Ersatz für Transistor in µA 723 Regler (TO-220) ges.

Gast #4469491
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In einem Einschubmodul von Tektronix aus der TM500er Serie befindet sich 
ein Spannungsregler, der von 11,5V gespeist wird und der am Ausgang +5V 
liefern soll.

Es geht um Q650 in der Schaltung. Der ist kaputt. Offen in allen 
Richtungen. Es handelt sich dabei um einen X44C282. (Angeblich sei der 
Hersteller GE).

Dafür suche ich Ersatz zum direkten Einbau, ohne Anschlüsse verdrehen zu 
müssen. In der Draufsicht sind die Anschlüsse v.l.n.r.

B-C-E

Auf dem Teil, was mir vorliegt - es ist wahrscheinlich das Originalteil, 
weil die Lötstellen unberührt waren - steht noch das NS (National Semi) 
Symbol und eine Zahl "035200" - sonst nichts weiter.

Gibt es irgendwo eine Transistor-Auswahl Datenbank, wo man Parameter, 
Gehäuseform angeben kann und dann aus einer Liste weiter auswählen kann?

Der Strom wird ja über einen 1 Ohm vom 723 gemessen. Kenne jetzt die 
Beziehung zwischen dem Rsc und der Stromlimitierung nicht.
Angehängte Dateien:
Gast #4469517
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Das ist ja ein ganz normaler NPN Pass Transistor.

Ein Datenblatt habe ich jetzt nicht gefunden, aber die Sicherung von 1A 
gibt ja schon ein Hinweis darauf, wieviel Strom der Transistor maximal 
durchleiten muss.

Ich würde zum Versuch einfach mal einen TIP41 einbauen. Der hat das 
gleiche Pinout und verkraftet weitaus mehr Strom. Zudem hat er das 
gleiche Package, also kann man davon ausgehen, das er auch mit der 
anfallenden Abwärme zurecht kommt.
Gast #4469959
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Danke für die TIPs und BD241 usw.
Reparatur geglückt. Zunächst nach Auswechseln des Längstransistors immer 
noch keine +5V da. Nach Auswechseln zweier Tantalperlen (15µF/25V, wovon 
eine direkt quer in dem Ausgangsspannungszweig lag - C650) war Spannung 
plötzlich da.

Grüße
Christoph
Gast #4470058
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Harald W. schrieb:
> ChristophK schrieb:
>
>> Nach Auswechseln zweier Tantalperlen
>
> Hoffentlich gegen Alu-Elkos.

Nein, aus Gründen der Bauform und weil ich in neuere Produktion durchaus 
Vertrauen habe, habe ich wieder Tantalperlen genommen. Und wenn's in 35 
Jahren wieder kaputt geht, dann ... na ja ..

--
Christoph
Gast #4470064
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...ach übrigens "von wegen" neuere Alu-Elkos: denen kann man auch nicht 
unbedingt trauen. Kann mich erinneren, daß es mal eine Serie von 
Motherboards gab (mag so 10-15 Jahre her sein), da explodierten 
reihenweise die on-board Elkos (pilzten oder beulten sich auf).

--
Christoph
#4470119
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ChristophK schrieb:
> Kann mich erinneren, daß es mal eine Serie von
> Motherboards gab (mag so 10-15 Jahre her sein), da explodierten
> reihenweise die on-board Elkos (pilzten oder beulten sich auf).

Das passiert auch heute noch bei einigen Motherboards (z.B.
bei meinem letzten, da waren gleich mehrere ausgebeult).

Mein Monitor hatte auch ausgebeulte Elkos, allerdings "erst" nach
über 10 Jahren.
#4470640
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ChristophK schrieb:
> da explodierten
> reihenweise die on-board Elkos (pilzten oder beulten sich auf).

Das lag/liegt an den sehr hohen Strömen, die diese Elkos wegen der 
onboard DC/DC Wandler stark belasten.

Etwas derartiges ist in den TM500 nicht zu befürchten, daher ist die 
aktuelle Empfehlung schon korrekt, das man auch normale AL-Elkos nehmen 
kann (heutzutage). Die sind inzwischen so gut vom ESR, das sie auch an 
kritischen Stellen (z.B. Tek 465/475 HV-Schaltregler) sehr gut 
mithalten.
Gast #4470853
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Peter D. schrieb:
> hinz schrieb:
>> Die Tantalperlen von heute sind nicht so hinterhältige Miststücke wie
>> die aus den '70ern.
>
> Auch heutige Tantalperlen sind immer noch nicht für hohe Impulsströme
> geeignet. Sie haben daher in Netzteilen nichts zu suchen.

Was der Bauer nicht kennt....

Lies mal "Surge in solid tantalum capacitors" von John Gill / AVX.
#4470873
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hinz schrieb:
> Was der Bauer nicht kennt....
>
> Lies mal "Surge in solid tantalum capacitors" von John Gill / AVX.

Ich denke, daß Peter aus Erfahrung spricht. In Büchern und Texten von 
Herstellern steht viel -auch viel Gutes. Nur: Lesen die Kondensatoren 
die Bücher selbst nicht und scheren sich einen Teufel um das, was ihnen 
an Eigenschaften nachgesagt wird.

SCNR
Paul

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