Hallo,
das Thema wurde vor ein paar Jahren schon mal gepostet, in der
Zwischenzeit hat sich vielleicht was mit neuen Produkten getan.
Ich habe eine Lidl-Lichtlupe. Ist soweit OK, könnte aber besser sein.
Daher schaue ich mich gerade nach Alternativen um, damit ich besser
sehe, was ich gerade löte. Ich löte meiste 0603-, ab und zu auch mal
0402-Bauteile. Und bei letzterem wird es für mich schon kriminell,
selbst mit Lidl-Lupenleuchte.
Was wäre da sinnvoll anzuschaffen? Stereo-Sehen ist nicht erforderlich,
da ich nur mit einem Auge sehen kann. Somit wird ein Stereo-Mikroskop
schon mal keinen Sinn machen.
Ideal wäre:
* gute Beleuchtung
* hoher Zoomfaktor
* schnelle Reaktionszeit der Anzeige
* vernünftiger Abstand zwischen Platine und Lupe (sonst kann ich zwar
was sehen, aber komme mit dem Lötkolben nicht recht ran)
Grüße Herbert
Martin R. schrieb:> Was ist mit Lupenleuchten von Waldmann? Sind sehr teuer.
Anscheinend nur für Geschäftskunden käuflich. Verbraucher müssen sich
wohl einen Händler suchen. Mantis ist die Königsklasse und
kaum bezahlbar. Einige wenige Brillenlupen, auch Operationslupen
genannt, könnten brauchbar sein. Einfach mal hier nach
archivierten Threads suchen und die lesen.
Ich hatte mir so eine Lupenbrille mit angeblich 3,5x Vergrößerung
geholt.
Sie vergrößert tatsächlich etwas, aber gefühlt eher so 1,5x bis 2,0x.
Und ich muss sehr nah an das Objekt rangehen, was insbesondere beim
Löten mit Heißluft nicht so schön ist. Das mag beides aber auch mit
meiner Fehlsichtigkeit (stark kurzsichtig) zusammenhängen k.A.
Auf jeden Fall taugen USB-Kameras nicht, wenn dann wäre wohl ein
Mikroskop angesagt. Leider habe ich nicht den Platz für sowas am
heimischen Schreibtisch - aber wer weiß, wenn der Leidensdruck groß
genug ist...
Wenn dann sollte es aber wohl wenigstens sowas sein:
https://www.bresser.de/Mikroskopie/Mikroskope/BRESSER-Biorit-ICD-CS-Stereomikroskop-LED.html
Allerdings hat das nur feste Vergrößerungsstufen. Sieht für mich
baugleich mit dem "Amscope" aus welches von Louis Rossmann empfohlen
wird ;-)
https://www.amazon.com/-/de/AmScope-SE400-Z-Professional-Microscope-Magnification/dp/B005C75IVM/ref=cm_cr_srp_d_product_top?ie=UTF8
Ich habe eine +4.0 Lesebrille und ja, gehe auf 10cm ran. Geht bis
hinunter zu 0402. Kleiner wird dann langsam auch fuer das Manuelle zu
klein. Musste ich aber bisher nie.
;) schrieb:> Martin R. schrieb:>> Was ist mit Lupenleuchten von Waldmann? Sind sehr teuer.>> Anscheinend nur für Geschäftskunden käuflich. Verbraucher müssen sich> wohl einen Händler suchen. Mantis ist die Königsklasse und> kaum bezahlbar. Einige wenige Brillenlupen, auch Operationslupen> genannt, könnten brauchbar sein. Einfach mal hier nach> archivierten Threads suchen und die lesen.
Die Waldmann-Lupenleuchten gibts z.B. bei Amazon:
https://www.amazon.de/Waldmann-LED-Lupenleuchte-SNLQ-nicht-lichtgrau/dp/B077WZRYRR
Herbert schrieb:> Stereo bringt mir leider nichts, da ich nur auf einem Auge sehe...
Achso sorry, hatte ich überlesen. Hmmm... dann müsstest Du wohl
irgendetwas haben wo Du seitlich (45 Grad?) stark vergrößert schauen
kannst.
Hatte mal die teure Waldmann- Leuchtlupe (ca. EUR 500,--) .War für mich
jedoch zum SMD Lôten untauglich, zu wenig Arbeitsraum im Sichtfeld der
Lupe. Ich hätte jedoch gewarnt sein müssen, da im Prospekt eime Oma die
Lupe zur Keramikmalerei verwendet......
