Eine sehr kleinen Akku laden

OP #8095962
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Moin zusammen,

für ein Projekt benötige ich einen sehr kleinen LiPo-Akku (ich bin sehr limitiert bei der Baugröße) daher wird die Akkukapazität zwischen 20 und 40 mAh liegen (mit 0.5C Dauerentladestrom und 2C Peakentladestrom, alles ohne on-board Lade-/Tief-Entladeschutz) . Das ist jetzt nicht viel, daher möchte ich den Akku wieder laden. Ich habe mich jetzt eingelesen und als best-practice gelesen, dass man den Akku mit circa 1C (also zwischen 20 und 40 mA) laden soll. Das Problem ist, dass ich keine Lade-ICs mit so geringen Ladestrom finde, die meisten Menschen haben ja auch eher größere Akkus. Die Frage ist jetzt, ob dieser Ladestrom für so kleine Akkus größer ausfallen kann oder ich bisher einfach nur schlecht nach passenden Lade-ICs gegoogelt habe?

#8095967
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Markus S. schrieb:

Die Frage ist jetzt, ob dieser Ladestrom für so kleine Akkus größer ausfallen kann

Nein. Aber der Strom muss nicht konstant sein, ein simpler Vorwiderstand zu 5V reicht, auch wenn der Strom beim Laden von 2.5 bis 4.2V dabei von 25mA auf 8mA fällt.

Nur musst du sicher bei 4.2V+/-0.05V abschalten und da nimmt man Hosenträger und Gürtel aka Laderegler und Protection IC.

Ein klassisches Board mit TP4056 und DW01 tut es da, es kommt halt ein 100 Ohm Vorwiderstand in die Leitung nach 5V

https://www.amazon.de/-/en/Charging-Current-MicroUSB-Batteries-Protection-blue/dp/B07GDRNDMS

Man kann es auch selber bauen, eventuell TL431B und DW01

http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.21.3

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#8095969
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Bei 40mA brauchst eigentlich nicht viel.

Ich persönlich würde zwei Spannungsregler verwenden: Einer limitiert auf die 40mA, der zweite, auf 3,8V. Damit bist Du im Bereich von halb- bis ziemlich voll und der Akku kann dauerhaft an der Spannung hängen. Bei der Entladung liefert der Regler dann, soweit angeschlossen, 40mA zusätzlich, was deinen Akku schont.

#8095991
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Otto K. schrieb:

Man könnte den Lader auch mit Bauteilen aus der Bastelkiste fluxartig aufbauen.

Das Ding überlädt den Akku ohne Spannungbegrenzung, weil mit der Schaltung effektiv nur den Innenwiderstand erhöht wird. Der Strom sinkt etwas mit zunehmender Klemmspannung, verhindert aber keine Überspannung (aus Sicht der LiIon Zelle), weil sie so etwas wie Ladeschlussspannung ignorriert.

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#8095997
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Frank O. schrieb:

Dann nimm lieber wechselbare Batterien. Denn den Akku wirst du genauso oft wechseln werden.

So was wie steckbare LIR425 (25 mAh?). Die gibt es massenhaft. Die Ladegeräte dazu auch. Ein kleines Problem ist, dass LIR425 auch als CR425 verkauft werden. Das können allerdings auch echte, nicht aufladbare CR425 sein.

Der nach eigenen Angaben "trashiest electronic channel on YouTube" hat mal ein Ladegerät dafür auseinander genommen.

https://youtu.be/lQBfx6_fVXM?si=MK-gCMx2vGMONJKz&t=229

Um es vorweg zu nehme, kein spezielles Lade-IC drin, sondern ein µC.

#8095999
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Hannes J. schrieb:

Das können allerdings auch echte, nicht aufladbare CR425 sein.

Moin Hannes!
Aus meiner Sicht sind wechselbare Batterien bei dieser Belastung und solchen kleinen Zellen sicher besser geeignet. Die Zellen werden sicher nicht lange bei dem Stress halten.

Dazu kommt, wenn du die extern lädst (was sonst) die halten mit einer Ladung viel kürzer als eine gleiche Batterie.

: Bearbeitet durch User
#8096090
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Otto K. schrieb:

Man könnte den Lader auch mit Bauteilen aus der Bastelkiste fluxartig aufbauen.

Mit einem Spannungsteiler (oder ZD3,9) am Eingang sollte die Ladespannung auf <= 4 V begrenzt werden, damit keine Überladung stattfinden kann. Man muß Akkus nicht auf 99,9% aufladen!

Alternativ haben viele Akkus schon Schutzschaltungen integriert, die wenig Platz benötigen.

(Firma: Hobbytheoretiker) #8096146
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Otto K. schrieb:

Brandbombe

Dafuer ist der Akku zu klein, aber zum Bude entzuenden reicht es.

Ein low-drop Spannungsregler 3,9....4,0 V tut es. Kannst Du auch mit TL431 und nem BC pnp auch diskret aufbauen.

Mit einen AT13 und BC Transistor, etwas Code, waere das Forumsgemaess geloest. Es muessten hier noch im Forum so eine Loesung vor der Zeit der billigen TP4056 in einem Thread zu finden sein.

#8096225
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Rainer W. schrieb:

Ein klassisches Board mit TP4056 und DW01 tut es da, es kommt halt ein 100 Ohm Vorwiderstand in die Leitung nach 5V

Laberkopp gibt mal wieder heiße Tipps. Was für ein Schwachsinn. Ein Blick ins Datenblatt ist doch nun nicht so schwierig. Wozu gibt es wohl den Pin "Prog" (2) und den Widerstand R_Prog?

So ist das wohl, der Kollege ME4056 von MicrOne sagt 50k für 30mA. Wäre zu schauen und würde mich wundern, wenn das nicht auch mit dem TP4056 klappt.

Wer nicht in China kaufen will, schaut sich bei STM den STC4054 an.

Michael B. schrieb:

Rainer W. schrieb:

Ein Blick ins Datenblatt ist doch nun nicht so schwierig.

Richtig. Warum endet die Tabbelle für RPROG wohl bei 10k für 130mA ?

Vielleicht, weil TopPower kleinere Ströme für nicht relevant betrachtet? Steht irgendwo im Text, welche Grenzen gelten?

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