Hallo
wie es schon im Titel steht habe ich Probleme damit, eine Temperatur
stabil zu erfassen.
Es sollte eine Temperatursteuerung für einen Keramik-Grill werden.
Am Nano ist angeschlossen ein MAX6675 mit K-Thermoelement, 3
Sensortasten zur Bedienung und Einstellung, ein 433MHz Funk-Sendemodul,
ein I2C 4x20 Display und ein Transistor der über PWM den Lüfter regeln
soll.
Das Ganze eingepackt in ein selbst-gedrucktes Gehäuse und momentan noch
über ein altes AT PC-Netzteil mit 12V versorgt.
Das Problem ist, das die Temperatur manchmal hin-und her springt.
Zumeist wenn man das Anschlusskabel des K-Thermoelement bewegt. Da gibt
es Sprünge von 120 Grad nach 60 Grad, dann plötzlich 0 Grad usw.
Manchmal läuft es für eine ganze Zeit ganz normal, ein anderes mal hört
es gar nicht mehr auf zu schwanken, oder hält eine falsche Temperatur
über längeren Zeitraum konstant.
Ein Defekt am Kabel selber ist das, denke ich, nicht, da ich
verschiedene Thermoelemente getestet habe, und bei allen diese Probleme
auftauchten.
Bei einem ca. 1stündigen Test im Backofen, bei 120 bis 250 Grad hatte
ich ein einziges Mal kurz 0 Grad angezeigt bekommen. Und das obwohl ich
permanent das Kabel bewegt, gebogen usw. habe.
Auch die Vermutung, das das Anschlusskabel die hohen Temperaturen nicht
verträgt hat sich nicht bestätigt, da ich soviel Kabel wie möglich in
den Backofen gestopft habe ;-)
Das Anschlusskabel des K-Thermoelement ist im übrigen mit Drahtgeflecht,
wie bei Grillthermometern üblich.
Ich nutze wie gesagt den Arduino Nano und für den MAX 6675 die
<max6675.h> Bibliothek.
Abfragen tue ich den MAX6675 alles 2 Sekunden mit:
Ist_Temp = (thermocouple.readCelsius());
Hat jemand eine Idee woher diese seltsamen Temp-Sprünge herrühren
können?
Vielen Dank
Dirk
Meinst du nicht, dass du irgendwelche konkreten Infos zu deinem Aufbau
liefern solltest? Zum Beispiel Schaltplan, Fotos, Quelltext?
Was hast du denn sonst noch so angestellt, um das Problem einzugrenzen?
Nur am Kabel wackeln kann es ja nicht sein.
Du könntest den Sensor, Kabel und Netzteil austauschen (aber nicht alles
gleichzeitig!). Und du könntest das Programm auf eine Minimal-Version
reduzieren, bei der das Problem trotzdem noch nachvollziehbar ist. Und
das zeigst du uns dann.
Bezüglich der Bibliothek solltest du sie ganz genau benennen, am Besten
verlinken. Nicht selten gibt es nämlich mehrere Varianten für den selben
Chip und natürlich auch mehrere Versionen.
Guten Morgen
Stefan U. schrieb:> Bezüglich der Bibliothek solltest du sie ganz genau benennen, am Besten> verlinken. Nicht selten gibt es nämlich mehrere Varianten für den selben> Chip und natürlich auch mehrere Versionen.
Die Bibliothek ist folgende:
(Mir war gar nicht bewusst das es da so viele verschiedene gibt)
Stefan U. schrieb:> Du könntest den Sensor, Kabel und Netzteil austauschen (aber nicht alles> gleichzeitig!). Und du könntest das Programm auf eine Minimal-Version> reduzieren, bei der das Problem trotzdem noch nachvollziehbar ist. Und> das zeigst du uns dann.
Den Sensor habe ich getauscht, insgesamt 3 verschiedene. Das Kabel ist
am Sensor fest angeschlossen.
Das Netzteil habe ich noch nicht getauscht.
Eine Minimal-Version habe ich auch noch nicht getestet, da der Grill
leider nicht bei mir steht, um ich bei meinem Test hier zu Hause nicht
diese Fehlerhäufung hatte.
Ich habe gerade mal auf die Schnelle einen Schaltplan mit Fritzing
gezeichnet und angehängt (sehe ich in der Vorschau leider nicht)
Und ein Bild habe ich noch schnell gemacht, dabei auch gesehen, das ich
den Transistor im Schaltplan vergessen habe. Sollte aber nicht das
Problem sein, oder?
Und das ist der Code:
( Ich bin mir sicher das man das schöner und sinnvoller programmieren
kann, aber ich lerne ja noch, also bitte nicht schlagen ;-) )
1
2
3
#include<Wire.h> // Wire Bibliothek hochladen
4
#include<LiquidCrystal_I2C.h> // I2C Display
5
#include<max6675.h> // MAX6675 für Thermoelement-Platine
6
#include<RCSwitch.h> // 433MHz Funk integrieren
7
#include<PID_v1.h>
8
9
RCSwitchmySwitch=RCSwitch();
10
LiquidCrystal_I2Clcd(0x27,20,4);// Hier wird festgelegt um was für einen Display es sich handelt. In diesem Fall einer mit 20 Zeichen in 4 Zeilen.
11
12
doubleSetpoint,Input,Output;
13
doubleKp=7,Ki=0.016,Kd=0;// Einstellungen Parameter für PID Regler
Auf den ersten Blick sehe ich weder im Programm noch im Blockschaltbild
einen groben Fehler. Ich nehme an, dass dein MAX6675 kein nackter IC
ist, sondern ein Modul mit den nötigen Abblock-Kondensatoren. Richtig?
Der Quelltext ist zu groß, um darin ohne großartigen Zeitaufwand Fehler
zu finden.
Es ist dumm, kleingeistig, naiv, anzunehmen mit einer RC Switch
Library eine sichere Datenübertragung zu gewährleisten.
Schon allein deswegen weil das Handshake / Feedback fehlt.
Mehr sog I ned.
Merke: wer sich beleidigt fühlt hat sich die Beleidigung
selbst zugeschrieben. Ich habe niemanden beleidigt.
Stefan U. schrieb:> Auf den ersten Blick sehe ich weder im Programm noch im Blockschaltbild> einen groben Fehler. Ich nehme an, dass dein MAX6675 kein nackter IC> ist, sondern ein Modul mit den nötigen Abblock-Kondensatoren. Richtig?
Es ist exakt dieses Teil: [[
https://www.amazon.de/XCSOURCE®-Schnittstelle-Thermoelement-Temperatursensor-TE577/dp/B01LW041RJ/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1520869873&sr=8-1&keywords=max6675
]]
Wenn ich das richtig sehe, ist da EIN Kondensator, an der
Spannungsversorgung, mit auf der Platine. Müssen da weitere
Kondensatoren angeschlossen werden? Davon habe ich nirgendwo etwas
gelesen.
Arrrghhh schrieb:> Es ist dumm, kleingeistig, naiv, anzunehmen mit einer RC Switch> Library eine sichere Datenübertragung zu gewährleisten.>
Die Datenübertragung ist nicht das Problem. Die funktioniert so wie sie
soll.
Im übrigen habe ich vorhin vergessen, etwas zu dem Foto und dem
Schaltbild zu schreiben, aber als Gast kann man leider nicht editieren:
Das Fritzing Blockschaltbild sieht leider nicht so schön aus, aber das
war das erste Schaltbild welches ich mit Fritzing erstellt habe.
Erklärungen zu dem Foto:
Links im Bild (das ist das Rückteil des Gehäuse) eine Lochrasterplatine,
auf der der Nano aufgelötet ist. Ausserdem der Transistor mit
Vorwiderstand. Über die blauen Klemmen wird der Lüfter angeschlossen.
12V Spannungsversorgung kommt über das schwarze Kabel.
Rechts im Bild ist die Rückseite des Displays mit dem I2C-Modul zu
sehen. Links vom Display sieht man das MAX6675-Modul, und unterhalb des
Displays, kann man mit ein bischen gutem Willen das 433MHz-Modul
erkennen. Von dort geht die aufgewickelte Antenne ab (isolierter
Telefondraht).
