Der Bundeswehr beitreten

Gast #4673938
Lesenswert?

Masterand schrieb:
> und dort zu forschen?

Lies "Vier Tage im November: Mein Kampfeinsatz in Afghanistan": 
Freiwillig kam er nach Afghanistan, überzeugt, das Richtige zu tun. Doch 
die Realität des Krieges gehorcht eigenen Gesetzen. Als sie ihn einholt, 
gerät Clair mit seinen Idealen in Konflikt. 
Quelle:http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/vier-tage-im-november-9783548375212.html
Gast #4673954
Lesenswert?

Friedhofsgärtner schrieb:
> Lies "Vier Tage im November: Mein Kampfeinsatz in Afghanistan":
> Freiwillig kam er nach Afghanistan, überzeugt, das Richtige zu tun. Doch
> die Realität des Krieges gehorcht eigenen Gesetzen. Als sie ihn einholt,
> gerät Clair mit seinen Idealen in Konflikt.
> 
Quelle:http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/vier-tage-im-november-9783548375212.html

So ein dummes Zeug, nicht das Buch, sondern Bundeswehr=kämpfen=Soldat.

In der Bundeswehr gibt es sehr viele Möglichkeiten zu forschen oder 
wissenschaftlich tätig zu sein.

Leg dich also wieder hin und kuriere dein posttraumatisches Gehabe aus.
Gast #4673956
Lesenswert?

OvWa schrieb:
> In der Bundeswehr gibt es sehr viele Möglichkeiten zu forschen oder
> wissenschaftlich tätig zu sein.

Sind die Forschungen nur für die Bundeswehr oder auch für Unternehmen? 
Beispielweise forscht die UNI BW in München auch an dem Smart-Home. Ich 
sehe da keinen Bezug zur Bundeswehr.

Wie erklärt man eine wissenschaftliche Tätigkeit bei der Bundeswehr 
einem späteren Arbeitgeber?
Gast #4673982
Lesenswert?

Dirk schrieb:
> Bertholt schrieb:
>> Masterand schrieb:
>> Hallo,
>> ist es moralisch verwerflich, der Bundeswehr beizutreten und dort zu
>> forschen?
>>
>> Ja, das ist es.
>
> Habe soeben zusätzlich bei der ARD nachgefragt: nein, ist es nicht.

ARD, ZDF und alle anderen Sender u. ä. zählen nicht, da ich die höheren 
moralischen, ethischen und sonstige Kompetenzen habe.
Gast #4673997
Lesenswert?

Masterand schrieb:
> UNI BW in München

Die Universität der Bundeswehr in München gehört der Bundeswehr, ist 
aber letztendliche eine "ganz" normale Universität. Daher sind 
Forschungen im zivilen Bereich genauso möglich wie Forschungen für den 
militärischen Bereich.

Masterand schrieb:
> Wie erklärt man eine wissenschaftliche Tätigkeit bei der Bundeswehr
> einem späteren Arbeitgeber?

Warum sollte man sich erklären müssen?
Gast #4674002
Lesenswert?

Masterand schrieb:
> ist es moralisch verwerflich, der Bundeswehr beizutreten und dort zu
> forschen?

Bei der BW wird nicht geforscht, sondern allenfalls erprobt! In der
Regel spielen dann die gewonnenen Versuchsergebnisse bei der Auftrags-
vergabe an die Industrie keine Rolle mehr. Entschieden wird nach
anderen Kriterien, die unterschiedlichster Natur sein können...
Gast #4674102
Lesenswert?

Soweit ich das überblicken kann gibt es bei der Uni BW einige 
interessante Stellen für zivile wissenschaftliche Mitartbeiter. E13 Tvöd 
Bund.

Letzten endes gibt es im Süden von Deutschland viele Firmen die auch im 
Bereich Verteidigung unterwegs sind. (Airbus, Rohde & Schwarz, 
Fraunhofer Institut IIS. ) Da bei diesen Firmen auch ehemalige 
Zeitsoldaten unterwegs sind sehe ich keinen Nachteil dort eine Promotion 
zu beginnen.
Gast #4674106
Lesenswert?

BW ist Klasse! Kost, Logis, Klamotten inklusive. Nette Chefin (blond!).
Viel Sports,  weite Reisen, Mädels oft "next door".Life 
Ballerspiele.Nach dem Ausscheiden Frühpensionierung mit hervorragender 
Dotierung, und falls das nicht klappt, zumindest Staatsbegräbnis mit TV 
Übertragung und Joachim Gauck als Dankesredner. Also nichts wie hin, wer 
nicht als pollundertragender Entwicklungs- Ing. in einem öden Konzert 
verkümmern möchte.
Gast #4674163
Lesenswert?

> Kost, Logis, Klamotten inklusive.

Falls benötigt, gibt's auch auf die Mahagoni-Kiste Rabatt (die 
Standard-Truhe ist für die ausländischen Fachkräfte vorgesehen).

> Nette Chefin (blond!)

Kann schiefgehen:
Lt. Artikel 115 GG geht im Verteidigungsfall die Befehls- und 
Kommandogewalt auf "den Bundeskanzler" über.

Der aktuelle BK ist nicht blond, und wie "nett", das durften z.B. Koch, 
Merz und Wulff erfahren!

Derzeit besteht noch kein Anlass zur Sorge: die aktuell von der Bw 
(mit)geführten Kriege dienen wohl nicht zur "Verteidigung".
Einen solchen "Verteidigungsfall" müssten normalerweise die Fachkräfte 
in Bundestag und -rat mehrheitlich "feststellen". Wenn das nicht geht 
(alle Abgeordneten im Urlaub, unbekannt verzogen oder ausgebombt), kann 
das auch der Gemeinsame Ausschuss erledigen.
Gast #4674184
Lesenswert?

> Freiwillig zur Bundeswehr ? Junge, mach lieber was aus Deinem Leben !

Du plenkst. Das passt auch zur Qualität des Inhalts deiner Aussage.

Wäre ich damals bei der BW geblieben und hätte dort studiert, ging es 
mir heute sicherlich besser. Finanziell sowieso. Bei den miserablen 
Jobaussichten für Elektroingenieure wenn man nicht gerade zu den Top10 
seines Jahrganges gehört.
Gast #4674211
Lesenswert?

Hast du nur Dollars im Kopf?
Nach 45 hieß es, wer wieder ein Gewehr anfasst, dem soll der Arm 
abfaulen.
Deutsche Soldaten stehen in Afrika, der Ukraine, Afghanistan, Balkan 
usw.
Die Politiker haben nichts gelernt!
Gast #4674223
Lesenswert?

