ich bin nicht so sehr der große Elektroniker, aber da die eingebauten Vorverstärker meines Field-recorders (bekanntes Problem desbTascam DR-40) zu sehr rauschen will ich etwas basteln, nämlich einen inline-preamp a la TritonAudio FetHead. Nun gibt es ja schon DIY-Nachbauten dieses Geräts (siehe Bilder), nur handelt es sich dabei um die "normale" Version, die die Phantomspeisung blockt. Da ich jedoch ein Kondensatormikrofon verwenden möchte (ja, die Preamps des Tascams sind wirklich so schlecht!), bräuchte ich eine Version, die den selben Zweck erfüllt, allerdings die Phatomspannung durchlässt. Von TritonAudio gäbe es den passenden "FetHead Phantom", leider habe ich dazu jedoch keine DIY-Anleitung gefunden.
Ich brauche daher eure Hilfe, denn das Verstehen und Entwerfen von Schaltungen ist nicht meine Stärke, aber etwas nachbauen kann ich ;)
Die kleine Platine würde ich in irgendeinem Pool fertigen lassen.
Ich bitte euch daher, erstens das oben angehängte Schematic der "normalen Version" auf Funktionsfähigkeit durchzusehen, und mir die nötigen Modifikatioen zu zeigen, sodass das Gerät dann die Phantomspeisung durchlassen würde.
Ich bin mir bewusst, dass das eigentlich eine Bittsteller-Angelegenheit ist, aber ich brauche das Gerät demnächst und kann mir in dieser Zeit das entsprechende Wissen auch nicht aneignen.
Ich habe den DR40X und habe mich da bislang nicht am Rauschen der eingebauten Micros gestört - aber möglicherweise bin ich da auch nicht (mehr) so ktitisch.
Ich habe den DR40X und habe mich da bislang nicht am Rauschen der
eingebauten Micros gestört - aber möglicherweise bin ich da auch nicht
(mehr) so ktitisch.
Die eingebauten Mikros sind auch gut - aber das Rauschen der Preamps an den Anschlüssen für die externen Mikros (also nach den XLR-Buchsen) - da sind der DR40 und der DR40X wirklich schlecht.
Beste Grüße, Augustus
PS: Funktioniert die im Ausgangspost angehängte Schaultung auch wirklich?
PS: Funktioniert die im Ausgangspost angehängte Schaultung auch
wirklich?
Nein. NF am Ausgang wird hart kurzgeschlossen. Dir ist hoffentlich klar, dass du nur eine halbe Schaltung zeichnen wolltest.
Dein Preamp da benötigt Phantomspeisung für sich alleine, weil er die 4k7 (üblich in der Senke) zu den 48V als Versorgung und Arbeitswiderstand benutzt.
Coole Idee. Aber viel Spannungsdrop gibt es vermutlich nicht zu verbraten. Ob die unbekannten Kondensatormikrofone auch mit 24 statt 48V auskommen wissen wir nicht.
die Phantomspeisung nicht die stärkere Rauschquelle gegenüber dem
Mikrofonverstärker des Gerätes ist?
Ja, denn die Phantomspeisung kommt direkt aus dem Field-Recorder und von diversen "Fachleuten" wurde auch gesagt, dass der Tascam DR-40 bzw Dr-40x einer der wenigen Geräte ist, bei dem ein Inline-Preamp sinnvoll ist, da die eingebauten eben so grottenschlecht sind
die "normale" Version, die die Phantomspeisung blockt.
Ja, das steht auch in der Produktbeschreibung des "normalen" FetHeads.
Genau dafür, für Kondensatormikros, gibt es den "FetHad Phantom".
https://www.tritonaudio.com/products
Bist du denn sicher, dass der Preamp im Kondensatormikrofon "nicht"
rauscht?
Bin ich mir sicher, der Tascam hat eine "Equivalent Input Noise" von ungefähr -108 dBu(A), das ist schon ziemlich schlecht. Das Mikro das ich verwenden möchte hat ein "Equivalent noise level" von ~9 db(A), auch nicht berauschend, aber mit dem original FetHead Phantom (ausgeborgt gehabt) ist ein deutlicher Unterschied hörbar.
PS: Funktioniert die im Ausgangspost angehängte Schaultung auch
wirklich?
Nein. NF am Ausgang wird hart kurzgeschlossen. Dir ist hoffentlich klar,
dass du nur eine halbe Schaltung zeichnen wolltest.
