Folientunnel beheizen

Gast #7307364
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Hallo, wir haben etwas außerhalb einen Garten, da er nicht an das Stromnetz angeschlossen ist haben wir diese Woche einige alte Solarpanele installiert: insgesamt 6kWp mit 5kW Eigenbauspeicher. Nun möchten wir den Überschuss nutzen um bereits im Januar unsere Folientunnel zu bepflanzen und dafür zu beheizen. Wir haben insgesamt 4 Tunnel mit jeweils 2,5m Länge, 0,5m Breite und ~0,4m Höhe. Was ist eurer Meinung nach die beste Methode? Wir haben an simple Heizlüfter gedacht, da die Folientunnel aber nicht wirklich dicht sind geht vermutlich zu viel wärme verloren. Andererseits haben wir auch nur eine "Grundverbrauch" von 2kWh/Tag (vorwiegend Pumpen und Lampe im Hühnerstall) und können den "Überschuss" theoretisch im wahrsten Sinne in die Luft blasen. Oder macht es mehr Sinn Heizkabel zu verlegen? Danke und Grüße Kalle

(Firma: Q3) #7307391
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Tendenziell kann man sagen, dass der Energiebedarf um so geringer ist, je kleiner der Temperaturunterschied ist. Also wenn überhaupt, dann würde ich mit Heizkabel unmittelbar die Erde bzw. die direkt darüber befindliche Luft heizen.

Um mit Solarenergie zu heizen ist der Umweg über Fotovoltaik aber so ziemlich der ineffizienteste. Luft-basierte Solarthermie wäre hier am Besten geeignet. Das sind Solarkollektoren, bei denen Luft durch die Kollekoren strömt, keine Flüssigkeit ...

Gast #7307393
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Ich frage mich jetzt ja, was man sich da vorstellt, wie lange der 5Kw Speicher denn gedacht halten soll wenn der winter mal richtig kommt, also wenig Sonne da ist zum nachtanken und dennoch 2kWh/Tag weg gehen UND dann noch das Gemüse beheizt werden soll.

Jede Art von Heizung kostet in dem fall Strom. Und zwar zuviel als das die Geschichte länger als 1 oder mit sehr viel Glück 2 Tage ohne Sonne auskommt.

Gast #7307417
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Hast du Mal überschlagen, wie viel Überschuss ihr im Januar überhaupt habt? Die Luft zu beheizen macht meines Erachtens überhaupt keinen Sinn. Wenn dann das Erdreich, dort bleibt die Energie zumindest länger gespeichert. Bepflanzt oder sät ihr aus? Aussäen als Vorzucht? Dann macht es vielleicht Sinn mit der begrenzten Energiemenge nur einen kleinen Vorzuchtkasten im Folientunnel zu heizen.

Gast #7307454
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Normal fehlt im Winter eher Licht/Tageslänge bzw. Frischluft/Umwälzung im Tunnel, so dass alles Schimmelt was nicht schnell genug wächst. Ich glaub wenn’s nicht gerade friert kann man mit Lampe/Lüfter/Wärmetauscher/Noppenfolie mehr erreichen als mit „teurer“ Heizerei alleine.

Guten Appetit!

Gast #7307564
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Kalle schrieb:

wir haben etwas außerhalb einen Garten, da er nicht an das Stromnetz angeschlossen ist haben wir diese Woche einige alte Solarpanele installiert: insgesamt 6kWp mit 5kW Eigenbauspeicher.

Vermutlich handelt es sich um PV-Solarpanele? Wenn die schon älter sind, wird der Wirkungsgrad sich eher im Bereich 14..18% bewegen. Mit thermischen Solarpanelen erreichst du prinzipbedingt eine erheblich höheren Wirkungsgrad. Ein kleines PV-Modul kann allenfalls zum Betrieb von Elektrik hilfreich sein.

Gast #7307615
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Moin moin,

die einfachste und suptilste Möglichkeit für ein wärmeres Klima, wäre ein Wassertank im Folientunnel. Diesen kannst du über Glühkerzen aus dem KFZ Bereich beheizen.

De reguliert auch gleichzeitig die Temperatur in der Nacht und schützt so vor Frost.

Gruß, Stefan

#7307668
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Er hat doch die PV schon, was sollen dann die Alternativvorschläge?

Hier im Rheinland gibt es einige Felder, die von der Abwärme der Braunkohlenkraftwerke beheizt werden. Das sind immer „Fußbodenheizungen“, also unter den Pflanzen verlegte Wasserleitungen. Meist sind das Früchte, die obendrauf noch einen Folientunnel brauchen.

Wenn und solange der Strom wirklich „über“ ist würde ich den analog über Heizkabel im Boden einbringen. Der feuchte Boden speichert die Wärme schon. Geeignet wäre „Rohrbegleitheizung“, ab €2 der Meter.

#7307673
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schließe mich "der_dicke" an. wasser oder stein über Tags aufheizen und über Nacht abkühlen lassen.

direkt den Boden beheizen würde ich nicht machen. viele Pflanzen mögen das nicht.

ob du dann schon im Januar loslegen kannst bezweifle ich aber, wenigstens den Februar musste ich bisher immer abwarten. ab März braucht es lächerlich wenig Energie um frostsicherheit zu gewährleisten

Gast #7307906
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Meine knapp 6kWp auf dem Dach haben die letzten Wochen im Schnitt unter 2kWh am Tag geliefert - wenn das bei Dir nicht komplett anders ist hast Du auch gerade mal Deinen Bedarf gedeckt und nichts über...

Gast #7307927
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Nema schrieb:

2kWh am Tag

Der Fragesteller ist ein optimistischer Optimist. Bei jetzt 8h Helligkeit am Tag ist die Ausbeute minimal. Dann sind noch Regen und Wolken. Zusammengefasst hat er genau dann keinen Strom, wenn er ihn am nötigsten braucht. Es wäre einfacher, ein paar Grablichter anzuzünden. Sonnenzeiten siehe Beispiel. https://www.timeanddate.de/sonne/deutschland/berlin

Gast #7307949
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Ich bin enttäuscht!!! Die eigentliche Frage ist doch wie man einen Mikrocontroller im Tunnel rechtfertigen kann. Bisher sind alle Beiträge mit nem simplen Thermostaten lösbar. Hier fehlt mindestens eine zeitschaltung für eine Grow LED mit dimmfunktion für nen Sonnenuntergang.

Kopf hoch! Das wird schon noch.

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