Hi
Gibt es eigentlich einen (kleinen, einfachen) µC mit integriertem CAN
Controller und Transceiver? Ich will möglichst Platz sparen und verstehe
nicht, wieso man immer den Transceiver extern haben muss.
Thanks
Sax schrieb:> Hi> Gibt es eigentlich einen (kleinen, einfachen) µC mit integriertem CAN> Controller und Transceiver? Ich will möglichst Platz sparen und verstehe> nicht, wieso man immer den Transceiver extern haben muss.> Thanks
NXP hat wohl sowas, wurde schon genannt.
Dennnoch, so schön es auch ist: Mir würde da etwas mulmig, daß ich dann
mit Busstörungen mal den ganzen µC zerschieße, anstatt nur den
Transceiver. Beispielsweise liegt ein CAN-Bus auch mal wie Telefonkabel
in der Erde, mit allen Nebenwirkungsmöglichkeiten. Ähnlich, als wenn man
einen Thyristor mit einem Pin direkt ansteuert, der Netzspannung
steuert. Bei sowas sah ich immerhin schon mal einen defekten µC, der
Rückwirkungen aus dem defekten Thyristor ab bekam. Ein industrielles
Gerät, keine Bastelei. Da hatte wohl mal jemand einen "Kurzen" an der
Last, oder die Last wurde defekt, und das wars dann.
Wilhelm F. schrieb:> Dennnoch, so schön es auch ist: Mir würde da etwas mulmig, daß ich dann> mit Busstörungen mal den ganzen µC zerschieße, anstatt nur den> Transceiver.
Der LPC11C24 kostet ca. 2€ der nackte Transceiver ca. 0.50€. Das kann's
schon mal nicht ausmachen. Niemand baut Baugruppen wo von Vornherein
davon augegangen wird, dass sie ständig abrauchen. Baust du Sockel und
DIP-Transceiver ein? Wechseln Anwender Trasnceiver selbst? Wenn nicht
spielt es keine Rolle. Wenn eine Baugruppe getauscht wird ist es egal
was daran kaputt ist. Wird die Baugruppe insgesamt preiswerter durch den
Einsatz dieser µCs geht doch die Rechnung auf. Ob ein externer
Transceiver robuster ist bleibt zu klären. Irgendwo habe ich auch mal
gelesen, dass da 2 Chips im Gehäuse des LPC11C24 sind. Wer weiß
genaueres?
Jürgen Liegner schrieb:> Wilhelm F. schrieb:>Irgendwo habe ich auch mal> gelesen, dass da 2 Chips im Gehäuse des LPC11C24 sind. Wer weiß> genaueres?
Der LPC11C24 benötigt zwei Betriebsspannungen, einmal 3,3 Volt und
einmal 5 Volt für den eingebauten Transceiver. Vielleicht meinst Du das.
Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass man die Schaltung eher gegen
Überspannungen und ähnlichem schützen sollte, als von vorne rein davon
auszugehen, die Bauteile zu wechseln. Das Wechseln des LPC ist auch
aufgrund der Bauform nicht so einfach.
Gruß Thomas
Sax schrieb:> Gibt es eigentlich einen (kleinen, einfachen) µC mit integriertem CAN> Controller und Transceiver? Ich will möglichst Platz sparen und verstehe> nicht, wieso man immer den Transceiver extern haben muss.
Das eine ist schnelle Digitaltechnik, das andere Hochvolt-Analogtechnik.
Beides auf einem Chip geht nicht, weil unterschiedliche
Halbleiterprozesse in der Fertigung. Daher der extra Chip. Ist bei
Ethernet genauso - der PHY ist dort auch fast immer extern, und zwar aus
dem gleichen Grund.
fchk
Jürgen Liegner schrieb:> Wilhelm F. schrieb:>> Dennnoch, so schön es auch ist: Mir würde da etwas mulmig, daß ich dann>> mit Busstörungen mal den ganzen µC zerschieße, anstatt nur den>> Transceiver.>> Der LPC11C24 kostet ca. 2€ der nackte Transceiver ca. 0.50€. Das kann's> schon mal nicht ausmachen. Niemand baut Baugruppen wo von Vornherein> davon augegangen wird, dass sie ständig abrauchen.
Nein, aber die Spannungsfestigkeit des internen Transceivers ist
begrenzt. Du kannst ja mal die Absolute Maximum Ratings mit denen eines
MAX1305x vergleichen.
fchk
Nun ja, auch wegen Halbleiterprozessen: Man kann doch zwei DIEs auf
einem Chip platzieren. Das beherrscht man, und wurde teils bei den
ersten µC und integrierter Peripherie so gemacht, also vor mehr als 30
Jahren. Da kann er auch mal 40V Common-Mode-Spannungen aus halten. Ich
sehe da nichts, was dem im Wege stünde.
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