DDS schrieb:
> Das DDS-Prinzip ermöglicht mir eine einfache Änderung
> der Frequenz, indem ich das Steuerwort beispielsweise
> verdoppel.
Ja.
> Da Frage ich mich, wenn ich das Steuerwort erhöhe,
> werden doch Amplitudeninfromationen in meinem Speicher
> übersprunge,
Kann sein, muss aber nicht. Das hängt von der Relation
zwischen Takt, Tabellengröße und Zielfrequenz ab.
Aber, ja, Du hast Recht, das kann auftreten.
> was dazu führt, das das Ausgangssignal (diskret
> gesehen) einem Quantisierungsrauschn unterliegt
Jein...
> oder täusche ich mich da?
Grundsätzlich nicht -- aber:
Auch wenn es allgemein üblich ist, von Quantisierungs-
rauschen zu sprechen, ist das strenggenommen sachlich
falsch. U.a. Lochmann hat in seinem Lehrbuch zu Recht
darauf hingewiesen, dass es sich nicht um Rauschen,
sondern um Quantisierungsverzerrungen handelt, weil das
entstehende Störsignal deterministisch vom Nutzsignal
abhängt, und eine deterministische Veränderung des
Nutzsignales ist eine Verzerrung , kein Rauschen.
Diese Quantisierungsverzerrung bewirkt -- wie jede
Verzerrung -- das Entstehen neuer Spektralanteile im
Signal. Das sind neben den Alias-Frequenzen, die Jörg
genannt hat, auch noch nichtharmonische Nebenwellen.
Und, ja, Du hast wiederum Recht, deren Amplitude wächst
tendenziell mit der Höhe der Zielfrequenz. Je näher das
Nutzsignal an die Abtastfrequenz herankommt, desto mehr
Zwischenwerte werden übersprungen, und desto stärker
werden die Quantisierungsverzerrungen. Insoweit stimmt
Deine Überlegung.