Ich erhielt heute mit der Post ein paar DS3231 RTC Module. Bei der Inspektion fiel mir auf, daß anstatt der im Bild gezeigten "DS3231SN" die MEMS Versionen "DS3231M" verbaut sind:
Man kann sich also nicht nach der Beschreibung und Bild verlassen, daß man auch bekommt, was, wie gezeigt, angeboten wird. Ob das lediglich durch Unwissenheit und nicht mit Absicht geschehen ist, möchte ich vorläufig nicht unterstellen. Es liegt mir nicht daran, ohne Beweise herumzuhacken.
Vorläufig habe ich erstmal reklamiert, weil ich unsicher bin, ob ich mit der angegebenen +/-5ppm Toleranz langfristig eine vergleichbare Ganggenauigkeit bekommen werde. Mal sehen wie man reagiert.
Ich habe diesbezüglich noch keine Tests mit Original Maxim Samples gemacht, die mir auch zur Verfügung stehen. Die SN Module laufen bei Zimmertemperatur recht genau. Es ist durchaus möglich, daß die MEMS Version auch ganz gut funktionieren und sich die Fehler über längere Zeit ausgleichen, aber bei den SNs da hätte ich von Haus aus weniger Bedenken.
Extrem sind meine Ansprüche für die gestellte Anwendung eigentlich auch nicht und man könnte es sicherlich auf einen Versuch ankommen lassen. Ein jährliche Ganggenauigkeit von rund 5 Minuten wäre noch akzeptabel.
Zurückschicken lohnt sich wegen der unsymmetrischen Versandkosten ohnehin nicht wirklich. Vielleicht gibt es morgen schon eine Antwort.
Hat jemand von Euch solche M Versionen in Betrieb und wie verhalten sie sich über längere Zeit? Eure Erfahrungen würden mich übrigens interessieren.
Übrigens, ich habe in meiner Wetterstation seit 2009 einen Original DS3234 von Digikey in Betrieb. Seit der Inbetriebnahme in 2009 liegt der augenblickliche Langzeit-Fehler schon jahrelang bei unter 100s. Die Temperaturschwankungen beliefen sich zwischen -48 bis +45 Grad (Stationsgehäuse). Ich habe die RTC seitdem in 14 Jahren noch nie nachgestellt. Ist schon beeindruckend. Die temperaturbedingten Gangfehler scheinen sich langfristig zu Mitteln.
Also aufpassen, wenn ihr diese RTC Module bestellt. Das kann unerwartet ausgehen.
Jain. Die SN und M Version spielen in der gleich Liga, auch wenn die M
etwas ungenauer ist.
Wenn man allerdings den 32,768 kHz Ausgang nutzen will ist die M-Version mit bis zu 2,5 % Abweichung schlicht unbrauchbar.
Hat man Module mit abgeschliffener IC-Beschriftung kann man die M-Version daran meist innerhalb weniger Sekunden erkennen.
Bei Temperaturänderung ist das Verhalten auch unterschiedlich: bei der SN-Version wird der 32kHz Oszillator in feinen Schritten nachgestimmt, bei der M-Version erfolgt die Korrektur des 1Hz Signals per Berechnung durch eine "digital adjustment controller logic".
Deine Erfahrungen habe ich auch gemacht. Es wird gerne der genaue SN-Chip beschrieben, aber der ungenauere billigere M-Typ zum SN-Preis verschickt. Fotos sind häufig retuschiert (genaue Bezeichnung übermalt). In diesen Fällen kann man davon ausgehen, dass der M-Typ verschickt wird.
Ein führender Händler auf Amazon retuschiert die Fotos und vermeidet es systematisch, die abweichenden Fähigkeiten (Genauigkeit) in der Beschreibung zu erwähnen. Wer den Schwindel nicht während der Rückgabefrist bemerkt, kann sich dann nicht auf eine fehlerhafte Beschreibung berufen.
Der M-Typ hat aber außer der schlechteren Genauigkeit weitere Einschränkungen. Ich nutze den SN auch als ziemlich genaue Basisfrequenz. Der 32K-Ausgang liefert beim SN eine stabile Frequenz (Schwankungen weitgehend nur auf den Nachkommastellen), während der M-Typ das auf den ersten 2-3 Vorkommastellen tut.
Der SQW-Ausgang ist beim SN-Typ programmierbar und kann hochgenaue Frequenzen von 1HZ, 1kHz, 4kHz und 8kHz liefern, während der M-Typ hier nur 1Hz in ungenauer kann.
Auch bei deutschen Händlern ist man da nicht sicher. Hier wird oft der SN-Typ beschrieben und teilweise auch unretuschiert abgebildet. Ich habe in einer Lieferung von 4 Stück SN am Ende 3x"M" und einen mit "SN" erhalten, der sich aber wie ein M-Typ verhalten hat. Es sind demnach auch falsch gelabelte Chips im Umlauf. Obwohl ich den Händler ausführlich darauf aufmerksam gemacht habe, hat das keine Folgen gehabt. Ein Kollege hat dort kürzlich (einige Monate nach meinem Kauf) auch den angeblichen SN-Typ bestellt und einen M erhalten.
Aus meiner Sicht gibt es aktuell keine sichere Einkaufsquelle für diese Chips bzw. Module. Den letzten erfolgreichen Einkauf hatte ich ausgerechnet bei einem Chinesen auf Amazon. Der hat SN unretuschiert abgebildet und auch tatsächlich geliefert - ich habe natürlich alle einzeln getestet.
Vielen Dank fü Eure "ernüchterten" Kommentare und Hinweise. Es sieht also so aus, als, daß es vom Zufall abhängt, echte SN Typen zu erhalten.
"Breaking News":-)
Habe gerade nach neue Post geschaut und diese Antwort erhalten:
Hello Gerhard,
Thank you for your remind, and sorry for the inconvenience.
Can we send you 5PCS SN modules on your next order?
If yes, kindly leave a message when you order, I will add them to your package. Please let me know if any question, thank you.
