Forum: Projekte & Code Zeigt her eure Kunstwerke (ab 2023)


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Mike (prophaganda)


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Da es noch keinen neuen Thread gibt dachte ich mir, ich eröffne mal...
Hoffe, dass ist so in Ordnung.

Wie lange es noch UKW gibt - keine Ahnung - jedoch wollte ich für meinen 
DDR-Tuner einen RDS-Decoder haben.
(Einige meinen, der Aufwand lohnt nicht... aber für mich eher doch)
Basierend auf dem Projekt von Bernhard S.:
Beitrag "RDS DECODER selber bauen / Rohdatendecoder Eigenbau"
habe ich mir dann mal einen gebastelt und komplett in Plexyglas gehüllt.
Ein paar kleine Anpassungen im Code waren zwar noch erfoderlich - aber 
das nur am Rande.

: Bearbeitet durch User
von J. S. (engineer) Benutzerseite


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Es gibt noch ambitionierte Bastler! Wie alt ist das Gerät? Diese 
Kopfhörerbuchsen habe ich schon ewig nicht mehr gesehen.

von Mike (prophaganda)


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Ende der 80-er Jahre.
1986 das erste Mal auf der Messe vorgestellt.
Siehe auch:
http://ifatwww.et.uni-magdeburg.de/~madaus/steuergtext/krx80t.html

Eine meiner Vorgaben war auch: Nur ein Kabel und keine zusätzliche 
Stromversorgung. 3,5mm Stereo-Klinke bot sich da an...
Weiterhin wollte ich das MPX-/Stereo-Signal nicht über ein langes Kabel 
beeinflussen.
Somit ergab sich die kleine Platine mit der Auskoppelschaltung und der 
Spannungsstabilisierung, die direkt im Receiver eingebaut wurde.

: Bearbeitet durch User
von Rene K. (xdraconix)


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Ich wollte die HDDs meiner Fujitsu Proxmox Server aufrüsten und stellte 
mit entsetzen fest das die ganzen HDD Schienen verbaut sind (wieso 
liefern die auch bloß 2 Paar mit 🤷). Und ein Satz liegt bei ca. 30€.

Ergo: Inventor an, nen paar erstellt und gedruckt... Passt wunderbar!

von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Gezeigt hier ist ein kompaktes Europakarten Einschubtischgehäuse auf 
Basis von 2x32-pin DIN41612 zur Experimentaton mit uC Projekten und 
Steuerungen im Labor.

Ich verwendete dazu ein altes zweckentfremdetes Englisches Einschub 
Gehäuse und erstellte eine eigene Multi-Lane Serielle Backplane für 
simultane schnelle und langsamere Datenübertragungen zwischen einzelnen 
Karten und Controller. Die strukturiellen Zusatzbleche wurden als Alu 
PCBs von JLCPCB hergestellt und erlaubten die Card Guides bequem zu 
montieren und die Backplane-LP an die Aluleisten zu montieren. Die 
Frontplatten Schrauben und Plastikführungen stammen von Fischer 
Elektronik. Auch die 5.08mm Lochstreifen sind von dort.

Für die Bus Datenübertragung stehen zur Verfügung:
2xRS485 (10Mb)
2xRS232
2xSPI mit mehrfachen Chip Selects (Je nach Controller bis zu 10Mb)
2x I2C
1-W zur Kartenerkennung mit DS2431
Zusätzlich SRQ, RESET, REN und spezielle Handshake Signale sind 
vorgesehen
4 Analog Eingänge sind auch vorgesehen.

Der Zweck dieses "Spielzeugs" ist eine kleinen Datenlogger und 
Systemsteuerung für Laborexperimente zu beherbergen. Als System 
Controller dienen entweder Eigenbau uC Karten oder dafür adaptierte 
PC-104 (Linux). Bedienung über LAbVIEW (TCP/IP) oder Serial/USB

Einige IO-Karten sind derzeit in Planung für TC, RTD, Relais, galvanisch 
getrennte DIO, DDS, ADCs, OPTO-22 LP Steuerung

IO Karten haben entweder SPI, I2C, oder Pro-Mini Controller drauf. Eine 
einfache Relaiskarte könnte z.B. mit nur einem Shift-Register oder 
I2C/SPI IO-Expander auskommen. Es sind also je nach Verwendungszweck 
"dumme" und "smarte" Karten wahlweise möglich,

Standard Pro-Mini Boards (168/328) können zusätzlich auf die IO-Karten 
eingesteckt werden, falls notwendig. Jede IO-Karte unterstützt wahlweise 
I2C, SPI und Pro-Mini.

Eine Thermoelement Scan Karte, z.B. könnte einen MAX31856 und Pro-Mini 
drauf haben und automatisch die TCs scannen und dann mit einem Kommando 
abrufbar machen.
Dasselbe wäre mit einer RTD-Karte möglich, MAX31865 und AVR, die dann 
schon die Messwerte linearisieren kann, weil die Scangeschwindigkeit im 
Allgemeinen sehr langsam ist. Das vermeidet eine nutzlose Belastung des 
Hauptcontrollers.

Der Vorteil dieses Konzepts ist, dass langsame und einfache IO Vorgänge 
mit I2C oder RS485 gesteuert werden können und ein schneller ADC eine 
eigene, private SPI Busverbindung haben könnte und nicht mit anderen 
Teilnehmern aufgeteilt werden muss. Karten können mit SRQ signalisieren 
ob sie Beachtung brauchen. Individuelle IRQ Leitungen erlauben direkte 
Interrupt Behandlung um SRQ Pollen zu vermeiden.

Als Controller werde ich erstmalig einen DB64 AVR Controller einsetzen. 
Ein PC mit LabVIEW SW steuert dann Labor Projekte entsprechend.

Fuer die Steuerung der Karten verwende ich einen standardisierten 
eigenen Kommandosyntax und Interpreter. Zum Beispiel, wenn ich auf Karte 
3 die TC Kanäle 1,3,7,16 messen will, dann sende ich nur das Kommando: 
U3A1,3,7,16<CR><LF und die Karte sendet zurück 
"20.3,25.6,150.3,675.3<CR><LF>
U3A sendet alle vorhandenen Werte auf einmal
U3A3,8 sendet nur Kanäle 3-8 zurück
Schalte auf Karte 1, die Relais 1-4 ein: "U1XO17,15<CR<LF>
Lese DIO auf Karte 2: "U2XI7<CR><LF>" -> "255<CR><LF>"

CRC16 und binäres Format sind unterstuetzt.

Auch wenn Europakarten heute nicht mehr Mode sind - mir gefällts. Ich 
finde es durchaus für mich praktisch und die HW sieht einheitlich und 
formschön aus. Durch die halbe Rack Breite ist es auch als Tischgerät 
noch handlich.

Die Karten sind im 20mm Raster. Bis zu 10 Karten mit 20mm Breite können 
eingesteckt werden. Jede Karte enthält ein DS2431 1-Wire EEPROM um dem 
Controller mitteilen zu können was da eingesteckt ist und macht Plug and 
Play möglich.

Die Frontplatten lasse ich als Alu LP von JLCPCB herstellen.

Ein Meanwell RT50C SMPS stellt 5V@4A, +/-15V bereit. Empfindliche Karten 
werden mit lokalen Reglern versorgt. Auf der Rueckseite sind die Buchsen 
fuer USB. Ethernet und RS232, RS485 für die Steuerung externer 
Instrumente

Gruß,
Gerhard

von Ge L. (Gast)


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Ist nicht von mir, habe ich in einem Nachlass entdeckt: hier hat sich 
jemand sein eigenes Elektronik-Experimentiersystem im Stil der Busch- 
oder Lindy-Kästen der '80er gebastelt. Die Bauteile bzw kleine 
Schaltungsblöcke sind auf Leiterplatten montiert. Diese wiederum sitzen 
auf einem Brettchen mit Führungsstiften, die in eine Lochplatte gesetzt 
werden. Verkabelt wird dann über Steckkabel für 1,3 mm Lötnägel.

Das letzte Bild zeigt die Bohrschablone und ein paar Rohlinge, um 
weitere Module herzustellen.

Das zu bauen muss eine Heidenarbeit gewesen sein. Wer den System ein 
neues Zuhause geben möchte, kann sich per pn bei mir oder in diesem 
Thread https://www.mikrocontroller.net/topic/552067#7369434 melden.

von J. S. (jojos)


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Das ist tatsächlich ein schönes System. Schade das die ollen Lötstifte 
so stark oxidieren, das ist noch einiges an Arbeit die wieder zu 
polieren.
Für Controllermodule und verschiedene Shields habe ich auch schon 
überlegt so ein Lochplattensystem zu bauen, die Module nur an 
Dupontkabeln sind ja ein sehr fragiler Aufbau. Lochplatte und Träger 
würde ich aber 3D-Drucken, Schnitzen wäre mir auch zu aufwändig.

von Gerald B. (gerald_b)


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Die "Polytronic" Kästen in der DDR waren so ähnlich, nur ohne IC

von Ge L. (Gast)


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Es sieht so aus, als ob das System noch eine sinnvolle Verwendung in der 
Ausbildung gefunden hat. Um Grundschaltungen zu verstehen, und dann als 
Projektarbeit neue Baugruppen zu konzipieren. Simatic N in klein 
sozusagen.

Kennt jemand robuste Gegenstecker für die Lötnägel? Die Dinger, die wir 
früher hatten mit der Lötöse dran sind ja dauernd abgebrochen. Was zum 
Crimpen wäre sicher besser.

von J. S. (jojos)


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Schrumpfschlauch über die Lötösen? Sollte halten.
Bei Reichelt gibt es Schraubklemmen zum aufstecken auf die Stifte, die 
mehrpoligen aber afaik nur im 3,5 mm Raster.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Soul E. schrieb:
> Hier hat sich jemand sein eigenes Elektronik-Experimentiersystem im Stil
> der Busch- oder Lindy-Kästen der '80er gebastelt.

Er hat wahrscheinlich die Inspiration von Jean Pütz aus dem Buch 
"Experimente" auf Seite 98 dafür als Vorlage verwendet. Genau so ein 
Ein- und Ausgabesystem wird da für die Hobbyelektronik vorgestellt.

von Gerald B. (gerald_b)


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Soul E. schrieb:
> Kennt jemand robuste Gegenstecker für die Lötnägel?

https://www.tme.eu/de/details/bl1.18z/stiftleisten-und-buchsen/fischer-elektronik/
Sowas hier. Nicht die flachen, mit den gedrehten Kontakten, die sind für 
manche Stifte zu eng. Es müssen die hohen, mit Gabelkontakten sein. Nur 
gibt es die auch noch in nicht abbrechbar. Finde bei Ali gerade nix 
passendes.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Hier noch ein, mit der Zeit von selbst gewachsenes 
Experimentierkunstwerk. Ist aber nicht von mir.

von Gerald B. (gerald_b)


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Analogsynthesizer im modularen Eigenbau? :-)))

von Sven D. (sven_la)


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Erbaut vom Klang und Videokünstler Petr Válek 
https://www.youtube.com/@thevape5030

von Sven D. (sven_la)


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Michael M. schrieb:
> Hier noch ein, mit der Zeit von selbst gewachsenes
> Experimentierkunstwerk. Ist aber nicht von mir.

Erbaut vom Klang und Videokünstler Petr Válek
https://www.youtube.com/@thevape5030

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Gerald B. schrieb:
> Analogsynthesizer im modularen Eigenbau?

Ja

Sven D. schrieb:
> Erbaut vom Klang und Videokünstler Petr Válek

Der Typ hat sich aber auch schon seine Hände mit dem Lötkolben 
durchlöchert. Was tut man nicht alles für seine Kunstwerke.

von Tim S. (Firma: tsx89) (freak_ts) Benutzerseite


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... Nur die Hochtöner sind "NEU", werden aber noch ersetzt durch welche 
hier vom Forum (bis 32k) - Gruß @ Markus M. (adrock), MB-Quart 190, und 
Alfred B. (alfred_b979), Linkwitz usw ... 10/2022

https://www.mikrocontroller.net/attachment/561429/IMG_20220627_010034.jpg
https://www.mikrocontroller.net/attachment/561430/IMG_20220627_014404.jpg
https://www.mikrocontroller.net/articles/Datei:Und_buchstabe_i.png

Thema Infraschall und Phasenverschiebung gegessen!
Liebe Grüße, und danke für die Hilfen...

