Abblockkondensator, welcher Typ?

OP #804238
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Hi!

Unter den günstigen 100n Kondensatoren gibt es bei Reichelt drei 
Vertreter:

Z5U-2,5 100N    VIELSCHICHTKONDENSATOR          0,062 €
KERKO 100N      Keramik-Kondensator 100N        0,072 €
X7R-2,5 100N    VIELSCHICHTKONDENSATOR          0,12 €

Natürlich ist mir günstiger lieber. Kann ich ohne Bedenken die Z5U-2,5 
nehmen oder sind die KERKO oder X7R unbedingt besser geeignet?

lg PoWl
OP #804935
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Ja, das ist dann aber soviel gebastel, wenn ich das mal wieder auslöte 
gibt das auch probleme, ich kann die nicht auf meinen Steckboards 
verwenden,.. ist irgendwie nicht so das Wahre. Elektrisch gesehen zwar 
optimal aber ich denke das wird keinen großen unterschied machen ob die 
noch über 3mm Leiterbahn und die IC-Pins gehen oder nicht, hm?

Aber danke für den Ratschlag! :-)

lg PoWl
OP #804946
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Kai Franke wrote:
> für Steckbretter sind SMD wirklich nicht so prall ;)
> na klar gilt: je näher desto gut, aber 3mm funktionieren auf alle Fälle.
>
> Zur Not läuft ein Controller auch ohne 100nF *duckundrenn

Ich würde diese Abblockkondensatoren auch liebend gerne einfach 
weglassen weil ich einfach nicht gerne "unnötig" Teile verbau und bisher 
noch kein AVR ohne den Kondensator gelaufen ist, das Netzteil nur wenige 
cm vom AVR entfernt ist und es keine anderen störanfälligen Bauteile in 
der Schaltung gibt.

Ist bei jemandem von euch schonmal unter den beschriebenen Bedingungen 
ohne Abblockkondensatoren was schief gelaufen?

Ich weiß, die Diskussion hatte ich schonmal geführt und ich mach sie ja 
brav dran. Dennoch würde ich gern wissen ob und in welchen Fällen die 
wirklich relevant sind in so einer einfachen Schaltung.

Durch diese Stromspitzen in denen für einen ganz kurzen Moment relativ 
hohe Ströme fließen fällt ja die Spannung auf der Leiterbahn ziemlich 
ab. Aber diese ist ja wieder vom Widerstand abhängig und der wenige cm 
entfernte Spannungsregler hat schon einen 100nF kerko, der sowas 
abfängt.

Seht das nicht als Lernresistenz oder Auflehnung gegen fundiertes Wissen 
an ;-) Ich hinterfrage Sachverhalte nur gern unter verschiedenen 
Betrachtungswinkeln und die Antwort aus diesem Blickwinkel kenn ich noch 
nicht. Ich hab gehört diese Stromspikes können Funkgeräte stören, d.h. 
also dadurch wird selbst elektromagnetische Strahlung ausgesendet?

lg PoWl
#804952
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Paul Hamacher wrote:

> Aber diese ist ja wieder vom Widerstand abhängig und der wenige cm
> entfernte Spannungsregler hat schon einen 100nF kerko, der sowas
> abfängt.

Vom Widerstand ja. Allerdings vom Wechselstromwiderstand, der direkt 
frequenzabhängig ist. Soll heissen: Der Draht ist nicht nur ein 
Ohm'scher Widerstand, sondern in diesem Zusammengang vor allem eine 
Induktivität.

Das heisst auch: Je schneller eine Änderung im Stromverbrauch erfolgt, 
desto kritischer wird dies. Und daher spielt die Bauart/Arbeitsweise des 
ICs dabei ein wichtige Rolle. Operationsverstärker wie LM324 produzieren 
keine schnellen Peaks. Am anderen Ende der Skala liegen beispielsweise 
74AC245 Bustreiber, bei denen schon die Länge der internen 
Anschlussdrähte vom DIL-Gehäuse zu Problemen führt

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