Sincerely,
Hmm, er schlägt vor, weitere Module zu bestellen, anstatt mir freiwillig "echten" Ersatz als Kompensation zu schicken. Irgendwie riecht es faul im Staate Dänemark. Intuitiv fühle ich, daß man möglicherweise mit mir ein Spielchen betreiben will. Wenn ich eine neue Bestellung aufgebe, dann kann mir "Groundhog Day" passieren und bekomme weiterhin die falschen. Sie bekommen mehr Geld und ich erhalte weiterhin ähnliche Module. Wenn sie umgestempelt sind, dann hilft nur Testen über den SQW Ausgang. Wie analysiert ihr seine Antwort?
Wenn sie gesagt hätten, oh, das wussten wir nicht und tut uns leid und werden nach den richtigen Typen suchen und Dir dann kostenlosen Ersatz schicken, dann hätte es vielleicht glaubhafter geklungen. So kann es mir passieren, daß ich dann weiterhin Fakes bekomme. Testen wäre dann auf alle Fälle dringend notwendig. Abgesehen davon, auch mit besten Motiven sind auch die dortigen Händler auf Gedeih und Verderb auf die Glaubwürdigkeit ihrer Zulieferer abhängig. Da echte SN Typen zu finden, ist Zufall, kommt mir vor. Keine Ahnung wie das dort läuft. Schnell lieferten sie, übrigens. Dauerte nur eine Woche. Beeindruckend.
Vielleicht wäre es am Besten das Ganze als Mißerfolg abzubuchen der halt in die Hose ging. Meine Nerven würden weiterhin dazu nur noch mehr strapaziert. Ich habe noch ein oder zwei Original Maxim Samples, die ich ins Modul einlöten könnte. Viel Geld kosteten die falschen Module ja nicht.
Was meint ihr?
Angebot mit allen Risiken annehmen und aufs Beste hoffen?
Sache abhaken und zu den (bösen) Erfahrungen stauen?
Chip auslöten und selber ersetzen und nur die LP ausnützen?
VG,
Gerhard
P.S. bin gerade aufgestanden, 8 Stunden Zeitunterschied zwischen uns hier in Edmonton und D.
Mit den systembedingten dynamischen Abweichungen der Ausgangsfrequenz bei den MEMS Versionen könnte ich in der vorgesehenen Anwendung leben, solange die Langzeitgenauigkeit dieser M-Typen den Firmen-Angaben einigermaßen entspricht. Ich brauche sie als Timestamp in einer Datenlogger Anwendung.
In der langatmigen vagen Beschreibung (unter der Rubrik Description) gibt es keinen Hinweis auf die aktuelle eingebaute Type. Alleine die Verkaufsbeschreibung erwähnt DS3231SN. In der Description ist ein vager Hinweis auf 2ppm bzw. 1 Minute Abweichung, das wars dann aber.
Vielleicht wäre es am Besten das Ganze als Mißerfolg abzubuchen der halt
in die Hose ging.
AHA! Auch in deinem Alter zahlt man ab und an noch Lehrgeld! ;-)
Was meint ihr?
Wo liegt eigentlich dein ECHTES Problem? Sind die Module für deine
Verwendung als RTC zu ungeau? Brauchst du unbedingt den genauen 32kHz
Ausgang?
Wenn nein -> Enjoy life!
Hallo Falk,
Für den Datenlogger macht es nichts aus solange sie einigermassen den Datenblatt folgen. Für Takt Verwendung habe ich noch Original ICs zur Verfügung. In diesen Fall wollte ich mir etwas "Billiges" mit ein paar zusammen verbundenen Modulen auf die Beine stellen. Nichts wirklich anspruchsvolles. Wie gesagt, wenn die Abweichungen unter 5m/a bleiben, kann ich damit leben.
Wenn nein -> Enjoy life!
Sehe ich genauso. Kein Grund zum Feuer speien:-)
Wenn ich aus China von solchen Quellen bestelle, bin ich mir der Risiken ohnehin voll bewußt und willens meine gelegentlichen Misserfolge als Erfahrungen zu verbuchen.
Was meint ihr?
Angebot mit allen Risiken annehmen und aufs Beste hoffen?
Sache abhaken und zu den (bösen) Erfahrungen stauen?
Chip auslöten und selber ersetzen und nur die LP ausnützen?
Original Maxim Chips kaufen. Oder liefern Digikey und Mouser nicht nach Kanada?
Mit den systembedingten dynamischen Abweichungen der Ausgangsfrequenz
bei den MEMS Versionen könnte ich in der vorgesehenen Anwendung leben,
solange die Langzeitgenauigkeit dieser M-Typen den Firmen-Angaben
einigermaßen entspricht.
Welche Firmen-Angaben von welcher Firma? Wo willst du denn ein gültiges Datenblatt finden? MEMS-Chips lassen sich nicht so leicht nachbauen wie reine CMOS-Digital-Chips. 1Hz ±5ppm bei 25°C ist wohl noch zu schaffen, aber die Kompensation von -40°C bis über 50°C prüft doch sowieso kein Kunde :(
Warum baut eigentlich niemand aus dem Forum ein gutes Modul? Noch genauer als ein echter DS3231SN? Mit Widerständen an der richtigen Stelle und Batteriehalter und ohne LED?
Warum baut eigentlich niemand aus dem Forum ein gutes Modul? Noch
genauer als ein echter DS3231SN? Mit Widerständen an der richtigen
Stelle und Batteriehalter und ohne LED?
Im Ernst, wie müsste so ein Modul aussehen?
Vielleicht so wie im Bild?
Ein von mir erstelltes Modul aus 2007 mit DS3232SN?
MEMS-Chips lassen sich nicht so leicht nachbauen wie
reine CMOS-Digital-Chips. 1Hz ±5ppm bei 25°C ist wohl noch zu schaffen,
aber die Kompensation von -40°C bis über 50°C prüft doch sowieso kein
Kunde :(
Ich weiß nicht wie es heute ist, aber früher waren auf vielen der DS3231-Module "recycelte" ICs verbaut. Ich hatte 2016 10 Module bei einem chinesischen ebay-Händler bestellt, es kamen welche mit DS3231SN und welche mit DS3231M und auf jedem IC war ein anderer Datecode. Danach hatte ich noch 10 nackte DS3231 gekauft, die kamen in einem Gurtabschnitt und waren genau so bunt gemischt. Bei gefälschten ICs wäre die Beschriftung wahrscheinlich einheitlich gewesen.
Damals waren die Dinger noch sehr viel billiger als heute: für die 10 Module hatte ich knapp 5€ bezahlt, für die 10 ICs 3€, jeweils Gesamtpreis incl. Versand.
Wenn ich bei Farnell oder Mouser nach dem DS3231SN# suche, dann kosten die nackten ICs um die 10€ als Einzelstück. Und auch die M-Typen sind nur unwesentlich billiger (≈ -20%).
Selbst die 1k Preise sind noch höher als von den überall angebotenen Modulen mit 3V Zelle, EEPROM usw. bei Ali, Amazon oder wo auch immer (AZDelivery über Amazon: 10€ für drei Module).
Ich verstehe bis heute nicht, wie da die Preise zustande kommen. Dass sie in den Abbildungen SN-Typen zeigen (häufig zumindest) aber M-Typen verkaufen, kann nicht die Ursache sein 😀.
Nach meinen Erfahrungen mit den M-Typen (Amazon-Chinese): die Genauigkeit entspricht dem was im passenden Datenblatt angegeben wurde (2-3 min pro Jahr). Außerdem gibt es eine Möglichkeit die Teile zu kalibrieren. Den 32kHz-Ausgang nutzte ich allerdings nie. Warum auch immer der so schlecht sein soll; es ist doch nur eine einzige Taktquelle eingebaut?
Was meint ihr?
Angebot mit allen Risiken annehmen und aufs Beste hoffen?
Sache abhaken und zu den (bösen) Erfahrungen stauen?
Chip auslöten und selber ersetzen und nur die LP ausnützen?
Original Maxim Chips kaufen. Oder liefern Digikey und Mouser nicht nach
Kanada?
Tun sie schon. Funktioniert recht gut und Einfuhr ist billig und schnell.
Gerhard O. schrieb:
Mit den systembedingten dynamischen Abweichungen der Ausgangsfrequenz
bei den MEMS Versionen könnte ich in der vorgesehenen Anwendung leben,
solange die Langzeitgenauigkeit dieser M-Typen den Firmen-Angaben
einigermaßen entspricht.
Welche Firmen-Angaben von welcher Firma? Wo willst du denn ein gültiges
Datenblatt finden? MEMS-Chips lassen sich nicht so leicht nachbauen wie
reine CMOS-Digital-Chips. 1Hz ±5ppm bei 25°C ist wohl noch zu schaffen,
aber die Kompensation von -40°C bis über 50°C prüft doch sowieso kein
Kunde :(
Moin,
In manchen Fällen schon. Für meine Wetterstation kaufte ich mir in der Bucht zwei DS3234 SPI RTCs um den bisherigen DS1306 auszuwechseln.
Es stellte sich dann heraus, dsß die Temperaturkompensation in den DS3234 nicht oder nur sehr schlecht funktionierte. Innerhalb zwei Wochen hatte ich über 2m Gangfehler. Das spielte sich im Jänner/Februar Zeitraum ab, wo unsere Temperaturen zwischen -40 bis +10 schwankten. Ich bestellte dann von Digikey einen DS3234 und wechselte ihn aus. Danach hielten sich die Gangfehler innerhalb der zu erwartenden Abweichungen. Wie vorher erwähnt, ist die Langzeitabweichung seit 2009 unter 100s. Ich gabe ihn seitdem nie mehr nachgestellt, weil ich wissen wollte, ob die Abweichungen kummulativ verhslten oder sich mitteln.
Man sieht, daß Hersteller ICs in solchen Sachen doch vernünftiger sind.
Ich gatte vor Jahren ein Bucht DS3231N Modul. In der Wohnung waren die Abweichungen normal, aber das Offset Register wirkte überhaupt nicht und ich konnte den Oszillator nicht kalibrieren. Beim Original IC funktioniert es.
Wer sicher gehen muss oder will, fährt in kritischen Projekten besser mit Original Komponenten.
Wenn ich bei Farnell oder Mouser nach dem DS3231SN# suche, dann kosten
die nackten ICs um die 10€ als Einzelstück. Und auch die M-Typen sind
nur unwesentlich billiger (≈ -20%).
Selbst die 1k Preise sind noch höher als von den überall angebotenen
Modulen mit 3V Zelle, EEPROM usw. bei Ali, Amazon oder wo auch immer
(AZDelivery über Amazon: 10€ für drei Module).
Ich verstehe bis heute nicht, wie da die Preise zustande kommen. Dass
sie in den Abbildungen SN-Typen zeigen (häufig zumindest) aber M-Typen
verkaufen, kann nicht die Ursache sein 😀.
Nach meinen Erfahrungen mit den M-Typen (Amazon-Chinese): die
Genauigkeit entspricht dem was im passenden Datenblatt angegeben wurde
(2-3 min pro Jahr). Außerdem gibt es eine Möglichkeit die Teile zu
kalibrieren. Den 32kHz-Ausgang nutzte ich allerdings nie. Warum auch
immer der so schlecht sein soll; es ist doch nur eine einzige Taktquelle
eingebaut?
Der Grund ist, daß bei der M Version nicht der MENS Oszillator kalibriert wird, sondern mit den 1Hz Ausgang Zählern "gespielt" wird und die Kompensation digital erfolgt. Deshalb zeigt der 32K Ausgang solche Abweichungen und dürfte mit der Temperatur direkt schwanken. Nur die 1Hz ist genau, dürfte aber wegen der digitalen Korrektur etwas Jitter haben.
Den 32kHz-Ausgang nutzte ich allerdings nie. Warum auch
immer der so schlecht sein soll; es ist doch nur eine einzige Taktquelle
eingebaut?
Vergleich die Beschreibung und die Blockschaltbilder in den Datenblättern.
Der DS3231SN hat einen TCXO bei dem die Frequenz über einen weiten Temperaturbereich über passend geschaltete Kondensatoren konstant gehalten wird.
Aus dem Datenblatt des DS323SN:
32kHz TCXO
The temperature sensor, oscillator, and control logic form
the TCXO. The controller reads the output of the on-chip
temperature sensor and uses a lookup table to determine
the capacitance required, adds the aging correction in
AGE register, and then sets the capacitance selection registers.
New values, including changes to the AGE register,
are loaded only when a change in the temperature value
occurs, or when a user-initiated temperature conversion
is completed. Temperature conversion occurs on initial
application of VCC and once every 64 seconds afterwards.
Der DS3231M hat einen MEMS Resonator der über einen festen Teiler den 32kHz Ausgang treibt. Das 1 Hz Signal wird daraus, der Temperatur und bei der Herstellung abgelegten Kalibrierwerten berechnet.
Aus dem Datenblatt des DS3231M:
High-Accuracy Time Base
The temperature sensor, oscillator, and digital adjustment
controller logic form the highly accurate time base.
The controller reads the output of the on-board temperature
sensor and adjusts the final 1Hz output to maintain
the required accuracy. The device is trimmed at the
factory to maintain a tight accuracy over the operating
temperature range. When the device is powered by VCC,
the adjustment occurs once a second. When the device
is powered by VBAT, the adjustment occurs once every
10s to conserve power. Adjusting the 1Hz time base less
often does not affect the device’s long-term timekeeping
accuracy.
The temperature sensor, oscillator, and digital adjustment
controller logic form the highly accurate time base.
Ja, das Zitat ist nicht von dir, sondern vom Datenblatt 😉.
Aber um den Oszillator so genau anzupassen, dass er nur wenige Minuten/Jahr abweicht ist schon bemerkenswert. Es gibt ja keine Referenz, sondern man muss den Drift und Temperaturgang vorausberechnen. Respektabel!
Die RTC mit der MEMS Version läuft nun seit dem 19.
Fazit bis jetzt:
Uhr ist <1m langsam. Habe ich heute nochmals genau eingestellt. Mal sehen wie es in einer Woche aussehen wird.
Die interne Temperatur wird ominös mit 42.25C ausgegeben. Das könnte höchstwahrscheinlich in einen massiven MEMS Korrekturfehler resultieren. Um Code Fehler auszuschließen, steckte ich eine RTC Bord mit einem echten DS3231SN drauf. Der liest die Temperatur korrekt um 21.5C aus und weicht nur ein paar s ab. (1 Monat Gangzeit seit Einstellung).
Das AGO Register las auf 0 aus.
Der große Temperatur Fehler ist, was Kompensation betrifft, ein klares K.O. Kriterium.
Ich werde noch die restlichen vier Module morgen testen. Muß aber erst die Header einlöten.
Der Händler versprach mir fünf zusätzliche Module mit DS3231SN drauf zu schicken. Mal sehen...
Möglicherweise ist diese meine ganze "Schiffsladung" totaler Schrott. Oder das herausgegriffene Modul nur ein "seltenes" Exemplar.
Der ist bei Mouser und Digikey erhältlich.
Mit den Chinaplatinen hatte ich auch nur Pech gehabt.
Ist mit "Timekeeping Accuracy ±3.5ppm" auch eine Alternative.
Den könnte man sich auch mal ansehen ...
Uhr ist <1m langsam. Habe ich heute nochmals genau eingestellt. Mal
sehen wie es in einer Woche aussehen wird.
Die interne Temperatur wird ominös mit 42.25C ausgegeben. Das könnte
höchstwahrscheinlich in einen massiven MEMS Korrekturfehler resultieren.
Klingt nach einem defekten IC. Vermutlich B-Ware, die beim Testen rausgeflogen ist aber auf "wundersame" Weise ihren Weg in die reale Welt gefunden hat.
Wegwerfen und keine Sekunde drüber nachdenken.
Ich würde auch keine neuen 5 Stück vom Chinamann kaufen, sondern eher von Digikey, auch wenn das deutlich mehr kostet. You get what you pay for!
Uhr ist <1m langsam. Habe ich heute nochmals genau eingestellt. Mal
sehen wie es in einer Woche aussehen wird.
Die interne Temperatur wird ominös mit 42.25C ausgegeben. Das könnte
höchstwahrscheinlich in einen massiven MEMS Korrekturfehler resultieren.
Klingt nach einem defekten IC. Vermutlich B-Ware, die beim Testen
rausgeflogen ist aber auf "wundersame" Weise ihren Weg in die reale Welt
gefunden hat.
Wegwerfen und keine Sekunde drüber nachdenken.
Ich würde auch keine neuen 5 Stück vom Chinamann kaufen, sondern eher
von Digikey, auch wenn das deutlich mehr kostet. You get what you pay
for!
Ja. So sehe ich es auch. Allerdings hat mir der Händler gestern schon angekündigt, daß die DS3231SN Bords kostenfrei auf dem Weg wären. Naja, einstecken und testen kann ich sie ja, wenn sie mal da sind. Ich habe noch einige legitime DS3231er aus Samples Bestand. Den einen den ich schon verwendet hatte, benahm sich super genau.
Was Digikey betrifft, hatte ich letztes Jahr das Problem, daß es keine gab. Da war ich auf (zweifelhafte) Einfuhrware oder die paar Samples
angewiesen.
@Andreas:
Danke. Der MAX31328 wäre eine Alternative, wenn das LGA Gehäuse nicht wäre. Da müßte man mit Heißluft löten. Schrecklich, diese Sucht nach Ultra- Miniaturisierung;-)
Danke. Der MAX31328 wäre eine Alternative, wenn das LGA Gehäuse nicht
wäre. Da müßte man mit Heißluft löten. Schrecklich, diese Sucht nach
Ultra- Miniaturisierung;-)
Naja, da hättest du in der DDR deine wahre Freude gehabt. Denn es gab den schönen Spruch.
"Mikroelektronik aus der DDR, nicht klein zu kriegen!". ;-)
Die RX8010SJ sind ja deutlich günstiger, hat damit
jemand schon Erfahrungen gesammelt?
Waren nicht Sie selbst es, der diesen Chip vor einiger Zeit empfohlen hatte?
