VW Funkschlüssel, Taiwan Nachbau, dauernd entladene Batterie

OP #6426860
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Hallo liebe Tüftler,
hat ganz zufällig sich schon jemand mit den Sythesizer IC von Atmel 
U2741B beschäftigt?
Dieser plus der Encoder sind Teil meines VW Funkschlüssels (Passat 2003)

https://www.digchip.com/datasheets/parts/datasheet/054/U2741B-pdf.php

Das Problem:
- Obwohl der Standbystrom im uA-Bereich liegt, ist die 2032 
Lithiumbatterie nach wenigen Monaten leer. Obwohl ich ihn gar nicht 
benutze.
Die Leiterplatte ist so primitiv, dass auch kein Leckstrom fliessen 
könnte.

(Die Frequenz ist 434 Mhz.)
Angehängte Dateien:
Beitrag #6427021 wurde von einem Moderator gelöscht.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6429932
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Dietmar P. schrieb:
> Die Leiterplatte ist so primitiv, dass auch kein Leckstrom fliessen könnte.
Ich würde trotzdem mal den Schmodder zwischen den Pins mit ausgiebig 
Leiterplattenreiniger/Alkohol entfernen. Flussmittelreste sind 
hygroskopisch und nehmen Feuchtigkeit auf. Aus den nichtpassivierten 
Resten wird dann eine stromleitende Säure.
Gast #6430034
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Bei manchen einfachen Fernbedienungen ist es so, dass die ICs über die 
Tasten mit Strom versorgt werden. Wenn ich mir die Bilder von der hier 
anschaue, würde ich aber sagen, dass die ICs direkt an der 
Batterieversorgung hängen. Damit könnte auch ein fehlerhafter 
Abblockkondensator die Ursache sein. Wenn die brechen haben die oft 
einen erhöhten Stromfluss zur Folge. Also Stromaufnahme messen und wenn 
die zu hoch ist, dann nach und nach die Abblockkodensatoren auslöten und 
schauen, ob der Strom runter geht.
Gast #6430045
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Lothar M. schrieb:
> Dietmar P. schrieb:
>> Die Leiterplatte ist so primitiv, dass auch kein Leckstrom fliessen könnte.
> Ich würde trotzdem mal den Schmodder zwischen den Pins mit ausgiebig
> Leiterplattenreiniger/Alkohol entfernen. Flussmittelreste sind
> hygroskopisch und nehmen Feuchtigkeit auf. Aus den nichtpassivierten
> Resten wird dann eine stromleitende Säure.

Sauber machen ist immer Punkt 1)

Punkt 2) auch die Kontakte der Knopfzelle muessen sauber sein

Punkt 3) ich weiss es von meinem Uhrmacher, ja richtig! Es gibt billige 
Knopfzellen und teuere mit gleicher Bezeichnung!!! Nur enthalten die 
Uhrmacher Knopfzellen Silber und halten fuenf bis zehn mal so lang!

Punkt 4) Leerlaufspannung ist ungleich der Versorgungsspannung im 
Anwendungsfall!!!
Gast #6430871
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Hehehe schrieb:
>> Das ist doch schon eine Fehlkonstruktion.
> Wo von bitte?

Ein gerät, dass mit einer 3V Batterie versorgt wird, hat gefälligst 
mindestens bis 2 Volt runter zu funktionieren. SOnst hat der Hersteller 
schon Murks gemacht.

Ich hatte mal Funkgeräte von AEG (damals dachte ich noch, das sei eine 
deutsche Qualitätsmarke), die wurden mit 3 Akku-Zellen versorgt und 
haben schon bei 3,5 Volt mit "Low Batt" abgeschaltet. So ein 
Schwachsinn!

Mit 4 Zellen laufen sie noch heute prima - habe ich einfach mutig 
ausprobiert.
OP #6431799
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Habe mal weiter "geforscht".
Der Ruhestrom beträgt 1,5uA. Senden = 25mA.
Minimale Sendespannung ist 2,4Volt, darunter tut sich nichts.

Dann müsste es doch ebenfalls an dem Innenwiderstand der fragwürdigen 
chinesischen Panasonic Zellen liegen..
Da ich den Reservschlüssel nur seltenst benutze, haben diese Litium 
Zellen anscheinend auch eine hohe interne Selbstentladung, sodass nach 
wenigen Monaten Schluss ist (?)

Eine unbenutzte (Panasonic Fake)Batterie hat bei 25mA Last (120 Ohm) nur 
noch 2,7V. Leerlaufspannung 3,2V.

Die alte Batterie hat beim Senden genau 2,3Volt.

Das andere Problem ist dann die Funkschlüsselschaltung.
- Zu hoher Strom? und zu frühe Inaktivität bei niedriger 
Versorgungsspannung.
Gast #6431912
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Random .. schrieb:
> Sorry fürs Kapern:
> Gibt es eine Empfehlung für 2032er Zellen? Brauche die für meinen HR
> Brustgurt. Die ersten Duracell haben sehr lange gehalten, und plötzlich
> sind sie nach ein bis zwei Fahrten leer. Leider findet man bei z.B.
> Amazon keine Angaben zur Kapazität.

Amazonn???

Du musst den Hersteller fragen!!!
Gast #6432011
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Dietmar P. schrieb:
> Was hat denn "Kühnheit" damit zu tun, wenn man seine Betriebsspannung um
> lapidare 1,2V erhöht.
> So viel Erfahrung sollte man doch haben, dass zu überblicken ;)

Die Geräte waren vermutlich für bis zu 4,5V ausgelegt. 4 frisch geladene 
NiMh Ready-To-Use Akkus liefern in den ersten Minuten ungefähr 5,8 Volt. 
Das ist schon erheblich mehr.
Gast #6432288
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Ein gerät, dass mit einer 3V Batterie versorgt wird, hat gefälligst
> mindestens bis 2 Volt runter zu funktionieren.

Wichtig wäre auch die Definition in welchem Zustand gemessen wird, bei 
2,8V Leerlaufspannung sind die Zellen schon ziemlich leer, typische 
Leerlaufspannung einer neuen CR2032 dürfte irgendwo im Bereich von 3,3V 
bis 3,5V liegen. Ich habe hier eine Fernbedienung, welche bei 3,0V 
Leerlaufspannung schon den Dienst einstellt.
OP #6432312
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Die Technik für diesen Funkschlüssel ist ansonsten beeindruckend. Und 
eigentlich soll er bis 1,8V funktionieren.
Der ganze Schlüssel besteht nur aus einem quarzlosen Synthesizer (Oben 
das IC ist ein anderes) mit 10 mW PA, automatischer Antennenanpassung 
und Processor.

SI4010-C2.
https://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/464176/SILABS/SI4010-C2.html
156 Seiten.

Dann noch ein Flashspeicher oder sowas für den Encoder und Codierung.

https://www.alldatasheet.com/datasheet-pdf/pdf/973206/E-CMOS/ECT25S80.html

Ein paar Kondensatoren und fertig ist das Ding. Nur programmiert muss er 
werden. Die Verschlüsselung, Fahrzeugdaten, bleibt bei Batteriewechsel 
erhalten.

Bei dem hohen Stromverbrauch kriege ich das Problem dann wohl nicht 
gelöst. Würde bedeuten, alle paar Monate eine neue Batterie.

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