Forum: Offtopic Der Bundeswehr beitreten


von Masterand (Gast)


Lesenswert?

Hallo,

ist es moralisch verwerflich, der Bundeswehr beizutreten und dort zu 
forschen?

von Max D. (max_d)


Lesenswert?

Du bist zu spät. Freitag war gestern.

von Dirk (Gast)


Lesenswert?

Habe soeben beim ZDF nachgefragt:
Bundeswehr ist OK ...

von Masterand (Gast)


Lesenswert?

Ok, danke.

von Friedhofsgärtner (Gast)


Lesenswert?

Masterand schrieb:
> und dort zu forschen?

Lies "Vier Tage im November: Mein Kampfeinsatz in Afghanistan": 
Freiwillig kam er nach Afghanistan, überzeugt, das Richtige zu tun. Doch 
die Realität des Krieges gehorcht eigenen Gesetzen. Als sie ihn einholt, 
gerät Clair mit seinen Idealen in Konflikt. 
Quelle:http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/vier-tage-im-november-9783548375212.html

von OvWa (Gast)


Lesenswert?

Friedhofsgärtner schrieb:
> Lies "Vier Tage im November: Mein Kampfeinsatz in Afghanistan":
> Freiwillig kam er nach Afghanistan, überzeugt, das Richtige zu tun. Doch
> die Realität des Krieges gehorcht eigenen Gesetzen. Als sie ihn einholt,
> gerät Clair mit seinen Idealen in Konflikt.
> 
Quelle:http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/vier-tage-im-november-9783548375212.html

So ein dummes Zeug, nicht das Buch, sondern Bundeswehr=kämpfen=Soldat.

In der Bundeswehr gibt es sehr viele Möglichkeiten zu forschen oder 
wissenschaftlich tätig zu sein.

Leg dich also wieder hin und kuriere dein posttraumatisches Gehabe aus.

von Der General (Gast)


Lesenswert?

Freiwillig zur Bundeswehr ? Junge, mach lieber was aus Deinem Leben !

von Masterand (Gast)


Lesenswert?

OvWa schrieb:
> In der Bundeswehr gibt es sehr viele Möglichkeiten zu forschen oder
> wissenschaftlich tätig zu sein.

Sind die Forschungen nur für die Bundeswehr oder auch für Unternehmen? 
Beispielweise forscht die UNI BW in München auch an dem Smart-Home. Ich 
sehe da keinen Bezug zur Bundeswehr.

Wie erklärt man eine wissenschaftliche Tätigkeit bei der Bundeswehr 
einem späteren Arbeitgeber?

von Hugo (Gast)


Lesenswert?

Masterand schrieb:
> Wie erklärt man eine wissenschaftliche Tätigkeit bei der Bundeswehr
> einem späteren Arbeitgeber?

Daß du nicht den vollmundigen Versprechungen der Fernsehwerbung 
("Abenteuer/Verantwortung etc") widerstehen konntest, obwohl dein 
Bauchgefühl was anderes sagte.

von Bertholt (Gast)


Lesenswert?

Masterand schrieb:
> Hallo,
>
> ist es moralisch verwerflich, der Bundeswehr beizutreten und dort zu
> forschen?

Ja, das ist es.

von Inkognito (Gast)


Lesenswert?

OvWa schrieb:
> In der Bundeswehr gibt es sehr viele Möglichkeiten zu forschen oder
> wissenschaftlich tätig zu sein.

Bei der chronischen Geldknappheit? Aber vielleicht ist das ja das
Forschungsgebiet.  ;-b

von Masterand (Gast)


Lesenswert?

Danke, werde es mir überlegen

von Dirk (Gast)


Lesenswert?

Bertholt schrieb:
> Masterand schrieb:
> Hallo,
> ist es moralisch verwerflich, der Bundeswehr beizutreten und dort zu
> forschen?
>
> Ja, das ist es.

Habe soeben zusätzlich bei der ARD nachgefragt: nein, ist es nicht.

von Berholt (Gast)


Lesenswert?

Dirk schrieb:
> Bertholt schrieb:
>> Masterand schrieb:
>> Hallo,
>> ist es moralisch verwerflich, der Bundeswehr beizutreten und dort zu
>> forschen?
>>
>> Ja, das ist es.
>
> Habe soeben zusätzlich bei der ARD nachgefragt: nein, ist es nicht.

ARD, ZDF und alle anderen Sender u. ä. zählen nicht, da ich die höheren 
moralischen, ethischen und sonstige Kompetenzen habe.

von OvWa (Gast)


Lesenswert?

Masterand schrieb:
> UNI BW in München

Die Universität der Bundeswehr in München gehört der Bundeswehr, ist 
aber letztendliche eine "ganz" normale Universität. Daher sind 
Forschungen im zivilen Bereich genauso möglich wie Forschungen für den 
militärischen Bereich.

Masterand schrieb:
> Wie erklärt man eine wissenschaftliche Tätigkeit bei der Bundeswehr
> einem späteren Arbeitgeber?

Warum sollte man sich erklären müssen?

von OvWa (Gast)


Lesenswert?

Inkognito schrieb:
> Bei der chronischen Geldknappheit? Aber vielleicht ist das ja das
> Forschungsgebiet.  ;-b

Das ist doch fast überall so.

von OvWa (Gast)


Lesenswert?

Der General schrieb:
> Freiwillig zur Bundeswehr ? Junge, mach lieber was aus Deinem Leben !

Das ist bloß ein Schnack oder besser gesagt heiße Luft was du da von dir 
gibst im Zusammenhang mit dem Thema.

von Dr. Strangelove (Gast)


Lesenswert?

Masterand schrieb:
> ist es moralisch verwerflich, der Bundeswehr beizutreten und dort zu
> forschen?

Eine wirklich kompetente Antwort auf diese Frage erhält man selbst-
verständlich nur von Fachleuten aus dem Hause von Frau Ursula...

von Dr. Strangelove (Gast)


Lesenswert?

Masterand schrieb:
> ist es moralisch verwerflich, der Bundeswehr beizutreten und dort zu
> forschen?

Bei der BW wird nicht geforscht, sondern allenfalls erprobt! In der
Regel spielen dann die gewonnenen Versuchsergebnisse bei der Auftrags-
vergabe an die Industrie keine Rolle mehr. Entschieden wird nach
anderen Kriterien, die unterschiedlichster Natur sein können...

von OvWa (Gast)


Lesenswert?

Berholt schrieb:
> ARD, ZDF und alle anderen Sender u. ä. zählen nicht, da ich die höheren
> moralischen, ethischen und sonstige Kompetenzen habe.

Du hast höchstens einen Sockenschuss mehr nicht! ;-)

von OvWa (Gast)


Lesenswert?

Dr. Strangelove schrieb:
> Bei der BW wird nicht geforscht,

Ganz schön forsch...

von Reginald L. (Firma: HEGRO GmbH) (reggie)


Lesenswert?

Muss ja jeder selber wissen.
Mein Gewissen würde da nicht mitmachen. Aber ich bin ja auch Pazifist 
und Idealist. Ich verurteile natürlich keinen der bei dem Verein ist. Da 
handhabe ich es dann wie die Zeugen Jechovas ;)

von Mark (Gast)


Lesenswert?

Soweit ich das überblicken kann gibt es bei der Uni BW einige 
interessante Stellen für zivile wissenschaftliche Mitartbeiter. E13 Tvöd 
Bund.

Letzten endes gibt es im Süden von Deutschland viele Firmen die auch im 
Bereich Verteidigung unterwegs sind. (Airbus, Rohde & Schwarz, 
Fraunhofer Institut IIS. ) Da bei diesen Firmen auch ehemalige 
Zeitsoldaten unterwegs sind sehe ich keinen Nachteil dort eine Promotion 
zu beginnen.

von Sigi (Gast)


Lesenswert?

BW ist Klasse! Kost, Logis, Klamotten inklusive. Nette Chefin (blond!).
Viel Sports,  weite Reisen, Mädels oft "next door".Life 
Ballerspiele.Nach dem Ausscheiden Frühpensionierung mit hervorragender 
Dotierung, und falls das nicht klappt, zumindest Staatsbegräbnis mit TV 
Übertragung und Joachim Gauck als Dankesredner. Also nichts wie hin, wer 
nicht als pollundertragender Entwicklungs- Ing. in einem öden Konzert 
verkümmern möchte.

von Willi (Gast)


Lesenswert?

Gibt anscheinend bald einige Stellen bei der Bundeswehr Uni!

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/neubauplaene-digital-bedingt-abwehrbereit-1.3099181

von Nix-Wissender (Gast)


Lesenswert?

> Kost, Logis, Klamotten inklusive.

Falls benötigt, gibt's auch auf die Mahagoni-Kiste Rabatt (die 
Standard-Truhe ist für die ausländischen Fachkräfte vorgesehen).

> Nette Chefin (blond!)

Kann schiefgehen:
Lt. Artikel 115 GG geht im Verteidigungsfall die Befehls- und 
Kommandogewalt auf "den Bundeskanzler" über.

Der aktuelle BK ist nicht blond, und wie "nett", das durften z.B. Koch, 
Merz und Wulff erfahren!

Derzeit besteht noch kein Anlass zur Sorge: die aktuell von der Bw 
(mit)geführten Kriege dienen wohl nicht zur "Verteidigung".
Einen solchen "Verteidigungsfall" müssten normalerweise die Fachkräfte 
in Bundestag und -rat mehrheitlich "feststellen". Wenn das nicht geht 
(alle Abgeordneten im Urlaub, unbekannt verzogen oder ausgebombt), kann 
das auch der Gemeinsame Ausschuss erledigen.

von Diddi (Gast)


Lesenswert?

> Freiwillig zur Bundeswehr ? Junge, mach lieber was aus Deinem Leben !

Du plenkst. Das passt auch zur Qualität des Inhalts deiner Aussage.

Wäre ich damals bei der BW geblieben und hätte dort studiert, ging es 
mir heute sicherlich besser. Finanziell sowieso. Bei den miserablen 
Jobaussichten für Elektroingenieure wenn man nicht gerade zu den Top10 
seines Jahrganges gehört.

von michael_ (Gast)


Lesenswert?

Hast du nur Dollars im Kopf?
Nach 45 hieß es, wer wieder ein Gewehr anfasst, dem soll der Arm 
abfaulen.
Deutsche Soldaten stehen in Afrika, der Ukraine, Afghanistan, Balkan 
usw.
Die Politiker haben nichts gelernt!

von Nop (Gast)


Lesenswert?

Wenn man sich mal überlegt, daß die Erste Welt pro Kopf gesehen das Gros 
der globalen Ressourcen verballert, mit etwa 20% der Weltbevölkerung, 
dann sollte schon klar sein, daß dieser Deal nicht mit dem Konsens der 
übrigen 80% der Menschen zu haben ist.

Die USA bräuchten 5 Erden, wenn jeder so leben wollte, und das ist schon 
ohne Nachhaltigkeit gerechnet. Mithin müßten sie auf 80% von allem 
verzichten. Westeuropa bräuchte 2 Erden, also müßten wir auf 50% von 
allem verzichten. Ist dazu jemand der Leute mit dem schlechten Gewissen 
praktisch auch bereit? Oder wird die strukturelle Gewalt, die diese 
Zustände stabil hält, einfach nur bequem outsourced, nach dem Motto, 
andere sollen die Dreckarbeit machen?

von OvWa (Gast)


Lesenswert?

michael_ schrieb:
> der Ukraine

dort steht kein einziger

von OvWa (Gast)


Lesenswert?

michael_ schrieb:
> Nach 45 hieß es, wer wieder ein Gewehr anfasst, dem soll der Arm
> abfaulen.

Auch hier hat sich die Welt weitergedreht. Geht es nach diesen 
historischen Aussagen, dann hätten wir heute weder PC noch Internet.

von michael_ (Gast)


Lesenswert?

OvWa schrieb:
> dort steht kein einziger

Klar sind dort "Berater" drin.

OvWa schrieb:
> Auch hier hat sich die Welt weitergedreht. Geht es nach diesen
> historischen Aussagen, dann hätten wir heute weder PC noch Internet.

Ich kenne noch Menschen, wo ein Arm oder Bein gefehlt hat. Oder wo einer 
gar nicht mehr da war.

OvWa schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Nach 45 hieß es, wer wieder ein Gewehr anfasst, dem soll der Arm
>> abfaulen.

Das stammt nicht von mir!
Übrigens hat der Braune drei Onkel von mir auf dem Gewissen. Und mein 
Vater hat glücklicherweise überlebt, obwohl er einen 3cm großen 
Granatsplitter im Leib hatte.
Heldenmut ist scheinbar wieder modern!

von OvWa (Gast)


Lesenswert?

michael_ schrieb:
> Klar sind dort "Berater" drin.

In dem Atemzug "Deutsche Soldaten stehen in Afrika, der Ukraine, 
Afghanistan, Balkan usw." ist es eben falsch.

Es ist eben nicht leicht, hier zu diskutieren mit Menschen, die eine 
vorgefertigte Meinung haben. Das ist dann so ähnlich, wie einem Dummen 
die Dummheit zu erklären.

von Masterand (Gast)


Lesenswert?

Diddi schrieb:
> Wäre ich damals bei der BW geblieben und hätte dort studiert, ging es
> mir heute sicherlich besser. Finanziell sowieso. Bei den miserablen
> Jobaussichten für Elektroingenieure wenn man nicht gerade zu den Top10
> seines Jahrganges gehört.

Eben, werde es versuchen und hoffen. Haben die kein Bewerbungsportal? 
Muss man Bewerbungen per Post einschicken?

von michael_ (Gast)


Lesenswert?

OvWa schrieb:
> In dem Atemzug "Deutsche Soldaten stehen in Afrika, der Ukraine,
> Afghanistan, Balkan usw." ist es eben falsch.

Mach die Augen auf!
Hast du in Erdkunde gefehlt?

von Nix-Wissender (Gast)


Lesenswert?

Überschlagsrechnung:
Die ganze Welt kauft pro Jahr Rüstungsmaterial (=totes Kapital) in der 
Grössenordnung von 2 Billionen $.
Unsere transatlantischen "Freunde" davon ca. die Hälfte.

Die offiziellen Summen sind vermutlich "konservativ" gerechnet; für die 
USA sind's "nur" knapp 0,6 Billionen $/a; Indien verbrät satte 0,05 
Billionen $/a:
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/157935/umfrage/laender-mit-den-hoechsten-militaerausgaben/

2 Billionen $ pro annum bedeutet, dass JEDE Sekunde 63000 $ 
günstigenfalls ins Klo gespült werden, auch am Weltfriedenstag ...

> Auch hier hat sich die Welt weitergedreht.
Leider in eine blöde Richtung.

von OvWa (Gast)


Lesenswert?

michael_ schrieb:
> Mach die Augen auf!
> Hast du in Erdkunde gefehlt?

Du wirst es nicht glauben, sogar in jedem Kontinent und in fast jedem 
Land "stehen" deutsche Soldaten.

von Diddi (Gast)


Lesenswert?

> Hast du nur Dollars im Kopf?

Eher nicht. Sonst hätte ich nicht Elektrotechnik studiert. Aber ich 
hatte schon erwartet, dass ich als Elektroingenieur einen entsprechenden 
Job finde, wo ich mindestens 2000EUR Netto pro Monat bekomme. Doch davon 
bin ich weit entfernt. Das Studium hatte somit "nur" einen ideellen 
Wert.

von OvWa (Gast)


Lesenswert?

Nix-Wissender schrieb:
> Überschlagsrechnung:

Passt zwar nicht zum Thema, ist aber nicht schlimm. Was willst du uns 
damit sagen?

Bitte noch mehr solcher tollen Beispiele.