Unterhalb des Display, leider nicht zu erkennen, die drei Sensortasten.
Ganz rechts im Foto ist ein kurzes Stück der Thermoelement-Leitung zu
erkennen. Dieses Kabel mit dem Metall-Geflecht.
Alle Module, MAX6675, Sensortasten, Display und 433MHz sind über
flexible Drähte an der Lochrasterplatine angebracht.
Gruß
Dirk
Soderle,
ich habe mich jetzt mal angemeldet.
Dirk schrieb:> Arrrghhh schrieb:>> Es ist dumm, kleingeistig, naiv, anzunehmen mit einer RC Switch>> Library eine sichere Datenübertragung zu gewährleisten.>>>> Die Datenübertragung ist nicht das Problem. Die funktioniert so wie sie> soll.
Dazu wollte ich noch schreiben, das tatsächlich hier das Funk-Signal
einfach 'ins blaue' geschickt wird. Der Empfänger überwacht aber, ob
regelmäßig Daten ankommen, und gibt Alarm, wenn das nicht mehr der Fall
ist.
Gruß
Dirk
> Es tut mir leid wenn ich dazu noch mal nachfragen muss, müssen das> mehr,als der eine, auf der Platine aufgebrachte Kondensator sein?
Um diese Frage korrekt zu beantworten, müsste man die gesamte Schaltung
zusammenhängend ausmessen. Man sollte normalerweise darauf vertrauen
können, dass der Hersteller des Moduls alle normalerweise nötigen
Kondensatoren so auslegt, dass man bei normaler Anwendung kein Problem
bekommt.
Aber gerade bei Funkmodulen habe ich leider öfters das Gegenteil erlebt.
Ich habe auch schon einige kommerzielle Geräte gesehen, wo manuell
nachgebessert wurde. Ein Beispiel ist der Handsender meiner R/C
Modellautos.
Im Zweifelsfall kannst du mal einen 100µF Elko + 100nF Keramik
Kondensator direkt an dem Stromversorgungs-Pins des Funkmoduls
versuchen.
Guten Morgenhatte
Stefan U. schrieb:> Ein Beispiel ist der Handsender meiner R/C> Modellautos.>> Im Zweifelsfall kannst du mal einen 100µF Elko + 100nF Keramik> Kondensator direkt an dem Stromversorgungs-Pins des Funkmoduls> versuchen.
Achso-die sollten an das Funk-Modul. Das hatte ich wohl missverstanden.
Ich habe nach "Abblockkondensatoren für den MAX6675" gesucht.
Vielen Dank für den Tipp-das werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.
Harald W. schrieb:> Hast Du denn mal die Spannung direkt am Max6675 gemessen> und entspricht diese der Temperatur (~41µV/K)?
Dafür besitze ich leider kein Messgerät. Das werde ich mir dann wohl mal
ausleihen müssen.
zyx schrieb:> Warum hast du die Antenne nicht noch ein paar mal um die Module> gewickelt, damit sie mehr HF abbekommen?
Weil die 17,3cm einfach zu kurz dafür waren ;-)
Vielen Dank
Gruß Dirk
> Achso-die sollten an das Funk-Modul. Das hatte ich wohl> missverstanden. Ich habe nach "Abblockkondensatoren für den> MAX6675" gesucht.
Das Modul mit dem MAX6675 hat schon einen und ich vertraue darauf, dass
der auch passend gewählt wurde. Nur den Funkmodulen traue ich nicht, und
die sind ja auch dafür bekannt, bei falsche Beschaltung alles um sich
herum zu stören.
Hallo
ich habe gerade die empfohlenen Kondensatoren an dem Funkmodul
eingelötet. Soweit alles gut.
Leider hatte ich das PC-Netzteil, mit dem ich die Schaltung bisher
betrieben habe nicht zur Hand. Also habe ich ein 12V 2A Netzteil (von
der ganz billigen Sorte), welches ich gerade hier hatte zur
Spannungsversorgung hergenommen.
Vorher gemessen, es liefert ca. 11,7 V DC.
Mit diesem Netzteil ist das Problem mit der Temperaturmessung noch viel
gravierender.
Die Temperatur wird zuerst ganz normal angezeigt, aber sobald ich das
Drahtgeflecht des Thermoelement-Anschlußkabel nur berühre, springt die
Temperatur-Anzeige auf 0 Grad.
Erst wenn ich das Drahtgeflecht wieder loslasse, wird wieder eine
korrekte Temperatur angezeigt.
Kann es also sein, das die Ursache der falschen Temperaturmessungen vom
Netzteil ausgeht? Oder muss das Drahtgeflecht des Thermoelement
irgendwie geerdet oder auf GND gelegt werden?
Ich habe ganz bewusst ein altes PC_Netzteil genommen, da ich dachte, das
diese Netzteile ganz besonders entstört sind, da ja ein PC auch
empfindliche Elektronik hat.
Ich wollte, solange das Projekt Grill-Temperatursteuerung noch in der
Testphase ist (wer weiß schon, ob das überhaupt funktioniert), erstmal
kein Netzteil kaufen.
P.S. Auch über den USB-Anschluß des Arduino Nano läuft die Messung
problemlos, aber da habe ich dann halt nicht die 12V die der Lüfter
benötigt.
Hat noch jemand eine Idee, was hier das Problem verursacht? Oder
zumindest was ich noch probieren kann?
Vielen Dank
Ach ja, aufgrund des Preises, den ich für den Nano aufbringen musste,
denke ich nicht, das es ein originaler ist, sondern eher ein
China-Nachbau.
Edit: Mit den 12V von unserer Prüftafel scheint es auch zu
funktionieren.
Dirk W. schrieb:> Die Temperatur wird zuerst ganz normal angezeigt, aber sobald ich das> Drahtgeflecht des Thermoelement-Anschlußkabel nur berühre, springt die> Temperatur-Anzeige auf 0 Grad.> Erst wenn ich das Drahtgeflecht wieder loslasse, wird wieder eine> korrekte Temperatur angezeigt.
Dieses Drahtgeflecht dient der Abschirmung. Ist diese nicht
angeschlossen, wirkt sie als Antenne.
Da das Gehäuse nicht aus Metall ist, würde ich es mit einer
grossflächigen Verbindung nach GND versuchen.
Moin Moin
Harlekin schrieb:> Dieses Drahtgeflecht dient der Abschirmung. Ist diese nicht> angeschlossen, wirkt sie als Antenne.>> Da das Gehäuse nicht aus Metall ist, würde ich es mit einer> grossflächigen Verbindung nach GND versuchen.
Danke für den Tipp. Das habe ich sofort mal ausprobiert.
Mit dem billigen 12V Netzteil ist das Ergebnis leider noch schlechter.
Dann wird gar keine vernünftige Temperatur mehr angezeigt. Allerdings
auch keine Änderung mehr wenn ich das Anschlusskabel berühre. :-(
Wenn ich die 12V der Prüftafel nehme, und dann das Drahtgeflecht an GND
lege springt die Temperaturanzeige auch direkt auf 0 Grad. :-(
ABER :-) Das hat mich auf eine Idee gebracht.
Eventuell muss ein Kontakt zwischen Erde/GND und der Abschirmung
vermieden werden.
Bei meinem Test am Grill fingen die Störungen an, nachdem wir den Grill
kurz geöffnet hatten, um die Position des Thermoelements im Grill zu
überprüfen.
Da direkt neben dem Grill ein Spülbecken ist, könnte es sein das das
Kabel danach auf dem Spülbecken zu liegen kam. Welches vermutlich über
Rohrleitungen Erdpotential hat.
EDIT: bzw. Das PC-Netzteil lag auch auf der Abtropffläche des
Spülbeckens.
Bei meinen Tests am Backofen lag die Fühlerleitung auf der Arbeitsplatte
und wurde an der Backofentür von der Dichtung geklemmt. Da traten ja
keine Fehler auf.
Und das billige Netzteil welches ich vorhin getestet habe ist einfach
Müll und stört insgesamt zu sehr.