Bei meiner Zusatz-Zeichnung? Ja, halbe Schaltung. Und den Kurzschluß sehe ich jetzt auch. Sollte vllt. nicht vor dem Frühstück posten, sorry.
Ich wollte nachfragen, ob die im Schaltung im Ausgangsposting so wie sie ist, funktioniert (als "normaler "FetHead",also ohne "Durchleitung der Phantomspeisung").
Dein Preamp da benötigt Phantomspeisung für sich alleine, weil er die
4k7 (üblich in der Senke) zu den 48V als Versorgung und
Arbeitswiderstand benutzt.
Genau, eben, also wo und wie müsste ich die weiter oben angesprochenen Drossel und Kondensator anschließen?
Wenn das Schaltbild dieses Teils so funktioniert, dann bräuchte ich eigentlich zur Ausgangsschaltung (Ausgangspost) nur ein paar Wiederstände und Kondensatoren einfügen, oder liege ich da falsch?
Der braucht wieder eigene Versorgung, das hängt von deiner Definition
von "mobilem Betrieb ab"
Die Phantomspannung käme bei mir direkt aus dem Field-Recorder, noch ein "Zusatzkästchen" möchte ich da nicht mitschleppen, aber das kann man ja mit dem Preamp auf einer Platine kombinieren.
Ehrlich gesagt verstehe ich das Teil nicht wirklich, und mein Problem ist dann noch immer das Selbe, daß ich nicht weiß, wie und wo ich das in meiner Schaltung (Schematic) einbauen müsste.
EHrlich gesagt, ich weiß das klingt jetzt nach Schnorrermentalität, wär's mir am liebsten, wenn jemand, der den FetHead Phantom hat, den aufschrauben und fotografieren würde, oder mir jemand den Schaltplan vom Ausgangsposting so modifizieren könnte, daß es funktioniert. Fokus: Rauscharm.
Wenn das Schaltbild dieses Teils so funktioniert, dann bräuchte ich
eigentlich zur Ausgangsschaltung (Ausgangspost) nur ein paar
Wiederstände und Kondensatoren einfügen, oder liege ich da falsch?
Du könntest zum Beispiel den Typ/Modell Deines top secret Mikrofons hier verraten. Dann löst 007 Dein Problem indem Du nie mehr so ein Teil benötigen wirst. ;o)
Oder Du nimmst ein Messgerät und misst den ebenfalls geheimen Stromverbrauch des Mikrofons. Wenn dieser so niedrig sein sollte, wie einige hier vermuten, dann könnte das recht einfach gehen, mit R-C-Kombination (ohne ie).
Injizieren der Speisung kannste so machen wie eingezeichnet. Die 6k8 Widerstände sollten so gleich wie möglich sein und Metallschicht. Elkos nach Bedarf mit mindestens 50V Spannungsfestigkeit, besser 63V. Wert so um die 22µF-100µF
Du könntest zum Beispiel den Typ/Modell Deines top secret Mikrofons hier
verraten. Dann löst 007 Dein Problem indem Du nie mehr so ein Teil
benötigen wirst. ;o)
Injizieren der Speisung kannste so machen wie eingezeichnet. Die 6k8
Widerstände sollten so gleich wie möglich sein und Metallschicht. Elkos
nach Bedarf mit mindestens 50V Spannungsfestigkeit, besser 63V. Wert so
um die 22µF-100µF
Wow, Dankeschön, das ist ja schon mal die halbe Miete. Verständnisfrage eines Dummen: Dort, wo du gezeichnet hast, ist das die Mikro- oder die Recorderseite? Ich stehe grad' irgendwie auf der Leitung, denke aber, das ist die Recorderseite. Mein Recorder kann Phantomspeisung. Das Auskoppeln an der Mikro-Seite ist irgendwie das, was mir Probleme bereitet.
Da ich jedoch
ein Kondensatormikrofon verwenden möchte
Kommt drauf an, welche Mikrofone tatsächlich zur Anwendung kommen sollen.
Nicht alle "Kondensatormikrofone" brauchen nämlich tatsächlich die Phantomspeisung von 48 V.
Es sind ja solche im Umlauf, die zwar als Kondensatormikrofon firmieren, in Wirklichkeit dauerpolarisierte Elektretmikrofone sind.
Zum Beispiel Sennheiser ME64.
Die laufen auch mit dem im Speiseadapter K6 eingebaute 1,5V Batterie.