Eins gefällig? 18,4 Millionen Tonnen Nahrungsmittel landen jedes Jahr im 
Müll, das sind 313kg/s. Und das alleine in Deutschland. Also diese Zahl 
finde ich noch krasser.

von studierter (Gast)


Lesenswert?

du hast keine 2000 netto? wie alt?

klar kannst du in der rüstung arbeiten, aber da gibt es so einige 
probleme: die knappsen nämlich auch rum, weil die elektronik da auch 
schon von der zulieferern gemacht wird und es gibt viel korruption. die 
schieben sich die aifträge gegenseitig hinten rein und es gibt eine 
verdienkette

am ende macht es ein kleines ingenieurebüro oder wenn es die grossen 
selber machen, holen sie sich zeitarbeiter rein.

bei der bundeswehr gibt es nix für uns elektronikentwickler, wenn, dann 
bei den grossen, aber die haben oft das problem, dass da viele alter 
rumhängen, die durchgefüttert werden wollen und daher können sie keine 
guten gehälter mehr zahlen

bei der eads, mbda, rheinmetall, diehl und den anderen, gehen mehr gute 
leute weg, als hin.

von Elektron (Gast)


Lesenswert?

Diddi schrieb:
> Aber ich
> hatte schon erwartet, dass ich als Elektroingenieur einen entsprechenden
> Job finde, wo ich mindestens 2000EUR Netto pro Monat bekomme. Doch davon
> bin ich weit entfernt.

Stimmt, bin ich auch, denn mein Nettoeinkommen ist etwa doppelt so hoch.

> Das Studium hatte somit "nur" einen ideellen
> Wert.

Das ist aber auch sehr viel Wert, das Wissen kann dir niemand mehr 
nehmen.

von Fachkraft für Kulaschkanonen (Gast)


Lesenswert?

Hallo,

Ein Schlüsselbegriff zur Beantwortung der Frage kann auch die sogenannte 
"Produktidentifikation" sein.

Es gibt nach fernöstlicher Philosophie den Gedanken, dass die eigene 
Arbeit an einem Produkt dazu führt, dass etwas vom eigenen Sein in das 
Produkt übergeht. Man investiert schließlich seine Lebenszeit in das 
Produkt.

Kann ich mich mit dem Produkt identifizieren? Ist das Produkt etwas zu 
dem ich "Ja" sagen kann?

Denn was bleibt von uns wenn wir eines Tages sterben? Es bleibt das, was 
wir geschaffen haben. Was wollen wir schaffen? Was ist der Sinn des 
eigenen Lebens und wie definieren wir ihn?

von Realist (Gast)


Lesenswert?

Ihr habt schon Recht, das Militärgebiet sollte man den Russen und 
Chinesen dieser Welt überlassen, bekommen wir dann später frei Haus von 
denen geliefert.

Natürlich sind Militärausgaben verschwendetes Geld, sie machen keinen 
glücklicher, steigern nicht die Zufriedenheit usw.. Aber Sicherheit ist 
bei der Maslowschen Pyramide nunmal weit unten, und was bringt mir 
Porsche und Villa wenn sie sich morgen der Nachbar holt.

Daher finde ich nichts verwerfliches daran, wenn wir keine BW hätten 
dann wäre schon längst jemand bei uns eingefallen, seid realistisch.

von Nop (Gast)


Lesenswert?

Jedes Land hat eine Armee. Entweder die eigene oder eine fremde.

von genervt (Gast)


Lesenswert?

Realist schrieb:
> Daher finde ich nichts verwerfliches daran, wenn wir keine BW hätten
> dann wäre schon längst jemand bei uns eingefallen, seid realistisch.

Stattdessen fallen wir lieber in andere Länder ein.

von Antimilitarist (Gast)


Lesenswert?

Realist schrieb:

> Daher finde ich nichts verwerfliches daran, wenn wir keine BW hätten
> dann wäre schon längst jemand bei uns eingefallen, seid realistisch.

Kann man gut an WK I & WK II sehen.

von Antimilitarist (Gast)


Lesenswert?

Nop schrieb:

> Jedes Land hat eine Armee. Entweder die eigene oder eine fremde.

Stimmt nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Costa_Rica#Sicherheit

von Nop (Gast)


Lesenswert?

Antimilitarist schrieb:
> Stimmt nicht.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Costa_Rica#Sicherheit

Aus dem von Dir verlinkten Text:

"Am 1. Juli 2010 jedoch genehmigte das Parlament Costa Ricas auf Antrag 
der Präsidentin des Landes, Laura Chinchilla, die Stationierung von bis 
zu 46 Kriegsschiffen und 7000 Soldaten der USA in Costa Rica. Diese 
sollen den von Kolumbien ausgehenden Drogenschmuggel bekämpfen. Die 
Opposition sieht durch „das kriegerische Potenzial“ die nationale 
Souveränität des Landes verletzt und reichte Klage beim 
Verfassungsgericht ein. Die Stationierung wurde zunächst auf einen 
Zeitraum von sechs Monaten bis zum 31. Dezember 2010 befristet. Seither 
wird sie um jeweils sechs Monate verlängert. Die Journalistin Eva 
Golinger wies darauf hin, dass in einem offiziellen Dokument, das die 
amerikanische Botschaft an das Ministerium für Sicherheit in Costa Rica 
geschickt hat, die uneingeschränkte Straflosigkeit von US-Soldaten zu 
einer Voraussetzung des Einsatzes gemacht wird, wie das bei allen 
Auslandseinsätzen des US-Militärs üblich ist"

Also genau, was ich sagte. Die haben jetzt die US-Armee dort, welche 
sich völlige strafrechtliche Immunität gesichert hat. Nenn es, wie Du 
willst, ich nenne es Besetzung.

von Antimilitarist (Gast)


Lesenswert?

Nop schrieb:
> Antimilitarist schrieb:
>> Stimmt nicht.
>>
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Costa_Rica#Sicherheit
>
> Aus dem von Dir verlinkten Text:
>
> "Am 1. Juli 2010 jedoch genehmigte das Parlament Costa Ricas auf Antrag
> der Präsidentin des Landes, Laura Chinchilla, die Stationierung von bis
> zu 46 Kriegsschiffen und 7000 Soldaten der USA in Costa Rica. Diese
> sollen den von Kolumbien ausgehenden Drogenschmuggel bekämpfen. Die
> Opposition sieht durch „das kriegerische Potenzial“ die nationale
> Souveränität des Landes verletzt und reichte Klage beim
> Verfassungsgericht ein. Die Stationierung wurde zunächst auf einen
> Zeitraum von sechs Monaten bis zum 31. Dezember 2010 befristet. Seither
> wird sie um jeweils sechs Monate verlängert. Die Journalistin Eva
> Golinger wies darauf hin, dass in einem offiziellen Dokument, das die
> amerikanische Botschaft an das Ministerium für Sicherheit in Costa Rica
> geschickt hat, die uneingeschränkte Straflosigkeit von US-Soldaten zu
> einer Voraussetzung des Einsatzes gemacht wird, wie das bei allen
> Auslandseinsätzen des US-Militärs üblich ist"

> Also genau, was ich sagte. Die haben jetzt die US-Armee dort, welche
> sich völlige strafrechtliche Immunität gesichert hat. Nenn es, wie Du
> willst, ich nenne es Besetzung.

Im Absatz steht, dass die USA den Drogenschmuggel bekämpfen. Zudem ist 
es bei allen Auslandseinsätzen der USA üblich, dass den Soldaten 
Straflosigkeit zugesichert wird. Fazit: keine Besatzung.

Du kannst zwar eine eigene Meinung haben, aber keine eigenen Fakten.

von Nop (Gast)


Lesenswert?

Na, das sieht die Opposition in Costa Rica auch anders als Du.

Aber mal losgelöst davon: Die Armeelosigkeit hat für Costa Rica ja 
offensichtlich nicht so gut funktioniert.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

OvWa schrieb:
> Du wirst es nicht glauben, sogar in jedem Kontinent und in fast jedem
> Land "stehen" deutsche Soldaten.

In Amerika stehen sie nicht, sie fliegen, ausbildungshalber. Und weshalb 
sollten sie sich nach Australien oder in die Antarktis verirren?

von Antimilitarist (Gast)


Lesenswert?

Nop schrieb:

> Na, das sieht die Opposition in Costa Rica auch anders als Du.

Warum soll ich ausgerechnet die Meinung der Opposition haben. Mir geht 
es um Fakten.

> Aber mal losgelöst davon: Die Armeelosigkeit hat für Costa Rica ja
> offensichtlich nicht so gut funktioniert.

Das ist nicht richtig, Costa Rica hat die Gelder aus dem Militärbereich 
u. a. in den Bildungsbereich investiert. Das hat eindeutig gut 
funktioniert.

von Der General (Gast)


Lesenswert?

