Wie alte/jung seid ihr?

#3490654
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Paul Baumann schrieb:
> Männer waren's, grau und alt
> an die 80 Jahre bald.
> ... und in aller Seelenruhe
> pissten sie sich auf die Schuhe!

Der alte und der junge Stier standen auf einem Hügel und betrachteten 
die Herde, die unter ihnen weidete.
Da sagte der junge Stier: Los, wir laufen runter und vernaschen ein paar 
Kühe!
Worauf der alte Stier erwiderte: Nichts da! Wir gehen in aller 
Seelenruhe runter und vernaschen alle!

In diesem Sinne: Im Alter verschieben sich die Prioritäten.
#3490790
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Viel zu alt !

(Ich werde Opa)

Aber die Definition des Alters ist relativ.

Solange ich fitter bin als mein Praktikant (Uni), mach ich mir noch
keine Sorgen

Populanten von Domizilen mit fragiler transparenter Außenstruktur
sollten sich von der Transformation von Materie distanzieren,
die gegen Deformierung resistent ist !

Grüße Bernd
#3490819
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Unterschiede gibt es schon:

Wo die jungen Burschen so richtig hinlangen, brems ich mich.

So ein Lumbago (Hexenschuss) tut weh, da sagt einem die
Alterserfahrung, dass Hebezeug und andere Hilfsmittel
Schmerzen vermeiden.

Aber sonst merk ich ( Schön!) noch nichts.

Und das Alter ist wirklich relativ, ein paar Häuser weiter
wohnt eine Frau, die hat mit Ü70 einen neuen Weltrekord im
Marathon aufgestellt.  In einer Zeit, da träumen viele 20-
jährige nur von.

Grüße Bernd
Gast #3490829
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Bernd Funk schrieb:

> Und das Alter ist wirklich relativ, ein paar Häuser weiter
> wohnt eine Frau, die hat mit Ü70 einen neuen Weltrekord im
> Marathon aufgestellt.  In einer Zeit, da träumen viele 20-
> jährige nur von.

Hochachtung!

Laufsport will ich auch wieder beginnen, auch wenn ich bestimmt nicht 
mehr so gut werde wie mit 45 noch. Dort brach ich es bis heute ab. Für 
einen halben Marathon reichte es bei mir, das ist meine individuelle 
Höchstgrenze.

Das Laufen befreit, ist aber kein Gruppensport, man darf da keinen mehr 
mit nehmen, da muß man ganz alleine durch. Andererseits braucht man 
nichts an Equipment, nur ein paar brauchbare Schuhe.
#3490877
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Dominic A. schrieb:
> Naja und ich bin einer vom heutigen Nachwuchs welcher nichts mehr kann
> und die "gute alte Zeit" nicht oder besser gesagt noch nicht erlebt hat.

Quatsch:

Wir " Alten" wehren uns nur gegen Pauschalierungen.

Sicher gibt es medizinisch begründete Fälle ( Alzheimer,
Demenz usw. ), aber grundsätzlich kann man auch mit 50, 60 oder
auch weit darüber noch geistig absolut fit sein und jedem Jüngling
( Frau ) das Wasser reichen.

Woher kommt eigentlich die Annahme, dass jeder Ü 50/60 schon
scheintot ist?

Grüße Bernd
Gast #3490904
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Bernd Funk schrieb:
> Woher kommt eigentlich die Annahme, dass jeder Ü 50/60 schon
> scheintot ist?

Keine Ahnung...

Also ich habe in meiner Lehrzeit als "Rundfunkmechaniker" noch 
Röhrentechnik gelernt, im Studium waren es immerhin schon erste 
TTL-Schaltkreise und gegen Ende des aktiven Berufslebens hatte sich VHS 
als Videosystem durchgesetzt. Und die CD sich gegen die Schallplatte, 
welche heute wieder modern wird...


Ich glaube, wirklich zu alt ist man nie, solange man Wünsche und 
Vorstellungen hat.

