Hallo,
ich habe die letzten 6 Jahre einen Handwerksbetrieb im Bereich
Elektrotechnik aufgebaut und kann bis jetzt auch sehr gut davon leben.
Da ich ein sehr gutes Angebot (in einem Bereich der mich persönlich sehr
interessiert)bekommen habe, möchte ich mein Unternehmen an einen
Nachfolger weitergeben:
http://www.nexxt-change.org/Verkaufsangebot/detail/nachfolger-gesucht-fuer-handwerksbetrieb-im-bereich-der-elektrotechnik/67586,1,0.html
Meine Preisvorstellungen betragen die Hälfte eines Jahresgewinnes.
Allein der materielle Wert liegt da schon drüber.
Leider kann ich keinen Nachfolger finden. Hat jemand noch einen Tipp für
mich wie und wo ich jemanden finden könnte?
Folgende Möglichkeiten habe ich ausprobiert:
Unternehmensbörse
IHK angesprochen
zwei Bildungseinrichtungen
5 Zeitungsanzeigen
Zeitung der Kreishandwerkerschaft
Am 1.11.2011 fange ich die neue Tätigkeit an. Mir täte es leid, wenn ich
das Gewerbe einfach abmelden müsste. Es handelt sich immerhin um eine
vollständige Existenz mit festem Kundenkreis.
HINWEIS: Dieser Beitrag soll keine Werbung für einen Unternehmensverkauf
sein, sondern der Versuch Informationen für diesen zu erlangen.
Nur mal so eine Idee: Was hälst du davon in eine Meister-Abschlussklasse
zu gehen und Werbung zu machen? (IHK)
Sonst würde ich mal das Buschtrommelnetzwerk aktivieren.
Sonst gibt es auch noch Möglichkeiten, mal in Unternehmensgründungsforen
Werbung zu machen. (Online und Offline)
"Nur mal so eine Idee: Was hälst du davon in eine
Meister-Abschlussklasse
zu gehen und Werbung zu machen? (IHK)"
Hab ich schon probiert. Ich bin hier in der Region als Dozent und als
Prüfer in der Meisterausbildung tätig.
Ich habe mich auch schon mit dem Arbeitsamt gesprochen, ob es nicht
einen arbeitslosen Meister oder Ingenieur gibt.
Antwort:
"Ich kann Ihnen 300 Bürokräfte geben, aber Meister sind keine vorhanden"
--Meine Preisvorstellungen betragen die Hälfte eines Jahresgewinnes.
--Allein der materielle Wert liegt da schon drüber.
--Festen kundenkreis hast du bzw. das unternehmen auch
ich weiß nicht warum man da nicht zuschlagen sollte (bin selber 0
interessiert) aber irgendwas muss die leute ja abschrecken??
Eventuell wäre das hier eine Chance für die 1k
Bewerbungsschreiben-Nörgler hier sich zu verwirklichen. Aber was ich
halt vermute, ist das die ganzen Leute sich zu fein sind schlitze zu
klopfen (korrigiere mich bitte wenn ich falsch liege).
Ein weiterer Knackpunkt den ich sehe, dass keine Mitarbeiter vorhanden
sind. D.h. wenn du gehst ist das ganze Know-How deiner Firma weg. Also
niemanden den man mal eben fragen kann "wie war das nochmal".
Ich denke, ein Firmenverkauf geht nicht hopla-die-hop-auch nicht bei
einem Schleuderpreis.
Selbstständiger schrieb:> Ich habe mich auch schon mit dem Arbeitsamt gesprochen, ob es nicht> einen arbeitslosen Meister oder Ingenieur gibt.> Antwort:> "Ich kann Ihnen 300 Bürokräfte geben, aber Meister sind keine vorhanden"
was bist du für aner glaubst du das arbeitslose 30 000 Euro für so ne
Briefkasten firma ausgeben ?=
>Das Gebäude sowie die Lagerfläche, in denen der Betrieb ausgeführt wird, >können
leider nicht mit übergeben werden.
Mist -> muss ich auch noch Miete zahlen
>Mitarbeiter sind keine vorhanden
Großer Mist -> Du bist weg und das Know-How auch, biete an den Betrieb
noch x Monate (unentgeltlich) als Berater zur Verfügung zu stehen
Kannst nicht jemanden einstellen, der deine Tätigkeit weiterführt? Fürs
erste?
