hi, ich suche eine transistorschaltung, die beim überschreiten eines
stromes (hier 2a, genauigkeit ist nicht wichtig) die leitung
unterbricht. reset soll dann z.b. erst beim abklemmen und neu anklemmen
des schaltkreises passieren. einer eine idee??
ok, wahrscheinlich sind noch mehr parameter wichtig. betriebsspannung
maximal 40 volt. nur smd komponenten erlaubt (muss 20 mal auf eine
platine). polyswitch habe ich leider keinen gefunden, der sehr schnell
bei 2a auslöst und die spannung verkraftet.
peter schrieb:> Polyswitch habe ich leider keinen gefunden, der sehr schnell> bei 2a auslöst und die spannung verkraftet.
Was heist sehr schnell?
Spannung bie 40V ist kaum ein Problem. Beachten muss man aber auch, dass
die Polyswitch noch einen Reststrom haben (brauchen) damit sie ausgelöst
bleiben.
Und wo ist da das Problem? :)
Damit wird nur die Sicherung rausgeschossen. Die klassische
Crowbar-Schaltung ist ja auch für Überspannung und nicht Überstrom.
Damit schon allein sollte offensichtlich sein, daß man die Schaltung
anpassen muß. Das sollte nur ein Tipp zum Ideen abgucken sein und keine
Fertiglösung. Dieses Konzept kann und muß man für diesen Zweck anpassen.
Das Konzept ist das Gleiche. Man wandelt die zu überwachende Größe in
eine Spannung in der Höhe einer Rferenzspannung, beispielsweise von
einem TL431. Ein Vergleich mit dieser Referenz triggert bei Abweichung
die Abschaltung.
> peter schrieb:> hi, ich suche eine transistorschaltung, die beim überschreiten eines> stromes (hier 2a, genauigkeit ist nicht wichtig) die leitung> unterbricht.
Hallo,
eine Strombegrenzung kann man mit einem Shunt und einem Transistor
machen.
Soll diese bistabil abschalten, kann man mit 2 Transistoren und paar
Widerständen ein FlipFlop machen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Flipflophttp://commons.wikimedia.org/wiki/File:Flipflop_by_trexer.png> reset soll dann z.b. erst beim abklemmen und neu anklemmen> des schaltkreises passieren.
Geht es auch mit einem Reset-Taster?
Gruß Öletronika
Es steht noch immer im Raum was "schnell" bedeuten soll. Wenn man sagt,
daß eine Polyswitch zu langsam sein soll, sollte man zumindest die
Größenordnung der Geschwindigkeit nennen können.
Wenn man so etwas schreibt habe ich den Verdacht, daß Systeme, die auf
thermische Verfahren aufbauen, generell eher zu träge sind. Daher schlug
ich vor auf Elektronik zu setzen welche den Strom mittels Halbleitern
mißt und vergleicht.
Carsten R. schrieb:> Es steht noch immer im Raum was "schnell" bedeuten soll.
Eigentlich nicht ;)
Der TE
peter schrieb:> 2a, genauigkeit ist nicht wichtig
2a - also zwei Jahre. Finde ich jetzt nicht besonders schnell.
SCNR, XL
grins
Erdenjahre? Oder auf Minbar, Cantauri Prime, Bajor, Caprica oder gar
Magrathea?
SCNR manchmal schlägt der Nerd durch.
Ein bissl Spaß muß ab und an auch mal sein. :)
Anbei mal als Denkanstoß eine Schaltung, die man im letzten Jahrtausend
verwendet hat. Sie wird als Zweipol in den zu schützenden Stromkreis
eingefügt. Beim Überschreiten des Auslösestroms wird sie hochohmig(er) -
trennt den Stromkreis also praktisch auf. Einmal ausgelöst, bleibt sie
im hochohmigen Zustand, bis man den Stromkreis unterbricht.
Zur Funktion:
Denken wir uns zuerst T2 und R3, R4, R5 weg. R1 sei erstmal 0 Ohm.
