Hallo,
hat jmd. vll. eine Idee, wie ich drei Sinusspannungen, welche um 120
Grad Phasenverschoben sind und mit einer Freqeunz von 50Hz bis
100khz-355kHz erzeugen kann ?
Also quasi Drehstrom, nur nicht mit einer Frequenz von 50 Hz, wie im
deutschen Netz sondern variabel im kHz.
Gibt es vll. ein Signalgenerater, der dreiphasig etwas generiert??
Vielen dank.
Hi, Mucho,
> hat jmd. vll. eine Idee, wie ich drei Sinusspannungen, welche um 120> Grad Phasenverschoben sind und mit einer Freqeunz von 50Hz bis> 100khz-355kHz erzeugen kann ?
Die größte Herausforderung ist die Bandbreite von 50 Hz bis 355kHz.
Das sind viele Oktaven. Wo es dazu um 120° geht, da werden Oberwellen
nicht erwünscht sein.
Folgerungen:
1. Drehstromgenerator auf einer festen hohen Frequenz von z.B. 455 kHz,
dazu eine variable Überlagerungsfrequenz von 455 kHz bis 810 kHz und
drei Mischer.
2. Ein doppelter DDS und ein dritter dazu. Schau mal bei Analog Devices,
da gibt es einen doppelten DDS mit wählbarerer Phasenverschiebung
zwischen beide Kanälen.
Ciao
Wolfgang Horn
Wolfgang Horn schrieb:> Schau mal bei Analog Devices, da gibt es einen doppelten DDS mit> wählbarerer Phasenverschiebung zwischen beide Kanälen.
Normalerweise reichen zwei Phasen mit 90° Verschiebung aus.
Dann braucht man dann aber Trafos, um daraus echten Drehstrom
zu machen.
Gruss
Harald
Hi, Harald,
> Normalerweise reichen zwei Phasen mit 90° Verschiebung aus.> Dann braucht man dann aber Trafos, um daraus echten Drehstrom> zu machen.
Klar. Welchen Trafo empfiehlst Du für 5 bis 355 kHz? ;-)
Ja, es ginge auch mit schnellen Operationsverstärkern.
Ciao
Wolfgang Horn
Wolfgang Horn schrieb:> Klar. Welchen Trafo empfiehlst Du für 5 bis 355 kHz? ;-)
Auf jeden Fall ein selbstgewickelter Ferrittrafo.
Ich hab nicht gesagt, das es einfach ist. :-)
Mir ist allerdings auch nicht klar, wozu man Drehstrom mit derart
hohen Frequenzen Überhaupt braucht.
Gruss
Harald
Oberschwingungen sind zunächst uninteressant, möchte wie gesagt, erstmal
ein drehfeld generieren welches ziemlich hohe Drehzahlen aufweißt.
Eine Bandbreite von 50 Hz bis 100-200 kHz würde auch akzeptabel sein.
100kHz Drehfeld würde bedeutet, dass das Drehfeld mit so 6.000.000
Umdrehungen macht ?
Was für eine Anwendung ist das ?
Welche Leistung und welchen Wirkungsgrad brauchst ?
Habe an die Idee gedacht, vll. ein Signalgenearaoter und einen
Verstärker dahinter, aber bei einem Signalgenerator bekommt man nur
einphasig, bräuchte ja das ganze dreiphasig bzw. phasenverschoben...
Hi, Harald,
> Mir ist allerdings auch nicht klar, wozu man Drehstrom mit derart> hohen Frequenzen Überhaupt braucht.
Hauptsache, Mucho weiß das ...
Hi, Mucho,
> Aber wofür steht DDS?
Direct Digital Synthesis".
Bauvorschläge findest Du auch in diesem und in ähnlichen Foren sowie
Applikationsvorschlägen.
Ciao
Wolfgang Horn
>Mir ist allerdings auch nicht klar, wozu man Drehstrom mit derart>hohen Frequenzen Überhaupt braucht.
