Hallo liebe Leute,
hoffe ich bin hier in der richtigen Kategorie... sonst bitte drauf
aufmerksam machen :)
Folgendes:
ich habe hier ein Netzteil von einem Philips Fernseher das
offensichtlich den Geist aufgegeben hat.
Bezeichnung ist "DAC 12m058 AF"
Habe schon viel gegoogled, Datenblatt habe ich keines gefunden,
geschweige den ein Ersatzteil
Symptome:
Steckt man das Board ans Netz an, hört man einen deutlich hörbaren Ton
(schätzungsweise zwischen 1kHz - 2 kHz kann aber auch mehr bzw. weniger
sein.)
Der Ton kommt ungefähr von der schwarzen Spule.
Ich wollte schon die Spule tauschen, habe jedoch unter der Aufschrift
nicht annähernd etwas gefunden!
Was ich testweise versucht habe:
die 2 PWM Controller SMD ICs auf dem Bottom Layer zu tauschen, hat
leider keine Besserung gebracht :/
Habt ihr irgendwelche Ideen was ich nachmessen kann um die Fehlerursache
eingrenzen zu können?
Oszi könnte ich von einem Freund besorgen, jedoch ohne Datenblatt etwas
schwierig das Ganze.
Vielen herzlichen Dank im Voraus für eure Mühe!
Lg, Phil
> Habt ihr irgendwelche Ideen was ich nachmessen kann> um die Fehlerursache eingrenzen zu können?
Das übliche ?
Ist die Zwischenspannungen vorhaben am grossen Elko,
funktioniert schon mal die PFC.
Könnten die Sekundärspannungen einzeln hochkommen,
d.h. wenn an einem Anschluss 12V rauskommen sollte,
einfach mal 11.5V anlegen und gucken ob dort ein
Kurzschluss vorliegt (meist dann die Dioden).
Sollen die Sekundärspannungen hochkomen? Es sieht ja
nach einem Netzteil mit 2 getrennten Leistungstrafos
aus, die jeweils mit einem Optokoppler und einem
PWM Controller IC einzlen gesteuert werden, und
zusätzlich noch ein Optokoppler der Standby schalten
wird.
Haben die PWM Controller ICs ihre Hilfsspannung wenn
die Zwoschenkreisspannung der PFC da ist ?
Siehe Datenblatt der ICs.
Phily schrieb:> Der Ton kommt ungefähr von der schwarzen Spule.
Nicht ungefähr. Wahrscheinlich genau. Aber die ist nicht die Ursache...
Wie betreibst du das Netzteil?
Wie sehen die Kondensatoren aus?
In welchem Fernseher ist das Ding verbaut?
Am besten ein Bild vom Typenschild machen.
So Leute,
schon mal großen Dank für eure (sehr professionelle) Hilfe :)
@MaWin: du kennst dich anscheinend sehr gut mit der Materie aus, ich bin
Informatiker bzw. Edv Typ ( :) ) und bin deshalb in Elektronik eher an
Grundlagen orientiert... kannst du mir kurz sagen, an welchem Pin die
Hilfsspg. bei dem PWM Controller anliegen müsste, dann mess ich das
nach!
Blöde Frage: wie prüfe ich die Elkos am besten? Ein Kondensator
Prüfgerät habe ich nicht :(
@Lothar Miller:
habe das Typenschild als Datei angehängt!
Danke danke danke!
Lg, Phil
Im Sekundärteil sehe ich jede Menge Elkos mit "Beulen".
Diese Elkos haben höchstwahrscheinlich nicht mehr die
aufgedruckte Kapazität u. einen zu hohen Innenwiderstand.
Alle (!), auch die, die noch gut aussehen, durch Low ESR
Typen, z. B. Panasonic FM, FC etc. ersetzen ...
Ralf2008
@Ralf2008
ja das ist korrekt, einige Elkos haben Beulen, dann werde ich wohl
versuchen diese alle vorsichtshalber auszutauschen?
