Hallo,
Ich würde gern Daten von einem I2C Blutsauerstoffsensor drahtlos auf
einen Arduino oder Raspi übertragen. Das ganze sollte relativ simpel
werden und der drahtloser Teil möglichst nicht größer als 5x5x2 cm und
nicht schwerer als 30g. Welche Herangehensweise schlagt ihr vor?
Datenrate wären etwa 100 Werte pro Sekunde.
Entfernung/Reichweite?
Wie soll die Funk Komponente versorgt werden? Batterie/Akku? Oder
Netzteil?
Prinzipiell geht von Bluetooth über WLAN über 434/868 alles. Hängt aber
von anderen Dingen ab.
Und 100 Werte pro Sekunde ist nicht so Low End wie eine Außentemperatur
alle 5 Minuten ;-)
Wie lange soll das Laufen mit dem Akku?
Und brauchst du die Werte kontinuierlich oder reicht das auch wenn du
alle halbe Minute Mal einen ganzen Block bekommst?
Wenn das nämlich kontinuierlich läuft, fällt WLAN wahrscheinlich schon
Mal raus. Da kommst du mit nem kleinen Akku nicht so weit.
Jim schrieb:> Datenrate wären etwa 100 Werte pro Sekunde
Das ist völlig unsinnig, die Sauerstoffsättigung ändert sich eher im
Minutenabstand. Es sei denn jemand wird gerade erwürgt, aber da bin ich
mir auch nicht sicher, ob sich der Wert so schnell ändert.
Natürlich hat die Datenrate Einfluss darauf, wie lange eine Batterie
hält.
Georg
Wie schnell sich die Änderung einer Sauerstoffsättigung im Körper
"propagiert" ist zeitlich z.B. (u.A.) vom Puls abhängig.
100 Samples/sec sind daher alleine schon deshalb kompletter Unfug.
Ja, richtig, SpO2 ändert sich langsam. Nicht aber die Kurve aus der es
berechnet wird! Wenn ich diese Kurve haben möchte brauche ich schon
mehrere dutzend Samples pro Sekunde.
Bei den fertigen Geräten ist keines dabei das deine Anforderungen
erfüllt?
Zum selbstbau würde sich ein ESP32 anbieten.
Der hat BT, WiFi und breite unterstützung.
Bei 868 MHz gibt es auch eine Sendezeitbeschränkung, der darf da gar
nicht Dauersenden. Wenn also keine Echtzeitverarbeitung gebraucht wird,
dann kann ein ESP auch Daten sammeln und in grösseren Paketen versenden.
Mit einer 18650er Zelle hält der schon viele Stunden durch.
Jim schrieb:> SpO2 ändert sich langsam. Nicht aber die Kurve aus der es> berechnet wird! Wenn ich diese Kurve haben möchte brauche ich schon> mehrere dutzend Samples pro Sekunde.
Das ist einfach nur völliger Quatsch. Wohl ein schwerer Fall von
Dyskalkulie.
Georg
Jim schrieb:> Ja, richtig, SpO2 ändert sich langsam. Nicht aber die Kurve aus der es> berechnet wird! Wenn ich diese Kurve haben möchte brauche ich schon> mehrere dutzend Samples pro Sekunde.
Liefert der Sensor alle Daten für die Kurve, aus denen SpO2 berechnet
wird?
Jim schrieb:> Hallo,>> Ich würde gern Daten von einem I2C Blutsauerstoffsensor drahtlos auf> einen Arduino oder Raspi übertragen. Das ganze sollte relativ simpel> werden und der drahtloser Teil möglichst nicht größer als 5x5x2 cm und> nicht schwerer als 30g. Welche Herangehensweise schlagt ihr vor?> Datenrate wären etwa 100 Werte pro Sekunde.
Ich würde ein mini-nRF24L01P Modul nehmen (90 Cent), einen kleinen AVR
mit SPI und I2C-Schnittstelle und einen Akku. Die Werte würde man dann
zu einem Konzentrator senden (auch ein AVR mit nRF-Modul).
Ich habe hier eine einseitige Platine gebastelt (2,4cm x 4,4cm x [3mm
dick]) unter der genau ein 4x2cm (x5mm dick) 190mAh LiIon-Akku passt.
Vom Platz her kommst du also sehr gut hin. Ich habe einen abschaltbaren
Spannungsteiler um die Akkuspannung zu messen und einen Temperatursensor
mit auf der Platine.
Hast du dir überlegt wie du den Akku laden möchtest?
Ich lade den Akku nur auf maximal 4,0V per mikro-USB Buchse.
100 Werte pro Sekunden (je Wert 16 bit) machen 100*2*8=1600bit/s, da
kann er sich zwischen durch immer wieder schlafen legen da er mit
2Mbit/s oder 1Mbit/s oder 250kbit/s senden kann.
Willst du ab und zu irgend eine Zeitstempel übertragen ?
Bei einem LiIon-Akku mit 190mAh und 6 Stunden Laufzeit stehen 31,6mA zur
Verfügung.
Je nachdem wie viel Energie der I2C-Sensor zusätzlich verbraucht kommt
man damit auf wahrscheinlich bis zu 12h Betriebsdauer. Oder eben 6
Stunden wenn man den Akku schonend behandelt und nicht die ganze
Kapazität des Akkus nutzt.
Jim schrieb:> Ja, richtig, SpO2 ändert sich langsam. Nicht aber die Kurve aus der es> berechnet wird!
Kannst du das mal erklären oder hast du einen Link dazu?
georg schrieb:> Das ist völlig unsinnig, die Sauerstoffsättigung ändert sich eher im> Minutenabstand.
Halte ich für Unsinn. Wenn jemand nicht oder schlecht atmet, kann man
zuschauen wie die Sättigung sekundlich abnimmt. Ich stand da schon neben
so jemand und habe das live auf den Bildschirm verfolgen können.
Udo S. schrieb:> Jim schrieb:>> Ja, richtig, SpO2 ändert sich langsam. Nicht aber die Kurve aus der es>> berechnet wird!>> Kannst du das mal erklären oder hast du einen Link dazu?
Ich denke Jim meint mit "Kurve" die zeitliche Absorbtionskurve vom Blut.
Das entspricht vom Aussehen genau der Blutdruckkurve (nur hat man keine
absoluten Blutdruckwerte, sieht nur relativ genau so aus)
Das wollen die Ärzte gerne sehen, weil wenn die Kurve "gut", d.h. normal
aussieht und nicht im Anschlag hängt, dann ist die Verstärkung des SpO2
Sensors richtig eingeregelt und der SpO2-Wert wird korrekt ermittelt.
Der numerische SpO2 Wert wird aus dem Verhältniss der Absorbtion von
zwei verschiedenen Wellenlängen gemessen, und ändert sich natürlich
viel, viel langsamer.
(soweit ich mich recht erinnere an meine SpO2 Schaltung)
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