Hallo,
Gibt es keinen Konfigurator wo man sinnvoll Oszilloskope vergleichen
kann?
Ich soll für die Arbeit eins aussuchen, und es ist echt schwierig...
Wir haben keine genauen Angaben, das heisst, keine genaue Verwendung
sondern eben eher Bedarf an eine EierlegendenWollMilchSau...
Preis: -+ 5000,00eur
Kanäle: unbedingt 4 (werden sicher benötigt)
optimal wäre noch 16bit Logikanalyzer
Bandbraite: ab 200MHz (je mehr desto besser)
Bauform: Fest oder Handheld (kein Software Oszi)
Anschlüsse: USB (zum auswerten am PC, evtl. auch Live-Bild)
interessant wäre auch ein LAN-Anschluss
Hersteller: Das Übliche: RHODE&SCHWARZ / HAMEG, TEKTRONIX oder
gleichwertiges
Gibt es da einen Shop der diverses im Angebot hat, wo man dann direkt
Preis/Leistung ein wenig vergleichen kann?? Weil jetzt Presianfragen für
10-15 Modelle zu machen ist ja blöd...
mfG
Roy
Für 5000 EUR kannst du doch die üblichen Verdächtigen (Keysight,
Agilent, Tektronix, R&S) mal anrufen, sie sollen euch je zwei, drei
Geräte empfehlen und als Teststellung eine Woche überlassen.
Das Anforderungsprofil könntest du ggf. noch ein bisschen erweitern bzw.
präzisieren, das ist noch sehr generisch. Aber da helfen die Vertriebler
sicher auch gerne.
Hallo,
Ok, da ich eben nicht genau weiss was es können soll, wollte ich eben
eine Art Konfigurator, um mich so an Preis/Leistung heran zu tasten.
Natürlich würde ich auch gern eins mit 6GHz Bandbreite nehmen, aber
sowas gibt es nicht für 5k eur. Und natürlich kann ich auch ein 50MHz
nehmen für 2000eur. Aber ich will eben so gut wie möglich für einen
plausiblen Preis.
Das einzige was ich sicher weiss, ist dass wir für min. 1 Projekt
schonmal 4 Kanäle brauchen. Und einen Logikanalyzer brauchen wir auch.
Datatec war schonmal ein guter Tipp, da bin ich nun durch auswählen der
Kanäle und Bandbreite auf ein R&S gekommen das knapp 5k kostet und
schonmal viel kann :-) Rohde & Schwarz HMO3054 Oszilloskop, 4 / 2+16
Kanal 500 MHz, 4 GSa/s, 8 MPts Speicher, USB
Jetzt werde ich mal in die Richtung weiter schauen, evtl. was
"kleineres" für einen schlankeren Preis, oder eben gleichwertiges von
Tek.
Wobei ich von Tek enttäuscht bin, was den Service angeht... Ich habe die
mal angeschrieben wegen einem alten Multimeter das ich zu Hause habe,
das zeigt mir die falschen Spannungen an (evtl. auch noch andere Sachen)
und ich habe nichts gefunden wie man das kalibrieren könnte... Aber für
diese E-Mail warte ich bis heute noch auf eine Antwort. Allerdings haben
sie zumindest meine Adresse iwo eingetragen so dass ich nun Werbung
gemailt bekomme... Das finde ich schon ziemlich schlecht in Sachen
Service.
Das MSO3014 finde ich mit 100MHz nun direkt etwas "minimal". Evtl.
reicht es zwar aber je nach dem was noch kommt... Ich will auch nicht,
jetzt 3k ausgeben und in 2-3 Jahren frage ich dann den Chef für nochmal
5k oder so weil das Oszi nicht langt... Wir sind jetzt aktuell Dabei
eine Elektronik-Werkstatt im Betrieb auf zu bauen, die eben nicht nur
die gesammelten Arbeiten zusammenfügen soll, sondern auch noch neue
Arbeiten bewältigen soll. Quasi als Arbeits-Insourcing, weil bislang
schicken wir ziemlich viel Zeugs zu den einzelnen Herstellern zur
Reparatur... Das soll sich dann demnächst etwas verringern...
mfG
Roy
Roy T. schrieb:> Preis: -+ 5000,00eur> Kanäle: unbedingt 4 (werden sicher benötigt)> optimal wäre noch 16bit Logikanalyzer> Bandbraite: ab 200MHz (je mehr desto besser)> Bauform: Fest oder Handheld (kein Software Oszi)> Anschlüsse: USB (zum auswerten am PC, evtl. auch Live-Bild)> interessant wäre auch ein LAN-Anschluss> Hersteller: Das Übliche: RHODE&SCHWARZ / HAMEG, TEKTRONIX oder> gleichwertiges
Most "bang for buck" ist Moment in der Preislage immer noch ein MDO3014
plus dieses Python Skript:
http://www.eevblog.com/forum/testgear/mdo3000-hacking/?action=dlattach;attach=103337
Den Logiktastkopf kauft man sich nach. Alles andere ist Geschmackssache.