: Bearbeitet durch User
von Thilo G. (thilo_g)


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Soul E. schrieb:
> Kennt jemand robuste Gegenstecker für die Lötnägel? Die Dinger, die wir
> früher hatten mit der Lötöse dran sind ja dauernd abgebrochen. Was zum
> Crimpen wäre sicher besser.

Für meinen Eigenbau-Analogrechner habe ich auch Lötnägel verwendet, die 
Kabel bestehen aus Buchseneinsätzen mit Lötkelch aus SUB-D-Buchsen. Der 
Schrumpfschlauch stabilisiert das auch recht gut. 4mm-Buchsen o.ä. waren 
mir schlicht zu teuer bei aktuell ca. 600 (+ Reserve für weitere 320) 
Steckplätzen. Platz spart das so auch, das Raster in der Frontplatte 
beträgt 12mm x 12mm.

Thilo

von Random .. (thorstendb) Benutzerseite


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Gerald B. schrieb:
> Analogsynthesizer im modularen Eigenbau? :-)))

Kennt ihr den? Der ist auch klasse!
https://www.youtube.com/results?search_query=look+mum+no+computer

von 900ss (900ss)


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Ich dachte die ganze Zeit es geht hier um eigene Kunstwerke.

von Tim S. (Firma: tsx89) (freak_ts) Benutzerseite


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NAS, Synology DS207, PPC133(x32)/64M-DDR1, UBoot + FreeBSD
Hat eigentlich zwei 3,5" SATA Festplatten. Es wurde einiges an 
Plastik-Nasen und Bolzen entfernt, damit ein DVD-Brenner hinein passt. 
Da es dann sehr eng wurde, musste das OS auf eine (flache) 2,5" HDD. Es 
dient zum Dumpen / Streamen und Brennen von DVD/BD, weil das Medium fast 
ausgestorben ist. Nach dem Einlegen einer CD / Stick ist der Datenträger 
per SMB, FTP, ISCSI usw verfügbar - und wird auf Knopfdruck zum ISO, 
bzw. ein USB-Stick zum Image, welches direkt auf das "große NAS" 
geschaufelt wird, falls es "anwesend" ist. Funktioniert ansonsten auch 
Standalone für unterwegs, und kann paar DVDs oder Sticks "lokal" 
sichern, und braucht nur 12V. Dafür reicht das alte u. SEHR langsame 
Teil gerade noch. Alles PCI. Es wird demnächst das einzige CD-Laufwerk 
in der Wohnung sein - Über GB-Ethernet.

Rechts daneben ehemalige NAS, Excito Bubba2, PPC333(x32)/512M-DDR2, 
Uboot + FreeBSD. War mal ein Router / NAS Kombi. (Schönes Board mit 
Linux-Pinguin Aufdruck) Jetzt dient es als "Spielzeug" für allerlei 
Sachen, wie Netfilter, Paket-Dumper, SPI + I2C + RS232 + ETH 
Protokoll-Umsetzer, oder einfach Datenlogger - und was sonnst noch so 
anfällt. 2x GBE per RGMII(?), ansonsten alles PCI und auch der "letzte" 
Mini-PCI Slot in der Wohnung. Momentan eher zum testen von gefundenen 
Schrott und Datenträgern, ohne ernste Gefahr falls damit was passiert. 
Passt in Baugruppenträger, und braucht auch nur 12V.

Anderes Bild: Router, Industrial-Board, Atom D2550(x64)/4G-DDR3, Debian
6x GBE, 6x RS232 und 2x DVB-C/T2, macht Routing und bisschen 
Application-Server für Nextcloud, OpenStreetMap, SuperTuxKart, 
Nginx+Apache-Web, TvHeadend, VPN, Tor, Dies und Das. Hat direkt WAN 
PPPoE. Eigentlich war OpenSense mit FreeBSD gedacht, nervt mich aber 
etwas, und da läuft z.B. DVB nicht rund. (Debian OK) Ebenso passt es in 
Baugruppenträger, und braucht auch nur 12V. Nichts besonders, außer dass 
es sehr klein und kompakt ist.

Es sind ausnahmslos ausrangierte- und Müllcontainer-Teile, aber leider 
noch etwas "Baustelle" in der Software. Teilweise einfach nur 
Um-Gemodded, und kein GANZ eigenes Kunstwerk. Kann auch sein dass ich 
das hier schon mal irgendwo gepostet habe... Liebe Grüße &Gn8

: Bearbeitet durch User
von Thomas W. (goaty)


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Strom-Messadapter nach Dave's uCurrent.
Mit Umschalter für Messbereiche.
Akku unter der Platine.
BNC Ausgang.
Soll ca 200kHz Bandbreite haben.
Verstärkung ist 100x.
Shunts sind von Caddoc und selbst gemacht.
(100, 10 und 1 Ohm, 100 und 10 mOhm)

von Arno R. (arnor)


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Schon lange hatte ich mir eine Lampe für meine Bastelbude gewünscht, die 
weder flimmert (auch nicht hochfrequent), noch irgendwelche HF-Störungen 
macht und außerdem exponentiell (also für das Auge linear) dimmbar und 
höhenverstellbar sein sollte. Da man als Bastler natürlich nichts kauft 
was man auch selbst bauen kann, habe ich diesen Winter endlich aus 
gefundenen Materialien die im Bild gezeigte Lampe gebaut.

Der Sockel von Zeiss Ikon mit M12 Gewindebohrung lag vor etlichen Jahren 
verrostet auf einem Schrotthaufen. Natürlich wusste ich sofort, daß ich 
den noch verwenden würde. Als dann noch ein defekter 10W-LED-Strahler 
und ein Stück 12mm-Rundstahl dazukamen, ging´s los.

Zunächst das im Querschnitt ziemlich eiförmige Rundmaterial von bis 
12,6mm auf 12,1 runtergefeilt, damit die 12,2mm-Stellringe raufpassen, 
dann glattgeschliffen, Gewinde raufgeschnitten und in den gebürsteten 
Sockel geschraubt. Der untere Stellring bekam eine Ringschraube zur 
ordentlichen Kabelführung. Ein zweiter Stellring mit einer 
Flügelschraube dient zur Höheneinstellung. Eine gummierte Rohrschelle 
hält den Strahler und ermöglicht beliebiges Drehen.

Unter der Kappe auf dem Strahlergehäuse befindet sich die Schaltung, die 
3 10W-COB-LEDs exponentiell dimmt, der Potiknopf ist links oben im Bild, 
Schalter ist neben der Kabeldurchführung. Versorgung durch einen 
12V-Bleiakku, Lichtstrom  max. ~1000lm.

Seit die Lampe fertig ist, arbeite ich fast nur noch damit. Endlich 
"sauberes" Licht da wo es gebraucht wird. Empfindliche Messungen sind 
nun ein großes Problem los geworden. Auch für alle feinen Arbeiten, wie 
z.B. das SMD-Löten, ist die Lampe perfekt.

von Max B. (citgo)


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Kleiner GPS Navigator mit ATmega16.

Grundgerüst ist ein Projekt hier im Forum von 2006.
Bastle daran schon seit Ewigkeiten immer wieder mal.
Habe es im Sandwich aufgebaut damit es als Einschub dienen kann.
Navigiert wird per Luftlinie mit einem CDI.
Dazu gibt es eine Ankunftszeit in Minuten und einen Kurs in Grad.

Die benutzte GPS Maus ist seriell und schon was älter. Hat halt Probleme 
mit dem Datum.
Ansonsten nettes Nebenprojekt in Assembler (das ich übrigens so gut kann 
wie ich ein Klavier werfen kann)
Trotzdem habe ich sämtliche Sachen neu implementiert und kam dadurch mit 
asm immer besser zurecht.

Einzelne Waypoints lassen sich per RS232 und VB Programm 
einprogrammieren.

: Bearbeitet durch User
von Reinhard R. (reirawb)



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Hollo,

die Skala für die Wasserfüllung unserer Kaffemaschine ist schlecht zu 
erkennen, zu dunkel. Also schnell mal eine Leuchte dafür gebaut.

Reinhard

von Gerald B. (gerald_b)


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Was hat es mit der Tonamphore in Bild 4 auf sich?
Ist das der Spannungsabfalleimer? ;-)))

von Reinhard R. (reirawb)


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Gerald B. schrieb:
> Was hat es mit der Tonamphore in Bild 4 auf sich?
> Ist das der Spannungsabfalleimer? ;-)))

Habe ich von meinem Schwiegervater geerbt (der ebenso wie ich Elektriker 
war), war ein Werbegeschenk von einer befreundeten 
Elektroinstallationsfirma aus Leipzig. Der Vollständigkeit halber auch 
mal die Rückseite. :-)

Reinhard

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Die Kaffeemaschine habe ich auch.

Früher wusste bei Severin noch jemand, wie man den Ausguß der 
Thermoskanne baut, damit nichts danebengeht. Der ist wohl in Rente. 
Heutzutage läßt man das von Schicki-Micki-"Designer" stylen und beim 
Einfüllen leppert immer was daneben. Blöd, dass der Wippschalter direkt 
darunterliegt. Entkalken ist spätestens dann nötig, wenn sie zu früh 
abschaltet.

Ich habe auch eine LED-Lampe danebengestellt.

von Reinhard R. (reirawb)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Früher wusste bei Severin noch jemand, wie man den Ausguß der
> Thermoskanne baut, damit nichts danebengeht. Der ist wohl in Rente.

Ja, die funktioniert noch prima, wurde noch mit D-Mark bezahlt.

Reinhard

von Mirko (mirkomikro)


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Wenn ich so das Forum durchstöber ist es schon heftig, was für ein 
Fertigungsgrad manche Projekte haben. Das hat schon was professionelles 
an sich. Einerseits bewunder ich das, andererseits gehe ich einen 
anderen Weg.

Ich mag das Prinzip aus "Alt mach Neu". Dementsprechend ist es schwer 
für mich diese Qualitätsstufe zu erreichen. Meine Projekte sind auch nur 
klein und unscheinbar. Ich habe z.B. einen kleinen Durchgangsprüfer aus 
alten Teilen gemacht, das ist aber wirklich nichts besonderes.

Mein aktuelles Projekt hingegen ist schon ganz gut geworden und ich bin 
stolz wie bolle. Es ist eine Eiernuhr (sollte eine Küchenuhr werden, 
weswegen es auch so gelabelt ist, wird aber wegen der Komplexität nicht 
mehr erweitert). Nichts besonderes für euereins, aber für mich schon, da 
es mit einem Arduino realisiert wurde. Das einzig Neue an dem Gerät ist 
das LCD Display und der Arduino.


Funktion:

Die Eier/Küchenuhr wird über einen Schalter eingeschaltet.
Das LCD wir aktiviert und ich kann mit dem Poti die Helligkeit regeln.
Mit dem Poti neben den Tasten Start und Reset kann ich zwischen sechs 
Härtegraden wählen. M Weich, M Mittel, M Hart, XL Weich, XL Mittel und 
XL Hart.
Mit der Taste Start wird der Hinterlegte Zeitwert runtergezählt.
Mit der Taste Reset wird das ganze Programm neu gestartet.
Wenn das Ei kocht leuchtet eine LED und wenn es fertig ist geht der 
Piepser an und die grüne LED auch.
Nach ein paar Sekunden wird wieder das Auswahlmenü angezeigt.


