Hallo,
Wollte mal aus Interesse halber mir selber eine einfache Zündanlage mit
Atmega bauen,
Der Zündzeitpunkt soll berechnet werden und anhang der Drehzahl
verstellt werden. Aber nur um ca. 6 Grad oder so..
Als Geber habe ich einen Induktivgeber.
Beim Induktivgeber weiß ich nur noch nicht wie ich das Signal für den
Controller aufarbeiten soll?
Das wäre meine erste Frage zu diesem Thema.
Der Schaltplan ist erst der Anfang. Also die mit der Zündendstufe.
Geht das bis jetzt, so wie ich mir das denke?
Also ich blick da auch noch nicht ganz durch... Hast du die Schaltung
bereits simuliert? Damit kannst du erproben, ob das Grundprinzip deiner
Schaltung funktioniert.
Gruss
PS: Zeichne das Schema ein bisschen übersichtlicher...
Ich glaube das Schema mehr oder weniger entschlüsselt zu haben: Wenn der
Optokoppler leitet hast du an der Basis des Transistors ca. 9V!!!
(sofern der Basisstrom nicht wahnsinnig gross ist). Dieser beginnt zu
leiten und durch die Zündspule fliesst ein Strom. Wenn der Optokoppler
nicht mehr leitet, sperrt auch der Transistor. Die Spannung der Spule
steigt rapide an und wird durch die beiden Dioden (D1 und D2) und durch
den Widerstand R1 begrenzt.
(Ich hoffe jetzt mal, dass ich keinen Mist erzähle...)
Die Schaltung funktioniert wahrscheinlich trotzdem nicht, da die
Spannung am Kollektor des Transistors auf über 200V ansteigt -> Tod. Und
ich garantiert noch andere Faktoren vergessen oder nicht gesehen habe...
Gruss
Stimmt. Der hält sogar 800V aus...
Wie viel Strom fliesst dem durch deine Zündspule? Nach meinen
Berechnungen sollten das ca. 300mA sein... Ich hoffe dass du weisst, das
die Spule niemals auf 12V aufgeladen wird (siehe VCEsat).
Gruss
seit wann kommt der Emitter eines npn-Transitors an 12V ????
Auserdem hat der Trnaistior nur eine Stromverstärkung von rund 10 (je
nach strom) - Basisstrom könnte dann bei einigen 100mA liegen - das
schafft der Optokoppler wohl nicht.
@ Heinz B. (Firma: PCM) (bestucki)
>Wie viel Strom fliesst dem durch deine Zündspule? Nach meinen>Berechnungen sollten das ca. 300mA sein... Ich hoffe dass du weisst, das>die Spule niemals auf 12V aufgeladen wird (siehe VCEsat).
Wie hast Du denn den Strom berechnet? Für eine Berechnung fehlen doch
jegliche Basisdaten. Eine Simson-Zündspule zieht eher 2 oder 3 Ampere,
wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe.
Jens G. schrieb:> Wie hast Du denn den Strom berechnet? Für eine Berechnung fehlen doch> jegliche Basisdaten.
Nein die Basisdaten fehlen nicht. Der Basisspannungsteiler ist durch R1
und R2 gegeben. UBE ist aus dem Datenblatt auch gegeben (1.1V). Daraus
kann der Basisstrom berechnet werden. Mit der Annahme, dass der
Transistor um den Faktor 3 übersteuert wird, ergibt dies ein Strom von
ca. 300mA.
Berechnung:
IR1 = UBE/R1 = 1.1V/470Ohm = 2.34mA
IR2 = (UB-UBE)/R2 = (12V-1.1V)/150Ohm = 72.6mA
IB = IR2-IR1 = 72.6mA-2.34mA = 70.3mA
Transistor um den Faktor 3 übersteuern -> B=4.33
IC = IB*B = 70.3mA*4.33 = 304mA
Ich hoffe es haben sich keine Fehler eingeschlichen...
Geht das so vieleicht. leider habe ich davon nicht so richtig Ahnung und
habe mir bis jetzt alles selber angeeignet. Bin gelernter
Kfz-Mechatroniker und die Elektronik hat mich immer Interessiert kenne
deswergen nicht alle Gesetzmäßigkeiten.
Hallo Sven
Zum Auswerten des Induktivgebers ist ein Frequenz/Spannungswandler
(LM2907) vollkommen wertlos. Damit könnte man sich höchstens einen
analogen Drehzahlmesser bauen.
Besteht der Induktivgeber einfach aus einer Spule und einem Magneten?