Wenn man sich mal überlegt, daß die Erste Welt pro Kopf gesehen das Gros 
der globalen Ressourcen verballert, mit etwa 20% der Weltbevölkerung, 
dann sollte schon klar sein, daß dieser Deal nicht mit dem Konsens der 
übrigen 80% der Menschen zu haben ist.

Die USA bräuchten 5 Erden, wenn jeder so leben wollte, und das ist schon 
ohne Nachhaltigkeit gerechnet. Mithin müßten sie auf 80% von allem 
verzichten. Westeuropa bräuchte 2 Erden, also müßten wir auf 50% von 
allem verzichten. Ist dazu jemand der Leute mit dem schlechten Gewissen 
praktisch auch bereit? Oder wird die strukturelle Gewalt, die diese 
Zustände stabil hält, einfach nur bequem outsourced, nach dem Motto, 
andere sollen die Dreckarbeit machen?
Gast #4674248
Lesenswert?

OvWa schrieb:
> dort steht kein einziger

Klar sind dort "Berater" drin.

OvWa schrieb:
> Auch hier hat sich die Welt weitergedreht. Geht es nach diesen
> historischen Aussagen, dann hätten wir heute weder PC noch Internet.

Ich kenne noch Menschen, wo ein Arm oder Bein gefehlt hat. Oder wo einer 
gar nicht mehr da war.

OvWa schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Nach 45 hieß es, wer wieder ein Gewehr anfasst, dem soll der Arm
>> abfaulen.

Das stammt nicht von mir!
Übrigens hat der Braune drei Onkel von mir auf dem Gewissen. Und mein 
Vater hat glücklicherweise überlebt, obwohl er einen 3cm großen 
Granatsplitter im Leib hatte.
Heldenmut ist scheinbar wieder modern!
Gast #4674250
Lesenswert?

michael_ schrieb:
> Klar sind dort "Berater" drin.

In dem Atemzug "Deutsche Soldaten stehen in Afrika, der Ukraine, 
Afghanistan, Balkan usw." ist es eben falsch.

Es ist eben nicht leicht, hier zu diskutieren mit Menschen, die eine 
vorgefertigte Meinung haben. Das ist dann so ähnlich, wie einem Dummen 
die Dummheit zu erklären.
Gast #4674253
Lesenswert?

Diddi schrieb:
> Wäre ich damals bei der BW geblieben und hätte dort studiert, ging es
> mir heute sicherlich besser. Finanziell sowieso. Bei den miserablen
> Jobaussichten für Elektroingenieure wenn man nicht gerade zu den Top10
> seines Jahrganges gehört.

Eben, werde es versuchen und hoffen. Haben die kein Bewerbungsportal? 
Muss man Bewerbungen per Post einschicken?
Gast #4674259
Lesenswert?

Überschlagsrechnung:
Die ganze Welt kauft pro Jahr Rüstungsmaterial (=totes Kapital) in der 
Grössenordnung von 2 Billionen $.
Unsere transatlantischen "Freunde" davon ca. die Hälfte.

Die offiziellen Summen sind vermutlich "konservativ" gerechnet; für die 
USA sind's "nur" knapp 0,6 Billionen $/a; Indien verbrät satte 0,05 
Billionen $/a:
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/157935/umfrage/laender-mit-den-hoechsten-militaerausgaben/

2 Billionen $ pro annum bedeutet, dass JEDE Sekunde 63000 $ 
günstigenfalls ins Klo gespült werden, auch am Weltfriedenstag ...

> Auch hier hat sich die Welt weitergedreht.
Leider in eine blöde Richtung.
Gast #4674265
Lesenswert?

> Hast du nur Dollars im Kopf?

Eher nicht. Sonst hätte ich nicht Elektrotechnik studiert. Aber ich 
hatte schon erwartet, dass ich als Elektroingenieur einen entsprechenden 
Job finde, wo ich mindestens 2000EUR Netto pro Monat bekomme. Doch davon 
bin ich weit entfernt. Das Studium hatte somit "nur" einen ideellen 
Wert.
Gast #4674266
Lesenswert?

Nix-Wissender schrieb:
> Überschlagsrechnung:

Passt zwar nicht zum Thema, ist aber nicht schlimm. Was willst du uns 
damit sagen?

Bitte noch mehr solcher tollen Beispiele.

Eins gefällig? 18,4 Millionen Tonnen Nahrungsmittel landen jedes Jahr im 
Müll, das sind 313kg/s. Und das alleine in Deutschland. Also diese Zahl 
finde ich noch krasser.
Gast #4674267
Lesenswert?

du hast keine 2000 netto? wie alt?

klar kannst du in der rüstung arbeiten, aber da gibt es so einige 
probleme: die knappsen nämlich auch rum, weil die elektronik da auch 
schon von der zulieferern gemacht wird und es gibt viel korruption. die 
schieben sich die aifträge gegenseitig hinten rein und es gibt eine 
verdienkette

am ende macht es ein kleines ingenieurebüro oder wenn es die grossen 
selber machen, holen sie sich zeitarbeiter rein.

bei der bundeswehr gibt es nix für uns elektronikentwickler, wenn, dann 
bei den grossen, aber die haben oft das problem, dass da viele alter 
rumhängen, die durchgefüttert werden wollen und daher können sie keine 
guten gehälter mehr zahlen

bei der eads, mbda, rheinmetall, diehl und den anderen, gehen mehr gute 
leute weg, als hin.
Gast #4674302
Lesenswert?

Diddi schrieb:
> Aber ich
> hatte schon erwartet, dass ich als Elektroingenieur einen entsprechenden
> Job finde, wo ich mindestens 2000EUR Netto pro Monat bekomme. Doch davon
> bin ich weit entfernt.

Stimmt, bin ich auch, denn mein Nettoeinkommen ist etwa doppelt so hoch.

> Das Studium hatte somit "nur" einen ideellen
> Wert.

Das ist aber auch sehr viel Wert, das Wissen kann dir niemand mehr 
nehmen.
Gast #4674491
Lesenswert?

Hallo,

Ein Schlüsselbegriff zur Beantwortung der Frage kann auch die sogenannte 
"Produktidentifikation" sein.