Man kann viel sinnlose Dinge damit machen
Man kann z.B. sowas nehmen:
http://www.youtube.com/watch?v=_Jh1pFy_XGY
und noch drei Luftspulen um die Kugel rumbauen und dann langsam die
Frequenz steigern, bis
A: die Kugel in Schwingungen gerät und schnell davonfliegt
B: die Kugel einen zu hohen Luftwiederstand hat und nicht mehr schneller
dreht
C: die Kugel so schnell dreht, dass sie explodiert
D: etwa 2'000'000 RPM erreicht sind
Hallo Wolfgang,
du scheinst dich ja da etwas auszukennen, besteht denn die Möglichket
auf einem anderen Wege zu kommunizieren, sollten Fragen auftauchen?
Mucho schrieb:> du scheinst dich ja da etwas auszukennen, besteht denn die Möglichket> auf einem anderen Wege zu kommunizieren, sollten Fragen auftauchen?
Mal wieder ein richtig netter Zeitgenosse.
Infos abgreifen aber keinerlei Fragen beantworten, und das Ergebnis auch
nicht hier öffentlich zur Verfügung stellen.
Wolfgang Horn schrieb:> Ein doppelter DDS und ein dritter dazu...
Da spricht der Theoretiker.
Nee, mal im Ernst: bau dir eine ganz üblichen Sinusgenerator nach dem
Phasenschieberverfahren und sechspoligem Tiefpass (3x C, 3x R), den du
dann mit Dreifach-Poti abstimmen kannst. An jeder Stufe dieses
Tiefpasses kannst du dir dann einen Sinus abgreifen und die Phasenlage
der 3 Signale ist dann exakt 120° zum nächsten - soweit die RC-Glieder
gleich sind.
Simpel, analog, billig und geht zuverlässig über mehrere Dekaden.
W.S.
Hallo w.s
Das geht auch nur mit einem einzigen sinusgenerator mit nur einem Output
? Oder benötige ich drei Outputs ?
Vielen Dank für deine Antwort ...
Stefan M. schrieb:> In ganz gross empfehle ich Sender Grimeton ( SAQ ) 17,2 kHz in Schweden.> Der letzte betriebsfähige Maschinensender.> Der schafft was. :-)
Auch Drehstrom?
Die Antwort von Herrn W.S. scheint ja sehr simpel zu sein. Was aber ist
denn ein sechspoliger Tiefpass ? Ein normalen Tiefpass kenne ich, aber
den Begriff sechspolig dazu hab ich leider nie gehört.
MfG
Dieter K.
Harald Wilhelms schrieb:> Mir ist allerdings auch nicht klar, wozu man Drehstrom mit derart> hohen Frequenzen Überhaupt braucht.
Vermutlich HF-Spindel-Anwendung.
Trafo brauchtst da nicht. Entsprechende 3-Phasen Gegentakt-Treiber
reicht. Sollte nur kurzschlussfest sein. Ist aber nichts für Anfänger.
Fertige bezahlbare Frequenzumformer gibts in der Bucht.
Hi, W.S.,
> Da spricht der Theoretiker.
Ja, und der Pragmatiker hat hier die Aufgabenstellung nicht richtig
gelesen - der Frequenzbereich sollte bei 50 Hz beginnen bis 100 kHz.
>> ... bau dir eine ganz üblichen Sinusgenerator nach dem> Phasenschieberverfahren und sechspoligem Tiefpass (3x C, 3x R), den du> dann mit Dreifach-Poti abstimmen kannst.> Simpel, analog, billig und geht zuverlässig über mehrere Dekaden - soweit> die RC-Glieder gleich sind.
Schmalbandig und im NF-Bereich: Für Bastler in Ordnung. Für industrielle
Fertigung kommen die Kosten für Datenhaltigkeit hinzu, und die sin gern
wesentlich höher als die Einsparung durch "billige Potentiometer".
W.S., gute Ideen höre ich gern. Vorwürfe des Typs "Dein Vorschlag ist
schlecht, meiner ist besser!" aber gar nicht gern. Wäre ich ei Ritter,
würde da mein Visier herunter klappen.
Ciao
Wolfgang Horn
Theoretiker schrieb:> Vermutlich HF-Spindel-Anwendung.
100kHz wären bei einem Polpaar aber 100.000 U/s also 360 Millionen
u/min!!!
Da kommt keine HF Spindel auch nur annhähernd hin, auch keine
Ultrazentrifuge oder auch nur Zahnarztbohrer.
