Hallo zusammen,
mein Problem ist folgendes,
Ich habe hier 2 Unterschiedliche Bewegungsmelder der günstigeren
Preisklasse, wo ich je einen kleinen Handsender(433MHz HCS301) einbauen
möchte bzw. schon habe.
Die Bewegungsmelder an sich funktionieren so, wie sie sollen und auch
das auslösen des Sender erfolgt wie gewünscht.
Nur sobald ich den Handsender in Betrieb nehme schalten die Melder
unregelmäßig und häufig, ohne das eine Bewegung statt findet.
Ich habe nun schon verschiedenes durch am Handsender um ihn irgendwie zu
"entstören":
Dioden in die Spannungsversorgung und zusätzlichen Kondensator zum
Puffern oder eine kleine Spule die ich grade zur Hand hatte oder mal den
Kontakt zum schalten abgeklemmt und den Sender Manuell bedient.
Immer das gleiche Problem, der Handsender macht den BWM Übernervös.Die
Antennen(ursprünglich PCB) habe ich nach aussen geführt.
Der eine hat ein reines Z-Dioden Netzteil, der andere Melder hat sogar
nen 78L08 zur Versorgung der Elektronik. Bei einem Melder(falls es
hilft) ist eine LED die normal nur leuchten beim einschalten des BWM
aber bei Handsenderbetrieb leicht flackert...
Was könnte ich noch tun bzw. woran klemmt es bei der Sache?
Eigentlich dachte ich, Handsender rein, verbinden und funkt...falsch
gedacht...
Ich hoffe einer kann mir helfen.
Gruß
Clyde
Wenn die Elektronik des Bewegungsmelders nicht einstrahlfest ist, kann
so etwas schon mal passieren.
* Entkopple die Betriebsspannung des Handsenders mit Pi-Filter (C,
Drossel,C) . Nimm kleinere Keramik-C (10nF - 100nF) gegen Masse und z.B.
eine 100µH-470µH HF-Drossel und leite darüber die Betriebsspannung für
den Sender.
* Entferne Sender und Antenne soweit wie möglich von der restlichen
Elektronik. Im schlimmsten Fall musst du den Sender absetzen, d.h. in
ein anderes Gehäuse und weg vom Melder.
* Lege in das Schaltkabel des Handsenders auch noch eine HF Drossel und
ein,zwei kleine C (100p) gegen Masse.
Hallo und vielen Dank!
Die sind wohl alles andere als einstrahlfest scheinbar...
Ich werde das mal so ausprobieren bzw. erstmal gucken ob ich alle Werte
hier zusammen finde ^^
Hatte sogar mal Alufolie versucht aber scheint echt über die
Spannungsversorgung zu gehen :/
Ich nochmal, beim Handsender mit Batteriebetrieb ist in unmittelbarer
Nähe kein Problem. Scheint also echt nur über die Versorgungsspannung zu
gehen...
Leider habe ich nur begrenzte Bauteileauswahl und muss wohl erst mal
bestellen, mit 680 und 39µH bei 100nF hilft es nicht.
Mehr habe ich grad nicht da...
Clyde H. schrieb:> Mehr habe ich grad nicht da...
Wenn du in Berlin wohnen würdest, reicht ein Griff in die orangene Tonne
nach dem erstbesten Radio oder wasauchimmer. So bleibt dir nur die Suche
nach anderem Schrott bei dir oder Nachbars oder wenn gar nichts zu holen
ist, eben kaufen.
Clyde H. schrieb:> Orange Tonne?!?! Gibt´s hier garnicht...
Schade. Hier sind die Dinger eine wahre Fundgrube für Elektronik aller
Art:
Vor einer Woche: zwei Funklautsprecher komplett mit Sender, natürlich
voll in Ordnung, original verpackt mit Anleitung. Seitdem habe ich beim
Unkrautzupfen im Garten immer Musik dabei :-)
Vor 2 Wochen: mehrere LED Lampen, bei denen das Kondensatornetzteil putt
war. Laufen bestens mit Steckernetzteilen aus der Kiste.
Immer im Angebot: volle Batterien, Akkus aller Art (gerade erst 2
LiPo-Modellbau Akkus 7,4 Volt/2800mAh, die wunderbar in die
Funklautsprecher passen).
Seit sich in Berlin der Zickenkrieg zwischen den Entsorgern beruhigt
hat, dürfen die Stadtwerke (BSR) die Dinger jetzt aufstellen.
Das Signal eines PIR-Sensors (also ohne die nachfolgende Verstaerkung)
liegt im Mikrovoltbereich. Zudem ist es hochohmig.
Professionelle PIR-Einbruchmelder sind aufwendig geschirmt und
durchlaufen vor der Anerkennung durch das Labor des Verbandes der
Schadensversicherer eine gruendliche Untersuchung auf
Einstrahlfestigkeit.
J.
Hi,
so eine Fundgrube fände ich auch klasse. Müsste ich nicht für sowas bei
Pollin für bezahlen^^
Zum dem "Entstören", ich warte noch auf Bauteile aber meine Versuche
zeigen, das es wohl durch die Spannungsversorgung kommt.
Wenn ich dem Handsender eine eigene Versorgung gebe(Batterie oder NT)
Dann muss ich schon dicht dran gehen und die Empfindlichkeit hochdrehen
damit der BWM anfängt zu spinnen.
Professionelle Einbruchmelder habe ich ja nicht und wollte ich nicht.
Clyde H. schrieb:> Professionelle Einbruchmelder habe ich ja nicht und wollte ich nicht.
Macht ja nix, trotzdem ist juergens Hinweis gar nicht schlecht, denn es
kann u.U. ja auch Sinn haben, die PIR Schaltung ein bisschen zu
entstören. Wenn du bei Pollin bestellst, lass dir ruhig 20-30 Stück von
den 0,1µF C einpacken, die kann man immer brauchen:
http://www.pollin.de/shop/t/NDY5OTA5OTk-/Bauelemente_Bauteile/Passive_Bauelemente/Kondensatoren/Marken_Kondensatoren_AVX_ARCOTRONICS.html
Von denen verteilst du einige auf der Rückseite des PIR Melders zwischen
Betriebsspannung und Masse, vor allem um den OPAmp, der da drauf ist
(LM324 oder TL074).
Ich hab dir ein Schaltbild rangehängt, das sich hier jemand aus dem
Forum mal mühselig rausgemalt hat. Da siehst du die zentrale Aufgabe des
Operationsverstärkers.
Hallo zusammen,
Danke für den Link. Hatte nur schon Keramikkondensatoren bestellt :/
Das Schaltbild hat schon Ähnlichkeiten und ebenso die C´s sind großteils
im Original verbaut.
Meine Experimente mit den C´s und L´s halfen leider nicht im erwünschten
Maße...
Nun habe ich einfach ein Miniatur-Netzteil gebaut und in die BWM
eingebaut.
0,35VA Trafo 9Volt mit C´s und D´s sowie eine Z-Diode als
Überspannungsschutz und eine LED als "Grundlast" für eine Stabile
Spannung(nicht mehr als 13 Volt) und das Konstrukt wird wie Glühobst von
dem BWM geschaltet. Der Handsender sendet zum Glück auch beim Spannung
anlegen und gedrückter Taste und muss nicht erst "hochfahren".
Nun habe ich keine Nervösen Bewegungsmelder mehr und darf mir nun
gedanke um Antennen und deren Ausrichtung machen^^
Vielen Dank für die Hilfestellung!