PS: Es fehlen noch Poti-Drehknöpfe/Achsen, dafür ist der Schraubendreher 
da

: Bearbeitet durch User
von 900ss (900ss)


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Mirko schrieb:
> ich bin stolz wie bolle

Am Ende geht es genau darum :)

Lass dich von den hier vorgestellten Projekten nicht abschrecken.
Manche machen das ja auch im Job und haben die Möglichkeiten, alles top 
aussehen zu lassen.

Du wirst dir wahrscheinlich über die Stromversorgung (oder den 
Verbrauch) noch etwas Gedanken machen müssen.
Der 9V Block hat nicht sehr viel Kapazität und die Spannung von 9V ist 
auch ungünstig weil die per Längsregler auf 5V gedrückt wird. Das ergibt 
hohe Verluste.

von Mirko (mirkomikro)


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900ss D. schrieb:
> Du wirst dir wahrscheinlich über die Stromversorgung (oder den
> Verbrauch) noch etwas Gedanken machen müssen.
> Der 9V Block hat nicht sehr viel Kapazität und die Spannung von 9V ist
> auch ungünstig weil die per Längsregler auf 5V gedrückt wird. Das ergibt
> hohe Verluste.

Tatsächlich ist mir bereits die kurze Laufzeit aufgefallen. Das LCD 
macht schon relativ schnell schlapp. Muss ich mir mal was überlegen...

: Bearbeitet durch User
von Jens M. (schuchkleisser)


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4 Mignons, oder gleich in Handyladegerät mit USB.
Hilft aber auch schon dolle, wenn du das Licht ausmachst wenn die Uhr 
läuft.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Mirko schrieb:
>> Der 9V Block hat nicht sehr viel Kapazität ..
> Tatsächlich ist mir bereits die kurze Laufzeit aufgefallen.

Über Probleme der 9V-Blöcke wurde im µC-net schon öfter gesprochen. Für 
Deinen Aufbau schätze ich mal 15 Stunden, bis der leer ist.

Dann mal fix einen Halter auf das Gehäuse, Platz ist ja genug.

Wer jetzt fragt, was auf dem Bild ist:
Beitrag "Re: Referenzspannungsquelle zum Justieren des Multimeters"

Mirko schrieb:
> Mit dem Poti neben den Tasten Start und Reset kann ich zwischen sechs
> Härtegraden wählen. M Weich, M Mittel, M Hart, XL Weich, XL Mittel und
> XL Hart.

Seit ich einen kleinen Eierkocher besitze, bräuchte ich einen 
Dosierautomaten für die Wassermenge, keine Zeituhr mehr. Letzte Woche 
lagen noch etliche im Laden.

Ein Ei dauert an 9 Minuten / etwa 32 Wattstunden, das bekomme ich im 
Kochtopf keinesfalls so günstig hin.

von Max B. (citgo)


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Ein einfaches Photometer mit verschiedenen Wellenlängen.
Anzeige für Transmission, Absorption, Extinktion und EBC für die 
Bierfarbe :)

Außerdem mit einer kleinen, einfachen Absorptionspektrum Anzeige die die 
Farbe der Lösung bzw. farblicher Folien bestimmen und Anzeigen kann. 
Funktioniert richtig gut.

Photometer hat eine RS232 Schnittstelle mit der es ferngesteuert werden 
kann und die Daten auch direkt an den PC geschickt werden können.

Küvettenhalter kommt aus dem 3D Drucker und kann eine RGB LED und eine 
UV LED aufnehmen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Sieht sehr professionell und kompakt aus. So ein Messgerät interessiert 
mich auch.

Beruht das Gerät zufällig auf den TCS34725 RGBW-sensor?

VG,
Gerhard

von Max B. (citgo)


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Danke schön!
Ehrlich gesagt haust da drin ein popeliger LDR.
Von den Temperaturdrifts mal abgesehen reicht mir das aber erstmal 
vollkommen aus.
Später will ich aber mal eins mit besserem Sensor bauen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Max B. schrieb:
> Danke schön!
> Ehrlich gesagt haust da drin ein popeliger LDR.
> Von den Temperaturdrifts mal abgesehen reicht mir das aber erstmal
> vollkommen aus.
> Später will ich aber mal eins mit besserem Sensor bauen.

Moin,

Ok. Jetzt verstehe ich. Anstatt der gefilterten Farbkanäle im TCS34725 
machst Du einen RGB Farben Scan, was aufs Gleiche herauskommen dürfte.

LDR ist wahrscheinlich wegen deren Eigenschaften nicht die beste Wahl. 
Eine geeignete Photodiode mit einem Transimpedanz-OPV Schaltung dürfte 
da stabiler sein und mit umschaltbaren FB Rs einen grösseren 
Dynamikbereich möglich machen.

Es gibt da auch den TSL235R günstig mit Licht-Umwandlung auf Frequenz. 
Eine I2C Version existiert auch.

https://www.sparkfun.com/datasheets/Sensors/Imaging/TSL235R-LF.pdf

Ich würde gerne das Innenleben Deiner Konstruktion sehen, wenn das 
möglich wäre. Welche Art flüssiger Samples untersuchst Du übrigens damit 
hauptsächlich?

VG,
Gerhard

von Max B. (citgo)


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Gerhard O. schrieb:
> Anstatt der gefilterten Farbkanäle im TCS34725
> machst Du einen RGB Farben Scan

Ja genau.
Ich weiß, dass ein LDR nicht die beste Lösung ist.
Es waren aber zum Teil alles Sachen aus der Krabbelkiste und für 
einfache Absorptionsmessung erstmal ausreichend.

Foto vom Innenleben kann ich später nachreichen. Ist nichts wildes. 
ATmega8 Steuerplatine und eben der Küvettenhalter.

Bis jetzt hatte ich nur Tests mit Blattgrün und Kupfersulfat gemacht.

Für die Absorptionsspektren lasse ich jegliche Wellenlänge durchschalten 
und messen. Die Ergebnisse werden in einer Exceltabelle eingetragen. 
Dadurch ergibt sich das Spektrum und an der Kurve kann man eben schön 
ablesen um welche Farbe es sich handelt beim Medium.
Im Gerät selber werden Farbe und die Datenpunkte angezeigt.

von M. Н. (Gast)


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Ich will euch heute mal meinen Reflow-Controller vorstellen, den ich vor 
2 Jahren im Corona Lockdown gebastelt habe.

Das Ganze beruht auf einer selbstgebastelten Platine:
- CPU: STM32F407VE
- Tempoeraturfühler: PT1000
- Reflow Ofen: 10€ Ebay Kleinanzeigen Pizzaofen

Die Basis-Funktionalität ist relativ simpel: Mittels Opamp wird ein 
Konstantstrom in einen PT1000 eingeprägt und über Vierdrahtmessung der 
Widerstandswert bestimmt.
(siehe frontend.png)
Ich nutze sowohl für den Konstantstrom, als auch für den ADC des STM32 
eine TL431 Referenzspannungsquelle. Dadurch werden Drifts etc. an das 
Frontend und den ADC gleichermaßen weitergegeben, und der gemessene 
Widerstandswert ist immer ausreichend präzise. Natürlich kann der 
Widerstandswert linear kalibriert werden, indem außen am Stecker einfach 
2 XLR Stecker mit eingelöteten Referenzwiderständen eingesteckt werden. 
Das ist aber nur einmal notwendig. Theroetsich ist es gar nicht 
notwendig, da, wenn präzise Widerstände in den Opamp-Schaltungen 
verwendet werden, die Messung genau genug für einen Reflow-Prozess ist.

Der PT1000 wird außen über einen 4 poligen Mini-XLR Stecker angesteckt. 
Ich habe hierfür einen normalen PT1000 verwendet, den ich an ein mit 
Glasseide isoliertes Kabel gequetscht habe (siehe pt1000-quetsch.jpg). 
Das war anfangs nur als Provisorium gedacht, bis ich etwas gefunden 
habe, wie es besser geht. Tatsächlich hat sich das Ganze aber als 
durchaus brauchbar herausgestellt. Das Kabel und der PT1000 sind einfach 
mittels Aderendhülsen verquetscht. Später habe ich die Kontakte noch mit 
einem Kleks Hochtemperatur-Silikon auf Abstand verklebt, sodass sie sich 
nicht berühren.

Der Controller steuert den Backofen über ein fertiges Solid-State 
Relais. Das habe ich damals so gelöst, weil ich keine Lust hatte, mich 
selbst um den 230V Teil zu kümmern. Mittlerweile würde ich die Platine 
vergrößern und mittels eigener Schaltung (optodiac + triac oder so) die 
Ansteuerung machen. Das SSR ist ziemlich groß... Angeschlossen wird der 
Ofen außen an einem Kaltgeräte-Ausgang

Im Reflow-Controller läuft nun ein PID Regler, der auf einer SD-Karte 
gespeicherte "Skripte" mit Temperaturkurven ausführen kann.

Das Ergebnis (result.jpg) (sorry kein besseres Bild gefunden) kann sich 
sehen lassen. Der Ofen lötet nach ein paar Versuchen nahezu brückenfrei 
bleifreie Lötpaste.

Da ich den Controller über die gesamte Corona-Zeit immer wieder 
angefasst und erweitert habe, sind natürlich auch eine gnaze Menge 
unnötiger, aber lustiger Funktionen eingebaut. Teilweise hat mir die 
Hardware auch einfach als Dev-Board gedient, wenn ich mal was 
ausprobieren wollte:

Piepser, um Ende des Lötvorgangs zu signalisieren. (Kann im script 
gesteuert werden. Theoretisch kann er also auch Musik abspielen :)

Shell Implementierung auf UART Schnittstelle (siehe screenshots)

SD Karte für Temperaturprofile, Regelparameter...

Updatefunktion über SD Karte. Einfach das .hex File auf die SD Karte 
spielen und entweder per shell update Befehl oder GUI auf LCD updaten. 
Der komplette Updatercode wird als RAM-Code in den RAM geladen beim 
updaten. Beudetet, dass man beim update alles inlusive des Updaters 
updaten kann.
ein hex file habe ich deshlab gewählt, weil man dann nur die wirklich 
benötigten Daten scrheibt und keine NULL Blöcke wie im bin file hat. 
Ebenso bietet .hex eine rudimentäre Prüfsumme, sodass zumindest ein 
kaputtes File etc vor dem Update erkannt wird und der Flash nicht mit 
Müll überbügelt wird.

Implementierung verschiederer Sicherheits- / Selbsttestfunktionen:

Wie man in shell-flags-err.png / shell.png sieht, besitzt die Firmware 
intern einige Fehlerüberwachungen um Fehler zu erkennen und den Ofen 
abzuschalten, falls etwas nicht stimmt. Dazu zählen:

- Watchdog-Überwachung
- Überwachung analoger Größen: Versorgungsspannung, Referenzspannung im 
Bezug uf interne Referenz, uC Temperatur.
- PT1000 Überwachung: Drahtbrucherkennung (Watchdog Flag 2) 
Stabilitätserkennung. Wenn eingangswert vor Tiefpassfilter zu stark 
schwingt -> Problem (Flag 3). Timing-überwachung des ADCs (Flag 5).
- CRC Prüfung statischer Configregister für PLLs etc.
- CRC Prüfung von Flash sections. Hierzu habe ich mir ein kleines 
Progrämmchen geschrieben, das im fertigen ELF file die CRCs berechnet 
und in eine Struktur hineinpatcht. Hierbei habe ich viel über das 
ELF-Format gelernt.

