Was ist das für ein Bauteil

Gast #5381684
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Hi,

ich brauche eine Diode für 2000W 230V. Habe das hier in der Batselkiste 
gefunden, komme aber mit der Bezeichnung überhaupt nicht weiter.

Hatte die Hoffnung das es sich um eine fette Gleichrichterdiode 
handelt...

Wenn jemand einen Tip hat?

Danke
Angehängte Dateien:
Gast #5381688
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Jens schrieb:
> Hatte die Hoffnung das es sich um eine fette Gleichrichterdiode
> handelt...
>
> Wenn jemand einen Tip hat?

Miss es nach. Zumindest ob es eine Diode ist, kannst du schneller 
rauskriegen, als hier einen Thread zu öffnen.
2000 W wird die allerdings nie und nimmer vertragen.
#5381694
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Da hilft in der Tat nur nachmessen.

In dieser Form wurden und werden noch Kondensatoren hergestellt um ein 
Signal sauber aus einer isolierten Kammer in eine andere zu überführen.

Da macht es Sinn wenn die Anschlüsse auf beiden Seiten angebracht sind.

Bei Dioden ist das eher nicht der Fall.
Gast #5381716
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danke, habe auch gerade gemessen :-) auf die Idee wäre ich ja nie 
gekommen.

Welche Diode kann ich nehmen, sehe gerade das viele dieser 
Einpressdioden etc. Lichtmaschine zwischen 30 und 50v Haben.

Es geht um einen Heizstab 2000W 230V AC welchen ich bei halber Leistung 
betreiben möchte...

Danke

Gruß
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5381744
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Jens schrieb:
> Es geht um einen Heizstab 2000W 230V AC welchen ich bei halber Leistung
> betreiben möchte...
Geht nicht mit einer Diode: du wirst mit der Diode die halbe effektive 
Spannung haben und den halben effektiven Strom.
Halbe Spannung mal halber Strom ergibt ein Viertel Leistung.

Logischer Kurzschluss: wenn 1 Diode zu 1/4 der Leistung führt, dann 
schalte einfach zwei Dioden antiparallel...  ;-)
Gast #5381756
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>>Geht nicht mit einer Diode: du wirst mit
>> der Diode die halbe effektive
>>Spannung haben und den halben effektiven Strom.

Warum? Schneide ich nicht die eine Halbwelle weg?

Ich habe noch Gleichrichter (50A/700V) der sollte gehen :)

https://www.reichelt.de/Gleichrichter/B700C50A/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=181558&GROUPID=2998&artnr=B700C50A&SEARCH=gleichrichter%2B50a&trstct=pos_2

B700C50A

Eine Antiparallele Lösung geht damit ja auch... :-) Könnte dann ja auch 
2 Leistungsstufen abgreifen...
Gast #5381762
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Lothar M. schrieb:

> die halbe effektive
> Spannung haben und den halben effektiven Strom.
> Halbe Spannung mal halber Strom ergibt ein Viertel Leistung.

Wieso halbe Spannung? Es liegt die gleiche Spannung an, also wird die 
gleiche Leistung umgesetzt, aber nur für die Hälfte der Zeit. Darum 
halbe Leistung...
Keine Ahnung ob es wirklich so ist, aber irgendwie hört sich das auch 
plausibel an...
Gast #5381764
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schlucki schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>
>> die halbe effektive
>> Spannung haben und den halben effektiven Strom.
>> Halbe Spannung mal halber Strom ergibt ein Viertel Leistung.
>
> Wieso halbe Spannung? Es liegt die gleiche Spannung an, also wird die
> gleiche Leistung umgesetzt, aber nur für die Hälfte der Zeit. Darum
> halbe Leistung...
> Keine Ahnung ob es wirklich so ist, aber irgendwie hört sich das auch
> plausibel an...

Du liegst völlig richtig.
#5381772
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Jens schrieb:
> Es geht um einen Heizstab 2000W 230V AC welchen ich bei halber Leistung
> betreiben möchte...

Heizungen darf man so nicht betreiben.

Die Trafos der Elektrizitätsgesellschaften auf dem Weg zu dir mögen den 
Gleichsstrom nicht.

Heizungen der Leistung sollen nicht mal mit Phasenanschnitt reduziert 
werden.

Sondern per Impulspaketsteuerung.

Eine der einfachsten für 230V/2kW wäre ein Energieregler von 
Ceranfeldern.

Es gibt natürlich auch elektronische Schaltungen, aber so genau wird es 
dir nicht drauf an kommen, und Energieregler kann man sogar einstellen.
#5381830
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Der Grund, warum keine Diode bei 230-V-Heizungen hoher Leistung 
verwendet werden soll, ist nicht, daß es dem Versorger vielleicht nicht 
paßt, sondern der Gleichstrombetrieb des Heizstabes!

Der kann dabei durch Elektrolyse bzw. Ionenwanderung korrodieren. 
Normale Isolierkeramik oder das eingefüllte Specksteinpulver verlieren 
ihren guten Isolationswiderstand bei hoher Temperatur (Glühhitze) und 
werden niederohmiger. Auch ein paar Kiloohm lassen genügend Strom für 
eine schädliche Korrosion fließen, deshalb ist der DC-Betrieb untersagt.
Bei Wechselstrom spielt das keine Rolle. Die Ionen kommen nicht weit, da 
sie nach 10 ms schon wieder umkehren müssen.