@MaWin:
Zwischenspg. ist am großen Elko vorhanden: 412V
> kannst du mir kurz sagen, an welchem Pin die Hilfsspg. bei> bei dem PWM Controller anliegen müsste
An dem Hilfsspannungspin.
Du willst INFORMATIKER sein,
dann sollte dir nicht entgangen sein, daß du die INFORMATION
über die Frage, WELCHER IC denn nun als PWM Controller
verwendet wurde, nicht geliefert hast.
Setz einfach mal deine geballte Computerintelligenz ein
und google dir ein Datenblatt, da steht dann schon das
passende drin.
MaWin schrieb:> dann sollte dir nicht entgangen sein, daß du die INFORMATION> über die Frage, WELCHER IC denn nun als PWM Controller> verwendet wurde, nicht geliefert hast.
Wo wurde diese Frage gestellt?!
Außerdem: weniger aggressiv bitte...
Die ICs sind selten kaputt. Tausche wirklich erstmal die Ausgangselkos
wie bereits empfohlen. Ich sehe auf dem Bild mindestens 7 Elkos, die ich
rausschmeißen würde....
Wahrscheinlich geht dein Netzteil dann schon wieder.
Gruß
Mandrake
Messe mal den Eingangsstrom. Dann löte die Dioden auf der Sekundärseite
aus. Kann sein, dass die durchlegiert sind, wenn es irgendwo einen
Kurzschluss gab. Geht der Rest des Fernsehers, wenn du entsprechende
Spannungen anlegst? Nicht dass du dir das Reparierte Netzteil wieder
zerstörst. Ich würde jedoch auch erstmal auf die Elkos tippen, deren
Ausbeulung kann aber auch von defekten Gleichrichterdioden stammen. also
beim Elkowechsel mitprüfen, sonst sind die neuen auch gleich hinüber!
hallo,
ich bin zum ersten mal hier,um eventuell ein paar tip´s zu bekommen.
das problem ist ein schaltnetzteil vom teac receiver ag-l800.
am liebsten wäre es mir einen schaltplan von diesem teil zu bekommen.
am controller ic KA7552 liegt am pin 6 nicht die erforderliche spannung
von 16v an,so daß der mos-transistor keine schaltimpulse erhält.die
übliche prozetur, austauchen der elkos haben nichts gebracht.
zwischenkreisspannung 230v X wurzel aus zwei ist vorhanden.
würde mich freuen, wenn einer einen tip geben kann.
ich hatte schon mal so ein netzteil,da war der fehler das 5v relais,
welches einen innerlichen wackelkontakt hatte.die folge war dann,das der
receiver nach unterschiedlichen zeiten in der schutz-modus ging, und
sich dann erst nach unterschiedlichen zeiten wieder ganz normal
einschalten ließ.
vieleicht hilft dieser tip von mir irgend jemanden hier.
mfg. rudolf
Da sitzt oft ein recht hochohmiger Anlaufwiderstand vom
Betriebssspannungspin des ICs zu Plus vom Zwischenkreis. Hat so 100kOhm
bis 330kOhm. Dieer wird gerne hochohmig und dann startet das Netzteil
nicht mehr. Nur spannungsfeste Varianten benutzen, die 0,6W Metallfilm
halten die Spannung nicht.
Dann müsste es eine Gleichrichterdiode geben, welche über eine
Hilfswicklung das IC versorgt. Diese Diode testen und den Elko am IC
erneuern.
