Parkplatzbelegungsensorentechnik

OP #6029866
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Bei der Lektüre eines Artikels von heute auf Golem.de [1] über solche 
Sensoren (batteriebetrieben) hat mich erstaunt wie schwierig es zu sein 
scheint ein Auto auf einem Parkplatz (von unten) zuverlässig zu 
erkennen. Man sollte meinen hunderte Kilo Metall in Abstand von wenigen 
Dutzend Zentimeter sind eine einfache Aufgabe, aber scheinbar nicht...

Bei den erwähnten Kosten von hunderten Euro (pro Parkplatz) hätte ich 
vermutet es wäre auch billiger ein paar Kameras aufzubauen und die 
Videos durch Software auf die Autobewegungen auszuwerten. Muss man alles 
separat kalibrieren, aber kann ja nicht so schwer sein.

1 
https://www.golem.de/news/bosch-parkplatzsensor-im-test-ein-knoellchen-von-lora-1911-144743.html
OP #6029904
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Ich meinte auch mit sowas wie Mustererkennung. Eine kurze Suche ergibt 
z.B. diese Artikel:
https://towardsdatascience.com/parking-occupancy-detection-de25cc0966ef
https://medium.com/@ageitgey/snagging-parking-spaces-with-mask-r-cnn-and-python-955f2231c400
Nicht mal eben so gemacht, aber auch nicht besonders kompliziert mit 
neueren tools. Der Kamerawinkel darf sich halt nicht ändern, und man 
muss das bei allen Wetterlagen zuverlässig hinbekommen.
Eigentlich muss man ja nur Bereiche definieren in denen ein Parkplatz 
ist, und dann unterscheiden zwischen "grauer Asphalt" und "buntes Auto", 
weiss nicht ob da ein ganzes neurales Netzwerk zur Autoerkennung 
notwenig ist.
#6030009
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Till B. schrieb:
> 1
> 
https://www.golem.de/news/bosch-parkplatzsensor-im-test-ein-knoellchen-von-lora-1911-144743.html

Hört hört...angeblich deutlich über 200 Mannjahre Entwicklungsaufwand, 
nur um einen launischen Sensor entwickelt zu haben, dessen Preis mehrere 
hundert Euro betragen kann, der Zustände unzuverlässig propagiert, durch 
Dauerparker verwirrt wird und bei dem nicht mal die Batterie selbst 
gewechselt werden kann bzw. bei dem der Batteriewechsel 75% der 
Anschaffungskosten betragen?

Man darf gespannt sein, ob diese "exzellenten" Sensoren beim ersten 
Auftreten von Schnee oder Eis jämmerlich versagen.
#6030434
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Es geht auch viel einfacher: In einem ca. 2 Jahre alten 
Flughafenparkhaus habe ich das begutachten dürfen. An der 
Einfahrschranke wird beim Ticket ziehen das Kennzeichen von einer 
kleinen Kamera neben der Schranke erfaßt und aufs Ticket gedruckt. Dabei 
werden verschiedene ausländische Formate erkannt. Bei der Einfahrt wird 
die Anzahl der freien Plätze für jede Etage auf einer Tafel angezeigt. 
Bei der Auffahrt in die Etagen wird noch vor der Etagenausfahrt die 
Platzanzahl angezeigt, sodaß auch direkt weitergefahren werden kann. Auf 
der Etage dann gibt es ein recht genaues Leitsystem per Pfeilanzeige und 
Platzanzahl pro Etagenregion. Über den eigentlichen Parkplätzen leuchten 
rote oder grüne Status LEDs an der Sensoreinheit, die an durchgehenden 
Traversen angebracht sind. Und das ist der eigentliche Clou: Die 
Sensoren sind einfache Ultraschallwandler, die irgendwie aussehen wie 
die Arduinoplatinchen vom Chinamann! :-D Natürlich im extra Gehäuse. So 
einfach und billig das klingt, so effizient finde ich das System. An den 
Traversen (Rohr, Kabelkanal) wird befestigt, stromversorgt und 
datenkommuniziert. Immer exakte Erfassung und jederzeit im Leitsystem 
und online im Netz zu sehen. Funktioniert perfekt ohne teure Sensorik. 
Ich war erstaunt und erfreut.
Gast #6030572
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So ein Leitsystem mit Ultraschallsensoren, Zähler und Pfeilen gibt es 
auch am Flughafen Bremen. Funktionierte aber nur mittelmäßig.
Freie Parkplätze waren teilweise "rot" und umgekehrt.
Mittlerweile ist das System ganz abgeschaltet.

Die Kennzeichenerfassung per Kamera halte ich zumindest in der EU für 
bedenklich.

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