Besonders ist auch, dass ich die Platine einfach mal designt habe und 
später mal nach einem Gehäuse dafür gesucht habe. Besonders gut gefällt 
mir, dass das LCD auf einem eigenen UI-Board platz gefunden hat, das 
innnen in den Führungschienen hält und dann perfekt durch den Deckel 
hinausragt und oben nicht festgeschraubt werden muss. Dankenswerterweise 
hat mir ein Freund die Alu-Teile des Gehäuses in seiner CNC Fräse 
bearbeitet :)

von J. S. (engineer) Benutzerseite


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Ein Kellerfund: Echte Kunst aus den frühen 1980er Jahren im 
neoklassistischen Stil!  Ein Ausbund menschlicher Schaffenskraft in 
Sachen Gebrauchskeramik - geleitet von meinem damaligen Kunstlehrer 
Wolfgang Schlagbauer. Schöner und praktischer, als alles, was Jugendstil 
oder Bauhaus jemals hervorgebracht haben :-)

Man beachte die feine Farbwahl und Formgebung, bei welcher das 
fachmännische Auge sofort das Talent des angehenden Jungingenieurs 
erkennt. :D

Die Noten für diese einzigartigen Artfakte bewegten sich 
unverständlicherweise nur im Bereich 2 ... 3.

von 900ss (900ss)


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J. S. schrieb:
> Die Noten

Du bekommst eine glatte 6. Thema vollständig verfehlt.

von Gerald B. (gerald_b)


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Hier etwas zum Aufbessern des WAF Faktors, unseres Hobbys ;-)
Das Teracotta Dingens hat die Holde aus dem Italienurlaub mitgeschleppt.
Ihr Sohn ist "Holzwurm" und hat das Podest gezimmert.
Ich habe es dann ins richtige Licht gesetzt :D

von Andre M. (andre1597)


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Das weisse Netzkabel entstellt das Stilllleben etwas..

von Gerald B. (gerald_b)


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Andre M. schrieb:
> Das weisse Netzkabel entstellt das Stilllleben etwas..

Das ist nur das 12V Coaxkabel, nach dem Netzteil. Vorher wars schwarz, 
wie bei den meisten Netzteilen. Da hat die Holde schon gemosert, das es 
wegen der Wand weiß sein soll.
Ich werde noch eine kleine Schelle zur Zugentlastung aufnageln und das 
Kabel verstecken. Nur solange das Ding noch nicht seinen endgültigen 
Platz hat, mache ich die Schelle nicht dran. Nagele ich die auf die 
rückseitige Kante, dann stört sie garantiert beim an die Wand rücken. 
Irgendwas ist ja immer.
Soweit ich rasusgehört habe, soll das Teil irgendwo erhöht hingestellt
werden, wo man von Unten auf Grund des toten Winkels das Kabel eh nicht
sieht :-p

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7435072 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #7439018 wurde vom Autor gelöscht.
von A. K. (arnkrens)


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Hallo

Für einen Stratosphärenballon habe ich ein möglichst "professionelles" 
PSU Board gebaut (LowTemperaturePowerSystem), der Flug steht noch aus.
Auf der Platine befinden sich neben den drei LiMnO2 Zellen, drei 
StepUps, Leistungsschalter und ein 12 Bit ADC mit dem diverse 
Spannungen, Ströme und die Temperatur gemessen werden können, 
angeschlossen wird das ganze über einen SubD-HD Stecker.
Links oben gibt es eine SMB Buchse mit der eine "remove before flight" 
Schaltung realisiert wurde dh. es gibt einen Kurzschlussstecker mit dem 
die ganze Einheit stromlos gemacht werden kann.

Leider musste ich die Platine etwas modifizieren, sollte aber passen, 
fliegt ja nicht ins All;)

: Bearbeitet durch User
von A. K. (arnkrens)


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Habe jetzt noch schnell ein GitHub erstellt:

https://github.com/arnokrenslehner/LTPS/tree/main

mfg

von Paul B. (paule201)


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A. K. schrieb:
> Für einen Stratosphärenballon habe ich ein möglichst "professionelles"
> PSU Board gebaut (LowTemperaturePowerSystem)

Gibt es zufällig noch paar mehr Infos zum Projekt? Interessantes Thema!

von A. K. (arnkrens)


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Paul B. schrieb:
> Gibt es zufällig noch paar mehr Infos zum Projekt? Interessantes Thema!

Hmmmm
Wir (Bekannte) wollten einen Wetterballon starten, ich habe mich dazu 
bereit erklärt eine Stromversorgung + Datenlogger dazu zu entwickeln. 
Aus Spaß habe ich es etwas "overengineered" vor allem auch weil es so 
viele Ballonprojekte gibt bei denen schon sehr hemdsärmlig vorgegangen 
wird.
Den Datenlogger werde ich, wenn fertig, auch veröffentlichen.
Der Anspruch war jeweils es "möglichst solide" zu entwickeln um es auch 
bei etwas ernsthafteren "Forschungssachen" verwenden zu können.

Wir verwenden einen Hyowee 1000 Ballon + selbstgenähtem Fallschirm.
Als Nutzlast fliegt "der Datenlogger", eine DSLR, Actioncam und ein GSM 
Tracker als Backup.

Paul B. schrieb:
> Interessantes Thema!

Ja ist es!

mfG

von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Die angehängten Bilder zeigen eine 3D gedruckte Papierrollenhaube für 
ein Seiko DPU-40-120 Thermisches Druckgerät. Jemand gab mir so einen 
Drucker ohne die Haube. Ein Kollege von mir, kopierte mit Fusion360 als 
CAD SW ein vorhandenes Vergleichsteil von einem zweiten Drucker und 
produzierte die gezeigte Version. Im rechteckigen Ausschnitt passe ich 
dann noch eine dunkle Plastikhaube ein von einer Compactkasetten 
Schutzbehälter. Bin mit dem Resultat sehr zufrieden und ein dreimaliges 
Hoch an meinen Kollegen.

Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Falls es interessiert, zeige ich hier noch zwei Bilder mit dem 
eingesetzten getönten Fenster von einer Tonband-Compact Casettenhülle. 
Als Kleber dient 3M 467 high Tech Transfer Klebe Folie.

Gerhard

von Thomas W. (goaty)


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Mit biometrischem Merkmal ! ;-)

von G. O. (aminox86)



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Hallo zusammen,

beim Stöbern im Netz bin ich auf das Schaltnetzteilmodul DPM8605, das 
ausgangsseitig mit 60V/5A max spezifiziert ist, gestossen. Mit einem 
vorhandenen Netztrafo, der sekundär 56V/4A abgeben kann, und Teilen aus 
der Bastelkiste habe ich ein Netzgerät aufgebaut, das kurz vorstellen 
möchte.

Da das Bedienfeld des DPM eine (typisch chinesische?) mechanische 
Minimallösung hat und die Strom/Spannungseinstellung nach meinem 
Empfinden umständlich ist, habe ich ein meinen Bedürfnissen 
entsprechendes "Frontend" entworfen, zumal das DPM über eine serielle 
Schnittstelle verfügt, über die fast alle Gerätefunktionen, parallel zum 
vorhandenen Bedienfeld, ebenfalls angesprochen werden können. Aus der 
Vielzahl der Einstellmöglichkeiten des DPM sind "nur" die 
Strom-/Spannungseinstellung sowie das Aktivieren/Deaktivieren des 
DPM-Ausgangs von der Frontplatte aus möglich. Weil allerdings einige 
"Systemfunktionen" des DPM wie zB Baudrateneinstellung, Zurücksetzen auf 
Werkseinstellungen usw vom seriellen Protokoll des DPM nicht unterstützt 
werden, ist das originale Bedienfeld, an geeigneter Stelle, ebenfalls in 
das Netzteil eingebaut.

Frontseitig sind für Strom und Spannung separate Steller und Displays, 
die Soll- und Istwerte getrennt anzeigen, vorgesehen. Tasten und 
Anzeigen werden von einem (meinem Handy-Dandy-Mikroprozessor) 8048 
bedient, über den und eine zusätzliche serielle Schnittstelle auch die 
Kommunikation mit dem DPM abgewickelt wird.

Das Netzgerät konnte ich bisher nur mit einer Ausgangsleistung von ca 
200W belasten. Wegen der in dieser Situation der Ausgangsspannung 
überlagerten Störspitzen, ca 150kHz 8Vss, werde ich es ausschließlich 
als "Grob"-Netzteil einsetzen - ggf ergänze ich den Ausgang des 
Netzteils um einen LC-Tiefpass.

Ich habe einige Bilder des Projekts angehängt, deren Titel für sich 
sprechen sollten.

mfg

: Bearbeitet durch User
von Peter N. (alv)


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Die Frontplatten hätte ich lackiert oder einen Strich 
draufgeschmirgelt...

von Jens B. (dasjens)


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Für Portablen Funkbetrieb hab ich mir einen kleinen L-Match gebastelt.
Theoretisch 32 verschiedene Induktionswerte(ich hab nicht nachgemessen) 
und ein Foliendrehko mit extraschalter zum zuschalten der 2ten 
Plattenpaare.

von Torben H. (bauteiltoeter)



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Hallo,

ich möchte euch mein aktuelles Langzeitprojekt vorstellen. Planung und 
Einkauf der ersten Teile war schon 2019, seit 2022 ist das Projekt 
"benutzbar", erfährt aber (noch) laufend Updates und Änderungen.

Als Hobby bieten ein paar Freunde und ich Video-Broadcast-Services an. 
Zum Liveschnitt benutzen wir vMix (https://www.vmix.com/). Da sich ein 
Videomischer aber unpraktisch mit der Maus bedient, ich Bock auf das 
Projekt hatte und vMix eine brauchbare API über TCP/IP bietet viel die 
Entscheidung, ein Hardware-Pult für vMix zu bauen.

Das ganze Stück ist in 1_overview.jpg zu sehen.


Unten sind 12 Kanäle mit je einem OLED-Display und 4 Tastern zu sehen 
(ChannelController). Der graue Taster unten öffnet die Optionen für den 
Kanal, darüber sind Preview / Program (grün/rot) für den Mainmix, 
darüber Preview / Program für den aktuell gewählten Overlay-Kanal.
Ohne Frontplatte sieht das ganze so aus: 2_channelcontroller.jpg

Der Block rechts daneben ist für die Übergänge (TransitionController). 
Cut / Fade haben feste Tasten, darüber sind 6 frei belegbare Tasten für 
weitere Übergangseffekte (3_transitions). Rechts die T-Bar für einen 
manuellen Übergang, dadrunter die Taste für Auto-Transition.

Im oberen Teil ist ein 10.1" Touchscreen für Infos und Setup, getrieben 
von einem Intel NUC. Oben rechts ist ein Streamdeck eingebaut, das 
fliegt aber raus sobald ich den Platz im Controller für wichtigere Dinge 
brauche.

Links ist meine "Gemischtwarenabteilung" (MiscController). Auswahl des 
Overlay-Kanals, feste Tasten für Overlays (z.B. Senderlogo) und 
Bedienung des internen KVM-Switches (siehe unten).

Mechanisch sitzen die einzelnen Module auf einem Rahmen aus 20x20mm 
Aluprofil (4_alurahmen.jpg). Die Frontplatten sind aus 3mm MDF gelasert 
(für mechanische Stabilität) und dann mit 0.2mm schwarzem PLA bedeckt 
(um die meisten Schrauben und die großen Ausschnitte für die Displays zu 
verbergen).

Die Seitenwände sind ebenfalls aus MDF. Mittelfristig soll alles auf 
Plastik umgestellt werden, das MDF ist als billiger Prototyp gedacht - 
da das Gerät aber niemals unbeaufsichtig betrieben wird ist MDF auch 
nicht so wild.

Die einzelnen Frontplattenmodule sind unabhängig und jeweils mit einem 
STM32F4 bestückt. Das ganze kommuniziert über RS485 miteinander. 
Verkabelung im Inneren geht über ein 10poliges Flachbandkabel (4x GND, 
4x 12V, A, B). So hat man kein Problem mit Spannungsabfall auf der 
Leitung, hat dafür hat man natürlich auf jedem Board Spannungsregler für 
3.3V und manchmal 5V. Hat sich manchmal schon als nervig herausgestellt.

Es gibt mehrere RS485-Schnittstellen für zukünfige Erweiterungen, dafür 
habe ich einen FT4232H Quad-USB-to-UART verwendet. Eine Übersicht über 
das System gibts im Bild 5_vmixcontroller.png.

