in dem erörtert wird, dass der Busch 2090 Microtronic Experimentiercomputer maßgeblich von 2 Firmen mitentwickelt wurde:
TI in Freising (war klar, die mussten ja den TMS1600 programmieren)
eine Firma namens MRT (Mess- und Regeltechnik) aus Kaiserbach (wohl seit jahrzehnten insolvent, nicht mal mehr in der Wayback-Machine aufzufinden)
Ich würde gerne versuchen, die orginal TMS1600 Assembler-Sourcen der Firmware oder auch die Masken aufzutreiben. Wahrscheinlich relativ aussichtslos; Busch bzw. Herr Vallen selbst scheint diese nicht mehr zu haben.
Daher ein paar Fragen hier:
hat jemand einen direkten Kontakt zu TI in Freising? Ich kann nur internationale TI-Support Emails finden, die gehen alle in die USA, und dabei kommt nichts raus (hatte ich vor Jahren schon einmal probiert)
kennt jemand die Firma MRT aus Kaisersbach?
wie realistisch ist es, nach > 40 Jahren soetwas noch aus einem Firmen-Archiv auftreiben zu wollen?
Ich habe irgendwo diesen Band3 vergraben und hier vor mir den Band1.
Im Band 3 stehen mehrere Artikel von Josef Schürmann DJ1SK
https://www.funkamateure-freising.de/ein-besuch-bei-joe/
zumindest 2022 lebte der noch. "Im nächsten Jahr wird er 90 Jahre alt."
Der hatte wohl mehr mit Hochfrequenz zu tun, könnte aber noch Leute von damals kennen.
Ich habe irgendwo diesen Band3 vergraben und hier vor mir den Band1.
Im Band 3 stehen mehrere Artikel von Josef Schürmann DJ1SK
https://www.funkamateure-freising.de/ein-besuch-bei-joe/
zumindest 2022 lebte der noch. "Im nächsten Jahr wird er 90 Jahre alt."
Der hatte wohl mehr mit Hochfrequenz zu tun, könnte aber noch Leute von
damals kennen.
Hah! Der Mensch der das erstellt hat hatte keine Ahnung... die haben wohl einfach die Mnemonics des Microtronics von meiner Webseite kopiert. Das ist genau der Microtronic-Befehlssatz. Der hat absolut rein gar nichts mit dem "echten" Befehlssatz des TMS1600 / TMS1000 zu tun. S.oben.
Das wird ein späterer Typ sein, die TMS1000-Datenbücher enden mit TMS-1300.
Ich habe noch Computer-Zeitschriften aus der Zeit, gab es irgendwo einen Artikel?
Mein erster Mikrocomputer war der AIM-65 von Rockwell, 1979 gekauft. Der hatte schon den 6502-Prozessor. Von TI habe ich einen Taschenrechner TI-99 und den "Speak&Spell".
Dass der Busch-Computer dem TMS-1600 einen eigenen Mnemonic-Assembler verpasst hat habe ich gelesen.
https://blog.hnf.de/kosmos-cp1-computer-zum-lernen/
Mit dem hier genannten Kosmos-Logikus habe ich 1970/71 die Boolsche Algebra kennengelernt.
"Das Juli-Heft 1984 der Zeitschrift "Mein Home-Computer" verglich ihn (Kosmos CP1) in einem kurzweiligen Artikel mit zwei Konkurrenten, dem BUSCH microtronic und dem Philips MC 6400." Ich fürchte, die Zeitschrift habe ich nicht gekauft.
Busch sitzt in Viernheim, das ist nur ein paar Kilometer von mir entfernt.
Den Artikel aus dem "Spielmittel" vom Nosheide-Verlage habe ich sogar "selbst" organisiert (aus derem Archiv und das Scannen bezahlt ;-) )
Interessant ist auch das Review aus der ELO - was da teilweise für ein Unsinn geschrieben wurde früher.... z.B. fand der "Tester" es erwähnenswert, dass man das Gerät nicht problemlos auseinanderschrauben und wieder zusammenbauen kann. Als ob das so gedacht wäre!
Falls Dich die Geschichte des Microtronic-Befehlssatzes interessiert, würde ich empfehlen, die Diplomarbeit von Jörg Vallen zu lesen (habe ich gestern hochgeladen, s.o.)
Das wird ein späterer Typ sein, die TMS1000-Datenbücher enden mit
TMS-1300.
Infos zum TMS1600 sind rar - hier gibt es zumindest eine tabelarische Übersicht. Die Architektur wird sich wohl nur in ROM / RAM unterscheiden. Insbesondere sind die Anzahl der "festen" Op-Codes (11) und der mikroprogrammierbaren Op-Codes (42) identisch zum TMS1300. Insofern wird es da keine großen Unterschiede geben. Das ROM ist halt doppelt so groß wie beim TMS1300.