Ich habe ihn hier, bin aber über eine rudimentäre Inbetriebnahme nicht hinausgekommen. Eigentlich ziehe ich den DS3231SN vor, und 4.60 EUR für das Platinchen mit ihm (bei Reichelt) finde ich auch nicht zu teuer (solange es nicht um Massenproduktion geht).
Die RX8010SJ sind ja deutlich günstiger, hat damit jemand schon
Erfahrungen gesammelt?
Nö, weil der mit dem DS3231 überhaupt nicht vergleichbar ist: keine Temperaturkompensation, keine interne Umschaltung auf Batterie. So gesehen ist der sogar teuer. Bei Mouser gibt's für 30 Cent mehr den RV-8803-C7, mit Kompensation, aber auch ohne VBAT-Pin. Und für den halben Preis vom DS3231 gibt's den RV-3032-C7 mit 2.5ppm, RAM, EEPROM und 0.75µA statt 3µA.
Dann hatte ich vielleicht Glück; 'RPI RTC CLOCK' vor ein oder zwei Jahren bestellt und erst vor kurzem wieder, beide Male Originale erhalten. Und immer besser als 1 ppm.
"Mikroelektronik aus der DDR, nicht klein zu kriegen!". ;-)
Zumindest hatte man Sinn für Humor;-)
Meine Erfahrung mit den Original DS32xx RTC ICs ist, daß sie wirklich die Versprechungen halten. Bei den Einfuhr Sachen ist es reine Glücksache. Die wuenscht man sich fast, daß die Module mit Originalausschlachtteilen bestückt wären. Die würden zumindest richtig funktionieren.
Übrigens baute ich mir vor ein paar Jahren eine kleine RTC Bord mit dem DS3232M drauf (Sample). Das Teil funktionierte wie erwartet einwandfrei. Die Ganggenauigkeit war nicht schlecht, wenn auch nicht ganz so gut wie die Quarzversion.
Ich hatte letztes Jahr ein China Modul mit einem DS3231SN drauf. Da funktionierte das AGO Register nicht. Man konnte den kleinen Gangfehler überhaupt nicht korrigieren. Ersetzte ihn mit dem Sample und alles funktionierte wie erwartet.
Ich werde morgen berichten, wie sich die restlichen Module verhalten.
Die Test RTC hat über Nacht schon über 10s verloren. Temperatur Rückmeldung ist 41.25 Grad. Der ist auf alle Fälle ein "Reject". Raumtemperatur ist 21 Grad.
Wegschmeißen muss man die Bords zwar nicht, der DS3231 läßt sich ja bequem auswechseln. Praktisch sind die Bords ja. Auch der Knopfzellenhalter ist nicht zu schlecht.
Ich werde weiter berichten, wenn die versprochenen Module eintrudeln. Nur große Hoffnungen mache ich mir nicht.
Hmm, er schlägt vor, weitere Module zu bestellen, anstatt mir freiwillig
"echten" Ersatz als Kompensation zu schicken.
Nein, er will Versandkosten sparen und bietet dir daher an, Ersatz bei der nächsten Bestellung dazu zu legen. Vielleicht verkauft er auch Unterwäsche für deine Frau oder Katzenspielzeug.
Es besteht allerdings ein hohes Risiko, dass du dann Fälschungen mit dem gewünschten Aufdruck bekommst. Wenn du bei chinesischen Händlern bestellt, kannst du immer von "Abbildung ähnlich, Beschreibung ähnlich, Leistungsangaben gelten für wenige Mikrosekunden" ausgehen.
Danke. Eigentlich hat es mehr Sinn den SN3232SN# zu bestellen. Der ist billiger und hat noch NVRAM drin. Allerdings passt das Gehäuse nicht gut. Ist aber machbar bei den Platinchen.
Hmm, er schlägt vor, weitere Module zu bestellen, anstatt mir freiwillig
"echten" Ersatz als Kompensation zu schicken.
Nein, er will Versandkosten sparen und bietet dir daher an, Ersatz bei
der nächsten Bestellung dazu zu legen. Vielleicht verkauft er auch
Unterwäsche für deine Frau oder Katzenspielzeug.
Es besteht allerdings ein hohes Risiko, dass du dann Fälschungen mit dem
gewünschten Aufdruck bekommst. Wenn du bei chinesischen Händlern
bestellt, kannst du immer von "Abbildung ähnlich, Beschreibung ähnlich,
Leistungsangaben gelten für wenige Mikrosekunden" ausgehen.
Das ist richtig. Ich habe aus Neugier wegen dem Ersatz bei ihm noch ein paar Quadratur Encoder bestellt. Jedenfalls sind sie schon auf den langen Weg nach Kanada, wie mir mitgeteilt wurden. Man wird sehen müssen. Wenn auch die Neuen schlecht sind, dann kaufe ich nur noch bei Bedarf bei DK. Die Bords lassen sich ja um bestücken. Die sind ja nicht wirklich schlecht.
Lieferzeit zu uns ist übrigens superschnell. Meistens kriege ich meine Sachen in rund einer Woche. Da kann man sich bei dem günstigen Versand nicht beklagen.
Das Schlimmste an der China Elektronik ist, daß man sich bei gewissen Produkten nicht auf die Herstellerangaben verlassen kann und selber testen muss. Das erspart man sich halt bei Digikey und Co.
Die interne Temperatur wird ominös mit 42.25C ausgegeben.
mit jeder Auslesung am Chip steigt auch die Temperatur, je öfter je
höher.
Das kann ich nicht beantworten. Allerdings greife ich auf die RTC nur bei Absicht zu, also nicht zyklisch. Einem richtigen DS3231 scheint das nichts auszumachen. Da ist der Temperaturfehler bei offenem Aufbau immer unter +/- 2 Grad von der Raumtemperatur.
@Andreas:
Danke. Der MAX31328 wäre eine Alternative, wenn das LGA Gehäuse wäre. Da müßte man mit Heißluft löten. Schrecklich, diese Sucht nach Ultra- Miniaturisierung;-)
Gerhard
Halb so schlimm,die Pads etwas
verlängern so dass sie aus den Gehäuse etwas seitlich vorstehen bzw. der Lötstopplack nicht bis zur Gehäusekante reicht. Wichtig ist vor dem Löten die Pads vor zuverzinnen.Mit einer feinen Lötspitze,Flussmittel und einer ruhigen Hand geht es auch ohne Heißluft.Ich nehme wegen dem geringen Schmelzpunkt immer
noch verbleites Lötzinn.
