Empfehlung USB Mikroskop zum Platinen begutachten

#7500291
Lesenswert?

Mat. K. schrieb:

kann mir jemand so ein USB Mikroskop empfehlen? Unter 200 Euro?

Ich hab mir vor einiger Zeit das Andonstar ADSM301 für 150€ kommen lassen, und bin damit zufrieden. Sehr schönes Bild, flexible Beleuchtung, HDMI-Ausgang und auch die Möglichkeit, Bild oder Video direkt auf eine Karte zu schreiben und nicht zuletzt ist auch ein großer Abstand zwischen Linse und Platine möglich, sodass man mehr Überblick hat und mit etwas Übung auch einfache Lötarbeiten oder Nacharbeiten darunter vornehmen kann. Auf der anderen Seite kann man auch recht dicht an die Bauteile heran, und kann so auch die Lötstellen an diesem Feinstaub (01005) begutachten. Lässt sich auch prima mit einer Powerbank betreiben, sodass man recht mobil ist.

Auf der bekannten Videoplattform gibt es allerhand Vergleichsvideos, da kann man sich ganz gut einen Eindruck verschaffen.

Gast #7500298
Lesenswert?

Stereomikroskop war mir zu teuer. Ein elektrisches Mikroskop mit Ständer zu unhandlich. Nun habe eins in Stift Form, damit komme ich sehr gut zurecht. Von Andonstar, wurde mir hier im Forum empfohlen.

#7500571
Lesenswert?

Ich kann nur eins mit eingebautem Bildschirm empfehlen. Nach meiner Erfahrung sind solche mit USB-Anschluss an den Computer immer mit einer deutlichen Latenz versehen. Es geht zwar auch ohne, aber dann halt über VGA, HDMI oder was aktuell grade üblich ist. Mikroskope mit diesen Schnittstellen dürften aber über deinem Budget liegen. Übrigens lass dich durch hochtrabende Angaben nicht täuschen, die geben fast immer die Flächenvergrösserung an. Nicht den Linearfaktor. Aus dem 1600 fachen werden dann lediglich 40X linear.

Ein optisches Mikroskop hat bei gleichem Preis eine deutlich höhere Qualität.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7500590
Lesenswert?

Häufig funktioniert das auch mit einer Endoskopkamera. Ist aber mühselig die Platine damit durchzugehen. Vorteilhaft ist, dass einfach die Pads von der Seite betrachtet werden können, vor allem wenn bereits schon Teile drauf verlötet sind.

Wenn so etwas bereits vorhanden sein sollte, dann solltest Du es damit versuchen und mit dem Mikroskop vergleichen, das um Größenordnungen bessere Bilder liefern sollte.

#7500684
Lesenswert?

Keks F. schrieb:

Soll es zum Arbeiten sein, oder nur zum Begutachten vorher und nachher?

Vor allem, soll es für die Arbeit sein oder Privat.

Für letzteres reicht ein 10€ Ali-USB-Mikroskop.

Zuhause nehme ich für so was meine DSLR mit Umkehrring für's Objektiv. Kostet auch nur 10€. Wahlweise schaue ich dann durch den Sucher oder schließe die Kamera via HDMI an einen Monitor an.

Gast #7500735
Lesenswert?

Uli S. schrieb:

Aus dem 1600 fachen werden dann lediglich 40X linear.

Und dafür muss man dann so nahe heran, dass nur ein Teil des Bildes scharf ist. Oder es geht gar nicht weil die Bauteile schon größer sind als der nötige Abstand.

Mit 1,5 cm Abstand kommt meins ungefähr auf Faktor 20 (gemessen am Laptop Display) und das reicht.

Gast #7500737
Lesenswert?

Dieter D. schrieb:

Vorteilhaft ist, dass einfach die Pads von der Seite betrachtet werden können, vor allem wenn bereits schon Teile drauf verlötet sind.

Das sehe ich sogar als sehr großen Vorteil. Ich habe ein Streichholz als Abstandshalter mit Tesafilm angeklebt. So kann ich es besser ruhig und auf richtigem Abstand halten. Dann schwenke ich es hin und her um die Lötstelle aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.

#7501143
Lesenswert?

Als grossen Nachteil empfinde ich die automatische Helligkeitsregelung, die meins hat. Da will mans etwas heller oder dunkler haben, dreht am Lichtpoti und diese bescheuerte Automatik drehts dann wieder so hin, dass es genauso hell wie vorher ist. Da hat eine reine Optik natürlich gar kein Problem damit.

#7522395
Lesenswert?

Mat. K. schrieb:

Mein Monitor Ausgang hat HDMI und ich benutze ein HDMI zu USB-C Kabel.

Eingang. Und USB-C-zu-HDMI, nicht andersrum. Die Signalquelle wird zuerst genannt.

Es gibt auch HDMI-zu-USB-"Kabel"; das sind HDMI-"Grabber", die sich verhalten wie eine USB-Videokamera.

Ich glaube mittlerweile haben neuere PC-Monitore ein USB-C Eingang.

Das ist keine Glaubensfrage, es gibt Monitore, die das haben. Deutlich verbreiteter aber ist HDMI (oder DisplayPort).

Manche Monitore lassen sich auch direkt über USB-C mit Strom versorgen, aber es ist davon auszugehen, daß das ein Smartphone nicht hinbekommt.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren