Entwickler Mischverhältniss

OP #4688896
Hallo, ich würde gerne wissen wie man das Mischverhältniss bei 
Natriumhydroxid zum entwickeln einer Platine einstellt.
Ich benutze das Natriumhydroxid sowie die Platinen von Bungard. Auf der 
Packung steht, dass man 10g auf 1 Liter benutzen soll. Da ich weniger 
brauche, würde ich gerne wissen ob das Mischverhältniss linear ist, z.B. 
1g auf 0,1l oder 3g auf 0,3l u.s.w.?
Gast #4688973
War die "Suche" nicht ergiebig? Oder hast du es gar nicht versucht?
Das Thema ist doch längst erschöpfend ausdiskutiert worden.
Mit 5g zu beginnen ist sicher nicht verkehrt, aber ordentliche
Ergebnisse erhält man nur mit einer Belichtungsreihe. -> Suchen.
#4688975
Ich habe lange Probleme beim Entwickeln gehabt.. jetzt Misch ich immer 
10g->1 Liter vor und Lager den Rest in der Literflasche..

Seitdem  werden die Platinen jedesmal "einfach" genial!

EDIT: Ich hol mir jetzt nur noch 10g abgepackt und misch die fertig an..
#4689067
Bernd O. schrieb:
> Da ich weniger
> brauche, würde ich gerne wissen ob das Mischverhältniss linear ist, z.B.
> 1g auf 0,1l oder 3g auf 0,3l u.s.w.?

Ja, entscheidend ist der PH Wert der sich am Ende einstellt.
Und der ändert sich Linear.
Was du aber beachten solltest, das ist die Frage wie du die Mengen 
ermittelst. Schließlich hat nicht jeder eine vernünftige Feinwaage 
daheim.
Wenn die waage dann z.b. bereits einen Grundfehler von 2g hat, so wirkt 
sich dieser bei 3g Entwickler natürlich viel stärker auf den späteren PH 
Wert aus als bei 10g !

Allerdings gibt es ein weites Toleranzfeld in dem die Entwicklung gut 
funktioniert. Ohnehin ist die Entwicklung wirklich der mit Abstand 
unkritischte Teil des ganzen Prozesses (sofern man diesen richtig im 
Griff hat) Wenn es beim Entwickeln darauf ankommt das die 
Entwicklermenge immer bis aufs letzte Prozent gleich ist oder man auf 
jede Sekunde achten muss, dann macht man etwas falsch! Eine Variation 
von -25% bis +50% bei der Entwicklerwenge sollte sich nicht wirklich 
merkbar auswirken.

Selbst -50% bis +100% funktionieren noch brauchbar, bedeuten aber schon 
merkbar andere Zeiten.

Philipp K. schrieb:
> Ich habe lange Probleme beim Entwickeln gehabt.. jetzt Misch ich immer
> 10g->1 Liter vor und Lager den Rest in der Literflasche..
>
> Seitdem  werden die Platinen jedesmal "einfach" genial!
>
> EDIT: Ich hol mir jetzt nur noch 10g abgepackt und misch die fertig an..

Was ja für mich so klingt als sei bei dir gerade das Aufteilen der 
Menge, also das halbwegs genaue Abwiegen, ein Problem gewesen wenn es 
vorher nicht gut geklappt hat. Also vermutlich genau das von mir 
angesprochene Waagenproblem.

Gruß
Carsten
Gast #4689107
Carsten S. schrieb:
> Ja, entscheidend ist der PH Wert der sich am Ende einstellt.
> Und der ändert sich Linear.

Der pH-Wert ändert sich wohl eher logarithmisch mit der Konzentration. 
Rechne mal nach. Sonst könnte man sich das "p" sparen.

Und wenn während des Entwicklungsprozesses die OH-Ionen reagieren, kommt 
es eher auf die Menge in Relation zur Platinenfläche an. Die 
Konzentration wird dann nebensächlich.
#4689152
Wolfgang schrieb:
> Der pH-Wert ändert sich wohl eher logarithmisch mit der Konzentration.
> Rechne mal nach. Sonst könnte man sich das "p" sparen.

JA - und?
Wo habe ich dem widersprochen?