Danke fürs lesen
Dirk
Zwei Anmerkungen meinerseits:
a) das Datenblatt empfiehlt einen Kondensator 10n zwischen den
TC-Anschlüssen. Auf deinem Modul kann ich den nicht erkennen.
b) der MAX6675 (bzw. sicher der Nachfolger MAX31855) liefert im Ergebnis
auch eine Aufschlüsselung eventueller Fehler (TC kurzgeschlossen, oder
einer der Anschlüsse mit GND bzw VCC verbunden). keine Ahnung ob deine
Lib das auswertet, das könnte aber die 0°C erklären (auch eine Art der
Fehlerbehandlung ;-)
Harlekin schrieb:> Dirk W. schrieb:>> Die Temperatur wird zuerst ganz normal angezeigt, aber sobald ich das>> Drahtgeflecht des Thermoelement-Anschlußkabel nur berühre, springt die>> Temperatur-Anzeige auf 0 Grad.>> Erst wenn ich das Drahtgeflecht wieder loslasse, wird wieder eine>> korrekte Temperatur angezeigt.>> Dieses Drahtgeflecht dient der Abschirmung. Ist diese nicht> angeschlossen, wirkt sie als Antenne.
Den Print mit dem MAX6675 in ein Metallgehäuse stecken und dieses
grossflächig mit dem Drahtgeflecht verbinden (Faradayscher Käfig). Für
Versuche eignet sich Alufolie. Halt keine Kurzschlüsse produzieren.
Michael R. schrieb:> Zwei Anmerkungen meinerseits:>> a) das Datenblatt empfiehlt einen Kondensator 10n zwischen den> TC-Anschlüssen. Auf deinem Modul kann ich den nicht erkennen.
Bei meinem Modul waren leider keinerlei Datenblätter o.ä. dabei. Und
Hinweise zu einem Kondensator zwischen den TC-Anschlüssen habe ich im
Datenblatt des MAX6675 nicht gesehen.
Woher hast Du diese Information?
Michael R. schrieb:> b) der MAX6675 (bzw. sicher der Nachfolger MAX31855) liefert im Ergebnis> auch eine Aufschlüsselung eventueller Fehler (TC kurzgeschlossen, oder> einer der Anschlüsse mit GND bzw VCC verbunden). keine Ahnung ob deine> Lib das auswertet, das könnte aber die 0°C erklären (auch eine Art der> Fehlerbehandlung ;-)
Ich habe gerade nochmal nachgeschaut, es ist tatsächlich der MAX6675 auf
dem Modul und nicht der Nachfolger.
Ob diese Lib Fehler auswertet weiß ich nicht. Das muss ich mal versuchen
herauszufinden.
Harlekin schrieb:> Mit Ohmmeter prüfen, ob ein Kurzschluss zwischen Drahtgeflecht und einem> der beiden Leiter besteht.
Das kann ich sicherlich machen, aber müsste bei einem Kurzschluss, einer
der beiden Leiter nicht ständig eine falsche Messung erfolgen?
Danke und Gruß
Dirk
Dirk W. schrieb:> Michael R. schrieb:>> Zwei Anmerkungen meinerseits:>>>> a) das Datenblatt empfiehlt einen Kondensator 10n zwischen den>> TC-Anschlüssen. Auf deinem Modul kann ich den nicht erkennen.>> Bei meinem Modul waren leider keinerlei Datenblätter o.ä. dabei. Und> Hinweise zu einem Kondensator zwischen den TC-Anschlüssen habe ich im> Datenblatt des MAX6675 nicht gesehen.> Woher hast Du diese Information?
Sorry, ich bezog mich auf den Nachfolger MAX31855> Michael R. schrieb:>> b) der MAX6675 (bzw. sicher der Nachfolger MAX31855) liefert im Ergebnis>> auch eine Aufschlüsselung eventueller Fehler (TC kurzgeschlossen, oder>> einer der Anschlüsse mit GND bzw VCC verbunden). keine Ahnung ob deine>> Lib das auswertet, das könnte aber die 0°C erklären (auch eine Art der>> Fehlerbehandlung ;-)>>> Ich habe gerade nochmal nachgeschaut, es ist tatsächlich der MAX6675 auf> dem Modul und nicht der Nachfolger.> Ob diese Lib Fehler auswertet weiß ich nicht. Das muss ich mal versuchen> herauszufinden.
hab grad nachgesehen - der kann das nicht.