Es gibt nach fernöstlicher Philosophie den Gedanken, dass die eigene 
Arbeit an einem Produkt dazu führt, dass etwas vom eigenen Sein in das 
Produkt übergeht. Man investiert schließlich seine Lebenszeit in das 
Produkt.

Kann ich mich mit dem Produkt identifizieren? Ist das Produkt etwas zu 
dem ich "Ja" sagen kann?

Denn was bleibt von uns wenn wir eines Tages sterben? Es bleibt das, was 
wir geschaffen haben. Was wollen wir schaffen? Was ist der Sinn des 
eigenen Lebens und wie definieren wir ihn?
Gast #4674562
Lesenswert?

Ihr habt schon Recht, das Militärgebiet sollte man den Russen und 
Chinesen dieser Welt überlassen, bekommen wir dann später frei Haus von 
denen geliefert.

Natürlich sind Militärausgaben verschwendetes Geld, sie machen keinen 
glücklicher, steigern nicht die Zufriedenheit usw.. Aber Sicherheit ist 
bei der Maslowschen Pyramide nunmal weit unten, und was bringt mir 
Porsche und Villa wenn sie sich morgen der Nachbar holt.

Daher finde ich nichts verwerfliches daran, wenn wir keine BW hätten 
dann wäre schon längst jemand bei uns eingefallen, seid realistisch.
Gast #4674581
Lesenswert?

Antimilitarist schrieb:
> Stimmt nicht.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Costa_Rica#Sicherheit

Aus dem von Dir verlinkten Text:

"Am 1. Juli 2010 jedoch genehmigte das Parlament Costa Ricas auf Antrag 
der Präsidentin des Landes, Laura Chinchilla, die Stationierung von bis 
zu 46 Kriegsschiffen und 7000 Soldaten der USA in Costa Rica. Diese 
sollen den von Kolumbien ausgehenden Drogenschmuggel bekämpfen. Die 
Opposition sieht durch „das kriegerische Potenzial“ die nationale 
Souveränität des Landes verletzt und reichte Klage beim 
Verfassungsgericht ein. Die Stationierung wurde zunächst auf einen 
Zeitraum von sechs Monaten bis zum 31. Dezember 2010 befristet. Seither 
wird sie um jeweils sechs Monate verlängert. Die Journalistin Eva 
Golinger wies darauf hin, dass in einem offiziellen Dokument, das die 
amerikanische Botschaft an das Ministerium für Sicherheit in Costa Rica 
geschickt hat, die uneingeschränkte Straflosigkeit von US-Soldaten zu 
einer Voraussetzung des Einsatzes gemacht wird, wie das bei allen 
Auslandseinsätzen des US-Militärs üblich ist"

Also genau, was ich sagte. Die haben jetzt die US-Armee dort, welche 
sich völlige strafrechtliche Immunität gesichert hat. Nenn es, wie Du 
willst, ich nenne es Besetzung.
Gast #4674588
Lesenswert?

Nop schrieb:
> Antimilitarist schrieb:
>> Stimmt nicht.
>>
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Costa_Rica#Sicherheit
>
> Aus dem von Dir verlinkten Text:
>
> "Am 1. Juli 2010 jedoch genehmigte das Parlament Costa Ricas auf Antrag
> der Präsidentin des Landes, Laura Chinchilla, die Stationierung von bis
> zu 46 Kriegsschiffen und 7000 Soldaten der USA in Costa Rica. Diese
> sollen den von Kolumbien ausgehenden Drogenschmuggel bekämpfen. Die
> Opposition sieht durch „das kriegerische Potenzial“ die nationale
> Souveränität des Landes verletzt und reichte Klage beim
> Verfassungsgericht ein. Die Stationierung wurde zunächst auf einen
> Zeitraum von sechs Monaten bis zum 31. Dezember 2010 befristet. Seither
> wird sie um jeweils sechs Monate verlängert. Die Journalistin Eva
> Golinger wies darauf hin, dass in einem offiziellen Dokument, das die
> amerikanische Botschaft an das Ministerium für Sicherheit in Costa Rica
> geschickt hat, die uneingeschränkte Straflosigkeit von US-Soldaten zu
> einer Voraussetzung des Einsatzes gemacht wird, wie das bei allen
> Auslandseinsätzen des US-Militärs üblich ist"

> Also genau, was ich sagte. Die haben jetzt die US-Armee dort, welche
> sich völlige strafrechtliche Immunität gesichert hat. Nenn es, wie Du
> willst, ich nenne es Besetzung.

Im Absatz steht, dass die USA den Drogenschmuggel bekämpfen. Zudem ist 
es bei allen Auslandseinsätzen der USA üblich, dass den Soldaten 
Straflosigkeit zugesichert wird. Fazit: keine Besatzung.

Du kannst zwar eine eigene Meinung haben, aber keine eigenen Fakten.
Gast #4674615
Lesenswert?

Nop schrieb:

> Na, das sieht die Opposition in Costa Rica auch anders als Du.

Warum soll ich ausgerechnet die Meinung der Opposition haben. Mir geht 
es um Fakten.

> Aber mal losgelöst davon: Die Armeelosigkeit hat für Costa Rica ja
> offensichtlich nicht so gut funktioniert.

Das ist nicht richtig, Costa Rica hat die Gelder aus dem Militärbereich 
u. a. in den Bildungsbereich investiert. Das hat eindeutig gut 
funktioniert.
Gast #4674618
Lesenswert?

OvWa schrieb:
> Der General schrieb:
>> Freiwillig zur Bundeswehr ? Junge, mach lieber was aus Deinem Leben !
>
> Das ist bloß ein Schnack oder besser gesagt heiße Luft was du da von dir
> gibst im Zusammenhang mit dem Thema.

War selber 15 Monate bei dem Verein (Wehrdienst). Soviele Schwachmaten 
und Zivilversager wie dort sind mir im späteren Leben nicht mehr 
begegnet. Kann den Trachtenverein einfach nicht ernst nehmen, im 
Nachhinein hätte ich lieber Zivildienst gemacht.
Gast #4674636
Lesenswert?

Antimilitarist schrieb:
> Das ist nicht richtig, Costa Rica hat die Gelder aus dem Militärbereich
> u. a. in den Bildungsbereich investiert. Das hat eindeutig gut
> funktioniert.

Es hat nicht funktioniert. Deswegen haben sie sich ja eine andere Armee 
ins Land geholt, über die sie nichtmal irgendeine Art von rechtlichen 
Maßnahmen mehr ausüben können.
Gast #4674650
Lesenswert?

