Moin,
ich habe bei Google nichts brauchbares gefunden, daher nun Frage an euch
ob Ihr etwas kennt oder zumindest bessere Begrifflichkeiten zum Suchen.
Ich suche eine Hand-Schere die einen einstellbaren Längenanschlag hat.
Z.B. um mehrere Stücke Schrumpfschläuche oder ähnliches hintereinander
"schnell mal eben" auf die gleiche Länge zuzuschneiden.
Nun nicht so große Stückzahlen das es Sinn macht sich einen CAB FS100 zu
kaufen, sondern halt eher mal so 20-50 Stücke von irgendetwas. Die
Längen an die ich so dachte wären zwischen 5 und 40mm.
Ich habe sowas als A4 Schneidebrett mit großem Hebel gesehen oder als
Kabelkanalschneider, das ist aber alles viel zu heavy.
Jemand eine Idee?
Danke,
Mario
Ein Papier/Pappe-Handhebelschere sollte dafuer doch OK sein.
Fuer 20-50 Stueck bist Du doch sonst laenger mit dem Einlegen
beschaeftigt, als die Zeitersparnis bringt, die Du bekommst, wenn Du
z.B. 10 Stueck gleichzeitig schneiden kannst.
dfhstz
dfhstz schrieb:> z.B. 10 Stueck gleichzeitig schneiden kannst.
Da ich Schrumpfschlauch i.d.R. von Rolle verarbeite ist das schlecht mit
10 Stück gleichzeitig, also muss ich ohnehin sequenziell schneiden.
In ein Rohr passenden Durchmessers längst eine kleine Rille reinmachen
und das Kabel/Schrumpfschlauch ums Rohr wickeln. Entlang der Rille mit
einem Pizzamesser einmal entlang schneiden und die gleichlangen Stücke
fallen vom Rohr.
Geht gut.
StromTuner
Axel R. schrieb:> Entlang der Rille mit> einem Pizzamesser einmal entlang schneidenMario schrieb:> zwischen 5 und 40mm
Fuer 40mm (d = 40mm / pi = 12,7mm) mag das gehen, aber fuer 5mm (d = 5mm
/ pi = 1,6mm) definitiv nicht mehr. Wo dazwischen die Schmerzgrenze
liegt, muss jeder selbst testen, meine waere so bei 8mm Rohrdurchmesser,
also ca. 25mm Laenge.
dfhstz
Marke Eigenbau dürfte hier weit am günstigsten werden. Industrielle
Lösungen sind sündhaft teuer.
Wir haben bei uns in der Arbeit ein ganz primitives Gerät, das Lehrlinge
mal dafür gebaut haben.
Da wird der Schrumpfschlauch in ein Loch gesteckt (Festseite). An dieser
Festseite ist eine Art Rundstahl drehbar befestigt, in den eine Längsnut
gefräst ist. Die Nut ist so gefertigt, dass der durchgesteckte
Schrumpfschlauch genau in diese Nut hinein läuft.
An diesem Rundstahl ist nun ein Hebel dran. Wird der Hebel nach unten
gedrückt, verschiebt sich die Nut relativ zum Durchlass und schert den
Schrumpfschlauch dann ab.
In dieser Nut ist noch mit einer Flügelschraube einstellbar ein
Anschlag, der in der Nut verschoben werden kann.
Ein ganz primitiver 5-Teiler.
Geht genial schnell und erzeugt erstaunlich saubere Schnitte.
Ich habe erst vor ein paar Tagen daran 400 Stücke geschnitten. War in 5
Minuten fertig.
hmm.
ja, bei Schrumpfschläuchen mit keinem Durchmesser kann das Rohr-wickeln
klappen. Aber wenn ich z.B. einen 32mm breiten S.schlauch um das Rohr
wickel habe durch den Wickelversatz ja keinen Schnitt im rechten Winkel
zur Kannte. Auf ein paar Grad kommt es ja nicht an, aber bei Großen
Durchmessern fällt das leider schon auf.
Und irgendwie finde ich das auch doof mir für alle erdenkbaren Endlängen
Rohre abzudrehen, :-( oder hab ich das jetzt nicht begriffen?
Mario schrieb:> Und irgendwie finde ich das auch doof mir für alle erdenkbaren Endlängen> Rohre abzudrehen, :-( oder hab ich das jetzt nicht begriffen?
