Hallo,
für eine Messaufgabe benötige ich einen ADC mit einer hohen Bandbreite
und einer vernachlässigbaren Samplingfrequenz.
Ziel ist es ein periodisches Signal mittels Unterabtastung zu
digitalisieren.
Das System ist analog einem TDR, nur das mich nicht die Zeit alleine
interessiert sondern auch die Amplitude und Form des Impulses.
Die Max. Amplitude liegt bei gerade mal 0.6V
Mein Ansatz wäre jetzt einen schnellen ADC zu benutzen und diesen
zeitverzögert zum Triggersignal immer einen Punkt nach dem Anderen zu
digitalisieren.
Ein Arduino könnte dann die Daten in aller Ruhe auslesen und an einen PC
übermitteln.
Somit erhält man einen in der Zeit verlängerten Datensatz nennt sich
Equivalent time sampling beim Oszilloskop zumindest.
Jetzt ist meine Frage kennt einer eine ADC mit hoher Bandbreite und ext.
Triggereingang welcher diese Aufgabe bewältigen kann?
Schön wäre wenn es dafür eine Art eval board gebe, da ich kein Hardware
Mensch bin.
Danke für die Mühe
Chris schrieb:> Jetzt ist meine Frage kennt einer eine ADC mit hoher Bandbreite und ext.> Triggereingang welcher diese Aufgabe bewältigen kann?
Ich bräuchte ein neues Auto.
Jetzt ist meine Frage kennt einer ein Auto mit hoher Geschwindigkeit
und runden schwarzen Reifen welches ich mir kaufen kann?
Chris schrieb:> Jetzt ist meine Frage kennt einer eine ADC mit hoher Bandbreite und ext.> Triggereingang welcher diese Aufgabe bewältigen kann?
Wie hoch soll die Bandbreite denn sein? Eine konkrete Zahl wäre
hilfreich.
Einen "Triggereingang" haben viele ADCs. Bei einigen heißt er z.B.
CONVSTART, bei anderen ist es einfach das CS-Signal des SPI-Busses.
Such dir irgend einen SAR-ADC aus, dessen sonstigen Parameter deinen
Ansprüchen genügen. Und dann schau im Datenblatt nach: meist wird er
einen Eingang haben, an dem eine Signalflanke den Abtastzeitpunkt
festlegt.
Die Triggerfrequenz liegt bei 5-10kHz.
Eine Auflösung der Messpunkte von 1 ns würde mir reichen.
Diese Angaben hatte ich noch vergessen.
@OMG
wie wäre es mit K.I.T.T. erfüllt deine Anforderungen ganz gut.
> Wie hoch soll die Bandbreite denn sein? Eine konkrete Zahl wäre
hilfreich.
Da tue ich mich schwer mit einer Zahl, komme nicht wirklich aus der
Elektronik.
Da ich keinen Sinus habe den ich messe möchte, weiß ich nicht wie ich
zur benötigten Bandbreite komme.
Chris schrieb:> Da tue ich mich schwer mit einer Zahl, komme nicht wirklich aus der> Elektronik.
Aber du kennst das Signal, das du abtasten möchtest. Wenn wir dir
"irgendwas" zwischen 10MHz und 10GHz vorschlagen können siehst du
wahrscheinlich selbst ein, dass der Vorschlag völlig unnütz ist.
Chris schrieb:> Da ich keinen Sinus habe den ich messe möchte, weiß ich nicht wie ich> zur benötigten Bandbreite komme.
Dann rechne z.B. mit 0,35/t_a, wobei t_a die Anstiegszeit (von 10%-90%)
der steilsten Flanke in deinem Signal ist.
Oder zeig ein aussagekräftiges Oszibild von deinem Signal. Oder lass
dein Oszi eine FFT berechnen und schau, bis wohin die Signalfrequenzen
reichen.
>Dann rechne z.B. mit 0,35/t_a, wobei t_a die Anstiegszeit (von 10%-90%)>der steilsten Flanke in deinem Signal ist.
Danke für den Tip.
Bei einer Anstiegszeit von ~300ps liegt also die Bandbreite bei rund
1,2Ghz.
Chris schrieb:> Danke für den Tip.> Bei einer Anstiegszeit von ~300ps liegt also die Bandbreite bei rund> 1,2Ghz.
