Hier fällt gelegentlich etwas Wasser aus einem Luftentfeuchter an.
Was kann man damit anstellen, wozu ist das evtl. brauchbar? Klar, man
kann es einfach wegkippen, aber kann man es auch sinnvoll verwenden?
Augenscheinlich ist es sehr sauber (vorausgesetzt, der Luftentfeuchter
wird gelegentlich gereinigt damit kein Gammel entsteht) und sowas wie
Kalk dürfte auch nicht drin sein.
Ich würds nun nicht gerade in einen Bleiakku kippen, aber senkt es
beispielsweise die Wasserhärte wenn man es mit in die Waschmaschine
kippt? Gerade hier in und um Berlin ist das Wasser sehr hart, sieht man
sehr schön wenn man den Schwamm von der Lötstation mit Leitungswasser
befeuchtet. Da klebt der Kalk hinterher sogar in Spuren am Lötkolben.
Falls das nichts bringt senkt man damit immerhin den Wasserverbrauch für
einen Waschdurchlauf um 2-3 Liter... ;)
Ideen?
Ben _ schrieb:> Was kann man damit anstellen, wozu ist das evtl. brauchbar?
Das ist mit ziemlicher Sicherheit mit allen möglichen Pilzen und
Bakterien kontaminiert.
Ben _ schrieb:> kann man es auch sinnvoll verwenden?
bei kleiner anfallender Menge
- auf die Zimmer-Blumen gießen,
- gelegentlich den Hund darin baden
bei größer anfallender Menge
- Klospülung auf Kondenswasser-Betrieb umrüsten
- Wasserturbine mit dem Kondenswasser betreiben
Na so viel ists nun wieder auch nicht. Gelegentlich so drei Liter halt.
Um mit einer Turbine den Strom für den Luftentfeuchter wieder raus zu
kriegen bräuchte man verdammt viel Fallhöhe.
Kontaminiert ist's nur wenn der Luftentfeuchter nie gereinigt wird. Ich
denke, das riecht man dann auch...
Ben _ schrieb:> Hier fällt gelegentlich etwas Wasser aus einem Luftentfeuchter an.> Was kann man damit anstellen, wozu ist das evtl. brauchbar?
Zum Bügeln.
Gruss
Harald
Ich habe grosse Bedenken betreffend der hygienischen Qualität des
Wassers. Immerhin schwirrt da so allerlei durch die Luft, das von so
einem Entfeuchter aufgenommen wird. Fast schon, wie Putzwasser. Danach
steht das Wasser noch stundenlang bei keimfreundlichen Temperaturen
herum. Nur schon die Tatsache, dass man den Entfeuchter regelmässig
reinigen muss, um Schimmel zu vermeiden, spricht doch Bände.
Stell eine Schüssel sauberes Wasser auf den Tisch und warte mal drei
Wochen... Danach sieht das auch nicht mehr wirklich toll aus.
In der Waschmaschine gehen die Keime auch drauf, sollten welche drin
sein.
Was ist mit Blumen, kann man das an die Blumen kippen?
Hallo,
das Wasser ist in der alles andere als sauber, selbst bei ordentlicher
Pflege des Gerätes. Du kannst Dir ja mal diese beiden Videos anschauen,
die ich mal für einen Freund von Kondenswasser aus seinem
Luftentfeuchter gemacht habe. Und bevor Du was sagst: Ja.
vorschriftsmäßig gepflegt und ja, das Wasser, das Du hier siehst war mit
dem Auge geruchlos und klar :-)
Die Nematode in dem ersten Video sollte so ~100 µm groß sein, die Amöbe
im zweiten Video vielleicht 10 µm und die kleinen Grünalgen so 3-5 µm.
http://www.flickr.com/photos/drsvanhay/7917876514/http://www.flickr.com/photos/drsvanhay/7917875716/
Blumengießen ist in der Tat eine ganz vernünftige Anwendung. Fast alles
andere wohl eher nicht.
Viel Spaß
Timm
Bei aller Ökologie, wir leiden hier nicht so an Wasserknappheit, als daß
man sich um 3 Liter sorgen müßte. Einmal Klospülung drücken benötigt
genauso viel. Also wegschütten, es fließt über die Kläranlage wieder dem
Kreislauf zu.