USB:
Ich habe jetzt zwei Computer im Einsatz, der große Rechner mit vMix und 
der Intel NUC im Controller selber. Man möchte im Livebetrieb aber nicht 
endlos viele Tastaturen und Mäuse herumliegen haben, daher hab ich einen 
kleinen KVM-Switch eingebaut.
Der vMix-Controller wird mit dem vMix-Computer über ein USB-Kabel 
verbunden, dann gehts auf einen 4x USB-Hub und danach auf zwei 
USB-Umschalter um wahlweise Maus oder Tastatur an beide Rechner 
anzuschließen (siehe 6_usb.png und 7_usbboard.jpg).

Mechanisch muss man bei den einzelnen Modulen natürlich schauen, dass 
Displays, Taster und Displaytaster alle auf die richtige Höhe kommen. 
Der Misc-Controller oben links (9_misc_front.jpg) besteht zum Beispiel 
aus 4 Platinen (10_misc_puzzel.jpg, 11_misc_rear.jpg)

Das grüne Board ist mein STM32F4-Modul. Beinhaltet einen 3.3V Step-Down 
und den Controller mit Quarz und Blockkondensatoren.

Sobald die Frontblende drauf ist und die OLED-Displays abdeckt sieht man 
auch, dass die Chinesen die OLEDs krumm kleben: 12_oled_krumm.jpg
Das Display sitzt definitiv gerade auf meiner Platine. Mit heißer Luft 
kann man aber den Kleber lösen und das Display ausrichten.

Die Software auf dem NUC ist in Qt5 + QML geschrieben. Sie bietet 
Einstellmöglichkeiten und stellt die Verbindung zwischen den einzelnen 
Modulen und vMix her. 13_transitionAssignment.png zeigt zum Beispiel das 
Auswahlmenü für die sechs Displaybuttons auf dem TransitionController. 
14_hardware_overview.png zeigt die Übersicht über die Module und ob es 
CRC-Fehler oder Timeouts gab.


Und zu guter Letzt ein Bild aus dem Einsatz: 15_sdr_academy_2023.jpg
Livestream der Software Defined Radio Academy 2023 in der HAM Radio in 
Friedrichshafen.

von Frank G. (frank_g53)


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Gefällt mir gut.
Eine Frage zu Bild 9:
https://www.mikrocontroller.net/attachment/612210/9_misc_front.jpg

Wie hast du die Tasten mit dem grünen Display gebaut? Oder gibt es die 
fertig zu kaufen?

von Torben H. (bauteiltoeter)


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Vielen dank,

Frank G. schrieb:
> Wie hast du die Tasten mit dem grünen Display gebaut? Oder gibt es die
> fertig zu kaufen?

Das sind fertige Displaytaster, in dem Fall "LC24.2".
Hab ich aus alten Frontblenden ausgeschlachtet, manche der Displays sind 
auch schon nicht mehr so toll.

Neu gibt es sowas von NKk (Google NKK SmartSwitches). Achtung, nur im 
Sitzen suchen, die Preise sind heftig.

von Mampf F. (mampf) Benutzerseite


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Was macht die "Mouser"-Anbindung?

von Jonas G. (9k81g4n3y)



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Mal wieder ein Kurzzeitwecker von mir. Diesmal in einem moderneren 
Design.

Das Gehäuse ist 3D gedruckt und dann mit Autospachtel und Schleifpapier 
geglättet worden. Danach wurde es mit schwarzer Farbe lackiert.

Die 2mm Plexiglasscheibe wurde mit einer CNC Fräse zugeschnitten und 
danach noch die Kanten mit Schleifpapier bearbeitet. (Beim nächsten mal 
muss ich das etwa 1-2mm größer aussägen, damit ich noch Material zum 
Schleifen habe. Bei dieser ist die Plexiglasscheibe minimal kleiner als 
der 3D Druck)

Die Verbindungskabel im Gehäuse sind etwas lang geraten :-D

Das ganze wird über ein LiPo Akku mit Strom versorgt, ein tp4056 kümmert 
sich über eine USB-C Buchse um den Ladevorgang. Ein Atmega 328P ist 
verbunden mit dem tp4056 und die anderen Teilen und zeigt nun endlich 
an, wann der Ladevorgang fertig ist.

Die zwei Lücken im Deckel hinten dienen für einen Haken zur 
Wandhalterung.

von Jens B. (dasjens)


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Jonas G. schrieb:
> Mal wieder ein Kurzzeitwecker von mir. Diesmal in einem moderneren
> Design.

Modern wäre OLED.

Oh, du schriebst ja "moderneren", da bleibt ja noch was für paar neue 
Versionen :P

> Die Verbindungskabel im Gehäuse sind etwas lang geraten :-D
>
Da gibt es eine Erfindung, nennt sich Seitenschneider :P

Hübsches Teil, gefällt mir.


@Thorben: Wow. Was für ein Aufwand, aber nicht schlecht.

von Torben H. (bauteiltoeter)


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Mampf F. schrieb:
> Was macht die "Mouser"-Anbindung?

Es sollte natürlich "Mouse" heißen

von Armin K. (-donald-) Benutzerseite


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Jonas G. schrieb:
> Plexiglasscheibe wurde mit ... Schleifpapier bearbeitet.

Plexiglaskanten zieht man am besten mit einem Stück scharfkantigen Blech 
oder Glas ab.

von Baku M. (baku)


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Moin zusammen!
Mein Antistresstraining hat nach der multimedialen M28
(Beitrag "Re: Zeigt her eure Kunstwerke (2020-2022)")
das nächste Produkt hervorgebracht. Nicht nur, dass es ein gar
erbauliches und kontemplatives Drechseln und Klöppeln war, so erfüllt
das Gerät auch einen Zweck, der in der heutigen Zeit wichtiger denn je
ist. Das

Meet-O-Meter

Die Funktion ist einfach: mit den Dezimalwahlschaltern stellt man links
den durchschnittlichen Stundensatz (€/h, dem aktuellen
Kalkulationsschema zu entnehmen) der Teilnehmer ein, rechts die Anzahl
der Teilnehmer des Meetings.
Drückt man den roten Knopf, beginnt das Meeting und die aktuell
aufgelaufenen Kosten werden in den wundervoll magisch leuchtenden
Ziffern auf dem Dach des Meet-O-Meters angezeigt. Eine rote
Kontrolleuchte zeigt an, daß das Meeting läuft, durch einen kurzen Druck
auf den Taster lässt es sich, z.B. bei Raucherpausen, pausieren. Eine
Änderung der Teilnehmerzahl lässt sich jederzeit durchführen und wird
sofort übernommen.
Auf diese Weise wird, dank der großen Nixies weithin sichtbar, jedermann
sofort deutlich, was dieses sinnlose Meeting gerade schon wieder kostet!
Damit man das ganze auch in jedes Meeting mitnehmen kann und nicht immer
eine Steckdose suchen muss, wird das ganze von einer angeflanschten
USB-Powerbank versorgt, die auch für exzessive Besprechungen genug Strom
liefert.

Als besonderer Gimmick erscheint nach Erreichen einer einstellbaren
Schmerzgrenze auf dem linken Podest ein kleiner Controller, der bei
weiter steigenden Kosten zu rotieren beginnt...
Die Figur sieht zwar aus wie ein Buddha, hat aber keinerlei religöse
Implikationen, sondern ähnelt rein figürlich einem (namentlich
bekannten) hochgeschätztem Ex-Controller, dem jede Geldverschwendung ein
Gräuel war.

Realisiert ist das ganze mit einem ATMega4808 zur Steuerung, nebst
etlichen Treibern und Eingangsmultiplexern für die Schalter, einem
Superduper DC/DC-Wandler für die Nixies, den ich aus dem Internet
abgekupfert und optimiert habe (Von 5V auf 180V schreit nach einem
Split-Inductor!) mit einem begeisterndem Wirkungsgrad. Das ist eben das
schöne, wenn man einzelne Kunstwerke baut und keine Serie, da braucht
man beim Wandler nicht auf den Cent zu achten.
Die ganze Mechanik wurde auf meinem simplen Ender3pro gedruckt, hübsch
ist wohl anders.
Aber hübsch ist ja auch nicht meine Kernkompetenz...

Wie immer kann ich Schaltpläne, Software und diesmal auch 3D-Modelle auf
Nachfage zur Verfügung stellen, das alle hier abzuladen wäre nur ein
unnötige Last.

Natürlich hätte ich die Funktionalität auch an einem Nachmittag auf
einer Webseite auf irgendeinem Server oder einer Äpp fürs Händy bauen
können. Aber die Darstellung in großen, realen, glühenden Ziffern
erscheint mir deutlich eindrucksvoller als jedes schnödes
Computerbildchen es sein kann :-)

Ganz zum Schluß habe ich dem Gerät noch eine 'Schutzkappe' verpasst, für
den Transport. Nachdem ich nach einem nächtlichen Sneak-Preview mit
ausgesuchten Kollegen und alkoholischen Getränken die ganzen Röhren
wieder im Garten zusammensammeln musste.

Und hier noch ein Video, wie bei 500€ der kleine Controller rauskommt,
und bei 600€ zu rotieren beginnt:

http://www.wirrtuell.org/uploads/meet-o-meter_k.mp4

von Mark S. (voltwide)


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Jau, das macht Sinn!

von Jens M. (schuchkleisser)


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Die.
Teuren.
Röhren.

Welche sind's?

Wie viel der Counter wohl weiterläuft weil die Leute über das tolle 
Display reden... ;)

Sehr schön gemacht, auch weil der Controller bei 700 noch mal nen Gang 
zulegt. :D

Die Wandlerschaltung von 5V auf 5 Röhren interessiert mich schon. Ein 
Auszug aus dem Schaltplan plus Trafobauanleitung abzubilden, ginge das, 
bitte?

von 900ss (900ss)


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Jens M. schrieb:
> Welche sind's?

Könnten IN-18 sein. Da kommt der Controller auch auf Drehzahl..... :)

Baku M. schrieb:
> Meet-O-Meter

Schönes Projekt, könnte ich auch gebrauchen :)

Die Wandlerschaltung 5V-180V mit Trafodaten würden mich auch 
interessieren :)

: Bearbeitet durch User
von Baku M. (baku)


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Moinsen,
schön, wenn es gefällt :-)
Die Nixies sind ehrwürdige ZM1024 (60mm hoch).

Schaltung des Wandlers und Bild der Platine habe ich angehängt.
Der Übertrager ist von Würth, bei Mouser erhältlich:
https://www.mouser.de/ProductDetail/710-749196111
Ist nicht ganz billig und ein wenig zweckentfremdet, aber gut.
(Ist im Schaltplan blöd gezeichnet, aber ich habe die CAD-Daten von 
Mouser einfach übernommen, und da ist der Übertrager leider nur ein 
Kästchen, so daß man die eigentliche Schaltung nicht erkennen kann, 
vielleicht sollte ich da nochmal ein eigenes Symbol malen...)

Die Stromversorgung ist etwas überdimensioniert, aber ich habe hier noch 
einige Z5680 (gute 10cm hoch) rumliegen, mit denen ich auch noch was 
bauen will und wollte das Rad nicht zweimal drechseln. Das ganze läuft 
bei gutmütigen ~150kHz.

Und-upps- gerade gesehen: VCC ist dicht am Wandler mit 5*22µ MLCC 
abgeblockt, die sind im Bildauschnitt leider verloren gegangen.
IdS,
Baku

: Bearbeitet durch User
von Max B. (citgo)


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Moin,

Ich habe mir einen kleinen Backgammon Computer gebaut da ich auch mal 
ohne menschlichen Spieler spielen wollte und das auf meinem physischen 
Brett.
Für Schach gibt es ja den SHAH Schachcomputer auf AVR Basis.
Für Backgammon gab es leider nix.

Es gibt 3 Schwierigkeitsstufen und man kann auswählen ob der AVR würfeln 
soll oder ob man seine eigenen Würfel benutzen möchte.