Manchmal sitzt noch eine Z-Diode parallel zum IC. Diese aud Schluß
prüfen.
zunächst danke für eure konstrucktiven beiträge.
habe zwar alle elkos im umfeld des controllers getauscht, und wohl doch
einen defekten gegen einen anderen defekten eingelötet.also der
glättelko zu den 16v war es. 15,87v liegen jetzt an, auch die 34v für
die endstufe sind jetzt da, aber es läuft trotzdem noch nicht.gerät läßt
sich einschalten, und takert dann leise im 0,5sek takt vor sich
hin.lüfter läuft auch kurz an.
soweit zum stand der dinge.
ein schaltplan wäre nicht schlecht
ich vermute einen weiteren fehler im sek-teil auf der platine, denn dort
ist auch noch eine menge an elkos und leistungshalbleitern verbaut.
bin für weitere hilfe dankbar.
rudolf
rudolf müller schrieb:> also der> glättelko zu den 16v war es. 15,87v liegen jetzt an, auch die 34v für> die endstufe sind jetzt da, aber es läuft trotzdem noch nicht.gerät läßt> sich einschalten, und takert dann leise im 0,5sek takt vor sich> hin.lüfter läuft auch kurz an.
Nach Kurzschluss auf der Sekundärseite weitersuchen. Auch die Dioden
nach dem Wandlertrafo.
> ja das ist korrekt, einige Elkos haben Beulen, dann werde ich wohl> versuchen diese alle vorsichtshalber auszutauschen?
**ROFL**
auf meiner platine gabs vorhin nen knall, von der LED sind nur noch die
beinchen stehengeblieben und sie leuchtet nun nicht mehr. muß man die
jetzt austauschen? ;)
Für einen nicht ganz so Geübten könnten die Elkos schon noch ok
aussehen. Wenn nur noch die Anschlussdrähte einer Diode übrig sind,
würde ich schon sagen, dass das ein anderes Kaliber ist. Aber Hauptsache
mal nen dummen Kommentar rausgelassen und ein LOL/ROFL losgelassen.
Verdammte Keller-Nerds.
Habe auch einen Patienten 23PFL5522D/12 23 PFL 5522 D / 12 mit diesem
DAC-12M058 AF 2995307900 P/N: PHPWR0000161 REV: 01 (Datecode auf den
Trafos DCGM 0733B, 0734F und 0734G) Netzteil zur Reparatur.
Auf der Sekundärseite sind 12 CapXon Elkos verbaut, wohl das billigste,
was sie bekommen konnten. Zwar sind die 3 der 24V-Schiene (C217, C218
und C221) noch nicht ausgebeult, würde ich trotzdem alle 12 Cs rechts
vom Kühlkörper tauschen.
C25 680/25 (12V, danach kommt ein 4-pol f 27BR12 Spannungsregler U16)
C26 330/16 (12V)
C28 330/16 (12V)
C31 2200/10 (5V)
C33 680/10 (braun, 5V)
C68 nicht bestückt
C210 680/16 (+Vaudio)
C211 680/16 (-Vaudio)
C212 680/16 (+Vaudio)
C213 680/16 (-Vaudio)
C214 nicht bestückt, kann man bestücken mit 330/16, dann C212 auch
330/16
C215 nicht bestückt, kann man bestücken mit 330/16, dann C213 auch
330/16
C217 680/35 (braun, 24V für BL-Inverter)
C218 680/35 (braun, 24V für BL-Inverter)
C221 330/35 (24V für BL-Inverter)
Polarität (Einbaurichtung + und -) der Elkos beachten!
Der Primäre dicke Rubycon 450V 100µF ist selten defekt.
Bei der Gelegenheit das Netzteil vorsichtig von Staub befreien, damit
die Kühlung besser wird.
Wer einen solchen Flat-LCD hat, kann schon mal vorsorglich die Cs
bestellen und prophylaktisch austauschen, um Folgeschäden zu vermeiden,
die werden früher oder später defekt gehen.
Zum Öffnen des TVs benötigt man einen 5 cm langen Torx TX10, zur Not
geht ein 2,5mm Inbus.
Hier ein ähnlicher Thread mit Bild (Datecode DCGM 0745B):
http://www.repdata.de/wbb2/index.php?page=Thread&threadID=74597
Vielen Dank für Eure Hinweise und Beiträge, hat mir sehr geholfen.
Habe so das 5522D Gerät meiner Eltern für kleines Geld und mit gerade
mal ca. 90 Min Zeitaufwand zügig wieder flott gekommen!