Du willst die Anstiegszeit von 300 ps ausmessen - aber bei der
Genauigkeit der Abtastzeitpunkte reichen dir 1 ns? Das passt nicht
wirklich zusammen, oder. Und womit willst du eigentlich die 1ns genauen
Triggerflanken erzeugen?
Wenn du 1-2 Größenordnungen langsamer einsteigen wolltest hätte es sich
vielleicht gelohnt, nach Bausteintipps für dich zu suchen. Aber bei
dieser Zielvorgabe lohnt es sich imho nicht: du hast (als Anfänger)
keinerlei Chance, irgendwas in dem Bandbreitebereich zum Laufen zu
kriegen.
Fang deutlich bescheidener an, dann lohnt sich die Beschäftigung mit dem
Thema langfristig. Aber als Anfänger mit GHz-ADCs arbeiten zu wollen
kann nur im Frust enden.
Wenn es dir ums Ergebnis geht (nicht um den langfristigen Lerneffekt):
nimm ein ausreichend schnelles Oszi und lies dessen Messwerte über ein
Interface aus.
Als Referenz dachte ich an einen zwei kanaligen DDS Baustein der zwei
Frequenzen (Rechteck) ausgibt z.B. 5000 Hz und 5000,01 Hz.
Der durch die unterschiedlichen Frequenzen wird der eine Trigger
"durchlaufen".
Ich möchte nicht die Anstiegszeit von 300ps ausmessen.
Das Bild zeigt im linken Teil einen Impuls ohne Antwort und im linken
Teil einen mit Antwort.
Dieses möchte ich absampeln und an einen PC übertragen. Der Impuls ist
mindestens 1 ns breit, deshalb dachte ich das ein Messpunkt reicht.
Chris schrieb:> Als Referenz dachte ich an einen zwei kanaligen DDS Baustein der zwei> Frequenzen (Rechteck) ausgibt z.B. 5000 Hz und 5000,01 Hz.>> Der durch die unterschiedlichen Frequenzen wird der eine Trigger> "durchlaufen".
Welchen DDS-Baustein?
Die meisten DDS-ICs arbeiten mit einer internen Taktfrequenz von ein
paar hundert MHz. Auch wenn die mittlere Frequenz des erzeugten Signals
damit sehr fein eingestellt werden kann, bedeutet das nicht, dass jede
einzelne Flanke eines damit erzeugten Rechtecks auf 1ns genau ist.
(Tatsächlich sind in den meisten Fällen allein schon die Schaltflanken
deutlich länger als 1 ns - und erst recht länger als 300ps.)
Chris schrieb:> Dieses möchte ich absampeln und an einen PC übertragen. Der Impuls ist> mindestens 1 ns breit, deshalb dachte ich das ein Messpunkt reicht.
Das ist sehr optimistisch. Stehst du noch vollständig bei prinzipiellen
Überlegungen? Oder hast du schon mal praktisch einen solchen Puls
erzeugt, auf die Leitung geschickt, und die "Antwort" mit einem Oszi
nachgemessen? Ich wäre gespannt auf das Messergebnis.
Chris schrieb:> für eine Messaufgabe benötige ich einen ADC mit einer hohen Bandbreite> und einer vernachlässigbaren Samplingfrequenz.
Was hat das mit dem ADC zu tun?
An der Stelle ist ein S&H gefragt.
Wieviel Abtastjitter kannst du dir denn für deine Messaufgabe leisten?
Energieverheizer schrieb:> Eine Laufzeitmessung
Exakt: Er hat ja auch geschrieben "ähnlich einem TDR".
Time Domain Reflektometer.
S&H klingt für mich daher als die Lösung. Zumindest theoretisch.
Chris schrieb:> Als Referenz dachte ich an einen zwei kanaligen DDS Baustein der zwei> Frequenzen (Rechteck) ausgibt z.B. 5000 Hz und 5000,01 Hz.
Das wird nicht funktionieren.
Alternative:
https://datasheets.maximintegrated.com/en/ds/DS1023.pdf
Das ist eine Familie programmierbarer Delay-Bausteine mit Schrittweiten
von 0.25ns bis 5ns und 8 Bits für den Verzögerungswert.
Vorgehensweise:
Eingang: externer Trigger
Ausgang: Trigger für ADC oder S&H-Stufe
Delay auf minimum
Schleife:
Triggerpuls
ADC Wert lesen
Delay++
Schleifenende wenn Delay=maximaler zu überdeckender Zeitraum
Mit guten Elektronikkenntnissen hättest Du eine von Null verschiedene
Chance, das mit relativ wenig Geld zum Laufen zu bringen.