Mit etwas Flussmittel läuft
das Zinn mit dieser Methode
unter die Pads.
Mit etwas Übung geht das ganz gut.
@Andreas:
Danke. Der MAX31328 wäre eine Alternative, wenn das LGA Gehäuse wäre. Da müßte
man mit Heißluft löten. Schrecklich, diese Sucht nach Ultra-
Miniaturisierung;-)
Gerhard
Halb so schlimm,die Pads etwas
verlängern so dass sie aus den Gehäuse etwas seitlich vorstehen bzw. der
Lötstopplack nicht bis zur Gehäusekante reicht. Wichtig ist vor dem
Löten die Pads vor zuverzinnen.Mit einer feinen Lötspitze,Flussmittel
und einer ruhigen Hand geht es auch ohne Heißluft.Ich nehme wegen dem
geringen Schmelzpunkt immer
noch verbleites Lötzinn.
Mit etwas Flussmittel läuft
das Zinn mit dieser Methode
unter die Pads.
Mit etwas Übung geht das ganz gut.
Danke. Das ist gut zu wissen. Ich hätte schon Interesse von den unseligen DS3231 Unsicherheiten wegzukommen. Ich werde mir ein paar bestellen um das Abenteuer der LGA Lötung erleben zu können.;-)
Deine Vorschläge finde ich gut. Ich machte mal etwas Ähnliches mit einem SHT25 und hatte keine Probleme danach.
Vielleicht lohnt es sich eine Träger-LP mit Halb-Pads und dem Pinout des DS3231 anzufertigen und dann die Bord Module mit diesen Upgrade weiter verwenden zu können. Die China Bords sind ja ansonsten in Ordnung.
doch probiere es selbst aus, wobei das Problem ist das du für Tests die
Umgebung konstant halten musst, im Wohnzimmer in diesem Sommer nicht
einfach
Ich habe eine AVR LP mit einem DS3232 und TMP101 drauf. Der Temperaturunterschied dort war immer unter 2 Grad. Der DS3232 gab eine etwas höhere Temperatur aus. Da der DS3232 wahrscheinlich mit einer LUT ausgestattet ist, macht der Absolutwert nicht wirklich etwas aus, vermute ich.
Danke. Das ist gut zu wissen. Ich hätte schon Interesse von den
unseligen DS3231 Unsicherheiten wegzukommen. Ich werde mir ein paar
bestellen um das Abenteuer der LGA Lötung erleben zu können.;-)
Ich hatte meine letzte Antwort vom Handy aus geschrieben.
Heute bin ich wieder am Rechner - anbei noch ein Foto von meinen
"Lötübungen".
Etwas unscharf, aber das Handy hat bei Makros so seine Probleme.
Ich hatte mal versehentlich für einen Transistor im SOT669 als Ersatz einen im PowerPAK® SO-8 bestellt (SiR632DP). Das Ein- und Auslöten ist ein Albtraum.
Ich hatte mal versehentlich für einen Transistor im SOT669 als
Ersatz
einen im PowerPAK® SO-8 bestellt (SiR632DP). Das Ein- und Auslöten ist
ein Albtraum.
Danke. Das ist gut zu wissen. Ich hätte schon Interesse von den
unseligen DS3231 Unsicherheiten wegzukommen. Ich werde mir ein paar
bestellen um das Abenteuer der LGA Lötung erleben zu können.;-)
Ich hatte meine letzte Antwort vom Handy aus geschrieben.
Heute bin ich wieder am Rechner - anbei noch ein Foto von meinen
"Lötübungen".
Etwas unscharf, aber das Handy hat bei Makros so seine Probleme.
Das laesst Hoffnung aufkommen. Auch wenn es unscharf ist, sieht es anscheinend ganz ordentlich aus, so weit man es erkennen kann.
Ich machte das mal mit einem SHT25 der dasselbe 6-Pin Gehäuse aufweist und hatte keine Schwierigkeiten damit.
BTW. Der besagte DS3231M ist nun nach über 36 Std. Laufzeit um sagenhafte 3 Minuten langsam(!) Die Abweichung ist schockierend. Da hat man sich anscheinend wirklich Fabriks-Reject Schrott unter den Nagel gerissen.
Heute Abend teste ich die restlichen vier Module. Dann habe ich es hinter mir. Ich denke, ich werde die Bords von den Mißgeburten befreien und je nach Bedarf dann mit guten ICs bestücken. Die sind ja leicht zu entfernen.
Die interne Temperatur wird ominös mit 42.25C ausgegeben.
mit jeder Auslesung am Chip steigt auch die Temperatur, je öfter je
höher.
Nö. Siehe Anhang. Selbst wenn man im Sekundentakt die Temperaturwandlung auslöst, heizt sich da nix hoch. Im Normalfall erfolgt die Temperaturmessung nur alle 64s (SN#) oder 10s (M).
Wenn die Temperatur im Log steigt, hab ich meinen Finger drauf gehalten. Danach fällt sie einigermaßen schnell wieder.
Test am Arduino Uno.
Die interne Temperatur wird ominös mit 42.25C ausgegeben.
mit jeder Auslesung am Chip steigt auch die Temperatur, je öfter je
höher.
Nö. Siehe Anhang. Selbst wenn man im Sekundentakt die Temperaturwandlung
auslöst, heizt sich da nix hoch. Im Normalfall erfolgt die
Temperaturmessung nur alle 64s (SN#) oder 10s (M).
Wenn die Temperatur im Log steigt, hab ich meinen Finger drauf gehalten.
Danach fällt sie einigermaßen schnell wieder.
Test am Arduino Uno.
Hallo Falk,
Danke für Deine Infos.
Gestern beobachtete ich das Einschalttemperaturverhalten.
Gleich nach dem Einschalten war die ausgegebene Temperatur 39.75C.
Nach einer Minute 40.0C und nach 10m 41.25C und stieg danach nicht mehr.