> Stereo bringt mir leider nichts, da ich nur auf einem Auge sehe...
In diesem Sonderfall waere vermutlich ausnahmsweise mal die Verwendung
einer Kamera die du an deinen Monitor oder PC anschliessen kannst eine
sinnvolle Sache. Kauf aber nicht den billigsten Kram weil dir ein
paar Punkte wichtig sind:
1. Eine Bildwiderholrate von 50 oder 70Hz. Viele billige Teile
sind ruckelig.
2. Eine gute Mechanik damit die Kamera nicht jedesmal 1min
wie ein Entenarsch wackelt wenn du an deinen Tisch stoesst.
3. Sie muss gut zu reinigen sein oder es erlauben da ein Filter
vorzuschrauben. (Loetdaempfe)
Olaf
Für den Zweck habe ich ein Stereomikroskop mit Zoom und Vorsatzlinse,der
Betrachtungsabstand vergrößert sich dadurch auf 160-180 mm.Es bringt
auch
etwas mit einem Auge,mit 2 Augen Natürlich viel besser.Also Vergrößerung
von 3,5 bis 35.Ohne Vorsatzlinse 7 bis 70.
Gruß Hans
Hat jemand Erfahrungen mit dem Andonstar AD407 HDMI Digital Microscope
with 7" LCD Screen? Ist das zum Löten wirklich geeignet?
Im Elektor Newsletter wird es als "SMD-Lötmikroskop mit 7"-Display"
angepriesen.
Ich habe das Andonstar ADSM302. Zum Löten kann ich es nur mit einem
angesteckten HDMI-Monitor verwenden, der hinter dem Mikroskop steht. Der
eingebaute Monitor ist mir ansonst zu nahe, und ich kann nichts scharf
sehen. Ich kann auch nur mit einem Auge sehen.
Etwas schlecht ist die geringe Schärfentiefe beim Löten. Das Mirkoskop
habe ich mit einem billigen Magic-Arm montiert, und die Arbeitshöhe
reicht so von ungefähr 10 bis 40 cm. Mit dem Mikroskop schau ich durch
eine große Lupenleuchte, wo ich die Linse temporär entferne.
Die Anzeige am externen HDMI-Monitor ist um geschätzte 40 ms verzögert,
stört aber nicht beim Arbeiten.
Udo schrieb:> Dafür nehme ich eine Kopfbandlupe.> Grüße> Udo
Ich auch. Ich habe eine mit 3 verschiedenen "Vorhängern". Davon kann ich
2 gleichzeitig einhängen. Sie hat auch eine Lampe drin, aber die ist
Mist und macht wegen den Batterien das Teil nur schwer.
Hier mal ein Link zu einen ähnlichen Modell wie meins.
https://www.amazon.de/Rolson-60390-Tools-LED-Kopflupe/dp/B001MJ0JW2 .
Damit löte ich alles.
Ich hab auch eine Lupe (in der Tischlampe eingebaut) aber damit kann ich
(Brillenträger mit Gleitsichtbrille) nicht umgehen. Da muss ich ein Auge
zu machen und den Kopf verrenken.
Das Teil oben ist für mich klasse. Damit sehe ich (wenn ich nah genug
dran bin) alles PERFEKT.
Hatte auf Arbeit ein Stereomikroskop - bestes Werkzeug überhaupt. Die
USB-Mikroskop-Kameras haben wir immer nur für Fotos genommen, die Latenz
ist echt nervig beim Löten von kleinen Teilen (außer du bewegst den
Lötkolben wie ein Faultier).
Neben dem Zommfaktor ist auch noch wichtig, wie groß das Gesichtsfeld
ist. Bei den erwähnten Lidl-Lupen ist das super groß. Achte auch da
drauf.
Hat jemand sowas ähnliches?
https://www.amazon.de/Bresser-Junior-Microscope-Magnification-Housing/dp/B07NBNC2Z3
Michael D. schrieb:> Hat jemand sowas ähnliches?> https://www.amazon.de/Bresser-Junior-Microscope-Magnification-Housing/dp/B07NBNC2Z3
20-fach ist ganz schön viel und der Abstand zwischen Grundplatte und
Optik müsste bekannt sein.
Ich habe das Bresser-Stereomikroskop, was wahlweise 10x oder 20x kann.