Wenn Du das Know-How nichts hast, musst Du es Dir kaufen, oder Du
besorgst Dir gleich kommerzielles Messequipment.
fchk
Nick M. schrieb:> S&H klingt für mich daher als die Lösung. Zumindest theoretisch.
klar braucht es einen S&H - ein Glück, dass schnelle ADCs den heutzutage
tpyischerweise schon eingebaut haben.
Ich wüsste aus dem Stand nicht, woher man einen externen S&H herbekommt,
der es z.B. in Bezug auf die Bandbreite mit den integrierten S&H-Stufen
in schnellen ADCs aufnehmen kann. Der schnellste "externe" S&H, den ich
bei Digikey finden kann, hat eine Kleinsignalbandbreite von 40 MHz (und
eine full power bandwidth von 13 MHz). ADCs mit integrierten S&H sind
dagegen tatsächlich mit Bandbreiten bis in den GHz-Bereich verfügbar.
Womit wir praktisch wieder bei der ursprünglichen Frage des TO wären ;-)
Ich schreibe mal wieder was von dem ich keine Ahnung habe, aber seht
selbst:
So alte Oszilloskope wie das TDS220 werben mit einer recht hohen
Abtastrate, also zeitlichen Auflösung, haben aber keinen schnellen ADC.
Die haben eine Art CCD, also einen Kette aus Analogspeichern die nach
einem Trigger sehr schnell gefüllt werden kann und dann die
Spannungswerte eben analog festhält. So wie ein CCD bei der Kamera auch
Ladungen festhält. Wenn das passiert ist werden diese Ladungen deutlich
langsamer an einen ADC gegeben und ausgelesen.
So habe ich das zumindest verstanden.
Das Problem an der Sache ist die Totzeit. Man kann immer nur eine Zeit
lang aufnehmen und braucht danach sehr viel länger um auszulesen.
Ich weiß nicht ob es da ICs zu kaufen gibt und ob das hier hilft.
Sonst habe ich noch das Oszi als Empfehlung. Die kann man ja auch
teilweise fernsteuern und scripten. Oder gleich das was man sehen will
als Triggerbedingung definieren.
Gustl B. schrieb:> So alte Oszilloskope wie das TDS220 werben mit einer recht hohen> Abtastrate, also zeitlichen Auflösung, haben aber keinen schnellen ADC.> Die haben eine Art CCD, also einen Kette aus Analogspeichern die nach> einem Trigger sehr schnell gefüllt werden kann und dann die> Spannungswerte eben analog festhält. So wie ein CCD bei der Kamera auch> Ladungen festhält. Wenn das passiert ist werden diese Ladungen deutlich> langsamer an einen ADC gegeben und ausgelesen.
Einen Scope mit CCD Speichern hatte ich mal ( Tek2430 ). Der eigentliche
AD-Wandler hinter dem CCD Zwischenspeicher hatte 2 Msamples.
Ich bin froh das ich ihn losgeworden bin.
Solch ein Teil würde ich nicht mal geschenkt nochmal wollen.
Ein 10MHz Sinus damit zu oszillografieren sah sehr lustig aus. Die Sinus
wabbelte fröhlich vor sich her.
Das hatte ich bei allen in der Hochschule vorhandenen Tek2430 als auch
beim Tek2440 festgestellt. War also kein Fehler speziell bei meinen
Gerät.
Ralph Berres
Fuer das Verzoegern einen solchen Triggers waere zB ein MC100EP196
geeignet. Der kann zeitliche Delays bis 10ns auf wenige ps genau
erzeugen.
Aber, fuer einen Anfaenger ungeeignet.
Achim S. schrieb:> klar braucht es einen S&H - ein Glück, dass schnelle ADCs den heutzutage> tpyischerweise schon eingebaut haben.> Ich wüsste aus dem Stand nicht, woher man einen externen S&H herbekommt,> der es z.B. in Bezug auf die Bandbreite mit den integrierten S&H-Stufen> in schnellen ADCs aufnehmen kann.
Man braucht genau keinen schnellen ADC, wenn ein S&H davor sitzt.
Je nach erforderlicher Bitbreite kann ein schneller ADC schon etwas ins
Geld gehen.
Hallo und danke für die vielen Antworten.
Ich hatte bis jetzt mehr theoretische Überlegung zur Aufgabe angestellt.
