Hallo,
> vhtl schrieb:
> Wie schließe ich SMD-Abblockkondensatoren oben am besten an, wenn ich
> unten eine GND-Plane habe?
dann mit möglichst kurzen Leiterzug vom +Vcc-Pin an den den MLCC und
dicht neben dem gnd-Pad mit einem Via zur Powerplane (gnd).
> Bei THT-Kondesatoren ist das relativ einfach, da der GND-Pin automatisch
> mit der GND-Plane verbunden ist (siehe Bild).
Bei SMD ist das im Prinzip genausso zu machen.
Allerdings sollte man solche sinnlosen Schnörkel, die wohl durch das
Programm verursacht werden, wieder wegmachen.
> Anmerkung: Bei der gegebenen Schaltung habe ich die Kondensatoren
> jeweils VCC zugeordnet, da man bei 7x VCC und noch mehr GNDs gar keine
> Pärchen mehr bilden kann. Ist daran etwas auszusetzen?
Nein, was sollte man sonst machen.
Bei ordentlichen Powerplanes hat man auch etwas andere Richtlinien als
bei einem Design ohne diese.
Powerplanes sind deutlich höherwertiger (HF-mäßig niederohmiger) als
Leiterzüge anzusehen.
> Takt ist 8 MHz.
Das ist eher sehr lahm.
Allerdings ist nicht die Taktfrequenz entscheidend für die
EMV-Bewertung, sondern die Flankengeschweindigkeit in den Signalen.
> Wenn ich die gleiche Schaltung nun komplett auf SMD umstelle, kommen die
> Kondensatoren ja nicht mehr so einfach an GND heran. Bei 1206 könnte ich
> ein Via zwischen die beiden Pads plazieren, bei 0805 paßt das schon
> nicht mehr.
MLCC mit 100nF kann man ruhig auch in 0603 nehmen. Da kommen natürlich
keine Vias zwischen die Pads sondern außen drum herum.
> Gibt es einen empfohlenen Standardweg, Abblockkondensatoren an eine
> GND-Plane anzuschließen?
-> HF-mäßig immer niederohmig bleiben!
Dazu kurz Leiterzüge, wenn möglich auch breiter als bei sonstigen
Signalen, niederohmige Vias und DK mit größeren Bohrungen (mehr
oberfläche im Loch -> geringerer HF-Widerstand).
Kombination verschiedener rößeren MLCC (10nF, 10...10uF) um
Schwachstellen einzelner Typen auszugleichen.
Auch die +Vcc-Leitungen möglichst flächhig ausführen oder zumindest mit
breiteren Leitungen und ohne viele DKs.
Gruß Oletronika