Mit 10x kann ich gut löten und habe genug Abstand zu Leiterplatte. Bei
20x ist das Sichtfeld enger und der Abstand geringer - damit kann ich
nicht löten.
Hi,
habe jetzt am Wochenende auch mein Bresser Stereomikroskop (Biorit ICD
CS) quasi eingeweiht :-)
Hatte vorher so eine Lupenbrille probiert, aber da hat mir die
Vergrößerung nicht ausgereicht und man muss auch wirklich sehr nah an
Lötstelle rangehen, was insbesondere auch aufgrund der Dämpfe nicht so
schön ist.
Unter dem Mikroskop (10x ist gut, 20x ist zuviel) empfinde ich das
SMD-Löten als sehr entspannend ;-) 0603 und kleiner ist kein Problem
mehr, endlich sieht man auch die kleinsten Lötbrücken bzw. schlechte
Lötstellen und kann ganz entspannt im aufrechten(!) Sitzen Löten.
Manko für mich als sehr kurzsichtiger ist, dass ich immer die Brille
abnehmen muss und dann quasi ein Blindfisch bin, aber wenn man alle
Bauteile in Armweite hat ist auch das kein Problem.
Ein Zoom-Mikroskop wäre wohl das Non-Plus-Ultra, das meiste könnte man
wohl auch mit 5x Vergrößerung löten und hätte dann noch mehr Sichtfeld.
Allerdings sind die Preise dafür außerhalb dessen was ich ausgeben kann.
Hatte das Biorit in der Bucht für 170 EUR geschossen, dafür ist es echt
super.
> Ein Zoom-Mikroskop wäre wohl das Non-Plus-Ultra, das meiste könnte man> wohl auch mit 5x Vergrößerung löten und hätte dann noch mehr Sichtfeld.
Ja, sowas nutze ich in der Firma. Das ist natuerlich noch wesentlich
cooler.
Noch besser wenn man Autofokus haette. Aber man kann wohl nicht alles
verlangen, seufz.
Wegen den Loetdaempfen noch ein Tip. Schau mal ob du irgendwie unter
dein Mikroskop einen Glasfilter montiert bekommst. Die teuren Dinger
haben dafuer extra ein Gewinde. Dann kannst du das einmal im Jahr zum
putzen abschrauben. Es ist erstaunlich wie sich dann ploetzlich wieder
die Sicht verbessert.
Olaf
Hi
>Unter dem Mikroskop (10x ist gut, 20x ist zuviel) empfinde ich das>SMD-Löten als sehr entspannend ;-) 0603 und kleiner ist kein Problem>mehr, endlich sieht man auch die kleinsten Lötbrücken bzw. schlechte>Lötstellen und kann ganz entspannt im aufrechten(!) Sitzen Löten.
Für das BIORIT gibt es bei Bresser auch noch ein 0,5-fach Objektiv.
Damit hättest du mit den Okuaren eine 5- und 10-fache Vergrößerung.
NfG Spess
Pit S. schrieb:> Ich benutze seit einiger Zeit so ein Autofocus HDMI Mikroskop:> https://ae01.alicdn.com/kf/HTB1lV01akL0gK0jSZFtq6xQCXXaN/Full-Set-2020-1080P-Industry-Autofocus-SONY-IMX290-Measuring-C-Mount-Video-Microscope-Camera-U-Disk.jpg_220x220q90.jpg>> Das Teil hat hervorragende Bildqualität, stufenlose Vergrösserung von> ca. 10x - 180x und bei Bestückung mit einer Barlow-Linse von 0.3x einen> Arbeisbereich von bis zu 30cm. Neben diesem gigantischen Arbeitsbereich> ist der Autofokus genial - man kann die Platine z.B. kippen um die> Qualität der Lötunegn zu kontrollieren. Das Bild bleibt dabei immer> scharf und man hat beide Hände während der Arbeit frei.> Kostst zwar, aber lohnt sich.
Wie schnell/langsam ist der Autofokus? Habe eine ähnliche Kamera mit
gleichem Chip aber der Fokus dauert ein bißchen (paar Sekunden) bis er
sich einstellt.
O. H. schrieb:>> Wie schnell/langsam ist der Autofokus? Habe eine ähnliche Kamera mit> gleichem Chip aber der Fokus dauert ein bißchen (paar Sekunden) bis er> sich einstellt.