OvWa schrieb:
> Der General schrieb:
>> Freiwillig zur Bundeswehr ? Junge, mach lieber was aus Deinem Leben !
>
> Das ist bloß ein Schnack oder besser gesagt heiße Luft was du da von dir
> gibst im Zusammenhang mit dem Thema.

War selber 15 Monate bei dem Verein (Wehrdienst). Soviele Schwachmaten 
und Zivilversager wie dort sind mir im späteren Leben nicht mehr 
begegnet. Kann den Trachtenverein einfach nicht ernst nehmen, im 
Nachhinein hätte ich lieber Zivildienst gemacht.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Der General schrieb:
> Soviele Schwachmaten
> und Zivilversager wie dort sind mir im späteren Leben nicht mehr
> begegnet.

Sieh es mal positiv. Wo soll man die denn sonst unterbringen? ;-)

von Nop (Gast)


Lesenswert?

Antimilitarist schrieb:
> Das ist nicht richtig, Costa Rica hat die Gelder aus dem Militärbereich
> u. a. in den Bildungsbereich investiert. Das hat eindeutig gut
> funktioniert.

Es hat nicht funktioniert. Deswegen haben sie sich ja eine andere Armee 
ins Land geholt, über die sie nichtmal irgendeine Art von rechtlichen 
Maßnahmen mehr ausüben können.

von Antimilitarist (Gast)


Lesenswert?

Nop schrieb:
> Antimilitarist schrieb:
>> Das ist nicht richtig, Costa Rica hat die Gelder aus dem Militärbereich
>> u. a. in den Bildungsbereich investiert. Das hat eindeutig gut
>> funktioniert.
>
> Es hat nicht funktioniert. Deswegen haben sie sich ja eine andere Armee
> ins Land geholt, über die sie nichtmal irgendeine Art von rechtlichen
> Maßnahmen mehr ausüben können.

Das hast du bereits geschrieben (Kreisargumentation). Hier geht es 
weiter:

Beitrag "Re: Der Bundeswehr beitreten"

Du kommst ab jetzt sehr gut ohne mich aus. Bon Voyage.

von Peckinpah (Gast)


Lesenswert?

Bekannte von mir promovierten bei der Uni der Bw. Moralisch verwerflich 
ist es nicht, bei der Bw zu arbeiten. Wäre schöner, wenn es auf der Welt 
keine Soldaten geben müsste, finden die Soldaten auch (oft). Das ist 
aber leider nicht so. Man geht zur Bw als Arbeitgeber, um in Lohn und 
Brot zu stehen (was die Frage zur ersten Motivation angeht)- ich meine 
damit, der Grund für die Arbeit bei der Bw ist der Gleiche, wie der, 
weswegen man zur Arbeit in eine Fabrik geht.

Besser, du fragst, als du schimpfst pauschal auf Soldaten (kenne diese 
jetzt seit 40 Jahren. Das Schimpfen gibt's leider oft; ist eine 
Kriegsfolge).

von Thomas1 (Gast)


Lesenswert?

Der General schrieb:
> War selber 15 Monate bei dem Verein (Wehrdienst). Soviele Schwachmaten
> und Zivilversager wie dort sind mir im späteren Leben nicht mehr
> begegnet. Kann den Trachtenverein einfach nicht ernst nehmen, im
> Nachhinein hätte ich lieber Zivildienst gemacht.


Da ist was wahres dran. Bildungsferne gehen zur BW, um dort viel Geld zu 
bekommen. Nur in der Politik ist es noch extremer. Technik funktioniert 
dort auch nicht. Drohnen, Hubschrauber und G36 versagen.

von Beobachter (Gast)


Lesenswert?

Ui, schon seit Stunden keine Beiträge mehr, wo sind denn die 
Zivilversager, Wehrdienstverweiger und Pazifisten, habt ihr endlich 
gemerkt, dass diese Diskussion völliger Blödsinn ist?

von genervt (Gast)


Lesenswert?

Beobachter schrieb:
... dass diese Diskussion völliger Blödsinn ist?

Schön dass du dich dran beteiligst!

Btw. hat man dir beim Bund nicht beigebracht, dass Diskussionen nicht 
erwünscht sind????

Auf gehts! 100 Liegestütze! Mit klatschen!

von Kurt (Gast)


Lesenswert?

Tucholsky:Soldaten sind Mörder!

von Beobachter (Gast)


Lesenswert?

genervt schrieb:
> Btw. hat man dir beim Bund nicht beigebracht, dass Diskussionen nicht
> erwünscht sind????
>
> Auf gehts! 100 Liegestütze! Mit klatschen!

Bin ich Bundi???

von Beobachter (Gast)


Lesenswert?

Kurt schrieb:
> Tucholsky:Soldaten sind Mörder!

Ein Armutszeugnis unseres Landes.

von Beobachter (Gast)


Lesenswert?

Kurt schrieb:
> Tucholsky:Soldaten sind Mörder!

Ach übrigens, Aurofahrer auch und das in noch schlimmerem Maße, oje oje

von Marx W. (Gast)


Lesenswert?

Elektron schrieb:
> Das ist aber auch sehr viel Wert, das Wissen kann dir niemand mehr
> nehmen.

Wissen verfällt, wenn du die schmalspur BWL`er  (Bank- Logistik- und 
Industriekaufleute) dir anschaust, geht jeder von denen im Schnitt  mit 
dem Gehalte ein Projekting. nach hause.
Und das Wissen von der Hochschule ist def. zu nix zu gebrauchen.
Selbst die sich selbstgefällig "university of applied sciences" nennen, 
da lernt man auch nur für den Schein am Ende. Wer sich dann auf den 
Bewerbermarathon macht wird feststellen wie wenig Anwendungsbezogen der 
Stoff der Hochschule ist!

von Moralist (Gast)


Lesenswert?

OvWa schrieb:
> 
Quelle:http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/vier-tage-im-november-9783548375212.html
>
> So ein dummes Zeug, nicht das Buch, sondern Bundeswehr=kämpfen=Soldat.
>
> In der Bundeswehr gibt es sehr viele Möglichkeiten zu forschen oder
> wissenschaftlich tätig zu sein.

Kann man bei der Bundeswehr einen Vetrag bekommen und forschen, ohne 
eine militärische Grundausbildung zu absolvieren? Lässt sich 
ausschließen, militärisch eingesetzt zu werden?

Nur wenn dieses gegeben ist, würde ich eine Tätigkeit dort anstreben!

Moral ist eine Sache, die der Politik offenbar abhanden gekommen ist - 
die Soldaten der Bundeswehr müssen drunter leiden.

von Marx W. (Gast)


Lesenswert?

Beobachter schrieb:
> Kurt schrieb:
>> Tucholsky:Soldaten sind Mörder!
>
> Ach übrigens, Aurofahrer auch und das in noch schlimmerem Maße, oje oje

Ach der Tucholsky, ob der Spruch wirklich von ihm ist?

von genervt (Gast)


Lesenswert?

Beobachter schrieb:
> genervt schrieb:
>> Btw. hat man dir beim Bund nicht beigebracht, dass Diskussionen nicht
>> erwünscht sind????
>>
>> Auf gehts! 100 Liegestütze! Mit klatschen!
>
> Bin ich Bundi???

Blöde fragem sind erst recht unerwünscht.

Jetzt wird hinter dem Kopf geklatscht!

von Jens P. (picler)


Lesenswert?

Beobachter schrieb:
> Bin ich Bundi???

Wenn es auf der Welt so weitergeht wie jetzt, bist du vielleicht 
schneller beim Bund als dir lieb ist.

Beobachter schrieb:
> Ach übrigens, Aurofahrer auch und das in noch schlimmerem Maße, oje oje

Nein, Autofahrer sind meist "Körperverletzer mit Todesfolge", unter 
Umstanden auch Totschläger. Für den Mord fehlt die Tötungsabsicht. Ok, 
gelegentlich wird ein Fahrzeug als Tatwaffe verwendet, doch das ist 
jetzt mal nebensächlich. Beim Soldaten ist die Tötungsabsicht aber 
grundsätzlich vorhanden, schließlich lernt er ja, möglichst genau zu 
zielen oder die Bomben exakt abzuwerfen.