Theoretiker schrieb:>> Mir ist allerdings auch nicht klar, wozu man Drehstrom mit derart>> hohen Frequenzen Überhaupt braucht.>> Vermutlich HF-Spindel-Anwendung.
Mit 20 Millionen U/min?
Hi, patsch007,
> Was für eine Anwendung ist das ?
Auf Muchos Frage hin hatte ich eine logarithmisch-periodische
Drehstrom-Antenne vor meinem inneren Auge.
Energetisch hat die eher keinen Vorteil, weil in jeden Strahler nicht
nur der Strom aus der Speiseleitung fließt, sondern auch der Strom, der
aus benachbarten Strahlern eingekoppelt wird - und die wohl eher
gegeneinander wirken.
Aber das Strahlungsdiagramm der logarithmisch-periodischen
Drehstrom-Antenne müsste schmäler sei als das einer gleich großen
logarithmisch-periodischen Antenne nach dem üblichen
"Wechselstrom-Prinzip".
Ich erinnere mich, wie ein Antennenbauer die Bezeichnung "Super Gain
Antenna" in die Diskussion warf und erläuterte: "Wenn der Kunde will,
können wir durchaus mehr Strahler pro Wellenlänge vorsehen als üblich.
Damit können wir theoretisch eine sehr hohe Richtwirkung erreichen. Aber
keinen höheren Gewinn wegen der Strahlungskopplungen."
Empfangsseitig ist dies in Peilantennen von Dopplerpeilern üblich.
Ciao
Wolfgang Horn
Ich bin auch gerade an so etwas dran. Bild zeigt phasenstarre Kopplung
bei Frequenzänderung im Niedrigstfrequenzbereich . Mein Aufbau geht von
praktisch Null bis ein paar MHz, natürlich DDS.
Dieter schrieb:> das ist aber kein symmetrisches Drehstromsystem oder ?
So wie es aussieht doch, nur mit unterschiedlichen Amplituden. Da sieht
man es nicht so genau.
@silvio
Wie genau kann ich mir beim Aufbau vorstellen?
Kannst du mir schreiben wie du es aufgebaut hast und bekommst du auch es
so hin, dass du ein symmetrisches Drehstromsystem erzeugst ?
Dieter schrieb:> @ Silvio,>> das ist aber kein symmetrisches Drehstromsystem oder ?Silvio K. schrieb:> Ja, Amplituden waren nicht gleich. Wollte nur das Prinzip zeigen.> Phasenlage ist beliebig einstellbar...Dieter schrieb:> @silvio>> Wie genau kann ich mir beim Aufbau vorstellen?> Kannst du mir schreiben wie du es aufgebaut hast und bekommst du auch es> so hin, dass du ein symmetrisches Drehstromsystem erzeugst ?
Wie oft möchtest du es noch hören, daß die Amplituden und Phasenlagen
beliebig eingestellt werden können, also logischerweise auch
symmetrisch. Und aufgebaut ist es mit einer DDS. Der Rest ist Software.
Hallo ich,
wenn es dir doch nicht passt, dann geh doch aus diesem Thread hier raus
und fertig. Wenn du keine Lust hast Fragen zu beantworten dann brauchst
du auch nicht dich in solch einem Thread zu bewegen.
Ich bin Schüler und wüwrde auch gerne mal anfangen zu experementieren.
DDS und dann ? Welche Software oder welche Schaltung dazu ? Nur ein DDS
oder mehr? Wie viel Ausgänge ?
MfG
Dieter
Ich habe DDS-Bausteine vom Typ AD9833 verwendet. Die hatte ich gerade da
und auch schon auf Platine. Damit ging es ganz gut. Also Controller
hatte ich einen etwas Größeren (SmartFusion-Evalboard von
Actel/Microsemi) verwendet, weil ich noch eine ganze Menge mehr
vorhatte. Mit einem AtMega8 macht man aber nichts falsch.
Der Thread ist recht interessant, da hier tolle Ideen auftauchen.
Ich habe mich gefragt, was passiert, wenn man ein magnetisches Drehfeld
auf bspw. ein Elektrolyt appliziert. Fängt sich die Flüssigkeit nur an
sich zu drehen und wird warm, oder passiert noch was anderes
spannenderes?