Wenn der Fokuspunkt einmal eingestellt ist und sich dann wenig ndert,
z.B. wenn du über eine Platine fährst und genügend Kontrastlinien
vorhanden sind, geht es sehr schnell (< 0.5 Sekunden). Wenn du in einen
Bereich mit wenig Kontrast fährst (z.B. große Massefläche) kann es
passieren, dass der Fokuspunkt verloren geht und der ganze Fokusbereich
einmal durchfahren werden muss. Dann dauert es länger, so ca. 2-3
Sekunden.
pitschu schrieb:> O. H. schrieb:>>>> Wie schnell/langsam ist der Autofokus? Habe eine ähnliche Kamera mit>> gleichem Chip aber der Fokus dauert ein bißchen (paar Sekunden) bis er>> sich einstellt.>> Wenn der Fokuspunkt einmal eingestellt ist und sich dann wenig ndert,> z.B. wenn du über eine Platine fährst und genügend Kontrastlinien> vorhanden sind, geht es sehr schnell (< 0.5 Sekunden). Wenn du in einen> Bereich mit wenig Kontrast fährst (z.B. große Massefläche) kann es> passieren, dass der Fokuspunkt verloren geht und der ganze Fokusbereich> einmal durchfahren werden muss. Dann dauert es länger, so ca. 2-3> Sekunden.
Schätze dann haben wir mehr oder weniger eine Kamera mit der gleichen
Technik, wenn man Platinen in der Luft hält und schräg inspiziert finde
ich den Fokus schon etwas lahm.
Mantis (Elite) kann ich zum Löten überhaupt nicht empfehlen, maximal zur
Inspektion. Der Bereich, in dem der Kopf stillgehalten werden muss, um
kein verzerrtes Bild zu bekommen ist schon eher klein und da es für die
Augen keine Auflage in Form eines Okulars gibt, wird das ganze nach
kurzer Zeit anstrengend.
Ein einfaches Stereomikroskop, am besten mit schraubbarer 0.5x-Linse,
ist für Lötarbeiten mMn am besten geeignet. Für größere Sachen und
Überblicksarbeiten nutzt man die 0.5x-Linse, dann hat man auch einen
sehr großen Arbeitsabstand. Für sehr feine Arbeiten dann ohne die Linse,
aber mit etwas weniger Arbeitsabstand. Stufenloser Zoom ist auch nicht
schlecht.
Es gab mal recht günstige Mikroskope von Mueller Optronic für etwa 400€,
leider gibt es die Firma nicht mehr.
https://www.amazon.de/M%C3%BCller-Expert-Bino-Schwenkarm-Stereomikroskop-Zoom-Mikroskop/dp/B01IFAI4IG
Vielleicht findet sich etwas ähnliches.
Wenn Geld da ist würde ich Leica empfehlen.
Ich bevorzuge traditionelle Stereomikroskope, auch gegenüber einem
Mantis.
Das Mantis hat einen Nachteil, es braucht vorallem in der
Schwenkarmausführung sehr (!) viel Platz.
Ich habe hier ein Nikon SMZ-2T, für Fotos einen Adapter für MFT Kameras.
Der 20kg schwere Ständer steht ganz hinten am Labortisch und braucht
somit wenig Platz, das Mikroskop kann ich weit zurückschieben.
Ich verwende es ohne die Augengummis, am Anfang kann man sich das kaum
vorstellen, weil man immer wieder das Bild verliert, aber jetzt mit
Übung schaffe ich sogar ohne Stuhl ein steinfestes Bild.
Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und auch der Gewöhnung.
In meinem letzten Betrieb wurde die Nacharbeit unter klassichen
Stereomikroskopen durchgeführt, das Mantis stand unbenutzt in der Ecke
weil niemand damit zurecht kam. In meiner jetzigen Firma schwören alle
auf die okularlosen Geräte, wir habe drei Lynx Evo von Vision
Engineering im Einsatz.
Ich kenne jetzt beides lange genug, dass ich sagen kann: man gewöhnt
sich an alles.
> Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und auch der Gewöhnung.
DAs wuerde ich auch so sehen. Ich hab schon 8h am Stueck da dran
gesessen
und bin immer noch begeistert. Viel besser als die anderen Teile wo man
immer etwas nach unten kuckt. Das merkt man nach ein paar Stunden im
Nacken.
Ich kenne aber auch jemanden der kommt mit einem Mantis garnicht klar
weil er gerade nach vorne kucken muss waerend man unten arbeitet.