"Das Juli-Heft 1984 der Zeitschrift "Mein Home-Computer" verglich ihn
(Kosmos CP1) in einem kurzweiligen Artikel mit zwei Konkurrenten, dem
BUSCH microtronic und dem Philips MC 6400." Ich fürchte, die Zeitschrift
habe ich nicht gekauft.
Toll, vielen Dank! Den kannt ich noch nicht... gleich in's Repo damit...
In D-73667 existiert eine Firma RHS Elektrotechnik GmbH, gegründet 1972:
"Gegenstand des Unternehmens ist die Kundenberatung im elektrischen Bereich, An- und Verkauf von Elektromaterial, Projektierung, Programmierung, Schaltschrankbau und Inbetriebnahme von Maschinen und Industrieanlagen."
https://www.northdata.de/RHS+Elektrotechnik+GmbH,+Kaisersbach/Amtsgericht+Stuttgart+HRB+280247
Klingt nicht nach Hobbycomputer, aber vielleicht Mess- und Regeltechnik.
Er könnte, weil er a) sich mit dem Kram beschäftigt hat und b) vermutlich sehr gut "vernetzt" war/ist, einfach mehr wissen.
Und sei es nur, wen man fragen sollte.
Danke Harald, genau so hatte ich es gedacht. Herwig kommt immerhin aus der Münchner Gegend und könnte z.B. noch jemanden aus Freising kennen.
Im Prägooglicum waren es Funkamateure, die "vernetzt" waren, und so über die Entwicklungen der Elektronik und Computertechnik mehr erfuhren. Heute mit dem Internet ist das einfacher geworden. Damals fragten sich viele, was man mit einem teuren Computer zuhause jemals anfangen sollte. Morsezeichen und Fernschreiber waren die ersten Anwendungen.
Um Josef zu finden gibt es die Rufzeichenliste der Bundesnetzagentur, mit recht aktuellen Adressen, dann kann man nach einer Telefonnummer suchen oder ihn anschreiben.
Sehr geehrter Herr ....,
ich muss Sie leider enttäuschen: Von der damaligen Zeit (ist ja schon ein paar Jahre her!) habe ich leider keinerlei Notizen und Aufzeichnungen mehr. Deshalb vermag ich Ihnen hier leider keine Hilfestellung zu geben und bitte um Ihr Verständnis.
Sehr geehrter Herr ....,
ich muss Sie leider enttäuschen: Von der damaligen Zeit (ist ja schon
ein paar Jahre her!) habe ich leider keinerlei Notizen und
Aufzeichnungen mehr. Deshalb vermag ich Ihnen hier leider keine
Hilfestellung zu geben und bitte um Ihr Verständnis.
Beste Grüße
Herwig Feichtinger
Hätt ich genau so gemacht... man muss ja schließlich damit rechnen, dass jeder E Mails veröffentlicht.
Hätt ich genau so gemacht... man muss ja schließlich damit rechnen, dass
jeder E Mails veröffentlicht.
Gut gemacht Michael!!!
Sofern eine Email keine persönlichen Inhalte enthält, ist das ja wohl unproblematisch.
Und schon wieder so ein komplett unsachlicher Beitrag zum Thema...
Könnten wir es vielleicht bei diesem einen Thema vielleicht einmal so halten, dass alle die nix inhaltlich bezutragen haben, einfach mal einen anderen Thread zuspammen bitte? Danke.
Sofern eine Email keine persönlichen Inhalte enthält, ist das ja wohl
unproblematisch.
So etwas entscheidet einzig und allein der Verfasser der Mail und nicht
du!
Dann nenn mir doch ein Beispiel für einen persönlichen Inhalt (soll er mich vor Gericht verklagen und sehen, ob ein Richter der Argumentation folgen kann). Was ist denn hier persönlich? Dass er keine AUfzeichnungen hat? Das er Herwig Feichtinger heisst? Dass er per Email kommuniziert und mit freundlichen Grüßen verwendet?
Dieser Inhalt wird hier in einem öffentlichen Forum diskutiert. Der gleiche "persönliche Informationsgehalt" ("er hat keine Aufzeichnungen mehr und kann leider nicht weiterhelfen") wäre ebenfalls hier so vermittelt worden, wenn ich das eben so geschrieben hätte: er hat keine Aufzeichnungen mehr und kann leider nicht weiterhelfen.
Ich kann ja das nächste mal ChatGPT bitten, eine entsprechende Email-Umschreibungen für dieses 1 Bit an "persönlicher Information" zu formulieren. Ist vielleicht besser.
Besser wäre natürlich, wir würden gleich Zero-Knowledge Proofs verwenden um dieses persönliche 1-Bit an Information zu schützen!
Ist ja alles schön und gut, aber man muss ja auch mal die Kirche im Dorf lassen... ist ja echt abgefahren hier.