Züge gibt man per Cursortasten ein.

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)



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Ein Rigol MSO5000 Digital Adapter.

Der Original "Kabelschwanz" mit den vielen Drähten hat mir nicht 
gefallen, ich wollte einen Adapter, der die 16 Digitalkanäle sowie GND 
zur Verfügung hat. 3,3V und 5V reichen mir aus. Man kann bei einer 
kleineren Spannung eine externe Spannung von bis zu 2,3V anschließen.
Die Eingänge sind galvanisch getrennt zum Oszilloskop (DCDC-Wandler), 
wobei man GND extern und GND Oszi mit einem Jumper doch brücken könnte. 
Lt. Datenblatt kann die Trennung bis zu 130MHz, was ebenfalls in den 
meisten Fällen voll ausreicht.

D0..7 können als 3,3V oder 5V gejumpert werden,
D8..15 getrennt als 3,3V oder 5V, somit kann man jeweils bis zu 8 
Signale einer Spannung messen und die anderen 8 mit einer anderen 
Spannung.

D5 und D6 geht zusätzlich auf LED's um schnell einen Low/Open/Hi Pegel 
zu erkennen (Led: blau/aus/rot).

Mit D7 oder D15 kann eine Spannung eingespeist werden, wenn man nicht 
3,3V oder 5V jumpert (für z.B. kleinere Spannungen).

Jeder Eingang ist mit einem Überspannungsschutz von 5V versehen.

Da das MSO5000 Oszi die 50-Polige Stiftleiste ziemlich tief versenkt 
eingebaut hat war eine recht lange Buchsenleiste nötig, die musste ich 
extra beim Hersteller bestellen. Ein 3D Druck für den korrekten Abstand 
und passgenau für den tiefen Schacht sowie 1,8mm Abstand für die 
Lötpunkte der RM3,81mm Stecker. Die Buchsen habe ich schon in Schwarz 
bekommen, die Stecker in Schwarz waren noch nicht lieferbar.
Oben auf der Platine war kein Platz mehr für eine Beschriftung der 
Stecker, daher ist die nun unten und im 3D Druck ist bei den Stellen 
frei so dass man den Bestückungsdruck unten lesen kann.
Die Platine ist 4-Lagig, 2 haben nicht gereicht. Bestückt habe ich die 
Bauteile unter dem Mikroskop. 12 IC's, insgesammt 100 Bauteil auf 
97x32mm. Unten ist kein Bauteil.

Aktuell habe ich leider keine schnellere Signalquelle als 15MHz um die 
ganze Bandbreite zu testen.
Dennoch finde ich, es ist gelungen. Ein paar digitale Signale messen, 
einfach ein paar Drähte an die Buchsen ran schrauben.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7530165 wurde vom Autor gelöscht.
von Al. K. (alterknacker)


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Nachbau eines LC80 DDR Einplatinenrechners.(1985-87 ?)
Tastatur  und Anzeige ein alter Taschenrechner mit Minianzeigen.
Netzteil auch Analog mit ET65 mit abgesägter Grundplatte.

Der Bus wurde an das Robotron Kartenanschluss K1510/K1520 angepasst.
Dadurch konnte ich Diese Karten auch an den LC80 Nachbau anschließen.
Fädeldraht gab es nicht.
Habe fasst alle Verbindungen Oberirdisch gelegt.
Eine Herausforderungen waren die DDR IC-Fassungen, auch noch alt und 
gebraucht.
Ab und zu wurden die Buchsen der Fassungen mit etwas guten Kontaktfett 
mit viel CU Staub bearbeitet.
Die Lötstellen mussten gut ausgeführt werden.
Aussehen wahr untergeordnet, sicherer Kontakt war wichtig
sonst wäre so ein Teil nie Funktionsmäßig in Betrieb gegangen.
Sogar die Tastenbezeichnung ist neu mit den DDR Teilen
gemacht.
Davon habe ich noch ein paar Muster.
Gehäuse aus Holz, lässt sich einfach bearbeiten und war verfügbar.


Mit dem Nachbau konnten 680 Mark der DDR Notenbank gespart.
89-92 wurde dies alles wertlos.
Leider nicht aufgehoben, wäre jetzt einer 3D Besichtigung wert.
;-))

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von Mampf F. (mampf) Benutzerseite



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I proudly present the first and only VFD-Nachtprojektor-Uhr mit IVL2-7/5 
🥳🥳🥳

Das letzte Bild ist ein Vergleich mit meinem Sony Wecker, um die 
Helligkeit einschätzen zu können.

Objektiv ist ein uraltes M42-Objektiv. Der Bildkreis ist ja für 
Kleinbild und die Ziffern des VFDs haben zufälligerweise die passende 
Größe.

Die Objektive 1:2,8 mit f=135mm gibts für (weniger als) 20€ auf eBay und 
das Objektiv ist perfekt.

Anodenspannung wird mit einem isolierten 24V DCDC erzeugt, wobei der 
positive Ausgang auf GND liegt, man hat also -24V. Die Segmente und 
Gates werden über BSS84 direkt von einem STM32 mit 3,3V angesteuert. 
Insgesamt also sowas 27,3V.

Filament wird über einen MOSFET Gate-Treiber betrieben. Der Ausgang der 
Brücke wird AC-gekoppelt und im Potential auf ca -22V gezogen. Der Bias 
ist einstellbar über ein Poti.

Software hat einen json-rpc über USB VDC implementiert, damit kann man 
dann die Uhrzeit stellen usw ...

: Bearbeitet durch User
von 900ss (900ss)


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Mampf F. schrieb:
> the first and only VFD-Nachtprojektor-Uhr

Respekt, schöne Idee und gut umgesetzt.

von Uuu B. (hansdampf2)


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Zum Mikroskop umgebaute Webcam... Der Klebeband-Spender war schön schwer 
und steht ohnehin in Griffweite am Schreibtisch. Verwendet wurde ein 
Vario-Objektiv aus der Bucht und eine Webcam mit 1080 Auflösung. Als 
Programm kommt "ContaCam" unter Windows zum Einsatz.

von Mampf F. (mampf) Benutzerseite


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Uuu B. schrieb:
> Zum Mikroskop umgebaute Webcam...

Geniale Idee ... Hab noch eine schöne USB-Cam mit hoher Auflösung mit 
C-Mount, vlt gibts da auch passende Objektive dafür 🤔

von Peter N. (alv)


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Mampf F. schrieb:
> mit
> C-Mount, vlt gibts da auch passende Objektive dafür

Sollte kein Problem sein, für C-Mount gibt es jede Menge Objektive...

von Ulrich B. (ulrich_b665)


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Kleine Spielerei mit dem Raspberry Pi Pico: Visualisierung des Flickerns 
z.B. von LED-Lampen, implementiert in MicroPython.

Auf der linken Seite des Displays ist der minimale und maximale ADC-Wert 
des OPT101-Sensors dargestellt, rechts die berechnete Flimmerfrequenz.

Source und (minimalistische) Schaltung gibts auf GitHub:
https://github.com/ulbo/flickertester

von Wastl (hartundweichware)


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Ulrich B. schrieb:
> Kleine Spielerei mit dem Raspberry Pi Pico

Wie ich diese Steckbrett-Kabel Verkabelungen liebe ....

von 900ss (900ss)


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Wastl schrieb:
> Wie ich diese Steckbrett-Kabel Verkabelungen liebe ....

Du verstehst halt nichts von Kunst ;)

von Peter N. (alv)


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Wastl schrieb:
> Ulrich B. schrieb:
>> Kleine Spielerei mit dem Raspberry Pi Pico
>
> Wie ich diese Steckbrett-Kabel Verkabelungen liebe ....

Diese ist doch noch ziemlich übersichtlich...

von Johannes T. F. (jofe)


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Hier das Resultat meiner Platinenfertigung vom letzten Wochenende: Ein 
Testboard mit einem Triac BT136-800E, MOC3071 (Random-Phase Triac Driver 
Optocoupler) sowie einer (Energie-sparsamen) Nulldurchgangserkennung mit 
Optokoppler EL817 nach der Onsemi-AppNote
https://www.onsemi.com/pub/Collateral/AND9282-D.PDF

In Verbindung mit einem µC (und ggf. einer Funkentstördrossel in Reihe 
zur Last) z.B. als Phasenanschnittdimmer verwendbar.

Die Leiterbahn zwischen Schraubklemme und Sicherungen ist leider zu dünn 
geraten (1 mm statt 2 mm wie die anderen lastführenden Leiterbahnen); 
dies ist mir erst beim Bestücken aufgefallen, aber ist eh nur ein 
Testboard und wird nicht für höhere Leistungen verwendet.

: Bearbeitet durch User
von Peter N. (alv)


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Sind die Leiterbahnen gemalt oder geklebt?

Sehen aus wie meine Frühwerke, bevor ich mit NewIO und Plotter 
arbeitete.

von Johannes T. F. (jofe)


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Peter N. schrieb:
> Sind die Leiterbahnen gemalt oder geklebt?

Das Layout hab ich mit KiCad erstellt. Damit kann man auch „kurvige“ 
Leiterbahnen ziehen.

von Falk B. (falk)


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Johannes F. schrieb:
> Das Layout hab ich mit KiCad erstellt. Damit kann man auch „kurvige“
> Leiterbahnen ziehen.

Nett, aber eine SOOO einfache Platine kann man auch auf Lochraster 
machen.

von 900ss (900ss)


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Falk B. schrieb:
> Nett, aber eine SOOO einfache Platine kann man auch auf Lochraster
> machen.

Sieht aber längst nicht so schön aus. Selbst wenn man sich sehr viel 
Mühe gibt.

von Johannes T. F. (jofe)


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Falk B. schrieb:
> Nett, aber eine SOOO einfache Platine kann man auch auf Lochraster
> machen.

Naja, Netzspannung und Lochraster passen für meinen Geschmack nicht so 
gut zusammen. Da müsste man ja jedes zweite Lötauge wegkratzen, um die 
erforderlichen Abstände einigermaßen einzuhalten.

Und wesentlich größer würde es außerdem werden.

von Falk B. (falk)


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Johannes F. schrieb:
> Naja, Netzspannung und Lochraster passen für meinen Geschmack nicht so
> gut zusammen. Da müsste man ja jedes zweite Lötauge wegkratzen, um die
> erforderlichen Abstände einigermaßen einzuhalten.

Ja und? Dann tu das! Das geht einfach und schnell mit einem etwas 
größeren Bohrer, so 3-5mm. Ich hab schon Tests mit 10kV auf Lochraster 
aufgebaut.

>Und wesentlich größer würde es außerdem werden.

Keine Sekunde. Die Bauteil und Leitungsdichte ist extrem gering!

: Bearbeitet durch User
von Matthias (matti15898)


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Mein Timer für die Kaffeemühle mit automatischer Abschaltung für die 
Kaffeemaschine ist sicher nur in meinen Augen ein "Kunstwerk".