Dirk W. schrieb:> P.S. Auch über den USB-Anschluß des Arduino Nano läuft die Messung> problemlos, aber da habe ich dann halt nicht die 12V die der Lüfter> benötigt.
Also können wir die Programmierung wohl ausschließen und auch die
Sensoren arbeiten korrekt.
Die Stromversorgung kann einen Ripple haben, den man mit Kondensatoren
reduzieren kann. Ohne Oszilloskop wirst Du das aber nicht messen können.
Gehe noch einmal alle Leiterbahnen durch. Evtl. alle Lötstellen VCC und
GND einmal nachlöten.
P.S.: Muss der Lüfter denn mit 12V laufen?
Dirk W. schrieb:> Harlekin schrieb:>> Mit Ohmmeter prüfen, ob ein Kurzschluss zwischen Drahtgeflecht und>> einem der beiden Leiter besteht.>> Das kann ich sicherlich machen, aber müsste bei einem Kurzschluss,> einer der beiden Leiter nicht ständig eine falsche Messung erfolgen?
Nicht, wenn das Drahtgeflecht sonst nirgends angeschlossen ist. Aber
definitiv, wenn mit GND verbunden.
Abschirmen gegen Einstrahlungen sowie eine saubere Speisespannung sind
entscheidend. Siehe die beiden Zitate aus dem Datenblatt.
https://datasheets.maximintegrated.com/en/ds/MAX6675.pdf auf Seite 5
/*Noise Considerations*
The accuracy of the MAX6675 is susceptible to powersupply
coupled noise. The effects of power-supply
noise can be minimized by placing a 0.1μF ceramic
bypass capacitor close to the supply pin of the device./
Mit R1 in der Versorgungsleitung kann die Wirkung des C verbessert
werden. Zudem könnte man mit einem weiteren Widerstand das HF-Modul
etwas entkoppeln.
/*Reducing Effects of Pick-Up Noise*
The input amplifier (A1) is a low-noise amplifier
designed to enable high-precision input sensing. Keep
the thermocouple and connecting wires away from electrical
noise sources./
Den Faradayschen Käfig würde ich auf jeden Fall anwenden. Für einen
Versuch könnte man die MAX6675-Leiterplatte in Frischhaltefolie wickeln,
darauf mit Alufolie umhüllen (grossflächiger Kontakt mit Drahtgeflecht)
und nochmals mit Frischhaltefolie isolieren.
Der MAX6675 kann bei entsprechender Beschaltung einen Unterbruch des TC
erkennen:
/*Open Thermocouple*
Bit D2 is normally low and goes high if the thermocouple
input is open. In order to allow the operation of the
open thermocouple detector, T- must be grounded.
Make the ground connection as close to the GND pin
as possible./
Moin Moin
Ich habe gerade den Widerstand zwischen der Abschirmung und den
Anschlüssen des Thermoelement gemessen.
Seltsamerweise haben beide Anschlüsse eine niederohmige Verbindung zur
Abschirmung. Die positive Seite hat 35 Ω und die negative Seite 22 Ω.
Ich habe hier die Kondensatoren auf dem Foto, welche alle 0,1µ haben,
aber ich denke allesamt keine Keramik-Kondensatoren sind. Würde es einer
davon tun?
Welche Werte sollten C2, C3 und R2 haben?
Danke schonmal im Vorraus
EDIT: das mit der Alufolie muss ich morgen mal probieren.
Gruß
Dirk
EDIT2: Quatsch - ich habe ja noch die 100nF Keramik zu Hause. Sind ja
0,1µF . Kurze Denkblockade.
Dann wird das auch erst morgen etwas-bzw heute Abend.
Dirk W. schrieb:> Seltsamerweise haben beide Anschlüsse eine niederohmige Verbindung zur> Abschirmung. Die positive Seite hat 35 Ω und die negative Seite 22 Ω.
Mit oder ohne MAX6675 gemessen?