Bevor jetzt Fragen kommen, ja, ich habe auch gedient. Allerdings haben 
wir den Sozialismus verteidigt, deshalb waren alle unsere Handlungen 
gutartig.

von Im Namen der Frauen (Gast)


Lesenswert?

Nop schrieb:
> Also genau, was ich sagte. Die haben jetzt die US-Armee dort, welche
> sich völlige strafrechtliche Immunität gesichert hat. Nenn es, wie Du
> willst, ich nenne es Besetzung.

Und die US-Armee ist eine Sautruppe! Die vergewaltigen dort regelmässig 
die Frauen und die können NICHT dagegen klagen - anders, als in 
Deutschland. Da passiert das auch, aber wenn, kann die Frau klagen und 
er kann von einem Gericht verurteilt werden - ausserhalb der 
Militärgerichtsbarkeit.

In den USA gelten solche "Unfälle", als Kriegs- und Militärschaden und 
können nicht verklagt werden. Auch zivilrechtlich ist nichts zu machen. 
Kürzlich war ein Film im TV nachdem es dort über 9000 Frauen gibt, denen 
das passiert ist. Eine ist von ihrem Sergant zusammengeschlagen worden 
und kann nicht mal mehr richtig kauen oder venünftig essen.

von Nop (Gast)


Lesenswert?

Das ist ja auch das zu erwartende Ergebnis, wenn man Menschen Macht 
gibt, ohne ihnen zugleich auch persönliche Verantwortung für ihre 
Handlungen aufzuerlegen. Das setzt sich so auch im zivilen Leben fort, 
bei Politikern, Managern und dergleichen.

Oder bei Entwicklern, um mal rudimentär wieder allgemein ontopic zu 
werden. Leute entwickeln anders, wenn sie denken, daß sie selber in drei 
Jahren nochmal an ihre Sache ranmüssen.

Deswegen habe ich immer an das Prinzip persönlicher Verantwortung 
geglaubt und lehne es grundsätzlich ab, wenn Individuen sich hinter 
institutioneller Verantwortungslosigkeit verstecken können.

von Lanzette (Gast)


Lesenswert?

Jens P. schrieb:
> Bevor jetzt Fragen kommen, ja, ich habe auch gedient. Allerdings haben
> wir den Sozialismus verteidigt, deshalb waren alle unsere Handlungen
> gutartig.

Das ist nur das, was man euch damals eingetrichtert hat "den Sozialismus 
verteidigen". Der war niemals durch irgendwelche militärischen Angriffe 
des Westens auch nur ansatzweise gefährdet. In Wahrheit hab ihr damals 
was ganz anderes "verteidigt", nämlich die Doktrin des großen 
Brudervolks, der SU. Die ganzen lächerlichen Reden, die von den 
Führungskadern der SED dem deutschen Volk im Osten, das am heftigsten 
den verlorenen Krieg auszubaden hatte, ständig eingebläut wurden, waren 
doch nur Lügenkonstrukte, eine Gehirnwäsche, die das wirtschaftliche 
Elend im Osten durch die Projektion eines Feindbildes im Westen 
vergessen machen sollte.

Also von wegen, "unsere Handlungen waren gutartig". Die Pläne, die die 
NVA bereits fertig in der Schublade ausgearbeitet hatte, um alle 
(eigenen) Staatsfeinde sofort zu internieren, wenn der Kriegsfall 
eintritt, waren auch nicht besser als das was in der Türkei gerade 
abläuft.

von Nop (Gast)


Lesenswert?

Lanzette schrieb:
> Das ist nur das, was man euch damals eingetrichtert hat "den Sozialismus
> verteidigen". Der war niemals durch irgendwelche militärischen Angriffe
> des Westens auch nur ansatzweise gefährdet.

NEIN! DOCH! OHHH!

von Dr. Strangelove (Gast)


Lesenswert?

Jens P. schrieb:
> Beim Soldaten ist die Tötungsabsicht aber
> grundsätzlich vorhanden

"Der Soldat tötet nicht. Er macht den Gegner kampfunfähig!"
[O-Ton Bundeswehr] ;-)

von Lanzette (Gast)


Lesenswert?

Dr. Strangelove schrieb:
> Jens P. schrieb:
>> Beim Soldaten ist die Tötungsabsicht aber
>> grundsätzlich vorhanden
>
> "Der Soldat tötet nicht. Er macht den Gegner kampfunfähig!"
> [O-Ton Bundeswehr] ;-)

Ihr habt doch sicher alle mal irgendwann Full Metall Jacket gesehen, 
oder?!

;)

von Richard H. (richard_h27)


Lesenswert?

Dr. Strangelove schrieb:
> "Der Soldat tötet nicht. Er macht den Gegner kampfunfähig!"

Ja, und am besten so, dass er laut schreit und bei seinen Leuten Panik 
verbreitet. Und weil er nicht tot ist, müssen sich noch ein oder zwei 
seiner Kameraden um ihn kümmern, ihn bergen und versorgen und fallen 
damit zeitweilig als Kämpfer auch aus.

von Danilo (Gast)


Lesenswert?

Elektron schrieb:
> Diddi schrieb:
>> Aber ich
>> hatte schon erwartet, dass ich als Elektroingenieur einen entsprechenden
>> Job finde, wo ich mindestens 2000EUR Netto pro Monat bekomme. Doch davon
>> bin ich weit entfernt.
>
> Stimmt, bin ich auch, denn mein Nettoeinkommen ist etwa doppelt so hoch.

Das ist doch beachtlich Dein Nettoeinkommen.

Du kannst Dich aber auch gerne woanders aufplustern und angeben. LOL

Hier ging es um eine Frage zur Bundeswehr.

von N. N. (clancy688)


Lesenswert?

Masterand schrieb:
> ist es moralisch verwerflich, der Bundeswehr beizutreten und dort zu
> forschen?

Nein.

von Migelchen (Gast)


Lesenswert?

Hallo,

ich denke, man sollte die Arbeit angehen, bei der man ohne Zuworte 
anderer ein gutes Bauchgefühl hat.
Die BW ist neben den militärischen Aktivitäten, so eingeschränkt sie 
auch immer seien, auch nichts weiter als weiterer Arbeitgeber, nur halt 
auf staatlicher Ebene. Man arbeitet dort, um Geld zu verdienen und 
seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Und sofern der TO nicht sowieso auf eine ausufernde Diskussion abzielte, 
war es bei der Fragestellung bereits im Vordergrund abzusehen, dass es 
mehrere Meinungen geben wird, die teilweise natürlich eher provokanter 
Natur sind.

Es ist immer Interessant, wie manche Menschen das Militär pauschal 
verteufeln, genauso wie es Menschen gibt, die ihr blind vertrauen und 
für sie nicht nur sprichwörtlich in den Tod folgen würden.

Es ist leider so, dass es niemals ohne organisierte Armee funktionieren 
würde, da sonst viele Gruppen, wie etwa terroristische Vereine, kaum 
noch Widerstand in der Welt hätten, um ihren Irrglauben "auszuleben" und 
zu "verbreiten".

Ebenso ist es natürlich auch bedenklich, wenn die eigene Armee in den 
Konflikten anderer Nationen beteiligt wird, obwohl die Masse der 
Bevölkerung, diesen Einsätzen nie zustimmen würde.
Manches davon macht Sinn und manches eben nicht.
Eine Nato-Mitgliedschaft geht halt auch mit Verpflichtungen einher.
Aber wenn immer auf die Affekt-Meinung der breiten Masse der Bevökerung 
hören würde, würde man vermutlich nun dastehen, wie die Briten, die sich 
ins eigene Bein geschossen haben. Und das ist sogar nur ein harmloses 
Beispiel.
Ich will gar nicht wissen, was die Bevölkerung kurz nach der 
Sylvesternacht gefordert hätte...