Nop schrieb:
> Antimilitarist schrieb:
>> Das ist nicht richtig, Costa Rica hat die Gelder aus dem Militärbereich
>> u. a. in den Bildungsbereich investiert. Das hat eindeutig gut
>> funktioniert.
>
> Es hat nicht funktioniert. Deswegen haben sie sich ja eine andere Armee
> ins Land geholt, über die sie nichtmal irgendeine Art von rechtlichen
> Maßnahmen mehr ausüben können.

Das hast du bereits geschrieben (Kreisargumentation). Hier geht es 
weiter:

Beitrag "Re: Der Bundeswehr beitreten"

Du kommst ab jetzt sehr gut ohne mich aus. Bon Voyage.
Gast #4674772
Lesenswert?

Bekannte von mir promovierten bei der Uni der Bw. Moralisch verwerflich 
ist es nicht, bei der Bw zu arbeiten. Wäre schöner, wenn es auf der Welt 
keine Soldaten geben müsste, finden die Soldaten auch (oft). Das ist 
aber leider nicht so. Man geht zur Bw als Arbeitgeber, um in Lohn und 
Brot zu stehen (was die Frage zur ersten Motivation angeht)- ich meine 
damit, der Grund für die Arbeit bei der Bw ist der Gleiche, wie der, 
weswegen man zur Arbeit in eine Fabrik geht.

Besser, du fragst, als du schimpfst pauschal auf Soldaten (kenne diese 
jetzt seit 40 Jahren. Das Schimpfen gibt's leider oft; ist eine 
Kriegsfolge).
Gast #4674786
Lesenswert?

Der General schrieb:
> War selber 15 Monate bei dem Verein (Wehrdienst). Soviele Schwachmaten
> und Zivilversager wie dort sind mir im späteren Leben nicht mehr
> begegnet. Kann den Trachtenverein einfach nicht ernst nehmen, im
> Nachhinein hätte ich lieber Zivildienst gemacht.


Da ist was wahres dran. Bildungsferne gehen zur BW, um dort viel Geld zu 
bekommen. Nur in der Politik ist es noch extremer. Technik funktioniert 
dort auch nicht. Drohnen, Hubschrauber und G36 versagen.
Gast #4675119
Lesenswert?

Elektron schrieb:
> Das ist aber auch sehr viel Wert, das Wissen kann dir niemand mehr
> nehmen.

Wissen verfällt, wenn du die schmalspur BWL`er  (Bank- Logistik- und 
Industriekaufleute) dir anschaust, geht jeder von denen im Schnitt  mit 
dem Gehalte ein Projekting. nach hause.
Und das Wissen von der Hochschule ist def. zu nix zu gebrauchen.
Selbst die sich selbstgefällig "university of applied sciences" nennen, 
da lernt man auch nur für den Schein am Ende. Wer sich dann auf den 
Bewerbermarathon macht wird feststellen wie wenig Anwendungsbezogen der 
Stoff der Hochschule ist!
Gast #4675121
Lesenswert?

OvWa schrieb:
> 
Quelle:http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/vier-tage-im-november-9783548375212.html
>
> So ein dummes Zeug, nicht das Buch, sondern Bundeswehr=kämpfen=Soldat.
>
> In der Bundeswehr gibt es sehr viele Möglichkeiten zu forschen oder
> wissenschaftlich tätig zu sein.

Kann man bei der Bundeswehr einen Vetrag bekommen und forschen, ohne 
eine militärische Grundausbildung zu absolvieren? Lässt sich 
ausschließen, militärisch eingesetzt zu werden?

Nur wenn dieses gegeben ist, würde ich eine Tätigkeit dort anstreben!

Moral ist eine Sache, die der Politik offenbar abhanden gekommen ist - 
die Soldaten der Bundeswehr müssen drunter leiden.
#4675151
Lesenswert?

Beobachter schrieb:
> Bin ich Bundi???

Wenn es auf der Welt so weitergeht wie jetzt, bist du vielleicht 
schneller beim Bund als dir lieb ist.

Beobachter schrieb:
> Ach übrigens, Aurofahrer auch und das in noch schlimmerem Maße, oje oje

Nein, Autofahrer sind meist "Körperverletzer mit Todesfolge", unter 
Umstanden auch Totschläger. Für den Mord fehlt die Tötungsabsicht. Ok, 
gelegentlich wird ein Fahrzeug als Tatwaffe verwendet, doch das ist 
jetzt mal nebensächlich. Beim Soldaten ist die Tötungsabsicht aber 
grundsätzlich vorhanden, schließlich lernt er ja, möglichst genau zu 
zielen oder die Bomben exakt abzuwerfen.

Bevor jetzt Fragen kommen, ja, ich habe auch gedient. Allerdings haben 
wir den Sozialismus verteidigt, deshalb waren alle unsere Handlungen 
gutartig.
Gast #4675163
Lesenswert?

Nop schrieb:
> Also genau, was ich sagte. Die haben jetzt die US-Armee dort, welche
> sich völlige strafrechtliche Immunität gesichert hat. Nenn es, wie Du
> willst, ich nenne es Besetzung.

Und die US-Armee ist eine Sautruppe! Die vergewaltigen dort regelmässig 
die Frauen und die können NICHT dagegen klagen - anders, als in 
Deutschland. Da passiert das auch, aber wenn, kann die Frau klagen und 
er kann von einem Gericht verurteilt werden - ausserhalb der 
Militärgerichtsbarkeit.

In den USA gelten solche "Unfälle", als Kriegs- und Militärschaden und 
können nicht verklagt werden. Auch zivilrechtlich ist nichts zu machen. 
Kürzlich war ein Film im TV nachdem es dort über 9000 Frauen gibt, denen 
das passiert ist. Eine ist von ihrem Sergant zusammengeschlagen worden 
und kann nicht mal mehr richtig kauen oder venünftig essen.
Gast #4675174
Lesenswert?

Das ist ja auch das zu erwartende Ergebnis, wenn man Menschen Macht 
gibt, ohne ihnen zugleich auch persönliche Verantwortung für ihre 
Handlungen aufzuerlegen. Das setzt sich so auch im zivilen Leben fort, 
bei Politikern, Managern und dergleichen.

Oder bei Entwicklern, um mal rudimentär wieder allgemein ontopic zu 
werden. Leute entwickeln anders, wenn sie denken, daß sie selber in drei 
Jahren nochmal an ihre Sache ranmüssen.