Ich fürchte ja auch, dass hier noch ein 90-jähriger übern Tisch gezogen wird, weil ich eine Kontaktadresse angegeben habe. Ich halte die Aktion für etwas spät dran, aber man kann ja auf eine Entdeckung hoffen.
Auch wenn die Firma MRT schon 1986 aufgehört hat, kann man trotzdem noch erwarten, dass jemand sich erinnert.
Im Datenbuch von 1976 Seiten 18-19 ist immerhin eine Tabelle der Mnemonics für den TMS1300 zu finden:
http://www.bitsavers.org/components/ti/TMS1000/TMS_1000_Series_Data_Manual_Dec76.pdf
Aber die originale Software läßt sich vermutlich nicht auslesen.
TMS1300 und 1600 haben beide
"Fixed instructions: 11 und Microprogrammable instructions: 42",
damit ist zu hoffen, dass die übereinstimmen.
Ich fürchte ja auch, dass hier noch ein 90-jähriger übern Tisch gezogen
wird, weil ich eine Kontaktadresse angegeben habe.
<spass>Genau, ich werde mal den Enkel-Trick mit ihm versuchen.</spass>
Aber die originale Software läßt sich vermutlich nicht auslesen.
Genau. Ist masken-programmiert. Nur Die Decapping würde helfen; Sean Riddle macht das. Aber ich wollte bisher noch keinen Microtronic-TMS1600 dafür opfern.
Wie bei Herrn Vallen nachzulesen ist, wurde ein TMS1600-Entwicklungssystem mit EPROM und Diskette verwendet. Aber die Sourcen sind wahrscheinlich nicht mehr auffindbar. Oder die EPROMs.
hier im Forum haben wir auch einen Richard K. der solche mikroskopischen Untersuchungen durchführt und ICs aufsägt:
https://www.richis-lab.de/
aber so kann man die einzelnen Bits auch nicht sehen.
hier im Forum haben wir auch einen Richard K. der solche mikroskopischen
Untersuchungen durchführt und ICs aufsägt:
https://www.richis-lab.de/
aber so kann man die einzelnen Bits auch nicht sehen.
Sean Riddle kann's, und macht davon sogar Bitmap-Images -> BIN Images, die er dann mit einem TMS1000-Emulator ausführen kann.
Infos zum TMS1600 sind rar - hier gibt es zumindest eine tabelarische
Übersicht.
Falls interessiert und noch nicht gefunden/ noch nicht hier im Thread geposted: ohne Gewähr hier scheinbar ein TI Dokument mit TMS1600 ab Seite 20
(bzw wird auch davor schon erwähnt in Familenübersichten)
""5. TMS 1400/1600 AND TMS 1470/1670 MICROCOMPUTERS"
Gut, das ist ein Update des alten Datenblatts von 1976 (damals noch ohne CMOS-Versionen und ohne den 1600).
Interessant vielleicht, für die neueren Typen 14x0 und 16x0 gab es laut Tabelle auf S.4 einen eigenen "AMPL1000" Emulator "1400", neben "PMOS" und "CMOS". Im alten Datenbuch stehen nur zwei "system evaluators SE-1 und SE-2, sowie ein Hardware Evaluator HE-2. In letzterem musste eine Platine gewechselt werde, um die 1100er und 1300er zu emulieren.
Vielleicht findet jemand den AMPL1000.
Es gab Gehäusevarianten des TMS1600 mit DIL40 in 2,54mm und 1,78mm.
Ich lach mich schlapp - ich sehe in allen (und nicht nur) meinen Beiträgen hier Pseuo-Namen wie "diode4148" die, lt. Such-Funktion, genau und einzig zu dem Zweck erzeugt wurden um Dünnsinn und unsachliche Kritik für neuen Beiträge abzulassen.
Ihr könnt mich gerne "abmelden" aus dem Forum wegen Regel-Missachtung (dann aber bitte zusammen mit den 80% der anderen Forumsteilnehmer auch - gleiche Regeln für alle). Normal diskutieren kann man hier ohnehin nicht mehr.
Liebe Admins, könnt Ihr bitte beide Accounts löschen? Ich finde den
Knopf nicht. DANKE.
Habe den DELETEME Button gefunden. Ich bin per Google eingeloggt, also kein Passwort. Das wird aber verlangt. Wie kann ich meinen Account trotzdem löschen?
In der Diplomarbeit
https://github.com/lambdamikel/Busch-2090/blob/master/manuals/joerg-vallen-diplom.pdf
steht, dass MRT für die Entwicklung "zunächst einen Entwicklungsprozessor ... mit EPROM" benutzte. TI stellte dann maskenprogrammierte TMS1600 her.
Das PDF besteht nur aus Grafik, kein Text. Ich habe die interessanten Textstellen hier angehängt. Hier steht übrigens Kaisersbach mit "s".