Ich möchte mir eine Akku-Leselampe bauen. Mit einem 18650 Akku kann die
Lampe ca 10 Stunden betrieben werden. Das habe ich ausprobiert. Das ist
etwas wenig, daher dachte ich mir zwei 18650 Akkus zu verwenden (da ich
von diesen Akkus ein paar da habe).
Bisher hatte ich nur Schaltungen mit einem 18650 Akku und diesen habe
ich dann mit einem tp4056 Modul geladen.
Zwei 18650 Akkus parallel kann man wohl auch damit laden. Aber die Akkus
müssen zuvor "balanced" werden. Reicht es dafür aus beide Akkus voll zu
laden mit einem IQ-128 AccuPower Ladegerät?
Ich habe auch Schaltungen gesehen wo zwei tp4056 Module verwendet
wurden. Für jeden Akku eins. Dann müsste ich den usb Eingang parallel
schalten. Was ist davon zu halten?
Viel Geld in eine teure Powerbank zu investieren würde den Rahmen für
diese einfache Leselampe sprengen.
Ich habe auch noch eine Powerbank in der vier 18650 Akkus (aus china,
mittlerweile defekt) verbaut sind. Kann ich die Ladeelektronik davon
nehmen und nur zwei Akkus anschließen?
Oder wäre es letztendlich das einfachste eine Powerbank wie zb diese
https://de.dhgate.com/product/2-x-18650-case-charger-usb-power-bank-box/406061403.html
zu verwenden? Kann man den Dingern trauen? Will ja nicht das mir die
Bude abfackelt :)
Zu welcher Option würdet ihr mir raten?
1) diy 2 akkus parallel. Da weiß ich das gute Akkus verbaut sind.
2) Ladeelektronik von 4er Powerbank verwenden.
3) Billige 2fach Powerbank kaufen und fertig.
4) ganz andere Vorschläge??
Ich bedanke mich jetzt schon mal für eure Hilfe. Danke.
Musst nur aufpassen dass sie vor dem parallelschalten ungefähr gleich
geladen sind (bzw. gleiche Spannung) damit keine zu hohen
Ausgleichströme fließen. Ich wüsste nicht was gegen Option 1 spricht.
Zuerst musst du entscheiden, was du willst. Willst du selber bauen oder
fertig kaufen? Ich wäre faul und würde mir eine Powerbank kaufen, zumal
da auch das Thema Laden schon erledigt ist. Zwei 18650-Akkus kannst du
aber auch problemlos parallel-schalten, in ein Gehäuse rein und dann
wäre da noch das Problem mit dem Laden. Also ne Ladeschaltung, die bei
4,2Volt oder so das Laden beendet. Also Aufwand, aber manchmal will man
das ja so. ich bau mir auch gerade nen Batterietester für alle möglichen
Akkus. Könnte ich ja auch kaufen. Diese Entscheidung kann dir erst mal
keiner abnehmn.
Gruß
Gerhard
Danke für eure Antworten.
http://www.logilink.org/Produkte_LogiLink/Stromversorgung/Mobile_Zusatzakkus/Mobiler_Zusatzakku-5000_mAh_1x_USB-Port_schwarz_PA0084B.htm
Ein Kumpel würde mir diese Powerbank überlassen. Macht eigentlich einen
guten Eindruck und ist von einem bekannten Hersteller. Denke in punkto
Sicherheit dürfte diese ok sein oder was meint ihr?
Zwei eigene 18650 akkus verwenden und ein tp4056 Modul zum laden wäre
auch ok für mich. Reicht es aus wenn ich beide Akkus gleichzeitig voll
auflade in einem Stationären Ladegerät, damit diese "balanced" sind?
Wenn ich beide Akkus messe und sie gleich viel Volt haben, ist das dann
ok? Möchte da nichts falsch machen, daher frage ich das noch mal nach
hier.
> Wenn ich beide Akkus messe und sie gleich viel Volt haben, ist das dann> ok?
Wie gesagt, kein Spannungsunterschied = kein Stromfluss. Alles weitere
gleicht sich automatisch aus.
Die Powerbank von deinem Kumpel wäre doch perfekt, die hat
wahrscheinlich sogar 2 dieser Zellen drinne und ist voll Abgesichert.
Was für eine "Lampe" willst du eig. damit versorgen?
Patrick M. schrieb:> Wenn ich beide Akkus messe und sie gleich viel Volt haben, ist das dann> ok?
Das ist schon ok so. Ladeschlussspannung darf aber nicht höher als 4,2V
werden und am besten nimmst du zwei gleichförmige Zellen, z.B. aus einer
Charge.
Ich habe so eine LED-Lichterkette mit 50 LEDs mit USB Anschluss.
Wie diese hier:
https://www.amazon.de/Lichterkette-Strombetrieben-Batteriebetrieben-Lichterketten-Schlafzimmer/dp/B08CGRGCVX
Diese ordne ich um eine 3d gedruckte Form an. Hinzu kommt eine attiny85
und ein Transistor mit dem ich die Möglichkeit habe 3 verschiedene
Ausschaltzeiten mit einem Taster einzustellen (zb 1,2 und 3 Stunden).