Deswegen habe ich immer an das Prinzip persönlicher Verantwortung 
geglaubt und lehne es grundsätzlich ab, wenn Individuen sich hinter 
institutioneller Verantwortungslosigkeit verstecken können.
Gast #4675177
Lesenswert?

Jens P. schrieb:
> Bevor jetzt Fragen kommen, ja, ich habe auch gedient. Allerdings haben
> wir den Sozialismus verteidigt, deshalb waren alle unsere Handlungen
> gutartig.

Das ist nur das, was man euch damals eingetrichtert hat "den Sozialismus 
verteidigen". Der war niemals durch irgendwelche militärischen Angriffe 
des Westens auch nur ansatzweise gefährdet. In Wahrheit hab ihr damals 
was ganz anderes "verteidigt", nämlich die Doktrin des großen 
Brudervolks, der SU. Die ganzen lächerlichen Reden, die von den 
Führungskadern der SED dem deutschen Volk im Osten, das am heftigsten 
den verlorenen Krieg auszubaden hatte, ständig eingebläut wurden, waren 
doch nur Lügenkonstrukte, eine Gehirnwäsche, die das wirtschaftliche 
Elend im Osten durch die Projektion eines Feindbildes im Westen 
vergessen machen sollte.

Also von wegen, "unsere Handlungen waren gutartig". Die Pläne, die die 
NVA bereits fertig in der Schublade ausgearbeitet hatte, um alle 
(eigenen) Staatsfeinde sofort zu internieren, wenn der Kriegsfall 
eintritt, waren auch nicht besser als das was in der Türkei gerade 
abläuft.
Gast #4675280
Lesenswert?

Elektron schrieb:
> Diddi schrieb:
>> Aber ich
>> hatte schon erwartet, dass ich als Elektroingenieur einen entsprechenden
>> Job finde, wo ich mindestens 2000EUR Netto pro Monat bekomme. Doch davon
>> bin ich weit entfernt.
>
> Stimmt, bin ich auch, denn mein Nettoeinkommen ist etwa doppelt so hoch.

Das ist doch beachtlich Dein Nettoeinkommen.

Du kannst Dich aber auch gerne woanders aufplustern und angeben. LOL

Hier ging es um eine Frage zur Bundeswehr.
Gast #4675348
Lesenswert?

Hallo,

ich denke, man sollte die Arbeit angehen, bei der man ohne Zuworte 
anderer ein gutes Bauchgefühl hat.
Die BW ist neben den militärischen Aktivitäten, so eingeschränkt sie 
auch immer seien, auch nichts weiter als weiterer Arbeitgeber, nur halt 
auf staatlicher Ebene. Man arbeitet dort, um Geld zu verdienen und 
seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Und sofern der TO nicht sowieso auf eine ausufernde Diskussion abzielte, 
war es bei der Fragestellung bereits im Vordergrund abzusehen, dass es 
mehrere Meinungen geben wird, die teilweise natürlich eher provokanter 
Natur sind.

Es ist immer Interessant, wie manche Menschen das Militär pauschal 
verteufeln, genauso wie es Menschen gibt, die ihr blind vertrauen und 
für sie nicht nur sprichwörtlich in den Tod folgen würden.

Es ist leider so, dass es niemals ohne organisierte Armee funktionieren 
würde, da sonst viele Gruppen, wie etwa terroristische Vereine, kaum 
noch Widerstand in der Welt hätten, um ihren Irrglauben "auszuleben" und 
zu "verbreiten".

Ebenso ist es natürlich auch bedenklich, wenn die eigene Armee in den 
Konflikten anderer Nationen beteiligt wird, obwohl die Masse der 
Bevölkerung, diesen Einsätzen nie zustimmen würde.
Manches davon macht Sinn und manches eben nicht.
Eine Nato-Mitgliedschaft geht halt auch mit Verpflichtungen einher.
Aber wenn immer auf die Affekt-Meinung der breiten Masse der Bevökerung 
hören würde, würde man vermutlich nun dastehen, wie die Briten, die sich 
ins eigene Bein geschossen haben. Und das ist sogar nur ein harmloses 
Beispiel.
Ich will gar nicht wissen, was die Bevölkerung kurz nach der 
Sylvesternacht gefordert hätte...

Der Grundtenor dieses Beitrages soll sein, dass die "militanten" 
Pazifisten (wortspiel) ^^ und die übertriebenen BW-Sympathisanten ein 
Militär als solches rational betrachten sollten und erkennen, dass es 
ohne dieses in der Welt aktuell (vermutlich auch künftig) nicht 
funktionieren würde und man aber ebenso die Sinnhaftigkeit der einzelnen 
Einsätze bzw. Grundmotivation des Militärs (Defensivarmee / 
Offensivarmee) kritisch aber konstruktiv hinterfragen.
Denn ich möchte auch nicht den unnötigen Groll anderer Völker / Nationen 
auf mich (als fremde Nation) ziehen, nur weil eine temporäre Regierung 
meint, das Militär "überall" hinzuschicken, nur um seinen Namen aufgrund 
"ewig" zurückliegender historischer Ereignisse reinzuwaschen und sich 
"politisch" zu engangieren.

Gruß
Migelchen
Gast #4675359
Lesenswert?

> ... temporäre Regierung ...

Die Regierung mag temporär sein, die Militärdoktrin ist es nicht. Nach 
zwei Angriffskriegen der Deutschen inkl. Völkermord sollte man sich da 
keinen Illusionen hingeben. Seit 1989 ist die kritische Masse wieder 
zusammen.
Gast #4675376
Lesenswert?

genervt schrieb:
> Beobachter schrieb:
>> genervt schrieb:
>>> Btw. hat man dir beim Bund nicht beigebracht, dass Diskussionen nicht
>>> erwünscht sind????
>>>
>>> Auf gehts! 100 Liegestütze! Mit klatschen!
>>
>> Bin ich Bundi???
Unser Bufti kann`s!
> Blöde fragem sind erst recht unerwünscht.
>
> Jetzt wird hinter dem Kopf geklatscht!

Genau!
Immer drufffff!
Gast #4675378
Lesenswert?

Antimilitarist schrieb:
>> ... temporäre Regierung ...
>
> Die Regierung mag temporär sein, die Militärdoktrin ist es nicht. Nach
> zwei Angriffskriegen der Deutschen inkl. Völkermord sollte man sich da
> keinen Illusionen hingeben. Seit 1989 ist die kritische Masse wieder
> zusammen.

