ab, die dann in's Wicklungspaket des Stators 
einschlagen. Turbogeneratoren können das bei einem unerwarteten 
Lastabwurf ebenfalls. Nicht die ganz großen, die haben sehr gute 
Überwachungs- und Schutzeinrichtungen wie automatisch gesteuerte 
Schnellschlussventile zur Turbinenschnellabschaltung, aber bei kleineren 
im Bereich einiger (oder einiger 10) Megawatt, evtl. ältere Anlagen oder 
in Ländern mit geringerem Sicherheitsstandard muß das aber nicht so 
sein.

Wenn ich das nächste Mal einen alten Waschmaschinenmotor in die Finger 
kriege, zeige ich das. Dann mache ich ein Video davon, fette vorher 
nochmal die Lager gut ab und dann passiert mindestens 10 Minuten lang 
gar nichts wenn man das Ding an 230V im Leerlauf drehen lässt. Garantie 
drauf gebe ich natürlich nicht weil ist auf jeden Fall außerhalb jeder 
Spezifikation des Motors - aber es wäre der erste, der bei all meinen 
Versuchen mit sowas wirklich auseinanderfliegt.

von Bauer Spezialisierung Elektromaschinen-Bauer (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Ich streite mich da nicht drüber, weil ich das einfach besser weiß.

Dann weißt Du falsch.

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