>Ökologie
ökologischer wäre es den Luftentfeuchter einfach auszuschalten..
bei lächerlichen 3 litern "alle paar tage?", scheint der sowieso nicht
wirklich sinnvoll (außer das ist ein 5qm raum..)
Oliver Stellebaum schrieb:> Staub, Sporen und Gammel verstehe ich, aber wie kommt eine Nematode da> rein?
na, so wie sie überall sonst auch hinkommen. Die trockenen Eier sind
winzig und können sehr weit schweben nachdem sie aufgewirbelt wurden.
Zum Beispiel aus benachbarten Blumentöpfen; dem Garten; dem Öffnen,
Umschütten oder Portionieren von trockenen Hülsenfrüchten wie Linsen,
Erbsen, Bohnen etc.
Vlg
Timm
Icke ®. schrieb:> Bei aller Ökologie, wir leiden hier nicht so an Wasserknappheit, als daß> man sich um 3 Liter sorgen müßte. Einmal Klospülung drücken benötigt> genauso viel. Also wegschütten, es fließt über die Kläranlage wieder dem> Kreislauf zu.
Die Stadtwerke jammern sowieso, dass wir zu wenig Wasser in den
Abwasser-Kanälen haben und die daher öfter verstopfen.
Karl Heinz Buchegger schrieb:> Die Stadtwerke jammern sowieso, dass wir zu wenig Wasser in den> Abwasser-Kanälen haben und die daher öfter verstopfen.
Eben. Und dann spülen die mit wasweißich wievielen Kubikmetern
Frischwasser die Leitungen.
Peter Dannegger schrieb:> Stimmt, irgendwas mit "L" wars.> Die sind so richtig fies.
Na ja, dafür daß sie ubiquitär sind, merkt man doch sehr wenig davon im
täglichen Leben. Die Hysterie, die zu dieser EU-Verordnung auf Verdacht
geführt hat, ist ganz überwiegend unbegründet, schwemmt aber sicher
gewissen Kreisen ordentlich viel Geld in die Kassen - das Schema ist
mittlerweile bekannter, als einem lieb sein kann.
Legionellen gedeihen glücklicherweise nur in warmem Wasser.
Ich verwende das Wasser aus dem Luftentfeuchter zum Ansatz von Fotchemie
und zur Schlusswässerung der Filme vor dem Trocknen. Die Resultate sind
wunderbar, Wasser- / Kalkflecken habe ich damit noch nie gehabt. Auch
kann der Entwickler nicht durch Eisenionen verdorben werden. Natürlich
muß der Auffangbehälter sauber sein, sonst bringt das alles nichts. Die
in der analogen Fotografie eingesetzten Chemikalien töten sowieso
ziemlich sicher alle eventuellen Mikroorganismen, und an anorganischen
Rückständen ist dieses Wasser im Zwefel sogar ärmer als gekauftes
demineralisiertes Wasser.
Hab mal bei yt nen Vid gesehen bei dem ein Mädel mit einem Roh-Wafer
mittels Wasserdampf aus dest. Wasser ausm Teekessel und nem
selbstgebauten Ofen einen Diffusionsprozess in Gang brachte. Ob ihrs
glaubt oder nicht, die hat anschließend zwei-FET-Transistoren auf ihrem
Wafersplitter erfolgreich ätzen und die Funktion am
Oszi-Komponententester nachweisen können. Der gesamte autodidaktische
Trial&Error-Lernprozess hat allerdings drei Jahre gedauert.
Karl Heinz Buchegger schrieb:> Dann wäre aber Regen genauso ungeeignet :-)
Heutzutage sind ja genügend Abgase in der Luft, woraus der Regen einen
reichlichen Chemie-Cocktail auswaschen kann.
Peter
Matthias Sch. schrieb:> Karl Heinz Buchegger schrieb:>> Dann wäre aber Regen genauso ungeeignet :-)>> Tatsächlich ist Regen nur ein schwacher, allerdings kontinuierlicher> Nährstofflieferant:> http://www.orchideenforum.de/nahrung.htm>> Ist allerdings recht abhängig vom Ort.
Der springende Punkt ist, dass sich Pflanzen die Nährstoffe aus der Erde
holen. Dort sind die Mineralien. Bei Regen genauso wie bei
Kondenswasser. Das Wasser löst sie im Boden.