Öh, steht jetzt schon wieder Armageddon vor der Tür?
#4675394
Lesenswert?

Antimilitarist schrieb:
> Nach
> zwei Angriffskriegen der Deutschen inkl. Völkermord sollte man sich da
> keinen Illusionen hingeben. Seit 1989 ist die kritische Masse wieder
> zusammen.

Während meiner Armeezeit (1989) wurde uns im Politikunterricht immer 
eingetrichtert, dass es keine 48h dauern würde um die alte BRD 
einzunehmen. Der typische BW-Soldat würde es frühestens merken, wenn er 
montags früh aus dem Urlaub kommt und eine andere Fahne am Kasernentor 
weht. Zu der Zeit habe ich das für rote Propaganda gehalten, doch als 
ich zwei Jahre später eine BW-Kaserne besuchen durfte, war ich entsetzt. 
Die Offiziere zu NVA-Zeiten hatten nicht übertrieben, es war sogar noch 
schlimmer.

Wenn ich mir jetzt die vielen Berichte über defekte und unzureichende 
Bewaffnung und Ausrüstung ansehe und die Aussagen, dass die jetzigen 
Auslandseinsätze die BW an die personelle Grenze bringen, habe ich keine 
Bedenken, dass aktuell von deutschem Boden ein Krieg ausgeht.
Gast #4675415
Lesenswert?

Jens P. schrieb:
> Während meiner Armeezeit (1989) wurde uns im Politikunterricht immer
> eingetrichtert, dass es keine 48h dauern würde um die alte BRD
> einzunehmen. Der typische BW-Soldat würde es frühestens merken, wenn er
> montags früh aus dem Urlaub kommt und eine andere Fahne am Kasernentor
> weht. Zu der Zeit habe ich das für rote Propaganda gehalten, doch als
> ich zwei Jahre später eine BW-Kaserne besuchen durfte, war ich entsetzt.
> Die Offiziere zu NVA-Zeiten hatten nicht übertrieben, es war sogar noch
> schlimmer.
>
> Wenn ich mir jetzt die vielen Berichte über defekte und unzureichende
> Bewaffnung und Ausrüstung ansehe und die Aussagen, dass die jetzigen
> Auslandseinsätze die BW an die personelle Grenze bringen, habe ich keine
> Bedenken, dass aktuell von deutschem Boden ein Krieg ausgeht.

Natürlich war die Bundeswehr zu dem Zeitpunkt ein Sauhaufen. Da 
herrschte schließlich auch noch die Wehrpflicht. Was willst du von 
Leuten, die man zu etwas zwingt auch anderes erwarten?! Schließlich 
fehlte die Indoktrination der Bekämpfung des "Klassenfeindes", mit der 
man euch Ostler anscheinend gut motivieren konnte. Seit dem Ende 
Wehrpflicht sieht das aber deutlich anders aus und du hast in der BW nur 
noch Leute, die auch hinter ihrem Auftrag stehen, also motiviert sind. 
Ungeachtet dessen fehlt natürlich trotzdem Geld und Ausrüstung an allen 
Ecken und Enden. Das ist ein chronischer Zustand bei der BW.
#4675432
Lesenswert?

Lanzette schrieb:
> Seit dem Ende
> Wehrpflicht sieht das aber deutlich anders aus und du hast in der BW nur
> noch Leute, die auch hinter ihrem Auftrag stehen, also motiviert sind.

http://www.focus.de/politik/deutschland/bundeswehr-hunderte-wollen-armee-verlassen-knapp-500-antraege-in-zwei-jahren_id_5786886.html

Das ist sicher nur die Spitze des Eisberges. Außerdem gibt es gerade im 
Bereich der freiwillig Wehrdienst Leistenden eine große Verunsicherung, 
wie es nach den 24 oder 48 Monaten weiter geht.
Gast #4675436
Lesenswert?

Die Diskussion, ob und welche Art von Krieg/Kampfhandlungen o.Ä. auf 
Dich zukommen, ist meiner Meinung nach hier nicht relevant.
Es geht darum, ob man für den Dienst als Soldat geeignet ist. Man wird 
für den Kriegsdienst ausgebildet, bei allen sportlichen/körperlichen 
Herausforderungen und Verantwortung als Führungspersonal muss man sich 
klar sein, dass man (unabhängig davon ob man dort forscht, selbst andere 
ausbildet, etc.) dazu ausgebildet wird, Menschen zu töten, wiederum 
unabhängig davon, ob es ein vom Volk getragener oder Abgelehnter Einsatz 
ist. Das hat auch den Soldaten nicht zu interessieren, er wird nicht 
gefragt, beauftragt o.ä., er wird - wie es so schön heißt - "verwendet".
Wie wahrscheinlich das nun ist, dass man als deutscher Soldat diese 
Pflicht erfüllen muss, ist unerheblich. Es muss sich jeder selbst klar 
machen, was dieser "Beruf" bedeutet, dass es eben nicht nur der normale 
Beruf ist, sondern eben auch den militärischen Teil beinhaltet. Ob man 
das mit seinem Gewissen vereinbaren kann, muss jeder selbst entscheiden, 
das kann kann niemand für einen selbst tun, weder ein Forum noch der 
gute Kurt.

Denk einfach daran, dass Du als Soldat gewisse Grundrechte abgibst, so 
z.B. Dein Recht auf Leben und auf körperliche Unversehrtheit und dass 
diese auch jedem Deiner potentiellen Gegner aberkannt werden.
Wenn Du damit gut leben kannst, ist die Bundeswehr der richtige 
Arbeitgeber, wenn nicht, wird Dich das spätestens nach dem Studium 
einholen...
#4675446
Lesenswert?

Jens P. schrieb:
> Während meiner Armeezeit (1989) wurde uns im Politikunterricht immer
> eingetrichtert, dass es keine 48h dauern würde um die alte BRD
> einzunehmen.

Das hatte man mir im Westen auch beigebracht. Nicht im 
Politikunterricht, aber der eine oder andere Offizier hatte eine 
realistische Einstellung dazu. Es war aber auch öffentlich nicht eben 
ein Geheimnis. Deshalb hatten die Franzosen ihre Atomraketen, die 
reichten nämlich grad mal bis nach Deutschland.
Gast #4675473
Lesenswert?

Hmm.