Wenn der Jahresgewinn derart hoch ist, sollte das kein Thema sein, und
der Betrieb ist nicht verloren.
> arbeitslosen Meister oder Ingenieur gibt
Das Problem besteht darin, dass der Ing dein Handwerk ohne
Meisterprüfung nicht ausführen darf. Wer bereits Meister ist, hat
wahrscheinlich auch seinen eigenen Handwerksbetrieb.
Wenn ich Meister wäre, würde ich dir lediglich die Kundendaten abkaufen.
Ein Auto und eine gewisse Menge an Werkzeug stellen keinen besonderen
Wert dar, jedenfalls keinen, der in die Nähe deines Wunscherlöses kommt.
Überlege dir einen realistischen Preis für deine Kundenliste unter
Berücksichtigung der Tatsache, dass der Käufer sagen wird:
"Die Hälfte dieser Kunden kenne ich selbst und halbiere deswegen den
geforderten Preis. Und außerdem müssen die Kunden ja sowieso zu mir
kommen, wenn du dichtmachst. Als warum sollte ich überhaupt etwas
zahlen?"
Wenn du den Nexxt-Change Beitrag durchliest,
siehst du, daß er rein gar nichts verkauft,
aber dennoch dafür 50000 EUR haben will.
Ein Meisterbetrieb mit 1 Mitarbeiter, dem Meister, der geht.
Keine Räumlichkeiten, keine Sachen von Wert.
Es kommen also nur Elektromeister in Frage,
diesen Betriebe weiterzuführen,
aber mehr als "den guten Namen" hat er nicht zu bieten.
Und ob der Name wirklich gut ist, ist ja nicht bewiesen,
zumal alle Kunden schnell merken,
daß da nun jemand anders ans Telefon geht.
Da entscheidet man sich doch als Meister schnell dazu,
lieber unter eigenem Namen was neu aufzumachen,
das spart schon mal einen halben Jahresumsatz,
also bei üblicher Gewinnspanne den Gewinn von 5 Jahren.
Selbstständiger schrieb:> Folgende Möglichkeiten habe ich ausprobiert:> Unternehmensbörse> IHK angesprochen> zwei Bildungseinrichtungen> 5 Zeitungsanzeigen> Zeitung der Kreishandwerkerschaft
Auch mal in den Meisterlehrgängen der Handwerkskammer Fulda
angeboten? Ob die Absolventen da dann so viel Kohle haben,
steht dann wieder auf einem anderen Blatt.
Selbstständiger schrieb:> Meine Preisvorstellungen betragen die Hälfte eines Jahresgewinnes.
Steht da nicht drin. Heißt also es wären 100k Ergebnis vor Steuern pro
Jahr? Dann solltest Du das unbedingt angeben :-)
Selbstständiger schrieb:> Allein der materielle Wert liegt da schon drüber.
Dann gib doch den Buchwert deines Anlagevermögens (oder jedenfalls den
deiner Sachanlagen) an.
Konkrete Zahlen kann und will man in so einem Inserat nicht
veröffentlichen.
Das wird man bei Interesse in einem persönlichen Gespräch klären
Dann wird hier Umsatz mit Gewinn verwechselt und einen Betrag was ich
will habe ich in dem Inserat nicht nicht angegeben ...
Es sind Arbeiten wie "Schlitze klopfen bis zur Industrieinstallation"
inbegriffen :-) Wobei Schlitze klopfen eher die Ausnahme ist.
In meinen Augen liegt der Wert in den Kunden, die durch die
Kooperationen regelmäßig Aufträge geben. Wer sich schon einmal
selbstständig gemacht hat weiß wovon ich spreche. Mir geht es in erster
Linie darum, das der Betrieb erfolgreich weitergeführt wird. Über den
Kaufpreis wird man sich bei Interesse schon einigen. Auch für
Arbeitslose gäbe es Mittel und Wege, wenn sich denn einer aufraffen
würde.
Natürlich würde ich noch in der Anfangsphase bei Problemen unterstützen.