Eine gewisse Erwärmung könnte tatsächlich vorkommen, weil sich die ganze Elektronik in einem kleinen geschlossenem Gehäuse befindet und die Gesamteingangsleistung der Elektronik überschlägig 0.5W beträgt.
Ich habe heute die Temperaturausgabe der restlichen RTC Module getestet. Alle Module lesen zueinander mit weniger als +/- 1 Grad Abweichung im Mittel mit 22.75C ab. Die Raumtemperatur wurde unabhängig mit 22.3 Grad angemessen.
Also ganz plausibel und in der Hinsicht überhaupt nicht verdächtig.
Ich habe jetzt erstmal die Zeit gegen WWVB NIST Radiozeit eingestellt und werde die eingesteckte Bord nun weiter beobachten.
Komisch, wie der Zufall arbeitet und ich gerade das schlechteste Modul erwischen musste.
in 24 Std hat sich noch kein Fehler ergeben der 1s übersteigt. Besser kann ich es mit meinen einfachen Mitteln nicht erkennen. Zumindest bestätigt es, dass das Modul in Ordnung sein könnte. Ich werde in einer Woche wieder berichten. Jedenfalls wies nur das erste Modul, das ich erwischen musste, einen so krassen Fehler auf. Ich denke, zumindest für Innenraum Betrieb sollten die M Versionen also brauchbar sein. Time will tell (pun intended);-)
Bis jetzt scheint der Fehler unter 0.5s zu verbleiben. Ohne Messtechnik habe ich da schlechte Auflösung und kann es nicht besser bestimmen.
Jedenfalls steht schon mal fest, dass sie zumindest bei Raumtemperatur tun was sie sollen. AGO ist immer noch im Default Wert Null. Ich werde jetzt einen ganzen Monat beobachten, um die Abweichung leichter quantifizieren zu können. Dann sollte man einen wirklichen Trend sehen können.
Bei +/- 5ppm Toleranz wären ja im Monat immerhin ca. +/- 13s Gangfehler erlaubt, bzw. 157s/a.
Also, da habe ich eigentlich dem Händler anfänglich etwas Unrecht getan. Dass da ein Schlechtes dabei war, kann passieren und war offensichtlich ein dummer Zufall. Man sollte nicht so hastig sein.
Ich denke, ich werde die Bords von den Mißgeburten befreien und je nach
Bedarf dann mit guten ICs bestücken. Die sind ja leicht zu entfernen.
Das habe ich auch schon mehrfach so gemacht. Und bei mir reicht der Gedanke dass da Schummelware verbaut ist, ich mag das nicht und tausche dann.
Übrigens bei Mouser Kanada sind die 3231SN# einzeln vorrätig. Sogar noch günstiger ;)
https://www.mouser.ca/c/?q=DS3231SN%23
Tut mir jetzt ja wirklich leid das überhaupt erwähenn zu müssen:
Aber wer denkt, für 16,98 USD für 5 fertige Module! bekäme man "echte" Chips, wo doch der einzelne echte Chip beim Hersteller in Stückzahlen schon mindestens ~6USD kostet...
Sorry, aber da fehlts dann halt an gesundem Menschenverstand...
Bis jetzt scheint der Fehler unter 0.5s zu verbleiben. Ohne Messtechnik
habe ich da schlechte Auflösung und kann es nicht besser bestimmen.
Das sind Werte, die ich auch beobachte. Meines dürfte vor knapp vier Wochen zum letzten Mal neu gestellt worden sein und liegt jetzt bei etwas mehr als 1 Sekunde Abweichung. Ich habe allerdings versucht, mit dem Aging Offset Register die Ablage zu minimieren.
Ein anderes Modul, so um die Jahreswende 22/23 zum letzten Mal mit dem DCF synchronisiert, liegt nach 8 Monaten bei rund +12s. Aber auch abgeglichen.
Aber wer denkt, für 16,98 USD für 5 fertige Module! bekäme man "echte"
Chips, wo doch der einzelne echte Chip beim Hersteller in Stückzahlen
schon mindestens ~6USD kostet...
Naja selbst die M-Typen sind bei den Distributoren teurer (kleine Stückzahlen) als die fertigen Module mit EEPROM und Batterie aus China.
Ich dachte von Anfang an an Fakes, aber sie halten die Specs ein.
Weil du ihn nicht geändert hast oder weil der nicht automatisch verstellt wird?
Jedenfalls steht schon mal fest, dass sie zumindest bei Raumtemperatur
tun was sie sollen.
Was nützt uns das für z.B. eine Wetterstation? Der Abgleich an einem Punkt ist ja auch trivial und billig. Die richtige Temperaturkompensation über den ganzen Bereich dürfte sehr viel aufwendiger sein. Und der Aufwand lohnt sich nicht, weil es kaum jemand nachprüft.
Ich denke, ich werde die Bords von den Mißgeburten befreien und je nach
Bedarf dann mit guten ICs bestücken. Die sind ja leicht zu entfernen.
Das habe ich auch schon mehrfach so gemacht. Und bei mir reicht der
Gedanke dass da Schummelware verbaut ist, ich mag das nicht und tausche
dann.
Übrigens bei Mouser Kanada sind die 3231SN# einzeln vorrätig. Sogar noch
günstiger ;)
https://www.mouser.ca/c/?q=DS3231SN%23
Moin,
Danke für den Hinweis.
An@ich:
Mir liegt es eher an die Modul LP. Die RTC ICs lassen sich ja, falls notwendig, leicht auswechseln. Da ich einige Projekte mit Träger LP ausführe, ist diese Standardform als einsteckbares Modul praktisch.
Ich bin mir dem Risiko voll bewußt und habe, falls notwendig, einige echte RTC ICs vorrätig. Für Hobby-Spielprojekte ist das für mich das Risiko durchaus tragbar. Man muß halt testen. Für kritische Projekte arbeite ich ohnehin nur mit offiziellen Komponenten.
Danke für den ptb Hinweis.