Getestet habe ich das schon alles, mir fehlte nur noch die
Stromversorgung. Dachte eigentlich das ein 18650 reichen würde. Aber
zwei Akkus sind besser. Mehr bekomme ich vom Platzbedarf nicht unter.
Das mit dem attiny85 ist für mich einfacher als eine Elektronische
Schaltung zu entwickeln.
Noch eine andere Frage:
Manche Powerbänke schalten ab wenn der Verbrauch zu niedrig ist. Habe
gesehen das man dann einfach einen kleinen Widerstand parallel hängt um
das zu umgehen. Ist diese Methode ok?
Patrick M. schrieb:> http://www.logilink.org/Produkte_LogiLink/Stromversorgung/Mobile_Zusatzakkus/Mobiler_Zusatzakku-5000_mAh_1x_USB-Port_schwarz_PA0084B.htm> Ein Kumpel würde mir diese Powerbank überlassen. Macht eigentlich einen> guten Eindruck und ist von einem bekannten Hersteller. Denke in punkto> Sicherheit dürfte diese ok sein oder was meint ihr?
Von LogiLink kann ich nur abraten. Ich hatte hier eine PA0085 mit einer
Li-Ion Zelle, und diese Powerbank hatte keinen vernünftigen
Tiefentladeschutz. Ich hatte das bemerkt, als ich die Kapazitätsangabe
mit einer Elektronischen Last überprüfen wollte. Powerbank dann
aufgemacht, und gesehen, daß Plus des Akkus über die Spule des Step-Up
Wandlers und eine Diode direkt mit Plus des Ausgangs verbunden sind.
Wenn die Akkuspannung beim Entladen sinkt, schaltet der Wandler zwar
irgendwann ab, aber dann liegt die Akkuspannung (abzüglich der
Diodenspannung) am Ausgang, und es kann weiterhin Strom fließen. Mir ist
so eine Powerbank für den universellen Einsatz zu heikel. Ich habe den
Akku entnommen, und den Rest entsorgt.
Eventuell ist das mit deiner Leselampe kein Problem, falls sie bei 2,5
Volt zuverlässig abschaltet, und kein weiterer Entladestrom mehr fließt.
Kannst das ja mal mit der Powerbank deines Kumpels testen. Falls die
Lampe nicht abschaltet, solltest du den Versuch bei 2,5 Volt
Ausgangsspannung beenden.
> Zwei eigene 18650 akkus verwenden und ein tp4056 Modul zum laden wäre> auch ok für mich. Reicht es aus wenn ich beide Akkus gleichzeitig voll> auflade in einem Stationären Ladegerät, damit diese "balanced" sind?> Wenn ich beide Akkus messe und sie gleich viel Volt haben, ist das dann> ok? Möchte da nichts falsch machen, daher frage ich das noch mal nach> hier.
Lade einfach beide Akkus auf ungefähr die gleiche Spannung auf, und
schalte sie über einen 100 Ohm Widerstand parallel. Wenn du über dem
Widerstand keine Spannung mehr messen kannst, haben sie sich
ausgeglichen und du kannst sie direkt parallel schalten.
TP4056 Module gibt es mit und ohne Schutzschaltung. Nimm für deinen
Eigenbau nur welche mit Schutzschaltung!
Oder auf die gleiche Spannung entladen, parallel schalten und gemeinsam
aufladen.
Bei vollen Akkus ist das Risiko meiner Meinung nach größer als bei
"Leeren".
Ich benutze selbst viele "Recycelten" Zellen, meist wenn irgendwo im
Laptop mal ne Zelle stirbt oder Displays von Tablets als Ersatz nicht
beschaffbar sind.
Vorsicht wenn du Zellen hast bei denen du löten musst!
Also solche ohne lötfahne, schnell (also möglichst kurz) und möglichst
Heiß verlöten.
Patrick M. schrieb:> Noch eine andere Frage:> Manche Powerbänke schalten ab wenn der Verbrauch zu niedrig ist. Habe> gesehen das man dann einfach einen kleinen Widerstand parallel hängt um> das zu umgehen. Ist diese Methode ok?
Sinnloser Energieverbrauch.Meine Powerbanks muessen mit etwa 40mA
belastet werden um nicht abzuschalten.
Wenn deine Leselampe darueber liegt,sollte dies also kein Problem sein.
Sollte die Leselampe aber z.B. "nur" 30mA ziehen,dann verringere den
wahrscheinlich vorhandenen Widerstand fuer die Led so,dass ihr Strom
ueber die Abschaltschwelle kommt.Anstatt unnoetig Leistung in einem
zuaetzlichen Widerstand zu verbraten,hast du dann zumindest noch etwas
mehr Licht.
Du musst dir die Daten deiner Powerbank ansehen.Da sind normalerweise
auch die entsprechenden Angaben ueber
Mindestlast/Mindeststrom/Kapazitaet/Abschaltzeit etc angegeben.
Bevor du jetzt grosse Anstrengungen unternimmst:
Leselampe an Powerbank anschliessen und 1-2 Minuten leuchten lassen.Wenn
sie waehrend dieser Zeit nicht ausgeht ist alles paletti und du kannst
durchgehend das Buch "Der Raeuber Hotzenplotz" lesen.