Hallo,
wie versorgt ihr am sinnvollsten eure Projekte mit Strom aus einer
Lithium Zelle?
Ich brauche für ein von mir gebautes Gerät eine Stromversorgung aus 2
parallel geschaltenen lithium-ion Zellen, und hätte gerne die Ladung von
USB, sowie 5V am Ausgang, und eine kleine Anzeige ( 3 - 4 Led ) wie es
um meinen Ladestand steht.
Fertige Powerbanks schließen sich meines Erachtens aufgrund des Tasters
mit Minimalstromerkennung ( ~ 100mA ) aus.
Wie löst ihr dieses Problem?
Stefan schrieb:> Fertige Powerbanks schließen sich meines Erachtens aufgrund des Tasters> mit Minimalstromerkennung ( ~ 100mA ) aus.
Hä? Bzw.: was meinst du damit?
Und ja, wenn ich solche Anforderungen hätte, würde ich vermutlich eine
fertige Powerbank nehmen, da ist alles schon drin und kostet weniger,
als wenn ich die Zellen einzeln kaufe.
Hallo,
sorry, war etwas doof beschreiben ;).
Ja das war auch mein Ansatz. Allerdings funktioniert das nicht.
Bei den Powerbanks ist das so. Drückt man den Taster schaltet die sich
ein. Es muss allerdings ein Strom mit mindestens 100mA fließen, damit
sie eingeschaltet bleibt. Fällt er darunter ab ( Handy ist voll geladen
) schaltet sich die Powerbank komplett ab.
Da mein Gerät aber nur gut 20mA braucht, funktioniert diese Version
leider nicht :/. Habe auch schon am chinesischen Markt nach alternativen
PCBs gefragt, leider sind so ziemlich alle mit dem selben IC ( µC? )
gebaut, und haben das selbe Problem.
Ideal ist ein MC, der von 2,7V .. 5,5V aushält, dann kann man ihn direkt
ohne Regler speisen.
Einen Regler für die Peripherie schaltet dann der MC nur bei Bedarf ein.
Für MCs, die nur 3,6V aushalten, ist ein Regler notwendig, da die
Ladeschlußspannung bis zu 4,35V betragen kann.
Diese chinesischen Leergehäuse für einen Euro, wo man eine alte
Laptopzelle reinsteckt, haben keinen Taster. Die 5V liegen am Ausgang
bis der Akku leer ist.
soul e. schrieb:> Diese chinesischen Leergehäuse für einen Euro, wo man eine alte> Laptopzelle reinsteckt, haben keinen Taster. Die 5V liegen am Ausgang> bis der Akku leer ist.
Hast du dazu zufällig einen Link? Ich kenne lediglich die mit Taster.
Wobei natürlich ein Über bzw. Unterspannungsschutz schon eingebaut sein
soll. Das Gerät soll nicht nach 2x aufladen kaputt sein.
Die "Lastwiderstand" Idee ist wohl eher Spaßhalber gemeint, sonst müsste
ich noch 1 - 2 Zellen extra einplanen, nur damit ich die Widerstände
"heize" ;).
Alternativ könnte man natürlich einen TP4056 LadeIC verwenden, einen
kleinen Step-Up IC mit Spule, aber dann fehlt immernoch die
Ladestandsanzeige, dafür müsste ich einen Komparator mit einigen ext.
Bauteilen vergewaltigen ( wenn ich nur nach Spannung gehe - das reicht
auch vollkommen ). Aber der Bauteileaufwand ist doch recht groß.
Stefan schrieb:> Alternativ könnte man natürlich einen TP4056 LadeIC verwenden, einen> kleinen Step-Up IC mit Spule
Richtig. Genau so würde man das machen wollen.
> aber dann fehlt immernoch die> Ladestandsanzeige, dafür müsste ich einen Komparator mit einigen ext.> Bauteilen vergewaltigen
Ein simpler Spannungsteiler und ein ADC-Eingang am µC reichen auch.
Hallo,
die LogiLink habe ich Zuhause - hat einen Taster und besagtes Verhalten.
Das Problem ist, sie müssten einen Schalter haben, die bunten haben eine
automatische Erkennung, bei Last >100mA schaltet es den Ausgang ein,
ansonsten liegen nur 2-3V an, um die Lasterkennung durchführen zu
können.
Wie ich sehe, bleibt wohl nicht viel übrig als alles selbst aufzubauen
:/
Stefan schrieb:> Was meint ihr dazu?
Overkill.
Wenn deine Schaltung ohnehin 5 V benötigt, dann nimmst du einen
step-up-Wandler, denn eine LiIon-Zelle hat immer weniger als 5 V.
Wenn deine Schaltung mit weniger als 5 V zufrieden ist, dann regelst
du von der LiIon-Zelle halt runter oder idealerweise (wie von Peter
Dannegger geschrieben) benutzt du eine Schaltung, die mit dem
kompletten Betriebsspannungsbereich dieser Zelle (3 … 4,2 V) 1:1
betrieben werden kann.
> 4.25V OVP und 2.4V UVP finde ich etwas hart, deshalb das Ersetzen
Das ist ja auch nur das absolute „Ende der Fahnenstange“ auf beiden
Seiten. Ob du beim Entladen schon bei 3 V oder erst bei 2,5 V
abschaltest, nimmt sich nicht sehr viel. Die Energiemenge zwischen
beiden Pegeln ist relativ gering.
Wenn du mit den 4,25 V Ladespannung unzufrieden bist, dann nimm dir
doch irgendeinen der vielen Lade-ICs, der 4,2 V hat.
Bessere Ratschläge könnte man dir nur geben, wenn du mal damit
rausrückst, was für eine Schaltung du eigentlich damit genau
versorgen willst.
Stefan schrieb:> wie versorgt ihr am sinnvollsten eure Projekte mit Strom aus einer> Lithium Zelle?
Na ganz einfach: indem ich einen Li-Akku anschließe. Fertig. In den
meisten Fällen reicht es, daran einen LoDrop-Regler auf 3.3V
anzuschließen und für Zeugs, was 5V braucht, kommt ein Stepup-Wandler
dran. Allerdings baue ich damit gern einen SEPIC, denn dann kann man bei
Unterspannung am Akku den Wandler richtig abschalten.
Guck doch einfach mal bei Pollin nach Li-Akkus.
W.S.