Aber es ist für meine Verhältnisse gut gelungen und eines der wenigen 
Projekte, das den Bastelkeller überhaupt verlassen hat und fast täglich 
im Gebrauch ist.

von Jasson J. (jasson)


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Bei mir passt der Ausdruck "Kunstwerk" schon gut
-
hatte auch andere Bezeichnungen wie
"Die Wutprobe"
"Man of commitment, focus and sheer fucking will"
"Abstrakte Kunst"
"Things that should not work"

> fühlt euch frei, weiteres zu ergänzen.
>> long story here:
Beitrag "RGB+W U-Profil Inlay-Controller"

Jedenfalls habe ich RGB+W 12V Strips in U-Profil geklebt und mir in den 
Kopf gesetzt, den Umsetzer von Serial-Telegram auf 4 mal PWM mit in das 
U-Profil zu integrieren und nicht mehr als das erste 3´er LED-Segment zu 
opfern.
Am Ende habe ich per Hand einen Mega48 im TQFP Gehäuse und 4 
Transistoren im SOT-23 per Hand in einem im Prinzip makroskopischen 
Bonding verlötet.
Der erste Prototyp ist nicht schön - eher ein Proof-of-Concept.
Aber er funktioniert.
-
Connector ist letztlich ein Bunch von Pfostenleisten mit 4 mal Plus und 
Minus, RXD, TXD und dem standard 6-PIN Programming-SPI Layout.
-
Der Mega48 ist es geworden, weil der in meinem Fall 4 Hardware PWM 
liefern kann, die ich dann software-seitig noch 255 Mal hinter einander 
Reihe um in die Region von 16 Bit zu kommen.
Effektiv war ich mit 8 Bit Auflösungen noch nie glücklich bei 
Licht-Geschichten.

von Baku M. (baku)


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Jasson J. schrieb:
> hatte auch andere Bezeichnungen wie
> "Die Wutprobe"
> "Man of commitment, focus and sheer fucking will"
> "Abstrakte Kunst"
> "Things that should not work"

Höhö! Ich erinnere mich da eines aktuellen Threads 'THT vs. SMD'.
Man kann auch mit SMD gut basteln, ohne dabei gute, alte THT-Bauteile 
wegwerfen zu müssen! Man muss es nur wollen :-)
Und können...

IdS!
Baku

von Jasson J. (jasson)


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Jasson J. schrieb:
> Bei mir passt der Ausdruck "Kunstwerk" schon gut
> -
> hatte auch andere Bezeichnungen wie
> "Die Wutprobe"
> "Man of commitment, focus and sheer fucking will"
> "Abstrakte Kunst"
> "Things that should not work"
>
>> fühlt euch frei, weiteres zu ergänzen.

Mir ist selbst auch noch einer eingefallen
-
Männer, die auf Platinen starren

von Sebastian S. (dsebastian)


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Uuu B. schrieb:
> Zum Mikroskop umgebaute Webcam...

Ist dir denn mit deinem Mikroskop aufgefallen, dass im Bild 
"Zwischenablage01.jpg" die Lötstellen links im Bild zum IC irgendwie 
nicht so toll aussehen? Mir scheint da das Flussmittel etwas faul 
gewesen zu sein...

von Carsten W. (eagle38106)


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Baku M. schrieb:
> Schaltung des Wandlers und Bild der Platine habe ich angehängt.

Was hast Du für eine USB-Buchse verwendet?

von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Gezeigt hier ist ein frühes Erstlings-Projekt von mir als ich um 1974 
noch Lehrling in D war. Es handelt sich um eine kompakte Frequenzanzeige 
für ein Amateurfunkgerät im 144MHz Band für den Frontplatteneinbau im 
geschirmten Gehäuse. Gezählt wurde der hochgemischte VFO des Funkgeräts. 
Die ICs erstand ich von Völkner. Die LEDs waren Spenden (Labsamples) 
verständnisvoller Kollegen.

Bitte entschuldigt die grottenschlechte Bildqualität. Ich hatte damals 
keine gute Kamera mit der man in der Nähe fotographieren konnte und es 
geriet leider extrem unscharf und hatte bis dahin auch keine Kamera. 
Aber man kann wenigstens das Konzept erkennen.

Der Frequenzzähler beruht auf Fairchild FND357 7-Segment LED Displays. 
Angezeigt wurden nur 1Mhz bis 1kHz Stelle. Angesteuert über DM9368 und 
7490. Der DM9368 LED Treiber sorgte auch für die Speicherung des 
Zählerstands. Diese formten also die jeweiligen Zähldekaden und konnten 
je nach gewünschter Auflösung nach Belieben aufgereiht werden, um mehr 
Stellen zu erhalten. Die verbleibenden Bords enthielten die Zeitbasis 
und die Ablaufsteuerung und den Eingangs-Verstärker und TTL Wandler. Der 
HC-6/U Quarz war ein 1MHz Typ von Quarzkeramik. Zusammengehalten wurden 
die einzelnen Bords mit M2.5 Schrauben und Abstandshülsen. Auf der 
Rückseite befanden sich die Interverdrahtung der Zähldekaden und 
Steuerungslogik.

Das Teil ging mir leider im Lauf der Zeit verloren. Das war halt 
notgedrungen vor uC und Co. Wenn man mal von Intersil LSI wie 
7208/7217/7207A mal absieht, die ich mir aber damals nicht leisten 
konnte.

Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Max B. (citgo)


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Ahhh.. wer kennt ihn nicht, den ELV Turm aus den 90ern? :)
Hat irgendwie was. Und da ich nostalgisch bin und gerne bastle habe ich 
mir so einige Sachen in Gehäuse gepflanzt und auf meinen Arbeitstisch 
gestellt.

Nein, ich bin das nicht auf dem Foto. Das ist von ELV :)

Aber auf dem anderen Bild sieht man meine selbstgebastelten "Kunstwerke"

- Elektronische Last / Akkutester max. 100W
- AVR Transistortester und Ohmmeter nach Zabex
- LM317 Netzteil
- Batteriebetriebenes Netzteil mit Festspannungen 2,5V, 3,3V, 5V, 9V, 
12V
- Frequenzgenerator bis 20kHz
- Frequenzzähler bis 50MHz
- AVR Gewittermonitor (oben links die Antenne dazu)
- Signalverfolger / -Injektor
- AVR Chipbasic Computer
- TinyBasic Computer
- Und ein China-Scope

Alles keine Profigeräte aber dafür selber gebaut. So ein paar Sachen 
sollen noch dazu kommen. Eventuell hole ich mir nochmal so ein 
China-Oszi und baue es auch in ein Gehäuse.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Max B. schrieb:
> Ahhh.. wer kennt ihn nicht, den ELV Turm aus den 90ern? :)
> Hat irgendwie was. Und da ich nostalgisch bin und gerne bastle habe ich
> mir so einige Sachen in Gehäuse gepflanzt und auf meinen Arbeitstisch
> gestellt.
>
> Nein, ich bin das nicht auf dem Foto. Das ist von ELV :)
>
> Aber auf dem anderen Bild sieht man meine selbstgebastelten "Kunstwerke"
>
> - Elektronische Last / Akkutester max. 100W
> - AVR Transistortester und Ohmmeter nach Zabex
> - LM317 Netzteil
> - Batteriebetriebenes Netzteil mit Festspannungen 2,5V, 3,3V, 5V, 9V,
> 12V
> - Frequenzgenerator bis 20kHz
> - Frequenzzähler bis 50MHz
> - AVR Gewittermonitor (oben links die Antenne dazu)
> - Signalverfolger / -Injektor
> - AVR Chipbasic Computer
> - TinyBasic Computer
> - Und ein China-Scope
>
> Alles keine Profigeräte aber dafür selber gebaut. So ein paar Sachen
> sollen noch dazu kommen. Eventuell hole ich mir nochmal so ein
> China-Oszi und baue es auch in ein Gehäuse.

Moin,

Ausser Deinem "verfingertem" Monitor Bildschirm, gibt es nichts zu 
meckern😊

Gruß,
Gerhard

von Max B. (citgo)


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Danke Gerhard 😅
Ja den muss ich mal wieder entfingern. Habe heute alles umgebaut und das 
Ding zig mal in der Hand gehabt.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Max B. schrieb:
> wer kennt ihn nicht, den ELV Turm aus den 90ern?

Vor allem hatten die damals schon akkubetriebene Lötstationen und 
erklecklich leistungsfähige Netzteile, die ihre Last via Qi drahtlos 
versorgt haben.
Das kabellose Bluetooth-Messgerät ist auch erst ca. 25 Jahre später im 
breiten Markt erhältlich gewesen.
EH-ELL-FAU is se fjuuutscher!

von Al. K. (alterknacker)


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Jens M. schrieb:
> Max B. schrieb:
>> wer kennt ihn nicht, den ELV Turm aus den 90ern?

sehr viele Bastler aus der EX DDR kannten das alles nicht, geschweige 
dann auch noch Nutzen.

es wurden dann  c64/Floppys, KC-PC Gehäuse verbastelt um wenigstens die 
Gehäuse noch zu Nutzen.

Beitrag "C64_Floppy_Trafo_Reste"

Hat ein Sammler aus Österreich erworben.
Beitrag "Re: C64_Floppy_Trafo_Reste"

alterknacker
MfG

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)



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Moin,

ich hatte große Schwierigkeiten ein (verständliches) Datenblatt in 
unserer Sprache für den populären AIP650E0 zu finden und stelle es für 
Euch hier bereit, damit dann später irgend etwas Tolles hier in dieser 
Rubrik vorgestellt werden kann;-)

Allerdings war das nicht wirklich notwendig, wie es sich später 
herausstellte, weil ich leider viel zu spät herausfand, daß der 
Artgleiche TM16xx ein "Drop-In" Substitut ist, für den auch einige 
Arduino Bibliotheken existieren. Aber das wußte ich zu dem Zeitpunkt 
noch nicht. Aber vielleicht ist es trotzdem nützlich ein Original 
Datenblatt zur Verfügung zu haben.

https://www.lcsc.com/product-detail/LED-Display-Drivers_Wuxi-I-core-Elec-AIP650_C2974585.html

Gerhard

P.S. Vielleicht kann man das Dabla im Forum besser unterbringen

: Bearbeitet durch User
von Johannes T. F. (jofe)


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Gerhard O. schrieb:
> P.S. Vielleicht kann man das Dabla im Forum besser unterbringen

Man könnte hier im Wiki einen Artikel zum AIP650E0 anlegen und dort das 
Datenblatt hochladen und verlinken. Da wäre es sicher besser aufgehoben 
als hier im Kunstwerke-Thread. ;-)

von Gerhard O. (gerhard_)


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Johannes F. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> P.S. Vielleicht kann man das Dabla im Forum besser unterbringen
>
> Man könnte hier im Wiki einen Artikel zum AIP650E0 anlegen und dort das
> Datenblatt hochladen und verlinken. Da wäre es sicher besser aufgehoben
> als hier im Kunstwerke-Thread. ;-)

Guter Gedanke. Nur habe ich damit keine Erfahrung. Vielleicht könnte 
sich jemand dafür erbarmen, es dort einzubauen. Wenn TM16xx schon 
existieren, könnte man den dort deponieren, weil der AIT650 und TM1650 
ziemlich gleich sind und Bibliotheken kompatibel sein könnten.

von Johannes T. F. (jofe)


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Gerhard O. schrieb:
> Vielleicht könnte
> sich jemand dafür erbarmen, es dort einzubauen.

Habe mal den Artikel LED-Display-Controller gestartet, mit Kurzinfo 
zu beiden Controllern und Links zu den Datenblättern. Kann natürlich 
gern erweitert und ausgebaut werden.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Johannes F. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Vielleicht könnte
>> sich jemand dafür erbarmen, es dort einzubauen.
>
> Habe mal den Artikel LED-Display-Controller gestartet, mit Kurzinfo
> zu beiden Controllern und Links zu den Datenblättern. Kann natürlich
> gern erweitert und ausgebaut werden.

Gerade bemerkt. Großes Dankeschön!

Gerhard

von Dr N. (drneurosurg)



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Für ein Projekt war ich auf der Suche nach einem Display mit Touch. 
Nicht zu klein, nicht zu groß und - natürlich - nicht zu teuer.
Bei AliEx.. bin ich dann auf das WT32-SC01-Plus (Achtung: das "Plus" ist 
wichtig !) gestoßen:

Ein Modul mit

ESP32S3 (!)
RS485, USB-C (!)
3.5" TFT-Display mit 480x320 (16Bit)
kapazitivem Touch
SD-Karte
I2S Verstärker (leider nur Mono - egal).

Das ganze bekommt man für ca. 30€ - für den Programmieradapter 
(empfohlen!) nochmal ca 5€.