Alle Anlagen und Vorgänge sind sauber Dokumentiert und bei technischen
Problemen könnte auch ein Kooperationspartner unterstützen.
>Das Problem besteht darin, dass der Ing dein Handwerk ohne>Meisterprüfung nicht ausführen darf.
Doch darf er.
@MaWin
>dennoch dafür 50000 EUR haben will.>Ein Meisterbetrieb mit 1 Mitarbeiter, dem Meister, der geht.>Keine Räumlichkeiten, keine Sachen von Wert.
wer lesen kann ist klar im Vorteil
>Das Problem besteht darin, dass der Ing dein Handwerk ohne>Meisterprüfung nicht ausführen darf.
Doch darf er.
NEIN!
Wenn du Dozent bist solltest du so ein Mist nicht schreiben.
Auf dem Papier kann es (dank der EG) stimmen. Im echtem Leben gibt es in
Deutschland max. eine Hand voll. Wenn überhaupt.
Also bitte schreib hier nicht so ein Müll rein!
Wenn Du ein Meisterbetrieb hast, darf ein Ing. NICHT einfach weiter
machen! (Oder er muß einen Meister auf dem Papier einstellen, aber das
sind Tricks die nicht ganz...)
Meinen Betrieb übernehmen. Du bist ein Freelancer und hast vermutlich
noch nie in einem Betrieb gearbeitet.
Normal bereitet man eine Übernahme eines Betriebes Jahre vor. Ich weiß
zufällig wovon ich rede.
Die Sache hast du recht kurzfristig angedacht.
Ein Jahr Einarbeitung ist das Minimum - die wichtigsten Kunden kennen
lernen. Vertrauen aufbauen.
Wer soll von außen deinen Betrieb übernehmen ohne Insider zu sein?
Niemand der bei Verstand ist, würde das machen - man übernimmt per
Handschlag einen Haufen Schulden.
Irgendwo neu einmieten - ist möglich - oder vertraglich definiert?
Weil sonst sitzt man in der Scheiße.
Betriebsvermögen eines E-Technik-Ein-Mann_Betriebes = 2 Hilties und drei
Werkzeugkoffer - alles weitere wird je nach Auftrag bestellt und ist 24h
später da = 2000 EUR.
Und du willst 50k haben - wofür?
Und die Frage für wer wird Millionär lautet: Wieso gibst du deinen
Betrieb auf?
....__ schrieb:>>Das Problem besteht darin, dass der Ing dein Handwerk ohne>>Meisterprüfung nicht ausführen darf.> Doch darf er.>>> NEIN!> Wenn du Dozent bist solltest du so ein Mist nicht schreiben.> Auf dem Papier kann es (dank der EG) stimmen. Im echtem Leben gibt es in> Deutschland max. eine Hand voll. Wenn überhaupt.> Also bitte schreib hier nicht so ein Müll rein!>> Wenn Du ein Meisterbetrieb hast, darf ein Ing. NICHT einfach weiter> machen! (Oder er muß einen Meister auf dem Papier einstellen, aber das> sind Tricks die nicht ganz...)
Wenn er einen Meister einstellt, darf er das!
Alex W. schrieb:>> Wenn Du ein Meisterbetrieb hast, darf ein Ing. NICHT einfach weiter>> machen! (Oder er muß einen Meister auf dem Papier einstellen, aber das>> sind Tricks die nicht ganz...)>> Wenn er einen Meister einstellt, darf er das!
erst lesen und dann schreiben!
Ich kenne ja u. a. die genannte Unternehmensbörse auch - aber von der
anderen Seite, nämlich als Suchender. Und leider hatte ich aus meiner
Suchaktivität dort und woanders nur eines gelernt: Einen Betrieb
übernimmt man nur dann, wenn diesem das Wasser bis zum Hals steht. Ohne
diesen Zwang auf dem Verkaufenden kommt dabei i. d. R. nichts heraus -
gut, eventuell noch große Versprechungen.
Sollte man als Interessent überhaupt das "Glück" haben, mit dem
Verkäufer in Kontakt zu kommen (meist wird man gleich abgewimmelt,
E-Mails und Nachrichten auf dem Anrufbeantworter nicht beantwortet),
verstrickt sich dieser u. a. in irgendwelche Räuberpistolen, macht
zumindest gut geschönte Angaben oder meldet sich nach dem zweiten
Telefonat einfach nicht mehr und reagiert nicht mehr auf Anfragen.
