Ich habe einen Transformator mit 2x115V primär und 1x115V sekundär und
will die nachfolgende Schaltung mit Varistoren gegen Spannungsspitzen
schützen.
Ich habe jetzt mal irgendwo aufgeschnappt, dass es besser sei den
Varistor sekundär zu verbauen, ist das korrekt oder macht das eigentlich
keinen Unterschied?
Danke!
Die Spannung die zuviel ist muß ja irgendwo abfallen.
Wenn der Varistor sekundär angeschlossen ist, wirkt
der Wicklungswiderstand des Trafos als Vorwiderstand.
Primär hättest du nur den Widerstand der Sicherung.
Beachte das ein Varistor ein Verschleißteil ist mit jedem
Überspannungsimpuls den er ableitet, erhöht sich sein Leckstrom und die
Schwellspannung wird niedriger. Deswegen lieber Supressordioden nehmen
wenn die kurzfristigen Ströme nicht ganz so hoch sind. Da können die
Varistoren kurzzeitig mehr ab.
>Ich habe jetzt mal irgendwo aufgeschnappt, dass es besser sei den>Varistor sekundär zu verbauen, ist das korrekt oder macht das eigentlich>keinen Unterschied?
In der Regel sind Überspannungsschutzelemente primär- und sekundärseitig
überflüssig, da ein ausreichend dimensionierter Brückengleichrichter mit
nachfolgendem Elko kurzzeitige Spannungsspitzen sehr effektiv abfangen
kann. Gegen echte, länger andauernde Überspannungen, die auf diese Weise
nicht gefiltert werden können, hilft dann ein Varsitor sowieso nicht,
weil er die Verlustleistung garnicht aufnehmen kann.
Aber von welchen Spannungsspitzen reden wir überhaupt?
Welche EMV "Spannungsspitzen" sind gemeint, Stossspannung, schnelle
Transienten (==>Kai)?
Hier das beliebte, weit verbreitete Bild von Epcos für einen Surge
Schutz (==>Günter), z. B. L*=Trafo.
Kai Klaas schrieb:> nicht gefiltert werden können, hilft dann ein Varsitor sowieso nicht,> weil er die Verlustleistung garnicht aufnehmen kann.
Och, die Chancen stehen gut, dass zeitgleich mit der Explosion des MOV
die Sicherung am zerschmelzen ist. Rest für den Siebelko und ggfs.
Snubber.
/e: Bei der Diskussion hängt es natürlich davon ab, worum es geht. Im
µs-Bereich schmilzt eine Sicherung halt nicht. Gegen Transienten (100e
us - ms) schon.
Der Trafo wirkt bei den Strömen wo der Varistor dann aktiv ist, als
Quasi-Kurzschluß. Bringt also recht wenig.
Im Allgemeinen fährt man besser, wenn man die Ströme immer in möglichst
kleinen Flächen rückführt. Daher ist der Varistor auf der Primärseite
besser aufgehoben.
Er könnte auf der Sekundärseite wegen seinem relativ hohen ESR als
Snubber für schlechte Gleichrichterdioden einen positiven Effekt haben.
Ich habe das alles endlos durchsimuliert, aber gebracht hat es nichts.
Mein Ansatz war, damit Bauelemente mehrfach positiv zu benutzen.
Ein nicht so großer Trafo hat schon ein wenig Impedanz. Das ist
zumindest der Ohmsche Widerstand und zusätzlich die Streuinduktivität.
Von daher wäre ich auch für den Schutz auf der sekundären Seite.
>Welche EMV "Spannungsspitzen" sind gemeint, Stossspannung, schnelle>Transienten (==>Kai)?
Du weißt, was mit "Surge" und "Burst" in den CE-Messungen gemeint ist?
Kai Klaas schrieb:>>Welche EMV "Spannungsspitzen" sind gemeint, Stossspannung, schnelle>>Transienten (==>Kai)?>> Du weißt, was mit "Surge" und "Burst" in den CE-Messungen gemeint ist?
Er sollte Deinem Hinweis (und dem von Günter) nachgehen, die Frage
beantworten. Das war meine Absicht...
Ich würde vermeiden den Störimpuls zuerst zu 'transformieren' und dann
erst zu bekämpfen!
Störungen will ich nicht in meine Schaltungen einführen; diese müssen an
der Wurzel so gut wie möglich reduziert / bekämpft werden.
Auf der anderen Seite ist ein Trafo auch gleichzeitig ein Filter.
Für mich gilt trotzdem: Varistor VOR Trafo.
wartemal schrieb:> Ich würde vermeiden den Störimpuls zuerst zu 'transformieren' und dann> erst zu bekämpfen!> Störungen will ich nicht in meine Schaltungen einführen; diese müssen an> der Wurzel so gut wie möglich reduziert / bekämpft werden.> Auf der anderen Seite ist ein Trafo auch gleichzeitig ein Filter.> Für mich gilt trotzdem: Varistor VOR Trafo.
Klar vor dem, es kann aber sein dass das nicht ausreicht um den
gewünschten Schutz zu erreichen.
(hängt der Trafo an der Steckdose?)
Kurt
>Klar vor dem, es kann aber sein dass das nicht ausreicht um den>gewünschten Schutz zu erreichen.
Es kann aber auch sein, daß das völlig ausreicht, auch ohne irgendeinen
Varistor, weil Netztrafos auf der Primärseite und die
Brückengleichrichter Elko Kombination auf der Sekundärseite eine Menge
an Spannungsspitzen aushalten. Der TE soll endlich anführen um was für
Spannungssptizen es sich handelt. Da er sich nicht wieder gemeldet hat,
ist wohl sein Interesse an diesem Thread erloschen.
Kai Klaas schrieb:>>Klar vor dem, es kann aber sein dass das nicht ausreicht um den>>gewünschten Schutz zu erreichen.>> Es kann aber auch sein, daß das völlig ausreicht, auch ohne irgendeinen> Varistor, weil Netztrafos auf der Primärseite und die> Brückengleichrichter Elko Kombination auf der Sekundärseite eine Menge> an Spannungsspitzen aushalten. Der TE soll endlich anführen um was für> Spannungssptizen es sich handelt. Da er sich nicht wieder gemeldet hat,> ist wohl sein Interesse an diesem Thread erloschen.
Vill. hat er momentan keine Zeit.
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Ich habe einen Transformator mit 2x115V primär und 1x115V sekundär und
will die nachfolgende Schaltung mit Varistoren gegen Spannungsspitzen
schützen.
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Er scheint seinen Trafo ans 230V Netz zu hängen, also an die Steckdose.
Da hilft ihm ein Varistor allein nicht viel denn der merkt es ev.
garnicht wenns für die nachfolgende Schaltung und den Trafo selber
kritisch wird.
Kurt