Und ja, bei Orchideen ist das ein bischen anders. Aber auch die wachsen
auf einem Substrat, aus dem sie sich einen Teil holen. Meine Orchideen
wachsen und gedeihen ganz gut am Fensterbrett.
j. c. schrieb:> Fleischfressende Pflanzen damit gießen,filtern und als Wasserfür die> Autoscheibenwischanlage nehmen (fusselfrei machen!)
und das fleischfressende-Pflanzen-Extrakt knabbert dann die Scheiben von
den Fliegen frei???
Malignes Melanom schrieb:> Das ist gut um damit Kühlflüssigkeit fürs Auto anzumischen.
Müssen da etwa Viren, Pilze, Bakterien, Amöben und Nematoden drin sein?
Uhu Uhuhu schrieb:> Müssen da etwa Viren, Pilze, Bakterien, Amöben und Nematoden drin sein?
Gegenfrage: überleben die 110 Grad Celsius und 1,4 bar?
Es geht darum, dass es entmineralisiert ist.
Martin Kreiner schrieb:> Ich würde es in Luftbefeuchterbehälter am Heizkörper kippen.
Wo gibt es denn sowas noch? Ich habe mal irgendwo gelesen, dass nur die
Leute solche Dinger brauchen, die (a) falsch heizen, (b) falsch lüften
oder (c) eine so alte Wohnung haben, dass sie seit 50 Jahren saniert
gehört. Weiß dazu jemand was?
Mich würde mal interessieren, ob das Wasser aus dem Luftentfeuchter
mineralienfrei ist. In so einem Luftentfeuchter stecken doch immer
irgendwelche Salze drin, die "sich verbrauchen".
Andi $nachname schrieb:> Martin Kreiner schrieb:>> Ich würde es in Luftbefeuchterbehälter am Heizkörper kippen.>> Wo gibt es denn sowas noch? Ich habe mal irgendwo gelesen, dass nur die> Leute solche Dinger brauchen, [....]
Das war auch eher als Spaß gedacht.
Martin Kreiner schrieb:> Andi $nachname schrieb:>> Martin Kreiner schrieb:>>> Ich würde es in Luftbefeuchterbehälter am Heizkörper kippen.>>>> Wo gibt es denn sowas noch? Ich habe mal irgendwo gelesen, dass nur die>> Leute solche Dinger brauchen, [....]> Das war auch eher als Spaß gedacht.
Mach Dir nichts draus, meinen Bierbrautip fand auch keiner Lustig...
Andi $nachname schrieb:> Wo gibt es denn sowas noch? Ich habe mal irgendwo gelesen, dass nur die> Leute solche Dinger brauchen, die (a) falsch heizen, (b) falsch lüften> oder (c) eine so alte Wohnung haben, dass sie seit 50 Jahren saniert> gehört. Weiß dazu jemand was?
Also, zum Steigern der Luftfeuchtigkeit z. B. im Winter eignen sich
diese Hängekiste in keinster Weise. Die Oberfläche ist viel zu gering
und eher brüten in dem halbwarmen Wasser die Würme als dass da was
verdunstet - gerade heutzutage, wo man nicht mehr so irrsinnig hohe
Vorlauftemperaturen fährt.
Es ist also was für Leute, die (a) kein Hygrometer haben um zu merken,
dass es nix bringt, die (b) eine nostalgisch aussehende Wohnung haben
wollen und die (c) gerne unnütze Dinge wöchtenlich abstauben.
>Wo gibt es denn sowas noch? Ich habe mal irgendwo gelesen, dass nur die>Leute solche Dinger brauchen, die (a) falsch heizen, (b) falsch lüften>oder (c) eine so alte Wohnung haben, dass sie seit 50 Jahren saniert>gehört. Weiß dazu jemand was?
das gilt für Luftentfeuchter aber auch ;-)
Robert L. schrieb:>>Wo gibt es denn sowas noch? Ich habe mal irgendwo gelesen, dass nur die>>Leute solche Dinger brauchen, die (a) falsch heizen, (b) falsch lüften>>oder (c) eine so alte Wohnung haben, dass sie seit 50 Jahren saniert>>gehört. Weiß dazu jemand was?>> das gilt für Luftentfeuchter aber auch ;-)
Würd ich nicht so sagen. Wir haben ein offenes Treppenhaus in den
Keller, so dass im Sommer die Feuchtigkeit unweigerlich in die kühleren
Regionen und die Räume im Keller wandert.
