Hallo,
Folgendes Problem:
Ich habe einen TDA Verstärker "hochprofessionel" von der Platinr eines
Autoradios abgeknipst.
Jetzt habe ich ein herausgeschnittenes Stück Platine mit IC vor mir.
Ein erster Test zeigte, das Teil funktioniert noch!
Allerdings wird das IC im Leerlauf (eingeschaltet, mit Strom
versorgt)zwar recht langsam, dafür aber richtig warm!
Kenne mich mit diesem Teil nicht besonders aus, habe das Datenblatt
durchgelesen um den Verstärker ohne Radio Elektronik einzuschalten
(St-By Pin)
Diesen habe ich mit einem 20K Ohm auf +12V gelegt (Kleiner Akku)
Zudem wurde S-GND mit auf Mase gelegt, da das IC sonst nicht
funktioniert.
Sollte da vielleicht ein Widerstand rein?
Immerhin sind 4 P-GND Pins standardmäßig (Platine) auf Masse gelegt.
Unter anderem habe ich jetzt noch AC-GND, HSD und TAB frei.
Was diese Pins bedeuten bzw. Funktion ist mir unbekannt.
Den S-GND Pin habe ich auf Masse gelegt, weil in dem Datenblatt ein
Platinenlayout drin war.
Dort hat man gesehen, dass der Pin auf Masse geht, ohne Widerstände!
Weiß jetzt nicht ob diese hohe Wärmeentwicklung normal ist, da das Ding
dann doch ohne Belastung echt warm wird.
Mit dem Kühlklotz vom Radio entwickelt sich ebenso schnell eine gut
warme Fläche.
Man verbrennt sich nicht die Finger, aber es ist meiner Meinung nach
nicht normal!
Einen Kurzschluss (z.b. Out1/2/3/4 +/- ) auf Masse/+12V konnte ich nicht
feststellen.
Ich wollte mal die Stromaufnahme messen, doch da gibts ein Problem:
Kleines Messgerät misst nur bis 500mAh bzw. diese Funktion geht bei dem
Ding überhaupt nicht mangels Sicherung.
Beim anderen ist ein kaputter 9V Akku das Problem und keine Batterien im
Haus...
Normal wäre ein Ruhestrom von 190mAh
Wenn das Ergebnis des Multimeters noch stimmen sollte, hab ich aber
330mAh.
Dem Wert sollte man keinen Glauben schenken, mein Akku hat anscheinend
auch 14,4V (ständig weiter aufsteigen)
Der 4 Kanal Verstärker an sich funktioniert auf allen 4 Kanälen
fehlerfrei
Es kommt ordentlich Dampf zu den Lautsprechern.
Der Kühlklotz ist aber trotzdem viel zu klein und wird noch ersetzt.
Jedoch im Leerlauf schon diese Wärme...
Das IC heizt innerhalb 30 sek auf, dauert also ein bischen.
Mit Kühlkörper 2 Minuten.
Wird sehr warm, ändert sich dann aber nicht mehr.
Also auch nicht wirklich, wenn ich mal kurz laut mache...
Kennt jemand das Ding/weiß mehr darüber oder kann mir irgendwelche
übersehenene Punkte im Datenblatt nennen?
Patrick W. schrieb:> Normal wäre ein Ruhestrom von 190mAh
Autsch. Strom != Ladung
Wenn du den TDA frei verdrahtet hast und ohne Abblockkondensatoren
betreibst, wird er schwingen.
Patrick W. schrieb:> Kennt jemand das Ding/weiß mehr darüber oder kann mir irgendwelche> übersehenene Punkte im Datenblatt nennen?
12V x 0.3A = 3.6W => das wird schon schoen warm......
Danke für die Antworten.
Ich habe den Verstärker aus den gesamten, verschalteten Board
ausgeschnitten, dabei alle Teile behalten, die zum Verstärker gehören.
