Hallo Leute,
wollte mal fragen, wer sich in dieser Richtung auskennt.
Im Anhang befindet sich ein Schaltplan mit Brückengleichrichter und
folgendem Schaltregler 34063A.
Nun zu meiner Problematik.
Der Schaltregler erzeugt durch seine Schaltfrequenz bedingte Störungen,
die bei ca. 40KHz liegen.
Diese pflanzen sich über die gesamte Strecken bis vor den Gleichrichter
zurück.
Auf der Wechselspannungsseite werden per ASK aufmodulierte Daten
übertragen
(ca. 125 KHz Trägerfrequenz).
Diese werden jedoch durch die rückwertige Einkopplung der
Schaltreglerfrequenz gestört bzw. zerstört.
Welche Möglichkeit gibt es anhand meiner Schaltung, dies zu unterbinden.
Besser gesagt, ist es überhaupt möglich oder kann man in so einer
Applikation
nur mit Linearreglern arbeiten?
Bin für jeden Tip dankbar.
Dirk
D2 durch eine Drossel oder zumindest einen Widerstand ersetzen.
Ähnlich wie du es mit L2 gemacht hast.
Allerdings halte ich 1uH bei L2 für etwas niedrig.
Richtig ist, daß die Drossel nicht nach "viel bringt viel" ausgesucht
werden muß, sondern daß man messtechnisch analysiert, wann die
CLC-Kombination eine möglichst hohe Dämpfung bei der Störfrequenz
besitzt.
C2/C5 muessen geringen ERS haben und fuer den Ripplestrom geeignet sein.
Das Layout muss fuer die Wechselstroeme kurze Pfade haben
Ein Filter mittels Entstoerdrosseln und weiterer Cs ist hilfreich.
Simon K. schrieb:> Möglicherweise werden die Störung auch durch ungeeigntes> Schaltregler-Layout erzeugt.
Das war auch mein erster Gedanke... :-/
@ Dirk:
Zeig mal das Layout zum Schaltplan. Da ist schon die Freilaufdiode
irgendwie seltsam eingezeichnet...
Stromkompensierte Drossel und 220nF Keramik C vor den (also AC Seite)
Gleichrichter. Bei dem 220nF C auf die Spannungsfestigkeit achten und
die Stromkompensierte Drossel auf mindestens IPeak des Schaltreglers (Pi
mal Daumen bei deiner Schaltung 1A) auslegen zwecks Sättigung.
Was soll die SS14 zusammen mit der Tranzorb nach dem Gleichrichter
bewirken?
Ich würde , wie MaWin schon sagte, dort ein Induktivität einbauen und
evtl auf einen "gestuften" Schutz aus Tranzorb und Varistor wechseln. Je
nachdem was Du auf der AC Seite so alles an Schmutz erwartest.
Danke für Eure Antworten
@Claude
Auf der AC Seite wird ein durch ASK moduliertes Signal mit ca. 125 KHz
übertragen.
In diesem Zweig dürfen also keinerlei Maßnahmen stattfinden, welches
dieses
Signal dämpfen, verschleifen bzw. verfälschen.
Leider gibt es vom Schaltregler eine Rückkopplung der Schaltfrequenz
über den gesamten primären Pfad rückwärts über den Gleichrichter.
Ein Platinenlayout gibt es momentan noch nicht. Dass ganze befindet sich
im Handaufbau. Die Freilaufdiode ist im Schaltplan zugegebenerweise
unglücklich
eingezeichent, sitzt jedoch am kürzesten Weg.
Die Diode SS14 besitzt in diesem Schaltplan lediglich die Funktion gegen
Verpolung, da ich den Zweig zwischen Gleichrichter und DCDC Eingang
auftrennen kann und eine Fremdeinspeisung möglich ist.
Ich bezweifle jedoch, daß diese Problematik mit einem entsprechendem
Layout erledigt ist.
Ich habe bereits mehrere verschiedene Induktivitäten im Eingangskreis
getestet ohne Erfolg. Die Störungen übertragen sich definitiv nur
rückwärts
und nicht über den VCC 5V Ausgang.
Wie sieht es mit einer Stromkompensierten Drossel zwischen Gleichrichter
und Schaltregler Eingang aus und wie dimensioniert man Sie?
Hallo Dirk,
versuch doch einfach mal eine Stromkompensierte Drossel vor dem
Gleichrichter. Die 220nF könnten doch etwas viel sein.
In etwa so :
Kondensator
AC 0----~~~~---|---*****-- +
---- =
AC 0----~~~~---|---*****-- -
Drossel Gleichrichter
So eine Drossel kannst du versuchsweise aus einem alten Netzteil
ausschlachten.
Nach dem Gleichrichter bringt dieses Bauteil nicht mehr sehr viel. Dort
würde eine einfache Induktivität / Pi Filter, wie MaWin schon schrieb,
besser funktionieren.
Hast du dir mal Gedanken gemacht wo die 3. Oberwelle deines 40kHz
Schaltreglers liegt ? ;) Ca. 55kHz wäre da besser angebracht , oder
gleich auf einen aktuellen Schaltregler wechseln der mit 200-250kHZ
schaltet.
Das Layout eines Schaltreglers hat einen erheblichen Einfluss auf
dessen
Störabstrahlung.
Ich habe auch schon etwas Erfahrung mit Powerline Kommunikation sammeln
können (Echelon Lonworks 125kHz Cenelec Band), und das mit der
Stromkompensierten Drossel funktioniert.
Siehe z.B. hier auf Seite 172 oder 192 :
http://www.echelon.com/support/documentation/manuals/transceivers/005-0193-01B_PL_Data_Book.pdf
Gruß,
Claude
Hier geht doch darum, die Schaltvorgänge des Reglers nicht auf die
Stromquelle rückwirken zu lassen. Da hilft eine stromkompensierte
Drossel nicht wirklich.
Übrigens ist das Regelverhalten des MC34063A nicht grad ideal, um
Störungen durch die Schaltvorgänge wegzukriegen. Es gibt nämlich bei dem
Ding weder eine ober noch eine untere harte Grenze bei den Schaltzyklen.
Bei Reglern, die innerhalb weiter Lastgrenzen mit konstanter Frequenz
operieren tut man sich beim Filtern leichter.
Für die Entstörung tippe ich auf L/C-Filter, nur eben andersrum als
sonst, d.h. von links nach rechts gesehen C vorne, L dahinter. So
dimensioniert, dass die Region der Schaltfrequenz massiv abgedämpft
wird, aber der Filter auch die in MHz zu rechnenden Schaltflanken
wegnimmt.
hmm schrieb:> Muss nicht die 1,7,8 direkt miteinander verbunden sein?> Laut AppNotes schon...
@hmm
Ist es auch, im Schaltplan fehlt nur der Verbindungspunkt.
Ich habe es inzwischen korrigiert. Danke für den Hinweis.
Kennt Ihr evtl. Schaltregler, die für diesen Anwendungsfall besser
geeignet wären?
Eine Common Mode Choke im AC-Kreis ???
Das modulierte ASK Signal von 125KHz sollte aber schon erhalten bleiben.
Wenn es jemanden interressiert, könnte ich mal das Oszi-Bild des ASK
Signals am Übertrager mit und ohne Schaltregler posten.
Dirk
Dirk schrieb:> Kennt Ihr evtl. Schaltregler, die für diesen Anwendungsfall besser> geeignet wären?
Ein LM2675 arbeitet mit 250kHz und sollte bei 40kHz nicht stören :-)
Ein fliegender Aufbau ist aber nie störsicher. Alles Antennen!