SELBSTVERSTÄNDLICH ändert sich der PH Wert (Ja, richtig ist eigendlich 
pH) logaritmisch mit der KONZENTRATION.

Und wie ändert sich die Konzentration zwischen einer Lösung von 3g NaOH 
auf 300ml H2O und einer Lösung von 10g NaOH auf 1000ml H2O?
Genau GAR NICHT!

Daher Skaliert die notwenige Entwiklermenge vollständig LINEAR mit der 
beabsichtigen Wassermenge!

> Und wenn während des Entwicklungsprozesses die OH-Ionen reagieren, kommt
> es eher auf die Menge in Relation zur Platinenfläche an. Die
> Konzentration wird dann nebensächlich.

Also das ist vollstndiger Blödsinn!
Denn wenn das was du hier geschrieben hast stimmen würde, dann würde das 
bedeuten das die GRÖßE der Platine eine entscheidenden Einfluss auf das 
Entwicklungsergebnis hat.
Also z.b. eine 100x100mm Platine in 1l Wasser Entwickler deutlich 
schneller Entwickelt als eine 100x160mm Platine. Und das dieselben Menge 
Entwickler bei einer 25x25mm Platine schon eher zum Strippen denn zum 
entwickeln taugen würde.

Vielleicht denkst du darüber besser noch einmal in Ruhe nach...

Die ABSOLUTE Menge Spielt nur insofern eine Rolle als das es einen Punkt 
gbt an dem der Entwickler schlicht verbraucht ist.
Was entscheident ist, das ist die RELATIVE Menge pro Maßenheit H2O.
Und dies ist nichts anderes als die KONZENTRATION!

Gruß
Carsten
#4689172
Carsten S. schrieb:
> Was ja für mich so klingt als sei bei dir gerade das Aufteilen der
> Menge, also das halbwegs genaue Abwiegen, ein Problem gewesen wenn es
> vorher nicht gut geklappt hat. Also vermutlich genau das von mir
> angesprochene Waagenproblem.

Jepp, wieso auch immer.. wie schon geschrieben, einfach gleich nen Liter 
anmixen.. habe heute zufällig die Laborflasche nach mehreren Monaten 
rausgeholt und die Platine entwickelte sich nach 10 Sekunden.. habe sie 
weitere 2 Minuten vorsichtshalber wegen TQFP liegen lassen..  Habe keine 
unterschiede nach dem ätzen zu berichten :)
Gast #4690410
Carsten S. schrieb:
> Die ABSOLUTE Menge Spielt nur insofern eine Rolle als das es einen Punkt
> gbt an dem der Entwickler schlicht verbraucht ist.

Genau das meinte ich. Und wenn die Anfangskonzentration zu gering ist, 
nimmt während der Entwicklung durch den Verbrauch der pH-Wert 
(OH-Konzentration) so weit ab, dass sich die Entwicklungszeit verlängert 
oder es gar nicht mehr reicht (-> Pufferwirkung der Photoschicht).
Gast #4690557
Hat denn überhaupt schon mal einer den pH-Wert der Entwicklerlösung
empirisch auf seine Brauchbarkeit in Abhängigkeit zur
Lösungskonzentration ermittelt?
Gast #4691330
Ich sicher nicht.

Wolfgang schrieb:
> Genau das meinte ich. Und wenn die Anfangskonzentration zu gering ist,
> nimmt während der Entwicklung durch den Verbrauch der pH-Wert
> (OH-Konzentration) so weit ab, dass sich die Entwicklungszeit verlängert
> oder es gar nicht mehr reicht (-> Pufferwirkung der Photoschicht).

Ich habe immer 1L angesetzt und dann auf zwei Flaschen verteilt.
Selbst ein Entwickler mit fünf Europlatinen hat nach einem halben Jahr 
auch noch funktioniert.
Absolut unkritisch.
#4693790
Wieso Probleme?

Jeder macht es so wie es am einfachsten ist, mir reicht hier und da nen 
10g Beutel für unter 2€..fällt beim Bauteile holen garnicht ins 
Gewicht.. bis ich mir dann mal eine Feinwaage gekauft habe steht der 
"Bottich" für 6€ im Schrank.

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