Einen ersten Ansatz mit einer TDR Schaltung habe ich mal aufgebaut und
in Betrieb genommen.
Das hat soweit funktioniert. Ich werde es über das WE noch mal aufbauen
und ein Bild mit dem Oszi erstellen.
Eine ext. S&H Stufe habe ich verworfen. Ich kann mir nicht vorstellen
einen Teil des AD Wandlers diskret besser aufzubauen, als es die
Hersteller im Chip selber integrieren.
Die DDS Lösung ist eine Idee von mir. Es ist mir klar dass die Flanken
nicht besonders stabil sind aber das müssen diese auch nicht, da sie ja
"immer gleich" schlecht sind.
Der Eingang des ADC wird sicherlich einen Schmitt Trigger besitzen und
damit klarkommen.
Bei 5 kHz und 5,01 kHz habe ich ein Delta in der Periodendauer von ~0,4
ns. Dieses wäre mein sample Delay.
Beim Start ist die erste Flanke zur zweiten um 0,4 ns in der Zeit
verschoben. In der zweiten Periode ist die Flanke um 0,8 ns verschoben
usw. usw.
Der vom DDS geht auf beide Frequenzen und ist somit raus. Der vom
Eingang des ADC ist unbekannt und ein Messfehler. Eine Einschätzung ob
dieses ein Problem für mich ist, kann ich nicht beurteilen.
Chris
Chris schrieb:> Der Eingang des ADC wird sicherlich einen Schmitt Trigger besitzen und> damit klarkommen.
Wenn eine Timing-Genauigkeit von deutlich unter 1ns angestrebt wird
besitzen Logikeingängeim Normalfall keinen Schmitt-Trigger. Ein
LVDS-Eingang kommt da schon eher hin.
Chris schrieb:> Bei 5 kHz und 5,01 kHz habe ich ein Delta in der Periodendauer von ~0,4> ns. Dieses wäre mein sample Delay.> Beim Start ist die erste Flanke zur zweiten um 0,4 ns in der Zeit> verschoben. In der zweiten Periode ist die Flanke um 0,8 ns verschoben> usw. usw.
Nein: deine Beschreibung stimmt für die überwiegende Mehrheit aller
DSS-ICs nicht. Du hast dort keine Periodendauern, die sich um 0,4ns
unterscheiden. Sondern du hast Periodendauern, die sich z.B. mal um 5ns
und mal um 0ns unterscheiden - so dass im Mittel über viele Perioden die
gewünschten 0,4ns rauskommen.
Man kann das von dir gewünschte Verhalten mit entsprechendem Aufwand mit
DDS-ICs realisieren, aber irgend ein DDS-IC von der Stange hat nicht das
Verhalten, das dir vorschwebt. Deshalb wiederhole ich meine Frage:
welchen konkreten DDS Baustein willst du denn einsetzen?
Wolfgang schrieb:> Man braucht genau keinen schnellen ADC, wenn ein S&H davor sitzt.> Je nach erforderlicher Bitbreite kann ein schneller ADC schon etwas ins> Geld gehen.
Bleibt nur das Problem, woher man einen preiswerten, real erhältlichen
S&H-Baustein bekommt, der den Anforderungen des TO genügt (>1GHz FPBW).
Wenn du einen konkreten Baustein-Vorschlag hast - immer her damit.
Bis dahin bleibe ich bei meiner Aussage: die günstigste (auch im Sinn
von preisgünstigte) Variante für den S&H ist es, einen im einem
schnellen ADC bereits integrierten S&H zu verwenden.
Achim S. schrieb:> Bis dahin bleibe ich bei meiner Aussage: die günstigste (auch im Sinn> von preisgünstigte) Variante für den S&H ist es, einen im einem> schnellen ADC bereits integrierten S&H zu verwenden.
Wieviel effektive Bits sollen denn raus kommen (oder habe ich
irgendetwas über lesen)?
Forist schrieb:> Wieviel effektive Bits sollen denn raus kommen (oder habe ich> irgendetwas über lesen)
fragst du mich da oder den TO? was nach meiner Einschätzung für ihn
realistsch erreichbar ist, hab ich schon weiter oben beschrieben
Achim S. schrieb:> du hast (als Anfänger) keinerlei Chance, irgendwas in dem> Bandbreitebereich zum Laufen zu kriegen.
>Deshalb wiederhole ich meine Frage:>welchen konkreten DDS Baustein willst du denn einsetzen?
z.B. zwei AD9833 welche aus einem Quarzoszillator gespeist werden.