Zu lüften wäre hier der falsche Weg, da dann noch mehr Feuchtigkeit
reinkommt. Ein paar Stunden den Luftentfeuchter laufen lassen wirkt hier
wahre Wunder.
ich heize im Sommer den keller, mit der überschüssigen solar-wärme...
> offenes Treppenhaus in den>Keller,
des ist im Winter aber auch nicht ideal, da wird er Keller ja dann mit
beheizt.. ?!
Robert L. schrieb:> ich heize im Sommer den keller, mit der überschüssigen solar-wärme...>
DAS habe ich auch schon seit langem im Auge. Wie ist dein System da
aufgesetzt?
>>> offenes Treppenhaus in den>>Keller,>> des ist im Winter aber auch nicht ideal, da wird er Keller ja dann mit> beheizt.. ?!
Im Keller ist mein Arbeitszimmer. Ein Strang der Einrohrheizung läuft
direkt im Boden, so dass es ohnehin in diesem Raum wärmer ist. Hinzu
kommt natürlich ein Heizkörper. Der Wärmeverlust nach unten im Winter
spielt also nicht die große Rolle, da unten z. T. ohnehin warm ist. Im
Heizungsraum und im Bastelkeller/Weinkeller ist es natürlich im Winter
"kalt" - geht also runter bis 15/16 Grad. Aber auch da ist es ab und
dann sinnvoll drauf zu achten, dass es nicht zu feucht wird, sonst wird
es schnell muffig.
> Wie ist dein System da>aufgesetzt?
ist alles Fußbodenheizung
im sommer sind nur die heizkreise von bad und keller offen
und vorlauf auf konstant 33°C (oder 31° weiß ich jetzt nicht mehr)
geheizt wird dann in der früh und am Abend 2 oder 3 Stunden
damit der Boden im bad warm ist (Und in der Übergangszeit das Bad wärmer
ist.)
und nur dann, wenn der buffer irgendwo in der mitte über 65°C hat.. (die
pellets-kessel heizt nur den oberen teil vom buffer, auf 60°, ...)
Das Problem ergibt sich hier nur im Winter, wenn man die Wäsche in der
Wohnung trocknet und nicht dauerlüften will. Klar, ein Teil von dem
eingetragenen Wasser kann in der Luft bleiben und spart den
Luftbefeuchter, aber alles über 75-80% Luftfeuchte ist doof.
Ben _ schrieb:> Das Problem ergibt sich hier nur im Winter, wenn man die Wäsche in der> Wohnung trocknet und nicht dauerlüften will. Klar, ein Teil von dem> eingetragenen Wasser kann in der Luft bleiben und spart den> Luftbefeuchter, aber alles über 75-80% Luftfeuchte ist doof.
Auch zum Wäschetrocknen in der Wohnung benötigt man Energie, die letzten
Endes von der Zentralheizung bereitgestellt werden muss. Hab dazu mal ne
Studie gesehen und runtergeladen, finde sie grad nicht.
Klar, von nichts kommt nichts. Im Endeffekt holt ein Luftentfeuchter
diese Wärmeenergie aber wieder zurück. Die bei der Kondensation des
Wassers entstehende Wärme wird zusätzlich zur Verlustleistung des
Verdichters vom Kältekreislauf abgegeben. Das ist genauso viel wie das
Wasser zum Verdampfen/Verdunsten gebraucht hat, und das ist gar nicht so
wenig... immerhin um 2400kJ pro Liter wenn ich mich recht erinnere.
Ben _ schrieb:> Klar, von nichts kommt nichts. Im Endeffekt holt ein Luftentfeuchter> diese Wärmeenergie aber wieder zurück. Die bei der Kondensation des> Wassers entstehende Wärme wird zusätzlich zur Verlustleistung des> Verdichters vom Kältekreislauf abgegeben. Das ist genauso viel wie das> Wasser zum Verdampfen/Verdunsten gebraucht hat, und das ist gar nicht so> wenig... immerhin um 2400kJ pro Liter wenn ich mich recht erinnere.
Ok, du lässt also die Heizung laufen, die die Wärme bereitstellt, dass
das Wasser aus der Wäsche verdunsten kann, sorgst aber mit einem
Luftentfeuchter dafür, dass du die teure warme/feuchte Luft nicht
rauslüftest, sondern energetisch ausnutzt?
Klingt kompliziert, ist aber vielleicht gar nicht so doof.