Der Grundtenor dieses Beitrages soll sein, dass die "militanten" 
Pazifisten (wortspiel) ^^ und die übertriebenen BW-Sympathisanten ein 
Militär als solches rational betrachten sollten und erkennen, dass es 
ohne dieses in der Welt aktuell (vermutlich auch künftig) nicht 
funktionieren würde und man aber ebenso die Sinnhaftigkeit der einzelnen 
Einsätze bzw. Grundmotivation des Militärs (Defensivarmee / 
Offensivarmee) kritisch aber konstruktiv hinterfragen.
Denn ich möchte auch nicht den unnötigen Groll anderer Völker / Nationen 
auf mich (als fremde Nation) ziehen, nur weil eine temporäre Regierung 
meint, das Militär "überall" hinzuschicken, nur um seinen Namen aufgrund 
"ewig" zurückliegender historischer Ereignisse reinzuwaschen und sich 
"politisch" zu engangieren.

Gruß
Migelchen

von Antimilitarist (Gast)


Lesenswert?

> ... temporäre Regierung ...

Die Regierung mag temporär sein, die Militärdoktrin ist es nicht. Nach 
zwei Angriffskriegen der Deutschen inkl. Völkermord sollte man sich da 
keinen Illusionen hingeben. Seit 1989 ist die kritische Masse wieder 
zusammen.

von Marx W. (Gast)


Lesenswert?

genervt schrieb:
> Beobachter schrieb:
>> genervt schrieb:
>>> Btw. hat man dir beim Bund nicht beigebracht, dass Diskussionen nicht
>>> erwünscht sind????
>>>
>>> Auf gehts! 100 Liegestütze! Mit klatschen!
>>
>> Bin ich Bundi???
Unser Bufti kann`s!
> Blöde fragem sind erst recht unerwünscht.
>
> Jetzt wird hinter dem Kopf geklatscht!

Genau!
Immer drufffff!

von Marx W. (Gast)


Lesenswert?

Antimilitarist schrieb:
>> ... temporäre Regierung ...
>
> Die Regierung mag temporär sein, die Militärdoktrin ist es nicht. Nach
> zwei Angriffskriegen der Deutschen inkl. Völkermord sollte man sich da
> keinen Illusionen hingeben. Seit 1989 ist die kritische Masse wieder
> zusammen.

Öh, steht jetzt schon wieder Armageddon vor der Tür?

von Jens P. (picler)


Lesenswert?

Antimilitarist schrieb:
> Nach
> zwei Angriffskriegen der Deutschen inkl. Völkermord sollte man sich da
> keinen Illusionen hingeben. Seit 1989 ist die kritische Masse wieder
> zusammen.

Während meiner Armeezeit (1989) wurde uns im Politikunterricht immer 
eingetrichtert, dass es keine 48h dauern würde um die alte BRD 
einzunehmen. Der typische BW-Soldat würde es frühestens merken, wenn er 
montags früh aus dem Urlaub kommt und eine andere Fahne am Kasernentor 
weht. Zu der Zeit habe ich das für rote Propaganda gehalten, doch als 
ich zwei Jahre später eine BW-Kaserne besuchen durfte, war ich entsetzt. 
Die Offiziere zu NVA-Zeiten hatten nicht übertrieben, es war sogar noch 
schlimmer.

Wenn ich mir jetzt die vielen Berichte über defekte und unzureichende 
Bewaffnung und Ausrüstung ansehe und die Aussagen, dass die jetzigen 
Auslandseinsätze die BW an die personelle Grenze bringen, habe ich keine 
Bedenken, dass aktuell von deutschem Boden ein Krieg ausgeht.

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Lesenswert?

Ich hab 'ne 4-jährige Laufbahn als...
-na, wer will Mörder sagen?
hinter mir.

Die "Fahrenszeit" (Marine) möchte ich nicht missen.

Spastofanten gibts in jeder Firma genug.

Verwerflich wäre es der BW beizutreten, nur weil man "waffengeil" ist.

von Lanzette (Gast)


Lesenswert?

Jens P. schrieb:
> Während meiner Armeezeit (1989) wurde uns im Politikunterricht immer
> eingetrichtert, dass es keine 48h dauern würde um die alte BRD
> einzunehmen. Der typische BW-Soldat würde es frühestens merken, wenn er
> montags früh aus dem Urlaub kommt und eine andere Fahne am Kasernentor
> weht. Zu der Zeit habe ich das für rote Propaganda gehalten, doch als
> ich zwei Jahre später eine BW-Kaserne besuchen durfte, war ich entsetzt.
> Die Offiziere zu NVA-Zeiten hatten nicht übertrieben, es war sogar noch
> schlimmer.
>
> Wenn ich mir jetzt die vielen Berichte über defekte und unzureichende
> Bewaffnung und Ausrüstung ansehe und die Aussagen, dass die jetzigen
> Auslandseinsätze die BW an die personelle Grenze bringen, habe ich keine
> Bedenken, dass aktuell von deutschem Boden ein Krieg ausgeht.

Natürlich war die Bundeswehr zu dem Zeitpunkt ein Sauhaufen. Da 
herrschte schließlich auch noch die Wehrpflicht. Was willst du von 
Leuten, die man zu etwas zwingt auch anderes erwarten?! Schließlich 
fehlte die Indoktrination der Bekämpfung des "Klassenfeindes", mit der 
man euch Ostler anscheinend gut motivieren konnte. Seit dem Ende 
Wehrpflicht sieht das aber deutlich anders aus und du hast in der BW nur 
noch Leute, die auch hinter ihrem Auftrag stehen, also motiviert sind. 
Ungeachtet dessen fehlt natürlich trotzdem Geld und Ausrüstung an allen 
Ecken und Enden. Das ist ein chronischer Zustand bei der BW.

von Jens P. (picler)


Lesenswert?

Lanzette schrieb:
> Seit dem Ende
> Wehrpflicht sieht das aber deutlich anders aus und du hast in der BW nur
> noch Leute, die auch hinter ihrem Auftrag stehen, also motiviert sind.

http://www.focus.de/politik/deutschland/bundeswehr-hunderte-wollen-armee-verlassen-knapp-500-antraege-in-zwei-jahren_id_5786886.html

Das ist sicher nur die Spitze des Eisberges. Außerdem gibt es gerade im 
Bereich der freiwillig Wehrdienst Leistenden eine große Verunsicherung, 
wie es nach den 24 oder 48 Monaten weiter geht.

von Waidler (Gast)


Lesenswert?

Die Diskussion, ob und welche Art von Krieg/Kampfhandlungen o.Ä. auf 
Dich zukommen, ist meiner Meinung nach hier nicht relevant.
Es geht darum, ob man für den Dienst als Soldat geeignet ist. Man wird 
für den Kriegsdienst ausgebildet, bei allen sportlichen/körperlichen 
Herausforderungen und Verantwortung als Führungspersonal muss man sich 
klar sein, dass man (unabhängig davon ob man dort forscht, selbst andere 
ausbildet, etc.) dazu ausgebildet wird, Menschen zu töten, wiederum 
unabhängig davon, ob es ein vom Volk getragener oder Abgelehnter Einsatz 
ist. Das hat auch den Soldaten nicht zu interessieren, er wird nicht 
gefragt, beauftragt o.ä., er wird - wie es so schön heißt - "verwendet".
Wie wahrscheinlich das nun ist, dass man als deutscher Soldat diese 
Pflicht erfüllen muss, ist unerheblich. Es muss sich jeder selbst klar 
machen, was dieser "Beruf" bedeutet, dass es eben nicht nur der normale 
Beruf ist, sondern eben auch den militärischen Teil beinhaltet. Ob man 
das mit seinem Gewissen vereinbaren kann, muss jeder selbst entscheiden, 
das kann kann niemand für einen selbst tun, weder ein Forum noch der 
gute Kurt.

Denk einfach daran, dass Du als Soldat gewisse Grundrechte abgibst, so 
z.B. Dein Recht auf Leben und auf körperliche Unversehrtheit und dass 
diese auch jedem Deiner potentiellen Gegner aberkannt werden.
Wenn Du damit gut leben kannst, ist die Bundeswehr der richtige 
Arbeitgeber, wenn nicht, wird Dich das spätestens nach dem Studium 
einholen...

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Jens P. schrieb:
> Während meiner Armeezeit (1989) wurde uns im Politikunterricht immer
> eingetrichtert, dass es keine 48h dauern würde um die alte BRD
> einzunehmen.