Dirk W. schrieb:> Ich habe hier die Kondensatoren auf dem Foto, welche alle 0,1µ haben,> aber ich denke allesamt keine Keramik-Kondensatoren sind. Würde es einer> davon tun?
Diese sind nicht geeignet. Zu grosse Anschlussimpedanz.
Welche Werte sollten C2, C3 und R2 haben?
C2 und C3 werden grundsätzlich schon auf den entsprechenden
Leiterplatten vorhanden sein. R2 darf keinen zu hohen Spannungsabfall
erzeugen und ist somit abhängig vom Dauerstrom des HF-Moduls.
Harlekin schrieb:> Dirk W. schrieb:>> Seltsamerweise haben beide Anschlüsse eine niederohmige Verbindung zur>> Abschirmung. Die positive Seite hat 35 Ω und die negative Seite 22 Ω.>> Mit oder ohne MAX6675 gemessen?
Bitte ohne MAX6675 messen.
Harlekin schrieb:> Welche Werte sollten C2, C3 und R2 haben?> C2 und C3 werden grundsätzlich schon auf den entsprechenden> Leiterplatten vorhanden sein. R2 darf keinen zu hohen Spannungsabfall> erzeugen und ist somit abhängig vom Dauerstrom des HF-Moduls.
Da es über USB-Speisung funktioniert, vermute ich das Problem nicht beim
HF-Modul. Somit würde ich vorerst nur R1 einbauen.
Dirk W. schrieb:> Seltsamerweise haben beide Anschlüsse eine niederohmige Verbindung zur> Abschirmung. Die positive Seite hat 35 Ω und die negative Seite 22 Ω.
Das erklärt das Verhalten beim Verbinden mit GND.
Eventuell kann man zusammen mit dem ohmschen Widerstand zwischen pos und
neg die Verbindungstelle lokalisieren. Es scheint irgendwo im negativen
Pfad zu sein.
Stellt sich die Frage: weshalb die niederohmige Verbindung? Vom
Hersteller so konstruiert oder ein ungewollter Kurzschluss? Ist die
Isolation geschmolzen?
Harlekin schrieb:> Dirk W. schrieb:>> Seltsamerweise haben beide Anschlüsse eine niederohmige Verbindung zur>> Abschirmung. Die positive Seite hat 35 Ω und die negative Seite 22 Ω.> Das erklärt das Verhalten beim Verbinden mit GND.>> Eventuell kann man zusammen mit dem ohmschen Widerstand zwischen pos und> neg die Verbindungstelle lokalisieren. Es scheint irgendwo im negativen> Pfad zu sein.>> Stellt sich die Frage: weshalb die niederohmige Verbindung? Vom> Hersteller so konstruiert oder ein ungewollter Kurzschluss? Ist die> Isolation geschmolzen?
Aber mit USB funktioniert doch alles.
Hallo zusammen
ich hatte am Wochenende die Möglichkeit nochmal am Grill zu testen.
Außer den 2 Kondensatoren am Funkmodul, habe ich bis jetzt keine
weiteren Änderungen vorgenommen.
Festgestellt habe ich folgendes:
Das Netzteil, immer noch das alte AT-PC-Netzteil, habe ich isoliert
aufgestellt (auf einer Kunststoffplatte), damit es keinen Kontakt zum
Blech des Spülbeckens hat.
Das Kabel des Thermoelement habe ich so aufgewickelt, dass es auf keinen
Fall in Kontakt mit dem Blech des Spülbecken kommen kann.
Und siehe da, keine fehlerhaften Messungen mehr. :-)
Sobald ich das Kabel des Thermoelement auf das Blech des Spülbecken
drücke, wird 0 Grad C angezeigt. Lege ich es nur locker auf dem Blech
ab, werden unterschiedliche Fehlmessungen angezeigt.
Vielen Dank für Eure Bemühungen.
Vorerst reicht mir dieser Zustand, um jetzt weitere Versuche mit dem
Regler unternehmen zu können. Wobei ich selbstverständlich weitere
Hinweise und Tipps gerne annehme.
Gruß und Vielen Dank
Dirk