Dann kannst Du Dir den ganzen Aufwand sparen.
https://www.cineone.tv/produkt/sennheiser-k-6-p-phantom-speisegriff-me-64-mikrofonmodul-richtmikro-niere/
Bei dem Verbrauch ist nahezu sicher bereits eine Vorverstärkerschaltung im Mikro mit eingebaut. Es empfiehlt sich daher erstmal zu testen, wenn das Teil da sein sollte. Das Gerät muss dann beide Stufen versorgen können.
Ich habe noch etwas gefunden, bei https://proaudiogc.com/en/fet-boost-ph-fethead-ph-condenser-mic-booster werden Nachbauten angeboten, leider findet man dort nur das angehängte 3D-PCB-Modell (siehe Anhang).
Zur im Erstposting gezeigten Schaltung sehe ich nur wenig unterschied, namentlich ein R und 2 Cs zusätzlich. Das Teil soll genauso wie der Fethead Phantom arbeiten, und das wäre genau das was ich bräuchte. Wenn mir das noch jemand in einen Schaltplan umwandeln können würde, dann wäre das für mich Gold wert.
Als kleiner Hinweis sei hier noch genannt, die Variante mit dem BF862
ist für die Einstellung 12V als Phantomspeisung ...
Danke für den Hinweis, hatte aber sowieso vor, etwas in Richtung 2SK209 (oder sowas wie LSK489, aber teuer) zu verwenden. Bin aber für Vorschläge bessere JFETs sehr offen.
Zur im Erstposting gezeigten Schaltung sehe ich nur wenig unterschied,
namentlich ein R und 2 Cs zusätzlich.
Es kommen zwei Widerstände und zwei Kondensatoren hinzu. Das wären R13, R15, C3, C6 in der angehängten Schaltung. R13, R15 leiten die Phantomspannung zum Mikrofon und stellen gleichzeitig die diff. Eingangsimpedanz von etwa 1kOhm ein. Das Verstärkungsmaß ist ~20dB an RL = 3kOhm. Das Kondensatormikrofon muss mit 20...25V Phantomspannung auskommen, mehr ist nicht drin. Die zusätzlich eingeflossenen Änderungen (Stromgegenkopplung R16...R19, Gatevorspannung) sind optional. Um die Drain-Source Spannung der Transistoren auf 10...12V zu verringern und den Klirrfaktor zu optimieren, werden die Gateanschlüsse über R14, R4, R5 vorgespannt.
Ich habe mal eine Charge von 200 Stück 2SK30A ausgemessen, um vernünftige FETs in meinen aktiven Bass einzubauen. Obwohl alle aus der gleichen Serie, gab es enorme Streuungen bzgl. Rauschen, Verstärkung und Kanalwiderstand. Also obacht, da lohnt es sich, zu selektieren.
U.U. kann es sinnvoller sein, einen guten OpAmp einzusetzen, als sich aus diskreten Teilen was zusammenzubasteln.
Es kommen zwei Widerstände und zwei Kondensatoren hinzu. Das wären R13,
R15, C3, C6 in der angehängten Schaltung. R13, R15 leiten die
Phantomspannung zum Mikrofon und stellen gleichzeitig die diff.
Eingangsimpedanz von etwa 1kOhm ein.
Wow, vielen herzlichen Dank für den Aufwand, vielleicht kann ich das ja irgendwann mal nachbauen, wenn ich wieder zu Hause bin (in voraussichtlich 2 Mnaten - das ist auch der Grund, warum ich derzeit keinen Zugriff auf Mikro und Rec order habe). Dann kann ich Rückmeldung geben, wie's funktioniert.
Dort, wo du gezeichnet hast, ist das die Mikro- oder die
Recorderseite?
Das ist natürlich am Mikrofoneingang, denn das Mikro braucht ja die
Phantomspeisung, die der originale FET Head nicht liefert.
Könnte ich dann in dem Schaltplan, dort wo du die 48V eingezeichnet hast, weinfach mit dem Punkt H3 verbiden, oder muß bei dieser Schaltung die Phantomspannung "extern" zugeführt werden, damit sie funktioniert. Ich frage deswegen, weil der Recorder die Phantomspeisung ja an H3 und H5 bereits zur Verfügung stellen würde, das aber gleichzeitig der Signalweg ist.
Wenn das so ginge, wäre das die einfachste Schaltung, die ich dann leicht nachbauen könnte.
Ich habe mal eine Charge von 200 Stück 2SK30A ausgemessen, ...