Dazu kommt, dass die dort angegebenen Preisvorstellungen i. d. R. schon
recht knackig angesetzt sind, die Verkäufer sogar manchmal gnädigerweise
eine Einarbeitungszeit/Übernahmefrist anbieten, aber natürlich sofort
voll bezahlt werden wollen und einen entsprechenden Bonitätsnachweis
einfordern. Die heutzutage gängige Praxis, dass der Kaufpreis in Raten
und anteilsmäßig an die aktuelle Gewinnsituation angepasst ausgezahlt
werden kann, ist mir dort bisher noch nicht untergekommen.
Naja, meine Neugründung läuft inzwischen selbst ganz passabel, so dass
ich nur noch ein recht begrenztes Interesse an einer Übernahme habe.
Alex W. schrieb:> Wenn er einen Meister einstellt, darf er das!
Woher nehmen und nicht stehlen. Der Markt ist leer.
Die Jobbörse gibt da auch nichts her.
Verkaufe im Grunde Nichts für xKEuro
Da die Kunden/Kooperationspartner sich nen Neuen suchen dürfen, braucht
man als Konkurrent/Neuanfänger nur aktiv zu werden - und spart sich die
Kohle.
>Wenn du Dozent bist solltest du so ein Mist nicht schreiben.>Auf dem Papier kann es (dank der EG) stimmen. Im echtem Leben gibt es in>Deutschland max. eine Hand voll. Wenn überhaupt.>Also bitte schreib hier nicht so ein Müll rein!
Bitte keine persönlichen Angriffe.Man darf sich als Ingenieur
selbstständig machen:
http://www.existenzgruender.de/selbstaendigkeit/entscheidung/branchen_zielgruppen/handwerk/index.php>Betriebsvermögen eines E-Technik-Ein-Mann_Betriebes = 2 Hilties und drei>Werkzeugkoffer - alles weitere wird je nach Auftrag bestellt und ist 24h>später da = 2000 EUR.>Und du willst 50k haben - wofür?
Ich will doch gar keine 50k haben!!! Die Zahlen werden in dem Portal
ausgewählt und sollen dem Käufer nur eine Orientierung geben.
Ich kann auch das ganze Zeug in Ebay verschleudern, dann habe ich etwa
das gleiche Geld was ich mir vorgestellt habe.
also mit 2000€ einen Handwerksbetrieb aufmachen ist schon ein Witz von
dir?
Wenn man sich bei einem VNB eintragen lassen möchte benötigt man eine
Mindestausstattung. Diese übersteigt bei weitem die 2000€ oder meintest
du 20000€? Das geht mit einem gebrauchten Fahrzeug.
>Da die Kunden/Kooperationspartner sich nen Neuen suchen dürfen, braucht>man als Konkurrent/Neuanfänger nur aktiv zu werden - und spart sich die>Kohle.
Ja du kannst in meiner Region 80000 Briefe verschicken, dann wirst du
auch meine Kunden erreichen und wenn sie lust haben kommen sie dann zu
dir. Etwas unrealistisch.
@Indschenör
Tut mir leid das du so schlechte Erfahrungen damit gemacht hast. Jetzt
kann ich mir vorstellen warum es so schwierig ist den Betrieb zu
vermitteln.
Ich hätte mir vor 6 Jahren so ein Angebot gewünscht und es ist schade
wenn man einen gut laufenden Betrieb schließen muss. Aber so ist das
Leben...
Hans schrieb:> Ich hätte mir vor 6 Jahren so ein Angebot gewünscht und es ist schade> wenn man einen gut laufenden Betrieb schließen muss. Aber so ist das> Leben...
Im richtigen Leben übernimmt ein Angestellter den Laden, bevor
man arbeitslos wird, aber wenn man keine Angestellte hat, ist
das wohl nicht das richtige Leben.
Selbstständiger schrieb:> Dann wird hier Umsatz mit Gewinn verwechselt und einen Betrag was ich> will habe ich in dem Inserat nicht nicht angegeben ...