Also am besten ausprobieren. Bei den Preisen kommt der Vertreter ja noch
damit vorbei. :)
Olaf
von DNT gibt es ein Digitales Mikroskop UltraZoom PRO für 149,99 Euro.
Gibt es bei Reichelt, ELV, Amazon, ...
Sieht optisch gar nicht mal so schlecht aus. Hat das schon jemand
gekauft?
Um die Eingangsfrage 'SMD Löten mit Mikroskop, Mantis Vision oder
Kamera' mal zu beantworten:
Ich habe ALLES hier in meiner Werkstatt, Mikroskop, Mantis und natürlich
auch Lupenleuchte, Vergrößerungsbrille etc., daher kann ich mir erlauben
zu sagen, dass ich den Durchblick habe ;-)
· Lupenleuchte: um mal schnell was zu kontrollieren OK, aber eher nicht
für längere Arbeiten in der Werkstatt - eher für den Schreibtisch um mal
eben was zu prüfen
· Vergrößerungsbrille: um Gottes willen - macht keinen Spass. Hat nur
Geld gekostet, wird nie benutzt.
· Kamera: Kein 3D Sehen, die minimale Verzögerung zwischen der Bewegung
und dem Bild auf den Monitor macht einen wahnsinnig. So kann man nicht
arbeiten. Ist nur für Dokumentation etc. geeignet ... oder Leute, die
nichts besseres kennen und glauben, das wäre normal.
Bis hierhin ist meiner Meinung nach alles nur Spielzeugkram für
jemanden, der noch nichts anderes gesehen hat. Nun wirds interessant:
· Mikroskop: Ist gut nutzbar. Normalerweise nutzt man kleine
Vergrößerungen von vielleicht 2x bis 5x, mehr als 10x zur Kontrolle
einzelner Stellen niemals. Hat den Nachteil, dass man den Kopf stark
beugen muss, man kann nicht stundenlang davor sitzen wg.
Nackenschmerzen. Außerdem oft geringer Arbeitsabstand, da braucht man
dann eine x0,35 Linse, notfalls reicht eine x0.5; weitaus besser ist
aber eine x0.35
Zoommikroskop ist ein Muss, genauso wie ein langer Arm. Ohne langem
Ausleger ist das Mikroskop immer im Weg und man kann es nicht mal eben
wegräumen (der Fuß ist sehr schwer). Außerdem kann man ohne Ausleger
keine größeren Objekte/Platinen drunterlegen. Objektträger etc. sind
überflüssig, die Platine sollte zum Arbeiten auf dem Werktisch liegen.
Am besten keins dieser schrecklichen 200-300 Euro China Mikroskope
kaufen (auch wenn oft ein deutscher Name wie z.B. Bresser draufsteht),
sondern nach einem gebrauchten japanischen Mikroskop Ausschau halten
(Nikon SMZ, Olympus SZ). Die kosten gebraucht oft nur 150-200 Euro, sind
aber qualitativ um Längen!!! besser als die China-Böller und halten
ewig.
· Mantis: Die Königsklasse: man schaut geradeaus, hat ein großes
Blickfeld und auch nach Stunden noch keine Schmerzen. Empfehlung: das x6
SWLD Objektiv - damit hat man einen großen Arbeitsabstand - das ist mein
Universalobjektiv, damit arbeite ich 99% meiner Zeit. Ansonsten x4; das
x2 braucht eher selten. Das normale x6 hat schon einen recht geringen
Arbeitsabstand, geht notfalls aber noch (deswegen ist das x6 SLWD 'super
long working distance' so gut); bei x8 oder x10 ist der Arbeitsabstand
zum Löten schon seeeehr gering.
Ich hatte jahrelang nur das Mikroskop, damit kam ich klar, hatte aber
schnell Nackenschmerzen. Seit ich das Mantis habe, nutze ich das
Mikroskop nur noch ein paar mal pro Jahr für Sonderfälle und ansonsten
nur noch das Mantis.
Somit ist wohl eindeutig, was ich empfehlen würde. Mein Rat: Notfalls
mit einen ordentlichen Mikroskop beginnen und bei Ebay & Co. nach einem
Mantis-Schnäppchen Ausschau halten. Mit Geduld (kann schon ein Jahr
dauern), bekommt man es mit 2 Objektiven auch durchaus schonmal günstig
(unter 500 Euro). Das x6 SLWD Objektiv ist jedoch kaum zu bekommen und
wenn, dann teuer.
Viel Erfolg