Das hatte man mir im Westen auch beigebracht. Nicht im 
Politikunterricht, aber der eine oder andere Offizier hatte eine 
realistische Einstellung dazu. Es war aber auch öffentlich nicht eben 
ein Geheimnis. Deshalb hatten die Franzosen ihre Atomraketen, die 
reichten nämlich grad mal bis nach Deutschland.

von Alter_Walder (Gast)


Lesenswert?

Hmm.

Die BW ist an sich ein Laden der permanent unterfinanziert ist, und 
dabei noch maximal uneffektiv mit den knappen Resourcen umgeht. Zudem 
muss man wissen, dass Militär = "Regeln für alles und jeden" hiesst. Je 
nach Teileinheit wird sehr auf die hirachichen Strukturen gepocht. 
(Militär halt)
Als Jungspund wars ganz wizig bei dem Laden, wegen der "Ägdschn" die man 
mitmachen durfte. War aber auch was das Gewissen angeht meiner Meinung 
nach unproblematisch, weil Wehrdienstleistende nicht in einen Einsatz 
geschickt werden durften.

Nach wie vor ist der Wegfall dieser Wehrpflicht stark problematisch. Die 
die sich als "normalen" Soldat zur verfügung stellen würd ich noch nicht 
mal mehr ein Buttermesser in die Hand geben. Ausserdem war es sehr 
wichtig bei dem Laden mal reinzuschauen um zu wissen wie das Läuft.

Jemand der beim Bund war würde nie den Einsatz im innern fordern.

Momentan würd ich mit dem Laden nix machen. (Die BW kann dafür aber nix) 
Das Problem ist, dass die BW grundsätzlich der inkompetenz unserer 
momentanen Politiker ausgesetzt ist. Es ist immer noch eine Armee die 
dazu da ist unseren Staat zu schützen. Nicht mehr und nicht weniger. Und 
solange dahingehend keine klare Trennung (unnötige auslandseinsätze) 
sichtbar ist, kann man das vergessen.

Selbiges gilt in der Rüstung allgemein. Sehr interesante Themen und 
Technik, aber die potenzielle Möglichkeit das der Scheiss in falsche 
Hände gelangen kann (Saudi Arabien, Lizenztricks bei HK usw.) lässt 
einem dann noch die Motivation schwinden. Meiner Meinung nach ist es 
momentan nicht Möglich in diesem Bereich tätig zu sein und moralisch 
rein zu sein.

Forschen bei der BW bedeutet ja wissen in evtl. Militärisch nutzbare 
Technik zu stecken die dann von KMW, Rheinmetall, EADS, HW, Diehl über 
umwege des schnöden Mammoens wegen an Leute verteilt wird denen man 
nicht mal Obst verkaufen sollte. Wäre die Forschung und die gewonnen 
Erkenntnisse nur für den Schutz unserer Demokratie im falle eines 
V-Falls wär das unproblematisch.

von Dirk (Gast)


Lesenswert?

Jens P. schrieb:
> Während meiner Armeezeit (1989) wurde uns im Politikunterricht immer
> eingetrichtert, dass es keine 48h dauern würde um die alte BRD
> einzunehmen. Der typische BW-Soldat würde es frühestens merken, wenn er
> montags früh aus dem Urlaub kommt und eine andere Fahne am Kasernentor
> weht.

Das ist so nicht ganz richtig. Es war vorgesehen die vorrückenden 
Warschauer Pakt Truppen an den Begrüßungsgeld Ausgabestellen abzufangen. 
Die Auszahlung hätte je Kompanie mehrerer Stunden gedauert. Die 
umliegenden Supermärkte wären im Kriegsfall mit einem speziellen 
Sortiment - Bananen, Stereoanlagen etc. - bestückt worden, so dass sich 
damit ebenfalls einige Stunden hätten gewinnen lassen.

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Lesenswert?

Alter_Walder schrieb:
> Nach wie vor ist der Wegfall dieser Wehrpflicht stark problematisch.

es gibt doch eine genügend lange "Vorlaufzeit" bis zum Ernstfall.
Früher war immer die Rede von einem Jahr.
Da lassen sich genügend Zwangsverpflichten.

im heutigen Zustand würde ich bei dem Laden aber auch nicht mehr 
mitmachen.
vor allem:
wie kommen ungediente Fachfremde zum Ministerposten,
was hat man da verloren?

wir müssen ja in allen Bereichen echt tolle Koryphäen als Minister 
haben,
so wie man da in den Ressorts hin und her hüpfen kann...

von Timm T. (Gast)


Lesenswert?

Kurt schrieb:
> Tucholsky:Soldaten sind Mörder!

Ausbilder Schmidt: Natürlich sind sie Mörder! Was denn sonst? Und das 
wirst Du gleich merken...

(https://youtu.be/_ppiyqzYgqs?t=1051)

von Paul B. (paul_baumann)


Lesenswert?

Nur noch Warmduscher und Beckenrand-Schwimmer!

Ich glaube, wir müssen hier erst einmal eine leichte Erwärmung 
durchführen:
In kurzen, schnellen Sprüngen bis zum Horizont. Dort hörbar anschlagen 
und
in x+0 wieder zum Ausgangspunkt! Ausführung!

MfG Paul

von Timm T. (Gast)


Lesenswert?

Lanzette schrieb:
> Das ist nur das, was man euch damals eingetrichtert hat "den Sozialismus
> verteidigen". Der war niemals durch irgendwelche militärischen Angriffe
> des Westens auch nur ansatzweise gefährdet.

Ach, war das so? Natürlich haben wir die Geschichten von den 
imperialistischen Saboteuren sofort als Propaganda entlarvt. Um 25 Jahre 
später aus dem Spiegel zu erfahren, doch, die gab es.

KgU, kontrolliert vom US-amerikanischen Militärgeheimdienst CIG, später 
finanziert durch die CIA.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ddr-cia-finanzierte-sabotage-und-anschlaege-a-1019554.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Kampfgruppe_gegen_Unmenschlichkeit

Brandanschläge in Kaufhäusern, versuchte Sprengung von Eisenbahnbrücken 
- heute würde man das als Terrorismus bezeichnen.

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Lesenswert?

Timm T. schrieb:
> - heute würde man das als Terrorismus bezeichnen.

das war aber eher Terror gegen Terror.
Oder wie will man das "DDR"-Regime bezeichnen?

von Reinhard S. (rezz)


Lesenswert?

● J-A V. schrieb:
> Timm T. schrieb:
>> - heute würde man das als Terrorismus bezeichnen.
>
> das war aber eher Terror gegen Terror.

Macht es das besser?

> Oder wie will man das "DDR"-Regime bezeichnen?

Ich als jemand, der zu jung ist, um da ernsthaft was mitbekommen zu 
haben, würde das nicht Terror nennen. Zumindest, wenn man sieht, was 
heute "Terror" heißt.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Reinhard S. schrieb:
> Zumindest, wenn man sieht, was heute "Terror" heißt.

Yep. Beispielsweise wenn das Kind vom Nachbarn dauernd schreit.

von Timm T. (Gast)


Lesenswert?

● J-A V. schrieb:
> Oder wie will man das "DDR"-Regime bezeichnen?

Wenn man versucht, Leute im Kaufhaus oder im Zug zu töten, hat man 
natürlich dem "Regime" einen fürchterlichen Schlag versetzt.

Viel tragischer finde ich allerdings, daß diese Terroristen mit ihren 
Sabotageakten dem "Regime" eine Legitimierung für den 
"antifaschistischen Schutzwall" und den "Widerstand gegen den 
Imperialismus" geliefert haben. Die haben wahrscheinlich mit ihren 
Aktionen noch zur Stabilisierung des "Regimes" beigetragen.

Aber steckte ja auch die CIA dahinter. Das Gleiche läuft heute im Irak, 
Afghanistan und Syrien: Finanzielle und materielle Unterstützung von 
"Widerstandskämpfern", um genau das Gegenteil von dem zu erreichen, was 
man offiziell erreichen will. Man könnte meinen: 60 Jahre und nichts 
dazugelernt. Man könnte auch meinen, das hat System. Denn was wäre ein 
Auslandsgeheimdienst und eine Militärorganisation ohne äußere Feinde und 
ohne Kriege?

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Lesenswert?

Timm T. schrieb:
> Aber steckte ja auch die CIA dahinter.

dann nenne aber unbedingt auch Russland und China im selben Atemzuge.
Denn sobald es irgendwie um Verbesserungen in Sachen Menschenrechte in 
der Welt geht, blockieren diese Länder den sogenannten Sicherheitsrat.