Ben _ schrieb:> Klar, von nichts kommt nichts.
Ich hatte jetzt an den Fall gedacht, wo die sparsame Hausfrau die Wäsche
vor die Heizung hängt und dann die feuchte Luft rauslüftet - DAS kostet
natürlich erst mal Heizenergie.
>Im Endeffekt holt ein Luftentfeuchter diese Wärmeenergie aber wieder>zurück.
Wenn das angeblich so einfach ist, warum nutzt man dann die
Luftentfeuchter nicht großfläcig zum Energiesparen?
Ich glaube nicht, daß Luftentfeuchter große Energiesparwunder sind... :)
Ist auch nicht der Hauptgrund, sondern eher ein angenehmer Nebeneffekt.
Der Hauptgrund ist, daß alles über 80% Luftfeuchte nicht so toll ist.
Ansonsten mach ich auch im Winter bei 20 Grad miese eine kurze
Durchlüftung, der Luftentfeuchter macht den Rest wenn das nicht reicht.
Geht beim Wäsche waschen recht schnell und dauernd durchlüften kostet
wirklich Geld...
Kara Benemsi schrieb:>>Im Endeffekt holt ein Luftentfeuchter diese Wärmeenergie aber wieder>>zurück.>> Wenn das angeblich so einfach ist, warum nutzt man dann die> Luftentfeuchter nicht großfläcig zum Energiesparen?
Arbeitet ein Luftentfeuchter denn nicht ähnlich wie eine Wärmepumpe?
Zumindest sagen sie, dass man mit Klimaanlagen im Heizbetrieb gegenüber
der rein elektrischen Heizung deutliche Einsparungen hat.
Ben _ schrieb:> Ich glaube nicht, daß Luftentfeuchter große Energiesparwunder sind... :)>> Ist auch nicht der Hauptgrund, sondern eher ein angenehmer Nebeneffekt.> Der Hauptgrund ist, daß alles über 80% Luftfeuchte nicht so toll ist.> Ansonsten mach ich auch im Winter bei 20 Grad miese eine kurze> Durchlüftung, der Luftentfeuchter macht den Rest wenn das nicht reicht.> Geht beim Wäsche waschen recht schnell und dauernd durchlüften kostet> wirklich Geld...
Im Winter ist bei uns die Luft eher trocken (45%), aber dann hol ich die
Sumpfgräser vom Balkon rein, die schlagen ne Menge Wasser um pro Tag.
80% Luftfeuchte würde bei uns dazu führen, dass die Feuchtigkeit am
Fenster niederschlägt. So 55% sind ok bei mir.
>Arbeitet ein Luftentfeuchter denn nicht ähnlich wie eine Wärmepumpe?
Um H2O zu kondensieren, muß man den Taupunkt unterschreiten, d.h. man
benötigt "Kälte". Und die Bereitstellung von Kälte erfordert Energie,
siehe Kühlschrank.
Du als Physiker kannst doch mal die entsprechenden thermodynamischen
Energiebilanzen mit dissipierter Energie und so aufstellen.
>Zumindest sagen sie
Wer sind diese "sie"?
Ben _ schrieb:> Der Hauptgrund ist, daß alles über 80% Luftfeuchte nicht so toll ist.
Wobei die 80% auch nicht toll sind. 60% - 65% sind die Obergrenze,
darüber kann es schon zu Schimmelbildung kommen.
Eben.
Das Ding arbeitet wie eine Wärmepumpe, Leistung des Verdichters etwa
200W elektrisch, macht so 400-500W Kälteleistung. Die Luft durchströmt
zuerst einen Kühler (Verdampfer), wird dort abgekühlt und die
Luftfeuchtigkeit schlägt sich an diesem nieder. Danach passiert sie den
zweiten Wärmetauscher (Kondensator), der den Kältemittelkreislauf kühlt
und die entzogene Wärme an die Luft zurückführt.
Der Kältekreislauf ist exakt so wie der in einem Kühlschrank aufgebaut
(mit Kapillardrosselrohr), nur mit etwa doppelt so viel Leistung.
Ich verwende einen Teil des Wassers immer um meinen Schwamm zum
Lötkolben reinigen feucht zu halten.
Für alles andere bevorzuge ich das Wasser aus dem Supermarkt (kostet ja
kaum was) oder aus dem Trockner, da steht es nicht so lange und wurde
auch ein wenig erhitzt vorher.