Dann müsste man doch die zwei Frequenzen einstellen können und da beide
aus einer Taktquelle gespeist werden sind diese auch synchron.
>Nein: deine Beschreibung stimmt für die überwiegende Mehrheit aller>DSS-ICs nicht. Du hast dort keine Periodendauern, die sich um 0,4ns>unterscheiden. Sondern du hast Periodendauern, die sich z.B. mal um 5ns>und mal um 0ns unterscheiden - so dass im Mittel über viele Perioden die>gewünschten 0,4ns rauskommen.
Das habe ich jetzt nicht verstanden. Ein DDS ist doch mal einfach
gesprochen ein Zähler + eine Wertetabelle +D/A Wnadler.
Mit jedem Zählschritt wird ein entsprechender Wert aus der Wertetabelle
am Ausgang angelegt.
>Wieviel effektive Bits sollen denn raus kommen (oder habe ich>irgendetwas über lesen)?
8 Bit wäre ok.
Chris schrieb:> Das habe ich jetzt nicht verstanden. Ein DDS ist doch mal einfach> gesprochen ein Zähler + eine Wertetabelle +D/A Wnadler.> Mit jedem Zählschritt wird ein entsprechender Wert aus der Wertetabelle> am Ausgang angelegt.
Lies dir die Beschreibung im Datenblatt nochmal durch. Der AD9833
arbeitet intern mit einer maximalen Clock von 25MHz (40ns Periode). D.h.
alle Ausgaben des Bausteins finden in einem fixen Raster von 40ns statt.
Er kann nicht den Ausgang mal eben so 0,4ns früher oder später schalten.
Er kann ihn nur in ganzen Schritten von 40ns früher oder später
schalten.
Auf dein angedachtes Szenario bezogen bedeutet das:
- deine beiden Ausgänge werden 99 Perioden lang genau die selbe Frequenz
ausgeben
- und dann wird genau in einer Periode einer der beiden Ausgänge eine
Periode ausgeben, die um 40ns kürzer ist.
- danach geht das Spiel wieder von vorne los.
Damit hat der eine Ausgang im Mittel eine Periode, die 0,4ns kürzer ist.
Aber der Zeitabstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Taktflanken
ändert sich trotzdem nur im festen Raster von 40 ns. Feiner kannst du
mit dem IC keine Flankenpositionen einstellen.
Chris schrieb:> z.B. zwei AD9833 welche aus einem Quarzoszillator gespeist werden.
Der ist mit 25MHz max. Clock weit entfernt entfernt von "die meisten"
und für irgendwelche 1ns Anforderungen nur wirlich denkbar ungeeignet.
Achim S. schrieb:> Die meisten DDS-ICs arbeiten mit einer internen Taktfrequenz von ein> paar hundert MHz.
Chris schrieb:> Da tue ich mich schwer mit einer Zahl, komme nicht wirklich aus der> Elektronik.>> Da ich keinen Sinus habe den ich messe möchte, weiß ich nicht wie ich> zur benötigten Bandbreite komme.
Also ich glaube, der TO hat nicht verstanden, was es mit
"Unterabtastung" auf sich hat! Bevor man an so ein Unterfangen geht, muß
doch tatsächlich erst mal geklärt werden, welche Bandbreite das zu
messende Signal hat. Dann kann man eventuell entscheiden, ob sowas wie
Unterabtastung zielführend wäre. Ansonsten wäre eine direkte Wandlung
mit einem "passenden" ADW doch die Wahl der Stunde! Und wenn nur 8-Bit
verlangt sind, dann braucht es auch bis in den Gigahertz-Bereich keine
unnötigen Verrenkungen.
Gruß Rainer
Chris schrieb:> Das habe ich jetzt nicht verstanden. Ein DDS ist doch> mal einfach gesprochen ein Zähler + eine Wertetabelle> +D/A Wnadler. Mit jedem Zählschritt wird ein> entsprechender Wert aus der Wertetabelle am Ausgang> angelegt.
Deine Worte sind richtig -- aber die Gedanken sind falsch,
weil unvollständig.
Ein DDS-IC ist keine Zauberkiste. Das bedeutet: Sowohl
die Zeitschritte wie auch die Ausgangsspannungen müssen
notgedrungen einem ENDLICHEN Wertevorrat entnommen werden.