Mfg, Wolle
#3490982
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Bernd Funk schrieb:
> J.-u. G. schrieb:
>> Bernd Funk schrieb:
>>> (Ich werde Opa)
>>
>> Glückwunsch. Ich hoffe, Du hast Deinen Morgan passend präpariert:
>>
> 
http://www.aufkleberdealer.de/Aufkleber-Autoaufkleber-Heckscheibe-OPA-20__-%28Wunschjahr%29.html
>>
>> :)
>
> Das geht nicht.
>
> Heckscheibe gibt es nicht. :)
>
> Grüße Bernd


Da klebst du nichts drauf  :)
Angehängte Dateien:
#3491001
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Helge A. schrieb:
> Hans schrieb:
>> Beruht dies auf Alter/Erfahrung?
>
> Ich würde gern behaupten, auf Wissen und Erfahrung. - In Wirklichkeit
> eher auf einer Festplatte voll mit alten Lösungen auf alte Probleme.
>
> Und auf das vage Gefühl, welches Schlagloch dich komplett aus der Bahn
> reißt.


Das sehe ich anders. Diese Festplatte wird täglich neu beschrieben,
die Probleme sind aktuell. Die Lösungen profitieren aber vom
Wissensschatz.

Das ist doch nicht falsch?

Grüße Bernd
#3491050
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Was ich meinen ( teilweise recht jungen ) Mitarbeitern immer
wieder versuche beizubringen, ist: Toleranzen mit Einstellmöglich-
keiten begegnen.

Es ist dabei ziemlich egal, ob es eine Elektronik ( machen wir nicht )
oder eine komplexe Metallkonstruktion ist.

Wenn 1000 Bauteile eine bestimmte Funktion ergeben müssen, dann
gibt es " immer " Fehler.

Eine durchdachte Konstruktion mit genügend Möglichkeiten, diese
Fehler wegzubügeln, hilft da.

Das in der Planung zu berücksichtigen, ist nicht einfach.

Aber da helfen halt Jahrzehnte Berufserfahrung.


Das Wissen haben die Jungen halt noch nicht.

Wir bauen unsere Sachen nur einmal und geben 5 Jahre Gewährleistung.
( Wenn es nicht hält, wird es vom eigenen Geldbeutel abgezogen! )


Da möchte ich manchen Elektronikentwickler sehen.

Grüße Bernd
Gast #3491181
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Dieter Werner schrieb:
> Bei mir kippen dieses Jahr alle benutzten Bits auf 0 zurück und es kommt
> eine neue 1 davor.

Wohl das letzte Mal, nehme ich an :-(
Naja, ich hab' auch nur mehr 2x vor mir, wenn alles gut geht.

Und nur Einser wirst Du wohl auch nicht mehr erleben :-(
Wenn ich doppelt so alt bin wie heute, dann wird es bei mir auch das 
letzte Mal der Fall sein.

LG, N0R
#3491287
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Manchmal beneide ich die "jungen Hüpfer", meist lege ich mich aber 
durchaus gelassen und zufrieden zurück, die meisten vergeuden ihre 
Möglichkeiten gnadenlos, aber das war "früher" auch so.
Was mich stört: ich lerne nicht mehr so schnell wie früher und vertraue 
neu gelerntem nicht mehr so bedingungslos, schau dann doch lieber mal 
noch mal nach :-(
Richtig ärgerlich sind die Augen, ohne Brille geht selbst TQFP kaum noch 
(morgens ist es besser als abends, aber das wird wohl auch bald aufhören 
:-)

Die 50 winkt so langsam, ich erfreue mich bester Gesundheit, finanziell 
keine Sorgen, die Familie intakt, die Söhne langsam auf dem Weg ins 
eigene Leben, das Hobby (Motorradfahren) macht Spass und hält fit.

Jedes Alter hat wohl seine Vor- und Nachteile. Man neigt dazu, die 
Nachteile überzubewerten. Aber es ist völlig sinnlos, daraus irgendwas 
prinzipielles abzuleiten. Entscheidend in jedem Alter ist, was man draus 
macht.

Ne kleine Krise hatte ich mit 30. So die Erkenntnis, dass die Jugend und 
Sturm- und Drangzeit nun endgültig vorbei ist.
Moderator Persönliche Seite #3492279
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H.Joachim Seifert schrieb:
> Manchmal beneide ich die "jungen Hüpfer"

Ehrlich?
Ich überhaupt nicht - ganz im Gegenteil.
Klar war das Studium toll. Ich hatte viel Spaß und es war die erste 
größere Freiheit.