Wie definierst du denn Gewinn?
Nach Abzug aller Kosten (fiktiven Arbeitnehmerkosten) für
Sozialversicherung (AG/AN Anteile), Urlaub, BG, Knappschaft, GEZ HK,
Abschreibung, reale Miete der Räume (offensichtlich kein Mietvertrag der
Firma vorhanden da keine Übernahme möglich) oder Einnahmen- Warenkosten.
>> Es sind Arbeiten wie "Schlitze klopfen bis zur Industrieinstallation"> inbegriffen :-) Wobei Schlitze klopfen eher die Ausnahme ist.
Also Standardzeug. Wo ist da der Firmenwert und was sagt der Schätzer
der Handwerkskammer dazu?
Michael S. schrieb:> Hans schrieb:>> Ich hätte mir vor 6 Jahren so ein Angebot gewünscht und es ist schade>> wenn man einen gut laufenden Betrieb schließen muss. Aber so ist das>> Leben...
Wo läuft da eine Firma? Du läufst. Der Laden ist ja nicht so gut das es
reicht ihn mit einem Angestellten der das dann auf "Leibrente" übernimmt
nebenher zu machen.
Michael S. schrieb:> Woher nehmen und nicht stehlen. Der Markt ist leer.> Die Jobbörse gibt da auch nichts her.
Er ist doch selber Meister, aber seinen Ar... hinhalten für den
Nachfolger will er auch nicht. Warenlager mit fraglichem Restwert und
Kundenkartei (bei sehr zweifelhafter Kundentreue in dieser Branche) ist
die Grundlage der 50% Jahresgewinn Forderung.
Außerdem ist der Rechtsnachfolger mit eventuellen Altlasten
konfrontiert. Wenn man das Risiko einer Übernahme kapitalisiert kann er
in der < 50k€ Liga noch was drauflegen wenn die Betriebseinstellung so
schade ist. Eine Art negativer Goodwill ;-).
Wo war noch mal die Firma? Fulda? So ein Betrieb kommt ja eigentlich
auch nur für jemanden in Frage, der Land und Leute regional etwas kennt.
Also niemanden gerade von bundesweit her. Egal ob arbeitslos und guten
Willen oder nicht, das tut nichts zur Sache.
Da mit sowas habe ich schon einige Schiffbrüche gesehen, z.B. mal einen
Düsseldorfer, Unternehmensgründer, Investor, der meinte, das Eifeldorf
schon in der Hand zu haben, wo er hin kam. Aber nein, die Menschen sind
dort sensibel und selbstbewußt, und für keine Herabwürdigungen
empfänglich. Er ließ von einem Marktforschungsinstitut sogar vorher eine
Analyse machen, und war überzeugt davon, daß das unverrückbar ist. Schon
nach seiner ersten abfälligen Bemerkung am ersten Tag an neugierige
Einheimische, die von sich aus den Kontakt suchten, mochte ihn niemand
mehr. Und das ist in der Gastronomie schon gleich das Todesurteil. Er
war von Beginn an unten durch. Nach einem Jahr war er insolvent dann
weg, und beschädigte aus Rache das Haus auch noch, riß alle Toiletten
und Waschbecken aus dem Gebäude raus.
Der Mann mietete ein altes nicht mehr benutztes öffentliches Gebäude im
Ort, und machte daraus ein Hotel und Restaurant. Als der Restaurantteil
nicht lief, beschwerte er sich auch noch, daß die Bauern abends nur ein
Bier trinken gehen. Ja klar, die Gegend war noch nie sehr reich, und da
wird traditionell abends zu Hause gekocht und gegessen.
Anstatt daß er mal gleich gerufen hätte: Freibier. Oder eine
Eröffnungsparty auch mit halben Preisen beim Essen. Und etwas
diplomatischer gewesen wäre. Aber nee, er sagte den Leuten lieber, daß
er jetzt aus den rückständigen Bauern mal was macht. Der Erfolg war ja
auch riesig. ;-)
Eine spätere türkische Dönerbude am Ort funktionierte wiederum prächtig.