Oder ein Drehfeld auf etwas mit weniger Masse, z.B. Plasma?
Entsteht dann ein Gas-Wirbel mit unglaublicher Geschwindigkeit...?
Mal sehen, was die Zukunft bringt...
Hallo,,
man könnte es auch ganz klassisch mit etwas Mechanik bauen indem man
einen Generator mit entsprechender Polpaarzahl mechanisch mit einem
Motor koppelt, der in der Drehzahl regelbar ist.
Das Ganze dürfte zwar bei den nötigen Polpaaren einen ziemlich miesen
Wirkungsgrad haben und auch nicht gerade klein werden, sollte aber mit
entsprechendem Aufwand durchaus machbar sein.
Zugegeben, bei einer Drehzahl von 10000 * 1/min und 336KhZ bräuchte man
einen Generator mit 2100 Polpaaren, was die Maschine doch recht groß
werden läst.
Wenn man die Wicklungen entsprechen gruppiert heraus führt kann man
sogar die Polpaare umschalten (Dahlanderschaltung) und so den
antreibenden Motor in (zumindest halbwegs) gleichmässigen
Drehzahlbereichen halten.
Frank
Wie wäre es mit der Idee, einen Funktionsgenerator mit einer Bandbreite
im MHz-Bereich mit meinetwegen auch nur einem Output.
Dazu zwei Phasenschieberschaltungen parallel schalten, der eine um 120
Grad, der andere um 240 Grad, hinter den drei Ausgängen dann jeweils
drei Verstärker und schon hat man sein gewünschtes Ergebnis ??
Mucho schrieb:> Hallo,>> hat jmd. vll. eine Idee, wie ich drei Sinusspannungen, welche um 120> Grad Phasenverschoben sind und mit einer Freqeunz von 50Hz bis> 100khz-355kHz erzeugen kann ?>> Also quasi Drehstrom, nur nicht mit einer Frequenz von 50 Hz, wie im> deutschen Netz sondern variabel im kHz.>> Gibt es vll. ein Signalgenerater, der dreiphasig etwas generiert??>
Haben wir hier mal im Institut vor 20 Jahren mit 3 Stück XR2206 und
etwas R,c und einer Handvoll 555 gemacht.
Sofern man geringe ansprüche an die Frequentzkonstanz haz, geht das
analog.
Heute würde man wohl schlicht DDS nehmen, da die teile fast nix kosten.
Frank schrieb:> man könnte es auch ganz klassisch mit etwas Mechanik bauen indem man> einen Generator mit entsprechender Polpaarzahl mechanisch mit einem> Motor koppelt, der in der Drehzahl regelbar ist.> Das Ganze dürfte zwar bei den nötigen Polpaaren einen ziemlich miesen> Wirkungsgrad haben und auch nicht gerade klein werden, sollte aber mit> entsprechendem Aufwand durchaus machbar sein.
Ja, Maschinensender; das sieht dann so aus:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a4/Alexandersson1.JPG/800px-Alexandersson1.JPG
Ich denke, heutzutage ist die Nutzung von DDS-Bausteinen die einfachste
Lösung. Man möchte ja auch die Frequenz ändern können mit konstantem
Phasenbezug. Das ist mit Phasenschiebern und konstantem Delay mehr oder
weniger schwieriger... Wenn man FPGA-Profi ist, dann lockt natürlich die
DAC+FPGA-Lösung. Maschinensender wurden übrigens früher auch schon bei
Induktiven Härteverfahren genutzt, als es noch keine befriedigenden
Halbleiter oder Röhrenlösungen gab. Wer schon mal mit DDS gearbeitet
hat, der schwört auf DDS...
Hallo,
als diskrete digitale Lösung ein Eprom mit den Funktionswerten der 3
phasenverschobenen Spannungen programmieren, an den Ausgängen 3 DAC
anschließen, Eingänge über Zähler ansteuern und über die Taktfrequenz
die Ausgangsfrequenz variieren.
Es würden auch 2 90° Spannungen reichen, aus denen läßt sich analog auch
ein 3-Phasensystem machen.
MfG