Das auch, aber versuch doch mal auf einem Rohr mit 1,6mm Durchmesser
laengs zu schneiden.
dfhstz
Falls du nen 3D-Drucker hast oder jemand kennst, der einen hat, dann
könnte folgendes für dich interessant sein:
http://www.thingiverse.com/thing:418777
Hab mir das Teil auch mal gedruckt. Ist gar nicht so schlecht, für
kleine kurze Enden
Grüße Henning
Vielleicht eine Dumme Idee:
Nimm ein Montagewinkel in L Form. Nun fräst du alle 5mm eine dünne Nut
ins Profil. Jetzt kannst du dein Schrumpfschlauch bis zum Anschlag
einschieben und mit einem Messer der Nut entlang Schneiden, anschlagen
schneiden anschlagen schneiden usw.
Henning schrieb:> http://www.thingiverse.com/thing:418777>> Hab mir das Teil auch mal gedruckt. Ist gar nicht so schlecht, für> kleine kurze Enden
Das sieht extrem genial/schnell/einfach zu handhaben aus. Kann man sich
ja von den Dimensionen durchaus anpassen...-wenn man kann. Und dann da
wo die Stücke abfallen kein Material drunter, sondern so das die
ungehindert fallen können-> Maschine an Tischkante stellen immer
reinschieben und runterdrücken bis der Eimer voll ist.
Echt klasse. Nur leider habe ich weder den Drucker, noch die Zeit oder
das KnowHow.
Mario schrieb:> Ich habe sowas als A4 Schneidebrett mit großem Hebel gesehen
Was spricht da dagegen, so eine Hand-Schlagschere gibts fuer 40 Euro,
als Anschlag kanns du einen (schweren) Magneten nehmen.
Ansonsten wenn ein bissle schlossern moeglich ist: Eine Haushaltsschere
nehmen, ein geschlitztes Blech an eine Scherenklinge schweissen und
darauf per Fluegelmutter einen Winkel als Anschlag fixieren.
Tommi schrieb:> Ansonsten wenn ein bissle schlossern moeglich ist: Eine Haushaltsschere> nehmen, ein geschlitztes Blech an eine Scherenklinge schweissen und> darauf per Fluegelmutter einen Winkel als Anschlag fixieren.
Schweißen ist schlecht, die Schere verzieht sich. Ich würde entweder
Hartlöten oder schrauben.
Man kann es aber auch noch einfacher machen:
1. Schere nehmen
2. Schraube raus und durch eine Gewindestange nebst einigen Muttern und
Tellerfedern ersetzen
3. einen Blechstreifen als Anschlag an besagter Gewindestange montieren
Schreiber schrieb:> Schweißen ist schlecht, die Schere verzieht sich. Ich würde entweder> Hartlöten oder schrauben.
Scheren sind gehärtet. Hartlöten zerstört die Wärmebehandlung. Mit VHM
bohren und Schrauben geht.
butsu schrieb:> Scheren sind gehärtet. Hartlöten zerstört die Wärmebehandlung.
Beides korrekt. Nur kann man Schrumpfschlauch auch mit einer
ungehärteten Schere schneiden. Hartlöten geht in diesem Fall also
durchaus.
Und wieso schweissen/löten?
Nebst dem eleganten Tip "Gewindestange", sollte es doch auch möglich
sein etwas anzuklemmen (Schraubklemme) oder per NdFeB-Magnete dran zu
machen.
Die "Distanzlehre" wird ja in der Grössenordnung weniger cm sein, nicht
Handbreite+...
Noch 'ne Alternative
20 Stk. à 5cm =1m, also 1m ablängen, 4-falten, 2x schneiden =4 x25cm.
Kartonrolle (Klopapier) auf 4.7cm kürzen, stehend auf Holzbrett kleben
(Standfuss).
Die 4 Stücke bündeln, von oben in die Kartonrolle stecken, (grosse,
scharfe) Schere auf Rollenrand und Schnipp 4 Stück; Nachschieben Schnipp
+4 Stück, wiederholen bis Rolle voll, Rolle leeren. Grosse schlaufe
wiederholen.
(tot. 7 Schnitte f. 20 Stücke / mit 4 St.à 1m angefangen werden mit 20
Schnitte 80 Stück gemacht)
Die Genauigkeit wird so +/- 2mm sein, genau genug?
Für häufigere Verwendung:
- Standfuss mit Scharnier so auf Arbeitstisch befestigen, dass beim
Umklappen die Rolle über die Tischkante kommt, Auffangbehälter
unterstellen.
- Kartonrolle durch was dauerhafteres ersetzen.
Wie heisst das? pipelining + SIMD + burst bus transfer :-)
Hallo
"Preis auf Anfrage" - das ist im allgemeinen kein gutes Zeichen... :-(
Da sind die diversen Bastel- und Selbstbauvorschläge doch wohl
zielführender.
Schon einfache Schlagscheren sind einfach nur abschrecken von Preis her,
man könnte meinen das diese als Einzelstück in Kundenauftrag von
Schweizern Ingenieuren an Feieretagen in Nachtarbeit hergestellt werden.
Sunday Worker