Aber jetzt?

Seit meiner Selbstständigkeit wird es nur noch besser und besser: eine 
ungekannte Freiheit, keine Seminararbeiten oder Praktika, keine 
Klausuren, keiner der einem sagt, was man zu tun oder zu lassen hat - 
und seit der letzten Auftragsentwicklung überhaupt keinen Streß mehr, da 
ich nur noch eigene Produkte herausbringe. Ich war immer Bastler und 
Tüftler und das lebe ich jetzt so richtig aus. Auch das mit dem 
schlechteren Lernen kann ich nicht nachvollziehen, im Gegenteil sauge 
ich heutzutage viel mehr Wissen in mich auf, einfach weil es Spaß macht. 
Ich hatte auch noch nie so viele gute Ideen wie jetzt. Vielleicht, weil 
ich jetzt einfach den Kopf komplett frei habe.

Ich dachte auch, dass mit 30 das wilde Leben größtenteils vorbei ist - 
aber weisste was? Dann geht's eigentlich erst so richtig los!

Wir können reisen, wann und wohin wir wollen, absolut spontan oder 
geplant (der Selbstständigkeit sei Dank).

Ich kann mir alles leisten, was wichtig ist.

Ich weiss gutes Essen viel mehr zu schätzen und genieße das.

Als Student hatte ich einen Wecker - jetzt nicht mehr :-)

> Jedes Alter hat wohl seine Vor- und Nachteile. Man neigt dazu, die
> Nachteile überzubewerten. Aber es ist völlig sinnlos, daraus irgendwas
> prinzipielles abzuleiten. Entscheidend in jedem Alter ist, was man draus
> macht.

Genau so ist es.
Wenn ich sehe, dass mein (mittlerweile) Freund im Alter von 74 Jahren 
sich freut, mir Anfänger seine Tipps und Tricks aus 50 Jahren 
Sondermaschinenbau zu vermitteln/zu zeigen und sich im Gegenzug ohne 
Probleme in die Elektronik einarbeitet und liest, die ich zusammen mit 
ihm entwickle, wenn wir mit ihm und seiner Frau diskutieren und 
debattieren, neue (längst nicht nur technische) Ideen/Ansichten 
durchgehen und uns zu eigen machen und die beiden von ihren vielen 
Reisen erzählen, dann, ja dann muss ich sagen: die "Jugend" weiss gar 
nicht, was sie verpasst :-)

Überhaupt ist man erst ab 30 so etwas wie ein Mann oder eine Frau.

> Ne kleine Krise hatte ich mit 30. So die Erkenntnis, dass die Jugend und
> Sturm- und Drangzeit nun endgültig vorbei ist.

So unterschiedlich ist das - ich fand's toll und danach ging es bei mir 
los.

Ich hoffe, man merkt es: mir scheint wirklich die Sonne aus dem Arsch 
;-)
Moderator Persönliche Seite #3492456
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Wir können reisen, wann und wohin wir wollen, absolut spontan oder
>> geplant (der Selbstständigkeit sei Dank).
>
> Dann hast Du keine Kinder im Schulalter. Da ist dann spontan verreisen
> nicht drin (oder man kann die Kinder irgendjemandem anderen zur
> Betreuung aufhalsen).

Stimmt, mein Stieftöchterchen ist da schon länger raus ;-)

Allerdings wollte die auch schon mit 15 nicht mehr mit uns in der 
Urlaub.
Gast #3492513
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H.Joachim Seifert schrieb:

> Was mich stört: ich lerne nicht mehr so schnell wie früher und vertraue
> neu gelerntem nicht mehr so bedingungslos, schau dann doch lieber mal
> noch mal nach :-(

Sowas darf man nie z.B. mal auf einem Vorstellungsgespräch äußern, daß 
man bei einem Studium mit 35 begonnen deswegen ein Semester länger 
brauchte, als 18-Jährige.

Dann wird dir sofort bedeutet, der ist nicht mehr so fit, also was 
wollen wir damit?

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