Das ist doch hoffentlich schon lange bekannt?

Gruß   -   Werner
Gast #5381842
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Lothar M. schrieb:
> Jens schrieb:
>> Es geht um einen Heizstab 2000W 230V AC welchen ich bei halber Leistung
>> betreiben möchte...
> Geht nicht mit einer Diode: du wirst mit der Diode die halbe effektive
> Spannung haben und den halben effektiven Strom.

Oh, oh!
Das habe ich auch einmal geglaubt, aber das ist über 50 Jahre her.



Michael B. schrieb:
> Die Trafos der Elektrizitätsgesellschaften auf dem Weg zu dir mögen den
> Gleichsstrom nicht.

Das stimmt zwar, aber eine einzelne Diode reicht dafür nicht aus.
Und bei vielen mittelt sich die Polarität wieder heraus.
Früher haben die Trafos auch tausende von Fernsehern mit 
Einweggleichrichtern ohne murren versorgt.



Werner H. schrieb:
> Der Grund, warum keine Diode bei 230-V-Heizungen hoher Leistung
> verwendet werden soll, ist nicht, daß es dem Versorger vielleicht nicht
> paßt, sondern der Gleichstrombetrieb des Heizstabes!
>
> Der kann dabei durch Elektrolyse bzw. Ionenwanderung korrodieren.

Das ist der Punkt!
Gast #5381868
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Lothar M. schrieb:
> halber Leistung
>> betreiben möchte...
> Geht nicht mit einer Diode: du wirst mit der Diode die halbe effektive Spannung 
haben und den halben effektiven Strom. Halbe Spannung mal halber Strom ergibt ein 
Viertel Leistung.

Du beliebst zu trollen?

Ich habe sogar ein Meßgerät, R&S URE, was das richtig anzeigt: 230V in 
Reihe mit einer Diode ergeben 163Veff, Wurzel(2) von 230.

Zeitintegral nennt man es wohl, volle Spannung und vollen Strom, aber 
dank Diode nur die halbe Zeit.

der schreckliche Sven schrieb:
> Da brauchst Du eine Diode für 10A/600V.

Spontan käme mir die Idee, einen Thyristor zu mißbrauchen, bei dem ich 
Anode und Gate brücke. Es bleibt aber das Thema Verlustleistung, um die 
8 Watt schätze ich mal.
Gast #5381878
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Thorben schrieb:
> Werner H. schrieb:
>> sondern der Gleichstrombetrieb des Heizstabes!
>>
>> Der kann dabei durch Elektrolyse bzw. Ionenwanderung korrodieren.
>
> Auch wenn der Heizstab nicht in Flüssigkeit getaucht ist, also z.B.
> IR-Heizer oder Heizpatronen?

Ja, es geht dabei um einen festen Elektrolyt: das Magneiumoxid im 
Heizstab.
Gast #5381879
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Manfred schrieb:
> Spontan käme mir die Idee, einen Thyristor zu mißbrauchen, bei dem ich
> Anode und Gate brücke. Es bleibt aber das Thema Verlustleistung, um die
> 8 Watt schätze ich mal.

Solche Dioden mit Einschraubgewinde gibt (gab) es.
Ich habe eine ganze Schachtel mit DDR SYxxx.

Aber gerade mal bei Reichelt gesucht. Fehlanzeige.
Die Suchfunktion ist da grottenschlecht!
Scheinen nicht mehr Mode zu sein.

Ich vermute, die Leistungsbilanz ist etwas besser als bei Thyristor.
10W werden es sein.
Die Bauform wird gleich sein.
#5381899
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Das gezeigte Teil ist 100% ein Durchführungs Filter oder Kondensator und 
auf keinem Fall eine Diode.  Ich habe sie früher in HF Projekten viel 
verwendet. Es gibt auch Ausführungen als CLC Filter mit einem internen 
Ferrit Einsatz und besseren höherfrequentwn Abschwächungseigenschaften. 
Man kann es allerdings der Bauform nicht ansehen ob es nur ein 
Durchführungs C oder Filter ist. Da muß man im Datenblatt nachsehen.
#5382019
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Deine eigentliche Frage wurde längst beantwortet.
Wenn dich das gesamte Thema so verunsichert, solltest du die Finger 
davon lassen.
Eine vernünftige Lösung wurden umfangreich vorgeschlagen.

Dann mach ggf. nur einen der Heizstrahler an wenn du weniger Leistung 
haben möchtest.

p.s. So ein IR Strahler wird sehr ineffektiv, wenn man ihn mit weniger 
Power befeuert.
Gast #5382052
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Thomas K. schrieb:
> p.s. So ein IR Strahler wird sehr ineffektiv, wenn man ihn mit weniger
> Power befeuert.

Er heizt eben nur noch mit verminderter Leistung. Der über Strahlung 
abgegebene Anteil sinkt ganz kräftig, weil er mit der 4ten Potenz von 
der absoluten Temperatur abhängt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Plancksches_Strahlungsgesetz#Bedeutung

Wenn es einem auf die Strahlungsleistung ankommt, ist es energetisch 
also erheblich günstiger, einen Strahler ganz abzuschalten und den 
anderen mit voller Leistung laufen zu lassen.

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