An@Bauform:
Das genau gleiche Problematik hatte ich vor über 10J mit einem DS3234 SPI Baustein aus Fernost in meiner Wetterstation. Der lief schon in zwei Wochen einige Minuten ungenau. Ein echter, von DK, läuft jetzt seit dieser Zeit nicht nachgestellt immer noch unter 90s Abweichung im Temperaturbereich von -48 bis 40+ seit dieser Zeit.
Aber die Modul LP war halt praktisch.
Das AGO Register stelle ich händisch über ein Terminal-Program ein. Der Power-up default ist immer ein Nullwert.
Ich weiß nicht, ob man die Dinger alle verteufeln muß. Für Hobby zum Testen möchte ich nicht unbedingt fast $18 ausgeben müssen. Obendrein muß ich sie dann noch einbauen. Mit denen habe ich ein händisches Modul zum bequemen Einstecken.
Bitte verurteilt mich nicht; ich habe meine speziellen Gründe, diese Module vorzuziehen. Den IC kann man bei Bedarf ja leicht auswechseln.
Ei gewisser Ed Mallon betreibt Forschung an Unterwasser-Höhlen. Dafür braucht er Unmengen an wasserdichten Datenloggern. Teure DS3231 RTCs will er wegen Verluste auch nicht. Deshalb verwendet auch er nach ausführlichen Testen solche Module. Und er hat damals ziemlich guten Erfolg, wie man hier nachlesen kann:
Recht interessanter Blog, übrigens. Wer Unterwasser Elektronik Projekte mit Amateurmitteln durchziehen will, findet hier viel praktische Erfahrungshinweise.
Die versprochenen DS3231SN machten gestern schon ihre Aufwartung im Postfach. Ich testete gleich alle auf ihre Statusdaten und die Temperatur stimmte innerhalb von einem Grad mit dem des Referenzthermometers überein. Ich halte nun eines davon unter Beobachtung zur Ermittlung der Default Ganggenauigkeit. Mal sehen...
Zum Vergleich dient der angegebene Webzeitdienst.
Ich habe den Eindruck, daß die RTC ICs möglicherweise Ausschlachtteile sein könnten. Die Gehäuse sehen nicht sonderlich neu aus und eins davon hat sogar den Mäusefras an der unteren rechten Ecke:-)
Der Aufdruck stimmt in Aufmachung, Font und Stil, etwa mit dem eines Samples überein. Schwer zu bestimmen ob das wirklich Fälschungen sind.
Das muß in Berücksichtigung des geringen Preis nicht unbedingt schlecht sein, weil, wenn es doch Originalware ist, schon einige Jahre auf den Buckel hat und die Alterungsrate abgenommen hat. Sie könnten möglicherweise sogar sehr genau eingestellt werden können. Ich weiß, das ist jetzt alles Spekulation; aber immerhin...
Ich habe irgendwo gelesen, daß diese RTCs in China in E-Zähler eingesetzt waren und vielleicht ersetzt werden mußten. Wenn nun diese RTCs ausgeschlachtet wurden und den Weg in diese Module fanden, wäre das wünschenswert. Diese RTC wären dann sehr gut eingelaufen und benötigen schlimmstenfalls eine geringfügige AGO Nachstellung wegen der aktuellen Alterung. Man kann das ja immerhin als Experiment ansehen.
Ich habe den Eindruck, daß die RTC ICs möglicherweise Ausschlachtteile
sein könnten. Die Gehäuse sehen nicht sonderlich neu aus und eins davon
hat sogar den Mäusefras an der unteren rechten Ecke:-)
Das ist umweltfreundliches Recycling! Das hast du dir doch schon mal gewünscht! Jetzt hast du es! ;-)
Ich habe den Eindruck, daß die RTC ICs möglicherweise Ausschlachtteile
sein könnten. Die Gehäuse sehen nicht sonderlich neu aus und eins davon
hat sogar den Mäusefras an der unteren rechten Ecke:-)
Das ist umweltfreundliches Recycling! Das hast du dir doch schon mal
gewünscht! Jetzt hast du es! ;-)
Denke nicht, dass er dir dann die falschen sendet, aber er will einfach, dass du die Versandkosten übernimmst. Und das will er dir nicht direkt ins Gesicht sagen.
Denke nicht, dass er dir dann die falschen sendet, aber er will einfach,
dass du die Versandkosten übernimmst. Und das will er dir nicht direkt
ins Gesicht sagen.
Hallo Frank,
Ich habe es auch in etwas so verstanden. Jedenfalls, Messungen werden jedenfalls aufzeigen wie brauchbar die Module sein werden. Notfalls kann man den IC auswechseln. Die Bords sind ja sonst von guter Qualität.
Ein DS3231SN vom Händler arbeitet nun seit Freitag ohne mir erkenntliche Abweichung. Temperatur stimmt mit ein Grad mit der extern angezeigten überein. Es besteht also Hoffnung:-)
Ich weiß, drei Tage sind zu kurz um sich ein wirkliches Bild machen zu können; ist aber schon mal ermutigend. Naja, wir werden ja mit der Zeit sehen.
Was mich betrifft, wären mir Original Ausschlachtteile sowieso lieber, weil die schon jahrelang eingelaufen sind und deren Alterungsraten voraussichtlich abgenommen haben.
Ich sollte eigentlich die restlichen vier auch gleichzeitig im Betrieb haben.
Aber es ist halt Glücksache was man bekommt.
Ich werde von nun wöchentlich berichten, was Abweichung vom Zeitstandard betrifft. Jedenfalls ist es durchaus möglich, nun brauchbare RTC Module erhalten zu haben.
Nach 9 Tagen totaler Laufzeit stimmt die Anzeige noch immer mit https://time.is überein. Das ist schon erstmals ermutigend. Zumindest bei Zimmertemperatur benimmt sich das Modul offensichtlich recht passabel. Sobald eine 1s Abweichung eintritt, kann man dann die aktuelle momentane Einstellungsabweichung abschätzen.
1s/Woche entspricht einer Abweichung von 1.65E-6.
31.56s/a entspricht einer Abweichung von 1E-6.
Vielleicht sollte ich das Teil mit der GPS PPS vergleichen. Der DS3231 kann ja für ein 1PPS Signal am SQW-Pin konfiguriert werden.