Obwohl das für ein Eifeler Dorf schon seeeeehr exotisch ist. Der Türke
hatte viel mehr Einfühlungsvermögen zu den Menschen, liebte deren
Gespräche, und lebte auch im Ort. Sogar meine alten Eltern mochten den,
aßen da aber auch nur mal Pommes und Bratwurst, und tranken ein Bit, mit
dem exotischen Essen wie Döner haben die es auch nicht so.
Eine gute Frage an den TE wäre ja deshalb auch mal gewesen, ob und wie
viele gute Kundenreferenzen es zu seinem Betrieb in seiner Gegend gibt.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Eine gute Frage an den TE wäre ja deshalb auch mal gewesen, ob und wie> viele gute Kundenreferenzen es zu seinem Betrieb in seiner Gegend gibt.
Das wird kaum was bringen, weil der TE vermutlich einen ganz anderen
Draht zu seinen Kunden hatte als das ein Nachfolger je haben wird.
Die Betriebe, wo ich das mal beobachten durfte haben mit der
Altkundschaft oft nicht das gleiche soziale Verhältnis. Die Folge
war das man, wenn man überleben wollte, neue Kunden akquirieren
musste. Wenn der Neubesitzer das aber nicht kann, weil er auf
das Potenzial der Altkunden vertraute, na, was dann kommt kann
man sich ausmalen.
Als Einheimischer dürftest du doch da eigentlich nicht solche
Probleme haben. Warum machst du dann nicht ne Kneipe auf?
>Also Standardzeug. Wo ist da der Firmenwert und was sagt der Schätzer>der Handwerkskammer dazu?
Der Schätzer der Handwerkskammer hat etwa den doppelten Wert geschätzt
welchen ich verlange.
Das Problem ist (wie es hier auch zum Vorschein kommt) das jeder schnell
reich werden will ohne sich die Finger schmutzig zu machen. Ich denke
ich würde nicht einmal jemanden finden, wenn ich das Unternehmen mit
Sachwerten verschenke.
Werde also alles einzeln Verkaufen. Die Kunden und Partnerfirmen werden
schon jemanden finden.
@Alex
was ist daran so schwer zu verstehen?
der Umsatz befindet sich irgendwo zwischen 50t€ und 250T€.
Der Gewinn von 0 bis 50T€. Ich möchte die hälfte vom tatsächlichen
Gewinn haben. Also eine Zahl zwischen 0 und 25T€. Der Gewinn ist das zu
versteuernde Einkommen über das sich das Finanzamt freut.
>Wo war noch mal die Firma? Fulda? So ein Betrieb kommt ja eigentlich>auch nur für jemanden in Frage, der Land und Leute regional etwas kennt.>Also niemanden gerade von bundesweit her. Egal ob arbeitslos und guten>Willen oder nicht, das tut nichts zur Sache.
Also der Landkreis Fulda hat 217.255 Einwohner. Es geht also nicht um
eine Kneipe auf dem Dorf. Klar wird dem einen oder anderem die Nase des
neuen nicht gefallen. Aber man macht ja nicht nur Geschäfte mit
Bestandskunden. Wichtig ist das gute Arbeit abgeliefert wird. Der Kunde
hat ein Problem und ruft nach Hilfe. Wird ihm da geholfen wo er immer
anruft ist die Welt für ihn in Ordnung.
Michael S. schrieb:> Als Einheimischer dürftest du doch da eigentlich nicht solche> Probleme haben. Warum machst du dann nicht ne Kneipe auf?
Das ist hier sehr brisant. Eine einfache Kneipe mit nur Bier, wie es in
der Großstadt oft ist, wirft nicht genug ab. Bei dir in Hannover gibt es
in den Straßen sicher kleine Kneipen, die nur Bier ausschenken. Aber
auch mehr Einwohner pro Fläche. Wie ich es aus Köln kannte. Ein alter
Schulkamerad und sehr guter Koch hatte vor 20 Jahren auch mal eine
Kneipe hier im Nachbarort. Es wurde sogar die namhafteste Kneipe im Ort
mit 600 Einwohnern. Nach 5 Jahren war er aber auch pleite. Sein Essen
war exzellent, er kochte noch für die Hochzeit meines Bruders, einen
riesigen Pott ausgezeichnet gutes Chili Con Carne und einen Pott
Gulasch. So ausgezeichnet gut, daß ich mich 20 Jahre zurück erinnere.