Der DDS-IC kann nicht GENAU die Spannung erzeugen, die
für jeden Abtastpunkt notwendig wäre -- er kann immer
nur die NÄCHSTLIEGENDE im IC verfügbare Spannung ausgeben.
Daher weist JEDER EINZELNE Abtastpunkt, den der DDS-IC
erzeugt, einen gewissen (systematischen) Fehler auf.
Das bedeutet anders formuliert: Ein DDS erzeugt neben
dem gewünschten Nutzsignal auch immer noch eine gewisse
Anzahl von unerwünschten Störsignalen.
Einen Teil dieser Störsignale kann man durch analoge
Filter unterdrücken, und man ist i.d.R. sehr gut beraten,
dies auch zu tun.
Eine Folge davon ist aber, dass man mittels DDS keine
Rechtecksignale erzeugen kann, die direkt höheren
Ansprüchen genügen. Der Weg ist, einen Sinus zu erzeugen,
diesen GUT zu filter, und ihn dann mittels Komparator in
ein Rechteck umzuwandeln.
Mit 40ns Zeitraster und 10bit Amplitudenauflösung eine
Zeitauflösung von 0.4ns erreichen zu wollen bleibt
gleichwohl ambitioniert -- wenn auch vielleicht nicht
völlig unmöglich.
Egon D. schrieb:> Der DDS-IC kann nicht GENAU die Spannung erzeugen, die> für jeden Abtastpunkt notwendig wäre -- er kann immer> nur die NÄCHSTLIEGENDE im IC verfügbare Spannung ausgeben.> Daher weist JEDER EINZELNE Abtastpunkt, den der DDS-IC> erzeugt, einen gewissen (systematischen) Fehler auf.
Um Trigger für Abtastpunkte zu erzeugen, braucht man keinen DDS mit
Analogausgang. Da geht es um das Timing und digitale Steuersignale.
Der DDS erzeugt dafür ein Rechtecksignal mit Wertevorrat (L,H).
Rainer V. schrieb:> Chris schrieb:>> Da tue ich mich schwer mit einer Zahl, komme nicht>> wirklich aus der Elektronik.>>>> Da ich keinen Sinus habe den ich messe möchte, weiß>> ich nicht wie ich zur benötigten Bandbreite komme.>> Also ich glaube, der TO hat nicht verstanden, was es> mit "Unterabtastung" auf sich hat!
Richtig.
Unterabtastung ist eine digital verbrämte Form der
Abwärtsmischung, und das funktioniert i.d.R. nur mit
(fast) periodischen Signalen vernünftig.
> Ansonsten wäre eine direkte Wandlung mit einem "passenden"> ADW doch die Wahl der Stunde! Und wenn nur 8-Bit verlangt> sind, dann braucht es auch bis in den Gigahertz-Bereich> keine unnötigen Verrenkungen.
Naja, ich würde noch einen Schritt weiter gehen: Der TO
spricht weiter oben von Impulsen mit und ohne Antwort.
Stellt sich mir die Frage: WAS GENAU will der TO eigentlich
über die Impulse wissen? Wie entstehen die Impulse, und was
ist das Ziel der ganzen Aktion?
Kürzer an den TO: "Schildere das EIGENTLICHE Problem -- und
nicht Deine vermeintliche Lösung!"
Wolfgang schrieb:> Egon D. schrieb:>> Der DDS-IC kann nicht GENAU die Spannung erzeugen, die>> für jeden Abtastpunkt notwendig wäre -- er kann immer>> nur die NÄCHSTLIEGENDE im IC verfügbare Spannung ausgeben.>> Daher weist JEDER EINZELNE Abtastpunkt, den der DDS-IC>> erzeugt, einen gewissen (systematischen) Fehler auf.>> Um Trigger für Abtastpunkte zu erzeugen, braucht man> keinen DDS mit Analogausgang. Da geht es um das Timing> und digitale Steuersignale. Der DDS erzeugt dafür ein> Rechtecksignal mit Wertevorrat (L,H).
Doch.
Da Du nicht der TO bist: Erklärung wird nur auf höfliche
Anfrage geliefert.
Egon D. schrieb:> Kürzer an den TO: "Schildere das EIGENTLICHE Problem -- und> nicht Deine vermeintliche Lösung!"
Fast wie immer!!! Und wenn der TO kein Elektroniker ist - wie er selbst
sagt - dann ist die Anfrage bestenfalls "hirnig"...wahrscheinlich eher
Troll!
Gruß Rainer