Falls ja, kommt dann zuerst der positive oder der negative Impuls und
mit welchem Winkel bezüglich des oberen Totpunktes? Wie groß ist die
Ausgangsspannung? Mit Hilfe einer einfachen Schutzbeschaltung könnte ein
Mikrocontroller den Impuls eventuell direkt auswerten (siehe oben).
Wie groß ist der Primärwiderstand der Zündspule Rp, um den maximalen
Strom berechnen zu können.
Könntest Du bitte in Zukunft Deine Schaltungen übersichtlicher zeichnen?
Gruß, Bernd
Danke für deine Antwort
Was machten eigentlich der Kondensator C5?
und mit dem übersichticher Zeichnen. Weiß leider nicht wie das in dem
Programm mit dem GND geht...
Hallo,
Schau Dir mal dieses an:
Die schalten mit einem IGBT statt eines Hochspannungsschalttransistors.
http://www.datasheetarchive.com/pdf/Datasheet-02/DSA0019953.pdf
Ein Beispiel für eine umgebaute Kontaktzündung.
http://www.gs-classic.de/download/KNT_Zuendung.pdf
Manche empfehlen einen Varistor mit 300V Schaltspannung statt C1, da C1
das abschalten verzögert. Sei der Strom durch die Zündspule 4 A dann
steigt die Spannung an C1 mit:
Q = C*U; I = dQ/dt => dU/dt = I/C = 4/0.22e-6 = 18 MV/s = 18 V/mys.
Bei einer Induktivität der Spule von 2mH lädt sich der Kondensator bis
zu
U = sqrt(I^2*L /C) = 384 Volt auf, wenn kein sekundärseitiger Funke
entsteht und nimmt dabei die Energie von 32 mJ (=0.5*L*I^2=0.5*C*U^2)
auf, die dann über Spule und Batterie schwingend vernichtet wird.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwingkreis
Hier etwa mit 7500 Hz
Ich habe schon zwei Zündungen ohne Kondensator gekillt, weil die
Zündkerze keinen richtigen Kontakt hatte ( der Test, wie weit der Funke
kommt ;-) ) und die Zündenergie sich durch den Schalttransisor ihren Weg
bahnte.
@Horst
Ein Varistor ist ok oder die 2 x ZPY100V bewirken das selbe. Ein kleiner
Kondensator kann auch nicht schaden, um die HF-Anteile zu reduzieren.
Der Transistor sollte gekühlt werden, ich würde mit max. 20W
Verlustleistung rechnen. Per Software sollte der Strom abgeschaltet
werden, falls 1 Sekunde lang keine Impulse mehr kommen.
Absichtlich ohne Zündkerze würde ich das Ganze nicht betreiben, da dann
die Zündspule auch gefährdet ist. Und Bei 700-800V Spannungsfestigkeit
sollte der Transistor nicht das schwächste Glied darstellen.
Alternativ wäre eine CDI (Capacitor discharge Ignition) denkbar. Aber
vermutlich soll eine vorhandene Zündspule verwendet werden.
@Sven
Der C5 filtert das Signal vom Induktionsgeber, damit durch den
Zündfunken verursachte HF kein zweites Zünden auslöst. Das RC Glied aus
R1 und C5 sollte jedoch keine nennenswerte Zeitverzögerung verursachen.
Eventuell kann per Software das Zeitfenster für den Induktionsimpuls so
eingegrenzt werden, daß keine unbeabsichtigte Zündung ausgelöst werden
kann.
Hallo
Ich bin Anfänger in AVR-Programmierung.Möchte auch so eine Zündanlage
bauen mit einem Hallsensor und Zündzeitpunktvorverstellung.Kann mir
jemand ein Beispiellisting in Bascom geben oder ein paar gute Ansätze?
Gruß
Bubi35
hallo,
@ Sven :
warum willst du das selbst bauen,es gab doch auch die elektronische
zündung schon beim S50!!
Grundplatte,Schwungrad (das Rote),steuerung Tauschen.
mfg
Hallo,
es gibt von Power-spark eine fertige Zündung mit einstellbarer
Zündkennlinie, Zündenergie und noch weitere Extras, damit ist eine
Einstellung von 6 Grad auf Früh bei einer frei wählbaren Drehzahl ein
Kinderspiel. Zudem benötige ich kein Leistungsfressendes Magnetfeld und
Schwungrad mehr, womit die Drehzahl und Leistung durch die Decke geht,
nur ein kleiner Lithium Ionen Akku, reicht um die Zündung unzählige
Stunden zu betreiben :-)
lg Rene