Aber da gibt es mal sehr maue Zeiten, wenn das ganze Jahr über nur ein
paar Kameraden an der Theke sitzen, und sich am Pils festhalten.
Ein Onkel hatte auch mal eine Kneipe am Stadtrand von Trier, und machte
den Reibach nur an Karneval und Sylvester. Sonst war das ganze Jahr
nichts los. Nebenbei fuhr er noch ein eigenes Taxi, um über die Runden
zu kommen. Er war auch mal Koch im Wiener Hotel Sacher, und da muß man
ja schon was können, um da überhaupt hin zu kommen. Ruhm und Erfolg
brachte ihm das nobele Haus auch nicht.
Wenn man sowas eröffnen möchte, dann muß man aber gleich auch sehr viel
Geld investieren, und ein Hotel draus machen. Am besten noch einen
Erlebnispark mit dran. Das machen auch einige. Z.B.
Pferdekutschenausritte und Erlebniswanderungen. Irgendwas in der Klasse,
was noch keiner hat. Das ist aber auch nicht so einfach, wie gerade oben
an dem Düsseldorfer Investor beschrieben. Es ist da auch nur
Verdrängungswettbewerb, wo sowieso schon nicht viel los ist.
Der oben von mir beschriebene Dönermann ist aus dem Dorf auch weg. Etwa
5000 Einwohner, wenn ich die direkten Nachbarorte mal hinzu zähle,
können den gar nicht am Leben erhalten. So viel Döner können die alle
gar nicht essen.
@Selbständiger
Über die Nachhaltigkeit bei Übernahme brauchst du dir ja wohl
keine Gedanken machen müssen.
Du hast doch wohl nicht gehofft das du hier jemanden findest
der dein Geschäft übernimmt?
Das das Forum nicht der Weisheit letzter Schluss ist, dafür
dürfte es bekannt sein.
@Michael S.
>Du hast doch wohl nicht gehofft das du hier jemanden findest>der dein Geschäft übernimmt?
Nein, darauf habe ich nicht gehofft. Ich denke die Zeit ist jetzt auch
zu knapp geworden für eine Übergabe. Ich wollte nur verstehen woran es
liegt. So viele jammern und sagen es ist alles aussichtslos. Da biete
ich einen Betrieb an, von dem man von Anfang an leben kann und kaum
einer hat interesse.
>Über die Nachhaltigkeit bei Übernahme brauchst du dir ja wohl>keine Gedanken machen müssen.
Doch mach ich mir. Durch die langjährige Zusammenarbeit mit den Partnern
und einigen Industriekunden hat man schon den Wunsch das es weiter geht.
Hans schrieb:>>Wenn du Dozent bist solltest du so ein Mist nicht schreiben.>>Auf dem Papier kann es (dank der EG) stimmen. Im echtem Leben gibt es in>>Deutschland max. eine Hand voll. Wenn überhaupt.>>Also bitte schreib hier nicht so ein Müll rein!>> Bitte keine persönlichen Angriffe.Man darf sich als Ingenieur> selbstständig machen:> http://www.existenzgruender.de/selbstaendigkeit/en...
Klar darf ich ein Handwerksbetreib aufmachen. Nur wenn ich ne Steckdose
anschliesse muß ich in der VNB drinn sein. Ohne die "Gute Nacht" in dem
HAndwerksbetrieb. Und jetzt versuch mal in VBN OHNE Moeisterbrief zu
kommen!
DAS solltest du als Dozent wissen!
Also ist das Angebot für Igs total ungeeignet!
Selbstständiger schrieb:> Ich wollte nur verstehen woran es liegt.
Nun, Angebot und Nachfrage stimmen da wohl einfach nicht.
Nicht jeder will sich selbständig machen und die die es
wollen, haben nicht das Geld, das du verlangst.
Da spielt der Gegenwert eh keine Rolle, weil der
erst mal versilbert werden müsste. Bei dem Werteverfall
dürfte das auch marginal sein. Evtl. wäre ein Konkurrent
interessiert deinen Laden zu übernehmen, aber wenn die
volle Auftrag-Bücher haben, brauchen die deine Kunden
vermutlich gar nicht weil die erwarten würden das die
ohnehin zur Konkurrenz wechseln wenn die Firma dicht macht.