Bleibt der Darlington-Transistor T1, der über R2 mit Basisstrom versorgt
wird. Zwischen den beiden Anschlußklemmen kann Strom fließen, begrenzt
durch den erlaubten Kollektorstrom von T1 und den durch R2 festgelegten
Basisstrom. R2 wird man praktisch so festlegen, daß beim Maximalstrom
ca. 0.5V .. 1V über R2 abfallen. R1 dimensioniert man so, daß beim
Maximalstrom über ihm nochmal 0V .. 1V abfallen.
Im folgenden nehme ich an, R2 ist für 0.6V dimensioniert und R1 für
0.5V.
Je nach Strom stellt sich zwischen der (+) und (-) Klemme eine Spannung
zwischen ~1.4V (ganz wenig Strom, im wesentlichen die doppelte U_be von
T1) und 2.5V (bei Maximalstrom) ein.
Nun kommen T2 und R3-R5 dazu. T2 wertet die Spannung über der Schaltung
aus. Der Spannungsteiler aus R3-R5 ist so einzustellen, daß T2 bei einer
Spannung von 2.5V eine Basis-Emitterspannung von ca. 0.7V bekommt. Bei
Maximalstrom durch T1 steuert T2 dann langsam durch und nimmt er T1
Basisstrom weg. In Folge steigt die Spannung weiter an, T2 steuert noch
weiter auf usw. Die Schaltung "kippt" also sehr schnell um. So schnell,
daß kurze Stromspitzen (Abblockkondensator in der angeschlossenen
Schaltung) sie schon auslösen können. Um sie träger zu machen, kann man
einen kleinen Kondensator (einige nF bis µF) parallel zur BE-Strecke von
T2 schalten.
Prinzipiell geht es auch mit R1=0. Allerdings hilft R1 dabei, Exemplar-
streuungen von T1 ebenso wie die Temperaturabhängigkeit zu verbessern.
Obwohl die Schaltung prinzipiell funktioniert, ist sie dennoch nix für
den TE. Vor allem, weil sie ordentlich Leistung schluckt. Über T1 fallen
mindestens 1.4V ab, in Verbindung mit R2 eher 2V. Bei 2A macht das schon
4W, in R1 fällt ebenfalls 0.5V*2A= 1W an. Alles in SMD und zigmal auf
einer Platine bleibt so ein Wunschtraum.
XL
Evlt. gibts ICs wie den LM3526L auch mit Mehr Power, Hochgeskillten
Amperes, mehr Ports und weniger Funktionen?
Wär interressant, für was das ganze schlussendlich gut sein soll.
20-Port GPIO-Schnittstellenkarte vor Fehlbedienung schützen?
Wär's OK zwar jeden Port einzeln zu messen, aber die Abschaltung bei
Kurzschluss zentral für alle Ports zu implementieren?
(Also: Kurzschluss an einem Port ==> Not-Aus für die ganze Schaltung)
Wie "unterbrochen" soll die unterbrochene Leitung sein? Muss ein Relais
dazwischen? Gegen welche Arten der Fehlbedienung willst du schützen?
z.B. auch gegen "drei 40V/2A-Ausgänge direkt mit 400V-Drehstrom
verkabelt"?
peter schrieb:> ja, ich weiß. sind aber viel zu viele bauteile. die anzahl der bauteile> ist kriterium nummer 1.peter schrieb:> nur smd komponenten erlaubt (muss 20 mal auf eine> platine).
Klingt irgendwie gewerblich.
Ist das Forum jetzt eigentlich ein kostenloses Entwicklungszentrum?
Auch ein "Danke" für die eingegangenen Vorschläge lese ich nirgends.
Netter Kollege.
Ein schrieb:> peter schrieb:>> 2a>> Reparier mal deine Shift-Taste, das ist ja grausig
Wieso, wo ist das Problem? Er schreibt ganz klar: soll in 2a (also
innerhalb von zwei Jahren) auslösen. :)