Russland und China exportieren ebenso Waffen und in die 
Stellvertrter-Kriege. Russland auch Soldaten.

Oder was geht grad so in Syrien ab?

kurzes (OT) noch:
Wenn D auch nur ansatzweise glaubwürdig sein will,
sollte D daran arbeiten alle Flüchtlinge aus der Türkei raus zu holen.
-bei den diktatorischen Tendenzen dort?
(/OT)

von Wolfgang E. (Firma: janeeisklar) (whattheheck)


Lesenswert?

Masterand schrieb:
> ist es moralisch verwerflich, der Bundeswehr beizutreten und dort zu
> forschen?

Das hängt von deinen Moralvorstellungen ab.
Ich hätte da keine Bedenken. M.E. wäre es naiv zu glauben, dass 
irgendein wirtschaftlich bedeutsames Land ohne Armee auskommen könnte.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Wolfgang E. schrieb:
> Ich hätte da keine Bedenken. M.E. wäre es naiv zu glauben, dass
> irgendein wirtschaftlich bedeutsames Land ohne Armee auskommen könnte.

Über das "wirtschaftlich bedeutsam" kann man streiten, aber Island hat 
jedenfalls keine.

von Richard H. (richard_h27)


Lesenswert?

A. K. schrieb:
> aber Island hat jedenfalls keine.

Das waren doch die Typen, wegen denen man früher eine Armee gebraucht 
hat.

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Lesenswert?

Wolfgang E. schrieb:
> M.E. wäre es naiv zu glauben, dass
> irgendein wirtschaftlich bedeutsames Land ohne Armee auskommen könnte.

Ich frag mich immer, was all die Leute,
die es mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können (...)

...im V-Fall machen würden.

Sinnbildlich auch noch die 2.Wange hinhalten?
Darauf hoffen, dass der Mensch gut sei?

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

● J-A V. schrieb:
> ...im V-Fall machen würden.

Bestens beschrieben von BAP in "Stell Dir Vüür":
http://genius.com/Bap-stell-dir-vuur-lyrics

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Lesenswert?

dat üs keen Dütsch dat künnt wi nich lees'n

von N. N. (clancy688)


Lesenswert?

A. K. schrieb:
> Wolfgang E. schrieb:
>> Ich hätte da keine Bedenken. M.E. wäre es naiv zu glauben, dass
>> irgendein wirtschaftlich bedeutsames Land ohne Armee auskommen könnte.
>
> Über das "wirtschaftlich bedeutsam" kann man streiten, aber Island hat
> jedenfalls keine.

Es soll ja auch Leute geben, die kein Auto haben, weil sie mitten in der 
Großstadt wohnen und arbeiten.

Heißt das jetzt, dass niemand ein Auto braucht?

von Timm T. (Gast)


Lesenswert?

● J-A V. schrieb:
> Ich frag mich immer, was all die Leute,
> die es mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können (...)
> ...im V-Fall machen würden.

Frau, Kinder und Hund schnappen und abhauen. Ich laß mir doch nicht für 
irgendwelche Politiker, die Krieg spielen wollen den Arsch aufreißen. 
Haus, Grundstück, Arbeit... ist alles ersetzbar, mein Leben kann mir 
keiner ersetzen.

Dem "kleinen Mann" hat noch nie ein Krieg etwas Anderes außer Leid 
gebracht, Gewinner waren stets die Kriegstreiber.

Und komm mir jetzt nicht mit Vaterland, Treue und Ehre, genau dieses 
Geschwätz hat die Kriege immer ermöglicht.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


Lesenswert?

@ Tim,

 damit hast du den Nagel auf den Kopf getroffen.

Namaste

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


Lesenswert?

Aber seit wann werden eindeutig politische Threads ins OT verschoben wo 
sie nicht geduldet sind?

Kann es sein dass die Moderatoren langsam erkennen das man nicht 
unpolitisch sein kann ohne politisch zu sein?

Wenn jetzt noch das Politikverbot überdacht würde zu Gunsten klarer 
Regeln für eine kultivierte politische Diskussion unter Technikern, das 
wäre mal ein klares Zeichen für mehr Verständigung auch in konträren 
Standpunkten.

Namaste

von Le X. (lex_91)


Lesenswert?

Winfried J. schrieb:
> Aber seit wann werden eindeutig politische Threads ins OT verschoben wo
> sie nicht geduldet sind?

Vielleicht wollte man, wie schon so oft, die Diskussion abwürgen indem 
man den TE und einige andere Teilnehmer, die nicht angemeldet sind, aus 
der Diskussion aussperrt.

OK, die Diskussion hier ist fürn Arsch und ein einziges Getrolle, die 
Welt wird ohne sie nicht ärmer.
Allerdings würde es mir als TE sauer aufstoßen wenn man mich aus meinem 
Thread aussperrt.

von N. N. (clancy688)


Lesenswert?

Timm T. schrieb:
> Frau, Kinder und Hund schnappen und abhauen. Ich laß mir doch nicht für
> irgendwelche Politiker, die Krieg spielen wollen den Arsch aufreißen.
> Haus, Grundstück, Arbeit... ist alles ersetzbar, mein Leben kann mir
> keiner ersetzen.

Jipp, und die Holländer hätten vor den Deutschen abhauen sollen, genauso 
wie die Norweger, die Franzosen, die (späteren) Jugoslawen, die 
Russen...

Merkste was?

Mal ganz davon abgesehen, dass der Vorschlag exakt das ist, was viele 
Syrer gerade machen, und das schmeckt genügend Deutschen auch wieder 
nicht. Frei nach dem Motto "Seid mal schön Pazifisten und rennt vorm 
Krieg weg, aber bitte nicht zu uns."

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Lesenswert?

Winfried J. schrieb:
> @ Tim,
>
>  damit hast du den Nagel auf den Kopf getroffen.
>
>>> Namaste

Flüchtest du dann nach Nepal?

von Paul B. (paul_baumann)


Lesenswert?

Lu R. schrieb:
> Mal ganz davon abgesehen, dass der Vorschlag exakt das ist, was viele
> Syrer gerade machen, und das schmeckt genügend Deutschen auch wieder
> nicht. Frei nach dem Motto "Seid mal schön Pazifisten und rennt vorm
> Krieg weg, aber bitte nicht zu uns."

Tim und Winfried schmeckt das. Das haben sie vor ca. einem halben Jahr 
sehr markant kundgetan. Anderen schmeckt das nicht, weil sie keine 
Verantwortung für das Geschehen tragen.

MfG Paul

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Lesenswert?

Lu R. schrieb:
> Mal ganz davon abgesehen, dass der Vorschlag exakt das ist, was viele
> Syrer gerade machen, und das schmeckt genügend Deutschen auch wieder
> nicht. Frei nach dem Motto "Seid mal schön Pazifisten und rennt vorm
> Krieg weg, aber bitte nicht zu uns."

es gibt in jedem Land solche und solche.
solche, die für ihr Land kämpfen und solche, die fliehen.

Ich finde es jedenfalls nicht in Ordnung,
dass da so einige darunter sind,
die man hier jetzt in Cafés und Spielhallen antreffen kann.
Und krank sehen die Leute auch nicht gerade aus.

von Timm T. (Gast)


Lesenswert?

Lu R. schrieb:
> Jipp, und die Holländer hätten vor den Deutschen abhauen sollen, genauso
> wie die Norweger, die Franzosen, die (späteren) Jugoslawen, die
> Russen...

Sind sie doch...
Niederlande: Wilhelmina nach London
Norwegen: Håkon VII. nach London
Frankreich: Charles de Gaulle nach London, später Algier
Jugoslawien: Petar II. nach London
... den Stalin wollte halt keiner

Abgesehen davon ist das die gleiche dümmliche Argumentation wie die 
"Gewissensfrage" mit der vor 20 Jahren die Leute noch "geprüft" wurden, 
die Zivildienst machen wollten.

Hat hier jemand echt noch Angst vorm Russen? Wer bitte soll denn 
Deutschland überfallen wollen und warum?

Dieser Beitrag ist gesperrt und kann nicht beantwortet werden.