U.U. kann es sinnvoller sein, einen guten OpAmp einzusetzen, als sich
aus diskreten Teilen was zusammenzubasteln.
Was hältst Du von einer Lösung mit LSK489 o.Ä.? Leider kosten dann die Halbleiter zusammen schon 20 Euro...
Ich frage deswegen, weil der Recorder die Phantomspeisung ja an H3 und
H5 bereits zur Verfügung stellen würde, das aber gleichzeitig der
Signalweg ist.
Eben, das ist gleichzeitig der Signalweg. Deswegen geht das nicht. Du brauchst für diese einfache Einspeisung 48V ohne überlagertes Signal.
Wenn das so ginge, wäre das die einfachste Schaltung, die ich dann
leicht nachbauen könnte.
Tja, ist nun mal kein Ponyhof. Das rausfummeln der 48V aus dem Signaleingang des Tascam wäre die Herausforderung. Denn das fängt munter an, rückzukoppeln, wenn Eingang und Ausgang des FETHead so verbunden werden.
Ich frage deswegen, weil der Recorder die Phantomspeisung ja an H3 und
H5 bereits zur Verfügung stellen würde, das aber gleichzeitig der
Signalweg ist.
Eben, das ist gleichzeitig der Signalweg. Deswegen geht das nicht. Du
brauchst für diese einfache Einspeisung 48V ohne überlagertes Signal.
Wie funktioniert dann der Nachbau von ProAUdioGC(1), von dem ich das Bild eines 3D-Modells(2) gepostet hatte? Der kann bei so wenigen Bauteilen doch auch nicht mehr machen, behauptet aber:
The Fet-Boost PH is a high quality, low noise mic preamp.
It allows sound optimization for condenser mics.
Fet-Boost PH uses 48v phantom power, and pass power to the microphone.
Nimm sowas, und eine 1,5V Alkali Mangan reicht auch.
Abgesehen davon brummt die nicht mit Restbrumm der 48 V.
Je höher die Phantomspannung, desto mehr Rauschen und Brummen.
Man darf auch nicht vergessen, dass beim Bewegen des Kabels auch
Knistergeräüsche reinkommen können.
Ist beim K6 nicht möglich, da der Speiseaapter fest mit dem Mikro verbunden ist.
Du solltest dir dieses Ding einfach kaufen. 40 Euro ist gar nicht so
teuer und da hast du die ganzen Probleme mit guten FETs und der
Schaltung nicht.
Hab' ich jetzt auch gemacht. Kann ich dann ja immer noch für den zweiten Kanal selbst kopieren/nachbauen, falls es angemessen funktioniert.
Mein elektronischer Kenntnisstand ist einfach zu gering.
Obwohl ich nun den Nachbau schon bestellt habe, habe ich jetzt noch ein Video gefunden (Bilder im Anhang sind Crops), wo das Innenleben des FetHead Phantom gezeigt wird: https://www.youtube.com/watch?v=iED3SqM8WYk
Vielleicht hilft es ja jemandem in der Zukunft.
Und vielleicht mag ja jemand erklären, wie diese Schaltung funktioniert.
Danke! Sind die irgendwie unterschiedlich zu 2SK209 die ich vermutet hätte? Irgendwie sehen die Datenblätter komplett gleich aus.
Wenn jemand noch einen Schaltplan zeichnen könnte, oder erklären, wie es funktioniert, wäre ich glücklich. Die Magie liegt in den Spulen, vermute ich. Die Kondensatoren sind 10 uF und 22 uF, soweit ich das erkennen kann. Die Induktivitäten sind unbeschriftet, welchen Wert bräuchte man da ungefähr?
Dann sind die großen weißen SMD-Bauteile im Foto aus dem Video, die ich als Induktivitäten gedeutet hatte, ebenfalls Kapazitäten? Roberts Schaltplan (nochmal herzlichsten Dank dafür) sieht so kompliziert aus, wenn ich das mit dem kleinen PCB vergleiche, aber ich habe einfach zu wenig Ahnung von Elektronik. Ich hatbe mich übernommen und mir das ehrlich gesagt alles einfacher vorgestellt. Ich verstehe die Schaltung irgendwie überhaupt nicht.
Zuletzt noch ein Hinweis zu den JFET. Bekanntermaßen streuen die Werte der JFET nicht gerade wenig. Siehe zum Beispiel den Drain-Strom im Datenblatt. Daher wird man sich ein paar JFET mehr bestellen als benötigt würde und dann selektieren.