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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Qunatisierungsrauschen


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Autor: DDS (Gast)
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Hallo,

Das DDS-Prinzip ermöglicht mir eine einfache Änderung der Frequenz, 
indem ich das Steuerwort beispielsweise verdoppel. Da Frage ich mich, 
wenn ich das Steuerwort erhöhe, werden doch Amplitudeninfromationen in 
meinem Speicher übersprunge, was dazu führt, das das Ausgangssignal 
(diskret gesehen) einem Quantisierungsrauschn unterliegt oder täusche 
ich mich da?

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Es entsteht ein Frequenzgemisch aus der gewünschten Frequenz sowie ihren 
Aliasen. Daher muss bei einer DDS ja zwingend ein Anti-Aliasing-Filter 
dahinter, damit man nur die gewünschte Frequenz herausfiltert. NB: das 
muss nicht zwingend die niedrigste mögliche Frequenz sein, besonders bei 
nur schmalbandiger Anwendung kann man gut und gern auch einen Alias 
„herausziehen“, also bspw. bei einer mit 100 MHz getakteten DDS, die auf 
45 MHz eingestellt ist, könnte man auch 145 MHz herausfiltern.

Autor: +-*/ (Gast)
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Qunatisierungsrauschen laesst sich effektiv mit einem
Teeteronpartikelfilter herausfiltern.

Autor: Raph (Gast)
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+-*/ schrieb:
> Qunatisierungsrauschen laesst sich effektiv mit einem
> Teeteronpartikelfilter herausfiltern.

Nein! Es ist der Heisenbergkompensator!

Autor: Egon D. (egon_d)
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DDS schrieb:

> Das DDS-Prinzip ermöglicht mir eine einfache Änderung
> der Frequenz, indem ich das Steuerwort beispielsweise
> verdoppel.

Ja.


> Da Frage ich mich, wenn ich das Steuerwort erhöhe,
> werden doch Amplitudeninfromationen in meinem Speicher
> übersprunge,

Kann sein, muss aber nicht. Das hängt von der Relation
zwischen Takt, Tabellengröße und Zielfrequenz ab.
Aber, ja, Du hast Recht, das kann auftreten.


> was dazu führt, das das Ausgangssignal (diskret
> gesehen) einem Quantisierungsrauschn unterliegt

Jein...


> oder täusche ich mich da?

Grundsätzlich nicht -- aber:

Auch wenn es allgemein üblich ist, von Quantisierungs-
rauschen zu sprechen, ist das strenggenommen sachlich
falsch. U.a. Lochmann hat in seinem Lehrbuch zu Recht
darauf hingewiesen, dass es sich nicht um Rauschen,
sondern um Quantisierungsverzerrungen handelt, weil das
entstehende Störsignal deterministisch vom Nutzsignal
abhängt, und eine deterministische Veränderung des
Nutzsignales ist eine Verzerrung , kein Rauschen.

Diese Quantisierungsverzerrung bewirkt -- wie jede
Verzerrung -- das Entstehen neuer Spektralanteile im
Signal. Das sind neben den Alias-Frequenzen, die Jörg
genannt hat, auch noch nichtharmonische Nebenwellen.

Und, ja, Du hast wiederum Recht, deren Amplitude wächst
tendenziell mit der Höhe der Zielfrequenz. Je näher das
Nutzsignal an die Abtastfrequenz herankommt, desto mehr
Zwischenwerte werden übersprungen, und desto stärker
werden die Quantisierungsverzerrungen. Insoweit stimmt
Deine Überlegung.

Autor: DDS (Gast)
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kk danke für die ausführliche antwort

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