Zuerst habe ich einige Versuche (Android IDE, PlatformIO) durchgeführt - 
Bodmers TFT-eSPI hat nicht geklappt aber LovyanGFX brachte dann den 
Durchbruch :-)

Es gibt mehrere kleine Hürden, die vorher noch überwunden werden müssen:
zuerst muss eine für das Board  angepasste lvgl.conf an ein den 
"Arduino/libraries"-Ordner kopiert werden: direkt in den Ordner 
"libraries" und nicht in einen Unter-Ordner !!!
Letztendlich braucht man noch die entsprechenden Aufrufe, um das Display 
zu initialisieren, den Touch abzufragen usw. : das habe ich über das 
Header-File WT32_SC01_PLUS.h realisiert.

Später habe ich dann um LVGL (https://lvgl.io) als (sehr feine) 
UI-Bibliothek mit Touch-Unterstützung (Touch, Swipe usw.) und - nicht zu 
unterschätzen - mit TrueType-Font-Unterstützung(!) ergänzt.

Letztendlich sind einige "Demos" entstanden (die sicher noch erweitert 
werden):

- zuerst mit LVGL V8.xxx (https://github.com/DrNeuroSurg/WT32)

- jetzt mit LVGL 9.xx (https://github.com/DrNeuroSurg/WT32-SC01-PLUS)

Als "Bonbon" habe ich auch noch einen 3D-Renderer ausprobiert (TGX 
https://github.com/vindar/tgx) ... Video gibts hier:

https://drneurosurg.de/data/Naruto480.mp4

Naja, und eine WordClock plus WordCalendar musste auch sein (siehe Bild) 
... Code kommt später auf Github 
(https://github.com/DrNeuroSurg/WT32-SC01-PLUS)

(Wie bekommt man ein Bild, das man doppelt eingefügt hat, wieder weg ?)

: Bearbeitet durch User
von Jens B. (dasjens)


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@Dr N.
Das Video geht nicht. not found

von Dr N. (drneurosurg)


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von Brüno (dominic_m833)


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Probecard mit ~1600 Nadeln umlaufend in drei Reihen auf 22x22mm. Der 
Pitch liegt bei rund 150um. 😎

von 900ss (900ss)


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Brüno schrieb:
> Probecard mit ~1600 Nadeln

Wenn da ein Fehler drin ist ;)

Aber Hut ab 👍

: Bearbeitet durch User
von Carsten W. (eagle38106)



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Hier ist meine selbst gebaute Nixie-Uhr mit IN-18 Anzeigen.

Wenn ich jetzt die Zeit vom Erwerb der Röhren bis zu fertigen Uhr zähle, 
kommen 10 Jahre zusammen... Aber so lange habe ich zum Glück nicht dafür 
gebraucht. :-)

Im Plexiglas-Gehäuse werkeln 4 Platinen:
* Die große Platine mit Schieberegistern und MOSFETs für die Anzeige,
* Power & Control mit den Spannungswandlern von 12V auf 3,3V & 180V und 
LPC1343 MCU,
* der DCF-77 Empfänger mit MAS6180B
* und ein Halter für den PIR Sensor für die Abschaltung bei 
"Nichtbeachtung".

Die größten Herausforderung waren:
* den Aufwärtswandler für die Anodenspannung so auszulegen, dass er den 
Empfang nicht stört und
* ein Steckerschaltnetzteil zu finden, das nicht eine EMV-Dreckschleuder 
ist.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Brüno schrieb:
> Probecard mit ~1600 Nadeln umlaufend in drei Reihen auf 22x22mm.

Was zum F ist das????
Respekt wenn man die Ruhe hat das manuell (wenn auch mit Mikroskop und 
Hilfsmittel) zu bauen... Aber wozu? Aus reinem Zeitvertreib ja wohl 
nicht.
Strafarbeit? ;)

von Peter N. (alv)


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Jens M. schrieb:
> Respekt wenn man die Ruhe hat das manuell (wenn auch mit Mikroskop und
> Hilfsmittel) zu bauen... Aber wozu? Aus reinem Zeitvertreib ja wohl
> nicht.

Und ich habe es noch nichtmal geschafft, einen 24-Nadel-Druckkopf wieder 
zusammenzubauen...

von Peter N. (alv)


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Carsten W. schrieb:
> Hier ist meine selbst gebaute Nixie-Uhr mit IN-18 Anzeigen.

Nichts gegen das Projekt ansich, aber warum immer Nixies?
Ich finde die Dinger absolut häßlich.

Numitrons oder VFDs sehen viel besser aus.

von Carsten W. (eagle38106)


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Peter N. schrieb:
> Ich finde die Dinger absolut häßlich.

Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters!

Bei Numitrons finde ich den Schaltungsaufwand zu hoch. - Wenn man mit 
einer Vorheizung der Glühfäden zwecks Lebensdauerverlängerung arbeiten 
will.

Wenn Du mir einen 14- oder 16-Segment VFD-Typen mit mindestens 40mm 
Zeichenhöhe nennst, nehme ich das in Angriff.

: Bearbeitet durch User
von Peter N. (alv)


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Carsten W. schrieb:
> Bei Numitrons finde ich den Schaltungsaufwand zu hoch.

Es gab ja auch noch 7-Segment-Anzeigen nach Glimmlampenprinzip (wie 
heißen die?)

von Brüno (dominic_m833)


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Jens M. schrieb:
> Aber wozu?

Waver-Level-Testing von Dies mit je >1600 Bondpads 🤓

Jens M. schrieb:
> Strafarbeit?

Eigentlich ist das ziemlich meditativ 👌

von Jens M. (schuchkleisser)


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Peter N. schrieb:
> Nichts gegen das Projekt ansich, aber warum immer Nixies?
> Ich finde die Dinger absolut häßlich.
>
> Numitrons oder VFDs sehen viel besser aus.

Iiiih, Numitrons...
Und die grellen VFDs sind ja noch einen ganzen Tacken häßlicher...
Das hübsche beruhigende nicht flackernde rote Glühen der Nixies dagegen, 
schöne warme Farbe, klare nicht-7-Segment-Formen, schön abgerundet...
;) :D

Brüno schrieb:
> Waver-Level-Testing von Dies mit je >1600 Bondpads

Ja, wie jetzt, da muss dann einer einen ausgesägten Die manuell auf ein 
Testbrett nadeln, damit man sieht ob der Entwurf geht?
Warum nicht bonden?

von Mampf F. (mampf) Benutzerseite


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Brüno schrieb:
> Probecard mit ~1600 Nadeln umlaufend in drei Reihen auf 22x22mm.
> Der
> Pitch liegt bei rund 150um. 😎

Was sind das für Nadeln? Gibts da mehr Informationen dazu?

von Peter N. (alv)


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Jens M. schrieb:
> Das hübsche beruhigende nicht flackernde rote Glühen der Nixies dagegen,
> schöne warme Farbe, klare nicht-7-Segment-Formen, schön abgerundet...

Ja, aber die Ziffern liegen nicht auf einer Ebene und die davor 
liegenden, nichtleuchtenden Ziffern verdecken teilweise die leuchtenden.

Jens M. schrieb:
> Und die grellen VFDs

Wieso sind die grell? Die Helligkeit kann man in gewissen Grenzen 
elektronisch einstellen und notfalls setzt man einen Farbfilter davor.

von 900ss (900ss)


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Brüno schrieb:
> Eigentlich ist das ziemlich meditativ 👌

Das dachte ich auch als ich das sah und mir Gedanken machte dazu.
Denke ich oft, wenn ich eine Platine bestücke.

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Peter N. schrieb:
> Carsten W. schrieb:
>> Bei Numitrons finde ich den Schaltungsaufwand zu hoch.
>
> Es gab ja auch noch 7-Segment-Anzeigen nach Glimmlampenprinzip (wie
> heißen die?)

Panaplex
http://lampes-et-tubes.info/cd/cd077.php?l=d

von Brüno (dominic_m833)


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Mampf F. schrieb:
> Was sind das für Nadeln? Gibts da mehr Informationen dazu?

Wir nutzen Nadeln nach Kundenvorgabe, in diesem Falle aus 
Wolfram-Rhenium. Mehr Informationen unterliegen leider strengster 
Geheimhaltung..

Jens M. schrieb:
> Ja, wie jetzt, da muss dann einer einen ausgesägten Die manuell auf ein
> Testbrett nadeln, damit man sieht ob der Entwurf geht?
> Warum nicht bonden?

Na, gerade das nicht. Die Dies werden auf einem noch intakten Waver 
(deshalb Waver-Level) einzeln 100% getestet, charakterisiert und in Bins 
sortiert. Erst danach folgt das Backend mit Sägen der Dies und 
Packaging.

von Carsten W. (eagle38106)


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Michael B. schrieb:
> Panaplex

Die gibt es wenn, nur mit kleinen Zifferhöhen und die sehen als Uhr 
lange nicht so gut aus. Ist eher was für'n alten Flipper.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Peter N. schrieb:
> Wieso sind die grell?

Zustand des Ironiedetektors:
[ ] Ein
[ ] Aus
[x] Defekt

Wir brauchen hier im Forum definitiv Smilie-Unterstützung, die einfach 
bedienbar ist.

Brüno schrieb:
> Die Dies werden auf einem noch intakten Waver
> (deshalb Waver-Level) einzeln 100% getestet, charakterisiert und in Bins
> sortiert.

Manuell?
Ich dachte das geht automatisch.
Btw. heißt es Wa_f_er

von Brüno (dominic_m833)


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Jens M. schrieb:
> Manuell?
> Ich dachte das geht automatisch.

Wie kommst du auf manuell? Die Probecard wird zwar manuell gefertigt, 
sitzt aber in einem automatisierten Tester.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Ja, das mein ich doch.
Du bastelst den Wafer/Chip manuell so das man ihn testen kann?
Das hätte ich erwartet das es automatisch geht, quasi ein Nadeladapter, 
oder zumindest gebondet wenn auch ohne Gehäuse.

von Peter N. (alv)


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Carsten W. schrieb:
> Die gibt es wenn, nur mit kleinen Zifferhöhen und die sehen als Uhr
> lange nicht so gut aus. Ist eher was für'n alten Flipper.

In den 70ern hatten wir für Messgeräte 7-Segment-Anzeigen auf 
Glimmlampenprinzip. Ziffernhöhe ca. 2-3cm.
Sahen anders aus als die Panaplex (eher in Richtung VFD) und wurden auch 
anders genannt...

Sahen so ähnlich aus:
https://de.wikipedia.org/wiki/Glimmlampe#/media/Datei:Beckman_SP-352.jpg

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Peter N. schrieb:
> Sahen so ähnlich aus:

Das ist dasselbe wie Panaplex.

Es gab noch Glühdrahtanzeigen, Numitron/Minitron.

Peter N. schrieb:
> eher in Richtung VFD

Also auch nicht Neonorange ?

von Peter N. (alv)


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Michael B. schrieb:
> Also auch nicht Neonorange ?

Doch, ich meinte das sichtbare Innere im nichtleuchtenden Zustand.

von Brüno (dominic_m833)


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Jens M. schrieb:
> Du bastelst den Wafer/Chip manuell so das man ihn testen kann?

Ich bastel die Nadelkarte manuell, jede Nadel wird auf +-5um genau 
gebogen nachdem sie in den Träger an der Probecard eingeklebt wurde.

von Al. K. (alterknacker)


Angehängte Dateien:

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Durch Zufall bin ich auf dieses Bild gestoßen.
Durfte ca.1997 in meiner Schüler AG gebaut worden sein.

Mit diesen Brettcomputer  wurden technische Modelle gesteuert.
Über die Druckerschnittstelle und Serielle.
Mit Bitwackeln wurden 4094 und 4021 Schieberegister angesteuert.

2018 wurden diese Teile hier im Forum für kleines Geld verkauft und der 
Erlös einen Modellbahnclub gespendet.
Eine kleine Erinnerung an jetzige Bastler welche diese Zeiten nicht 
erlebt haben.

Dazu die Schnittstelle 4094_4021 welche heute noch nutzbar ist.

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
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