Die BW ist an sich ein Laden der permanent unterfinanziert ist, und 
dabei noch maximal uneffektiv mit den knappen Resourcen umgeht. Zudem 
muss man wissen, dass Militär = "Regeln für alles und jeden" hiesst. Je 
nach Teileinheit wird sehr auf die hirachichen Strukturen gepocht. 
(Militär halt)
Als Jungspund wars ganz wizig bei dem Laden, wegen der "Ägdschn" die man 
mitmachen durfte. War aber auch was das Gewissen angeht meiner Meinung 
nach unproblematisch, weil Wehrdienstleistende nicht in einen Einsatz 
geschickt werden durften.

Nach wie vor ist der Wegfall dieser Wehrpflicht stark problematisch. Die 
die sich als "normalen" Soldat zur verfügung stellen würd ich noch nicht 
mal mehr ein Buttermesser in die Hand geben. Ausserdem war es sehr 
wichtig bei dem Laden mal reinzuschauen um zu wissen wie das Läuft.

Jemand der beim Bund war würde nie den Einsatz im innern fordern.

Momentan würd ich mit dem Laden nix machen. (Die BW kann dafür aber nix) 
Das Problem ist, dass die BW grundsätzlich der inkompetenz unserer 
momentanen Politiker ausgesetzt ist. Es ist immer noch eine Armee die 
dazu da ist unseren Staat zu schützen. Nicht mehr und nicht weniger. Und 
solange dahingehend keine klare Trennung (unnötige auslandseinsätze) 
sichtbar ist, kann man das vergessen.

Selbiges gilt in der Rüstung allgemein. Sehr interesante Themen und 
Technik, aber die potenzielle Möglichkeit das der Scheiss in falsche 
Hände gelangen kann (Saudi Arabien, Lizenztricks bei HK usw.) lässt 
einem dann noch die Motivation schwinden. Meiner Meinung nach ist es 
momentan nicht Möglich in diesem Bereich tätig zu sein und moralisch 
rein zu sein.

Forschen bei der BW bedeutet ja wissen in evtl. Militärisch nutzbare 
Technik zu stecken die dann von KMW, Rheinmetall, EADS, HW, Diehl über 
umwege des schnöden Mammoens wegen an Leute verteilt wird denen man 
nicht mal Obst verkaufen sollte. Wäre die Forschung und die gewonnen 
Erkenntnisse nur für den Schutz unserer Demokratie im falle eines 
V-Falls wär das unproblematisch.
Gast #4675481
Lesenswert?

Jens P. schrieb:
> Während meiner Armeezeit (1989) wurde uns im Politikunterricht immer
> eingetrichtert, dass es keine 48h dauern würde um die alte BRD
> einzunehmen. Der typische BW-Soldat würde es frühestens merken, wenn er
> montags früh aus dem Urlaub kommt und eine andere Fahne am Kasernentor
> weht.

Das ist so nicht ganz richtig. Es war vorgesehen die vorrückenden 
Warschauer Pakt Truppen an den Begrüßungsgeld Ausgabestellen abzufangen. 
Die Auszahlung hätte je Kompanie mehrerer Stunden gedauert. Die 
umliegenden Supermärkte wären im Kriegsfall mit einem speziellen 
Sortiment - Bananen, Stereoanlagen etc. - bestückt worden, so dass sich 
damit ebenfalls einige Stunden hätten gewinnen lassen.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4675492
Lesenswert?

Alter_Walder schrieb:
> Nach wie vor ist der Wegfall dieser Wehrpflicht stark problematisch.

es gibt doch eine genügend lange "Vorlaufzeit" bis zum Ernstfall.
Früher war immer die Rede von einem Jahr.
Da lassen sich genügend Zwangsverpflichten.

im heutigen Zustand würde ich bei dem Laden aber auch nicht mehr 
mitmachen.
vor allem:
wie kommen ungediente Fachfremde zum Ministerposten,
was hat man da verloren?

wir müssen ja in allen Bereichen echt tolle Koryphäen als Minister 
haben,
so wie man da in den Ressorts hin und her hüpfen kann...
Gast #4676486
Lesenswert?

Lanzette schrieb:
> Das ist nur das, was man euch damals eingetrichtert hat "den Sozialismus
> verteidigen". Der war niemals durch irgendwelche militärischen Angriffe
> des Westens auch nur ansatzweise gefährdet.

Ach, war das so? Natürlich haben wir die Geschichten von den 
imperialistischen Saboteuren sofort als Propaganda entlarvt. Um 25 Jahre 
später aus dem Spiegel zu erfahren, doch, die gab es.

KgU, kontrolliert vom US-amerikanischen Militärgeheimdienst CIG, später 
finanziert durch die CIA.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ddr-cia-finanzierte-sabotage-und-anschlaege-a-1019554.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Kampfgruppe_gegen_Unmenschlichkeit

Brandanschläge in Kaufhäusern, versuchte Sprengung von Eisenbahnbrücken 
- heute würde man das als Terrorismus bezeichnen.
Gast #4676589
Lesenswert?

● J-A V. schrieb:
> Oder wie will man das "DDR"-Regime bezeichnen?

Wenn man versucht, Leute im Kaufhaus oder im Zug zu töten, hat man 
natürlich dem "Regime" einen fürchterlichen Schlag versetzt.

Viel tragischer finde ich allerdings, daß diese Terroristen mit ihren 
Sabotageakten dem "Regime" eine Legitimierung für den 
"antifaschistischen Schutzwall" und den "Widerstand gegen den 
Imperialismus" geliefert haben. Die haben wahrscheinlich mit ihren 
Aktionen noch zur Stabilisierung des "Regimes" beigetragen.

Aber steckte ja auch die CIA dahinter. Das Gleiche läuft heute im Irak, 
Afghanistan und Syrien: Finanzielle und materielle Unterstützung von 
"Widerstandskämpfern", um genau das Gegenteil von dem zu erreichen, was 
man offiziell erreichen will. Man könnte meinen: 60 Jahre und nichts 
dazugelernt. Man könnte auch meinen, das hat System. Denn was wäre ein 
Auslandsgeheimdienst und eine Militärorganisation ohne äußere Feinde und 
ohne Kriege?
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4676632
Lesenswert?

Timm T. schrieb:
> Aber steckte ja auch die CIA dahinter.

dann nenne aber unbedingt auch Russland und China im selben Atemzuge.
Denn sobald es irgendwie um Verbesserungen in Sachen Menschenrechte in 
der Welt geht, blockieren diese Länder den sogenannten Sicherheitsrat.

Russland und China exportieren ebenso Waffen und in die 
Stellvertrter-Kriege. Russland auch Soldaten.

Oder was geht grad so in Syrien ab?

kurzes (OT) noch:
Wenn D auch nur ansatzweise glaubwürdig sein will,
sollte D daran arbeiten alle Flüchtlinge aus der Türkei raus zu holen.
-bei den diktatorischen Tendenzen dort?
(/OT)
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4677085
Lesenswert?

Wolfgang E. schrieb:
> M.E. wäre es naiv zu glauben, dass
> irgendein wirtschaftlich bedeutsames Land ohne Armee auskommen könnte.

Ich frag mich immer, was all die Leute,
die es mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können (...)

...im V-Fall machen würden.

Sinnbildlich auch noch die 2.Wange hinhalten?
Darauf hoffen, dass der Mensch gut sei?
#4677628
Lesenswert?

A. K. schrieb:
> Wolfgang E. schrieb:
>> Ich hätte da keine Bedenken. M.E. wäre es naiv zu glauben, dass
>> irgendein wirtschaftlich bedeutsames Land ohne Armee auskommen könnte.
>
> Über das "wirtschaftlich bedeutsam" kann man streiten, aber Island hat
> jedenfalls keine.

Es soll ja auch Leute geben, die kein Auto haben, weil sie mitten in der 
Großstadt wohnen und arbeiten.

Heißt das jetzt, dass niemand ein Auto braucht?
Gast #4677835
Lesenswert?

● J-A V. schrieb:
> Ich frag mich immer, was all die Leute,
> die es mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können (...)
> ...im V-Fall machen würden.

Frau, Kinder und Hund schnappen und abhauen. Ich laß mir doch nicht für 
irgendwelche Politiker, die Krieg spielen wollen den Arsch aufreißen. 
Haus, Grundstück, Arbeit... ist alles ersetzbar, mein Leben kann mir 
keiner ersetzen.

Dem "kleinen Mann" hat noch nie ein Krieg etwas Anderes außer Leid 
gebracht, Gewinner waren stets die Kriegstreiber.

Und komm mir jetzt nicht mit Vaterland, Treue und Ehre, genau dieses 
Geschwätz hat die Kriege immer ermöglicht.
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #4677890
Lesenswert?

Aber seit wann werden eindeutig politische Threads ins OT verschoben wo 
sie nicht geduldet sind?

Kann es sein dass die Moderatoren langsam erkennen das man nicht 
unpolitisch sein kann ohne politisch zu sein?

Wenn jetzt noch das Politikverbot überdacht würde zu Gunsten klarer 
Regeln für eine kultivierte politische Diskussion unter Technikern, das 
wäre mal ein klares Zeichen für mehr Verständigung auch in konträren 
Standpunkten.

Namaste
#4677911
Lesenswert?

Winfried J. schrieb:
> Aber seit wann werden eindeutig politische Threads ins OT verschoben wo
> sie nicht geduldet sind?

Vielleicht wollte man, wie schon so oft, die Diskussion abwürgen indem 
man den TE und einige andere Teilnehmer, die nicht angemeldet sind, aus 
der Diskussion aussperrt.

OK, die Diskussion hier ist fürn Arsch und ein einziges Getrolle, die 
Welt wird ohne sie nicht ärmer.
Allerdings würde es mir als TE sauer aufstoßen wenn man mich aus meinem 
Thread aussperrt.
#4677924
Lesenswert?

Timm T. schrieb:
> Frau, Kinder und Hund schnappen und abhauen. Ich laß mir doch nicht für
> irgendwelche Politiker, die Krieg spielen wollen den Arsch aufreißen.
> Haus, Grundstück, Arbeit... ist alles ersetzbar, mein Leben kann mir
> keiner ersetzen.

Jipp, und die Holländer hätten vor den Deutschen abhauen sollen, genauso 
wie die Norweger, die Franzosen, die (späteren) Jugoslawen, die 
Russen...

Merkste was?

Mal ganz davon abgesehen, dass der Vorschlag exakt das ist, was viele 
Syrer gerade machen, und das schmeckt genügend Deutschen auch wieder 
nicht. Frei nach dem Motto "Seid mal schön Pazifisten und rennt vorm 
Krieg weg, aber bitte nicht zu uns."
#4677963
Lesenswert?

Lu R. schrieb:
> Mal ganz davon abgesehen, dass der Vorschlag exakt das ist, was viele
> Syrer gerade machen, und das schmeckt genügend Deutschen auch wieder
> nicht. Frei nach dem Motto "Seid mal schön Pazifisten und rennt vorm
> Krieg weg, aber bitte nicht zu uns."

Tim und Winfried schmeckt das. Das haben sie vor ca. einem halben Jahr 
sehr markant kundgetan. Anderen schmeckt das nicht, weil sie keine 
Verantwortung für das Geschehen tragen.

MfG Paul
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4677971
Lesenswert?

Lu R. schrieb:
> Mal ganz davon abgesehen, dass der Vorschlag exakt das ist, was viele
> Syrer gerade machen, und das schmeckt genügend Deutschen auch wieder
> nicht. Frei nach dem Motto "Seid mal schön Pazifisten und rennt vorm
> Krieg weg, aber bitte nicht zu uns."

es gibt in jedem Land solche und solche.
solche, die für ihr Land kämpfen und solche, die fliehen.

Ich finde es jedenfalls nicht in Ordnung,
dass da so einige darunter sind,
die man hier jetzt in Cafés und Spielhallen antreffen kann.
Und krank sehen die Leute auch nicht gerade aus.
Gast #4677978
Lesenswert?

Lu R. schrieb:
> Jipp, und die Holländer hätten vor den Deutschen abhauen sollen, genauso
> wie die Norweger, die Franzosen, die (späteren) Jugoslawen, die
> Russen...

Sind sie doch...
Niederlande: Wilhelmina nach London
Norwegen: Håkon VII. nach London
Frankreich: Charles de Gaulle nach London, später Algier
Jugoslawien: Petar II. nach London
... den Stalin wollte halt keiner

Abgesehen davon ist das die gleiche dümmliche Argumentation wie die 
"Gewissensfrage" mit der vor 20 Jahren die Leute noch "geprüft" wurden, 
die Zivildienst machen wollten.

Hat hier jemand echt noch Angst vorm Russen? Wer bitte soll denn 
Deutschland überfallen wollen und warum?
Dieser Beitrag ist gesperrt und kann nicht beantwortet werden.