Warum lässt du den Betrieb nicht schlafen, anstatt ihn
zu liquidieren. Wenn das mit der Karriere aus welchen Gründen
nicht klappt, könnte man den Betrieb wieder erwecken.
Zumindest wäre das eine Alternative.
Lass doch wen den Betrieb weiterführen und Dich am Gewinn beteiligen und
Du bleibst als "Berater" dabei...
also ohne das da jemand alles sofort abkaufen muss ...
Musst natürlich guten Vertrag aufsetzen dafür.
komisch das der "Herr Dozent" nicht auf das Argument mit VNB/Ing
eingeht.
DAS Problem hatte ich auch schon mal.
Wenn er den Betrieb mit solchen Informationen verkaufen möchte, wird es
halt kompliziert!
@Michael S. (technicans)
es ist wie du schreibst. Die haben alle volle Auftragsbücher und die
meisten Sachwerte wie Software, VDE, Messgeräte ... wären dann doppelt
vorhanden.
Den Betrieb als Nebengewerbe betreiben lässt sich zeitlich mit meiner
neuen Position nicht vereinbaren.
Ruhen lassen wäre eine Idee. Da muss ich mal die Kosten prüfen für
diesen Zeitbereich.
Jemanden einstellen? Es gibt ja keine Leute auf dem Markt und das
Zeitproblem wäre auch wieder da.
@und (Gast)
warum sind Sie immer so aggressiv?
Natürlich muss der Nachfolger in das Installateurverzeichnis des VNB
eingetragen werden. Je nach beruflicher Qualifikation sind die
Vorraussetzungen direkt gegeben oder es muss noch ein Lehrgang besucht
werden. Für einen Ingenieur wäre das der Sachkundelehrgang technische
Regeln der Elektroinstallation - TREI. Dieser Lehrgang dauert je nach
Bildungseinrichtung etwa zwei Wochen.
Für eine Eintragung sind weitere Vorraussetzungen zu erfüllen wie:
Versicherung, Eintragung in die Handwerksrolle, Werkstattausrüstung, VDE
Normen mir Abo.
Das sind aber Dinge die hätte ich selbstverständlich mit einem
Nachfolger durchgesprochen. Wenn Sie noch weitere Informationen
benötigen kann ich Ihnen gerne helfen.
gut, dass das jetzt klargestellt ist. Mann muß noch 2 Wochen einen
Lehrgang machen. Die Kosten sind ja auch zu berücksichtigen.
Handwerksrolle:
Ich muß gestehen DA bin ich nicht auf dem Laufendem.
Aber frühe mußte man noch den ADA-Schein und solche Geschichten
nachweisen.
Es wurde einem SEHR deutlich gesagt: OHNE Meister wird das nichts.
JETZT ist mir das egal. Bin halt mit einer GMBH in der IHK. Zocken einen
aber auch gut ab...
Selbstständiger schrieb:> Für eine Eintragung sind weitere Vorraussetzungen zu erfüllen wie:> Versicherung, Eintragung in die Handwerksrolle, Werkstattausrüstung, VDE> Normen mir Abo.
Also muß man min. einen Meistertitel haben. Warum aber soll dieser einen
Kleinbetrieb kaufen? Der hat doch selbst durch seine langjährige
Gesellentätigkeit Kontakte und wenn die Konkurrenz schon volle
Auftragsbücher hat wird ein Newconmer schnell selbst aquirieren können.
Da eine One-Man-Show teuer zu kaufen ist für ihn nicht werthaltig,
unabhängig davon was der Laden für dich Wert ist.
Solche Betriebe sind auf dem freien Markt schlecht handelbar, es werden
nur Bruchteile des Schätzwertes geboten, zumindest bei den paar wo ich
ich das mitbokommen habe. Die gehen in der Regel in die Hand eines
Mitarbeiters/Nachkommen. Dieser wird vom Chef zum Chef aufgebaut. Da man
sich kennt ist der Meister auch kein Problem, es gibt ja einen ;-) bis
der andere fertig ist.