Ich musste lediglich S GND auf Masse legen, den St-By Pin ansteuern und
ein Bauteil auf der Platine durchknipsen, damit der Verstärker nicht
gemutet wird.
Sonstige Komponenten sind so wie sie sind nit dabei.
Jedoch weiß ich nicht genau, was die Steuerung des Radios da noch
beeinträchtigt hat.
"Einfach so" verdrahtet ist das Teil also eigentlich nicht, zumindest
sollte alles so aussehen wie Originalzustand des Radios.
Aber gut ich werde morgen (vielleicht ) mal nachschauen, wo die paar
Elkos angeschlossen sind, und ob sie nicht vielleicht zum restlichen
Radio führten und somit nicht funktionieren bzw. nicht im Stromkreis
eingebunden sind.
An welcher Stelle müssten denn eigentlich Elkos sein, damit der
Verstärker nicht "schwingt" ?
Muss wohl noch was in meiner Pinbelegungszeichnung ändern/eintragen ;)
Okay, vielleicht schau ich morgen nochmal selbst ins Datenblatt rein.
Patrick W. schrieb:> ein Bauteil auf der Platine durchknipsen, damit der Verstärker nicht> gemutet wird.
Ist der betreffende Pin jetzt offen? Da mögen einige Pins nicht.
Die möchten gern entweder an Masse oder +Ub angeschlossen sein.
Harald W. schrieb:> Patrick W. schrieb:>>> ein Bauteil auf der Platine durchknipsen, damit der Verstärker nicht>> gemutet wird.>> Ist der betreffende Pin jetzt offen? Da mögen einige Pins nicht.> Die möchten gern entweder an Masse oder +Ub angeschlossen sein.
Im Datenbatt steht, 1,5V Mute aus 3,5 V Mute an
Äh glaub ich...
Vielleicht hab ich das jetzt auch vertauscht...
Da war ein Transistor, der vermutlich Strom an/aus schaltete.
Ein Pin des Transistors (übrigens seehr klein) ging auch in richtung der
Hauptelektronik vom Radio.
Jedenfalls hat der so geschaltet, dass er den Verstärker mutet (Nach
anbringen des Widerstandes auf St-By und anschließen des S GND war
rauschen vorhanden, aber kein Ton vom Quellgerät).
Im Datenblatt steht, St-By 10kohm auf +12V
Mute 47kohm auf +12V (zumindest im Testaufbau)
Allerdings habe ich mit in Reihe geschalteten Widerständen den Mute Pin
angesteuert, was den Verstärker zur ruhe brachte.
Vielleicht werde ich das IC irgendwann auslöten, neu verdrahten und alle
Teile aus dem Datenblatt Testaufbau korrekt anlöten und anschließend in
Heißkleber verewigen...
In eine alte Plastikbox ein Poti, Chinch Eingänge und die 4
Lautsprecherausgänge und schon hab ich einen transportfähigen,
Leistungsfähigen Verstärker.
Jedoch könnte ich auch die vorhandene Platine verwenden, wenn das Ding
im normalen Betrieb läuft.
Der Kühlklotz war ja sogesehen wohl ausreichend, sonst würde der
Verstärker wohl nicht mehr funktionieren...
Der Kühlklotz wird jedenfalls so warm wie mein TDA 8560Q Verstärker mit
2x 40W an 2 Ohm auf vollpower mit ordentlichem Kühlkörper.
So folgendes:
Der Pin SVR war zwar mit einem Elko verbunden, dieser aber nicht mit
Masse verbunden, wie es bei AC-GND der Fall ist.
Alle Bauteile sind vorhanden, alle Bauteile funktionieren und der
Kühlklotz (übrigens viel zu klein, leitet mangels Kühlrippen keine Wärme
ab) wird im Leerlauf bzw. leiser Musik handwarm.
Eine neue Batterie im Multimeter sagt, dass der Amp nun auf dem
optimalen Wert von 190mAh liegt.
Vielen Dank für den Hinweis ;)