Ich verkaufe für ~ 1.5k€ mein MSO2012 (zwecks Neuanschaffung eines
wesentlich Grösseren mit Spektrumanalyse).
Allerdings nur 100MHz, 1GS/s, 2ch analog und 16ch digital + DPO2EMBD.
Komplett mit Analog-/Digital(Logik-)tastköpfen.
Neuwertig, selten benutzt.
Vergiss USB, nimm unbedingt Ethernet. USB bedingt einen Treiber. Fuer
jedes neue Betriebssystem einen neuen Treiber. Geh mal von einer
Lebenserwartung von 15+ Jahren aus. Da sind mindestens 3 Windows
Generationen durch. Und eine neue PC Software gibt's mit hoher
Wahrscheinlichkeit nicht mehr.
Zudem ist die Laenge von USB mit 5m ausgereizt.
> Most "bang for buck" ist Moment in der Preislage immer noch ein MDO3014> plus dieses Python Skript:> ...
Ähnliche Tricks gibt es für die älteren Keysight MSO3000 (ohne Touch).
Für die aktuelle Baureihe 3000T ist mir leider nichts bekannt.
> Den Logiktastkopf kauft man sich nach. Alles andere ist Geschmackssache.
Der ist mit 700€ nicht ganz billig... (Kriegt man locker einen Saleae
LogicPro16 für) Kann man da nichts selber bauen? Was für ein Stecker ist
dran?
Ich denke auch schon länger über ein "anständiges" Oszilloskop mit
Digitalkanälen nach. Da bleiben m.E. eigentlich nur Tektronix MDO3xxx
oder Keysight MSO3xxx übrig. Hat jemand einen direkten Vergleich? Was
ist mit Startzeit, Lüftergeräusch?
Muß es bei Tek eigentlich das MDO sein, wie vergleicht sich das mit dem
MSO-Vorgänger? Letzteren kriegt man gebraucht schon eher.
Jörg H. schrieb:> Ähnliche Tricks gibt es für die älteren Keysight MSO3000 (ohne Touch).> Für die aktuelle Baureihe 3000T ist mir leider nichts bekannt.
Jain. Soweit ich weiß, ist für das Keysight ein patchen des Gerätes
erforderlich. Bei dem Tek MDO3k generiert man mit dem Script den
Freischaltcode für die Optionen und gibt diesen anschließend in das
Gerät ein. Das Gerät selbst muss dafür nicht modifiziert werden. Und das
schöne daran: Der Vorgang ist jederzeit reversibel, d.h. man kann sich
einfach einen Code ohne jegliche Optionen generieren und damit den
Ursprungszustand wiederherstellen.
Jörg H. schrieb:> Hat jemand einen direkten Vergleich? Was> ist mit Startzeit, Lüftergeräusch?
MDO3k: Startzeit ist moderat. Lüftergeräusch dank großem SanAce sehr
leise.
Als ich die MDO3er von Tek mal ausprobiert hab, fand ich die oft in der
Bedienung zäh. Du drückst auf eine Taste und dann passiert erst mal ne
Sekunde nix bis das Ding reagiert. Vor allem aufgefallen ist das wenn Du
FFT oder Math an hattest. Das nervt dann wenn Du mehrere Funktionen
umstellen möchtest und Du jedesmal warten darfst.
Die Keysight (damals hießen sie noch Agilent) waren da wesentlich fixer.
Deren größten Nachteil finde ich den begrenzten Speicher. Aber durch das
Segmented Memory kann man damit meist dennoch gut leben.
Was die LA-Funktion angeht: Ist es sinnvoll, das zu kombinieren, oder
trennt man die Funktionen lieber? Ich nehme an, auch Mixed-Signal-Oszis
sind immer noch mit fester Frequenz speichernde Geräte, während LAs auch
anders arbeiten können. Also z.B. mit RLE-Komprimierung, oder
Event-basierten Timestamps, um ggf. gleichermassen einen grösseren
Zeitraum bei hoher Zeitauflösung erfassen zu können.
A. K. schrieb:> Was die LA-Funktion angeht: Ist es sinnvoll, das zu kombinieren, oder> trennt man die Funktionen lieber?
Ich verwende in den allermeisten Fällen die im Oszi integrierte
LA-Funktion. Zum einen steht es sowieso schon auf dem Tisch und muss
nicht erst rausgekramt werden, zum anderen hast Du meist sowohl analoge
als auch digitale Signale die Du auswerten möchtest. Vor allem die
gemeinsame Zeitbasis und Triggerung ist dabei wichtig.
Natürlich kann man das mit Markern auf einem Kanal untereinander
referenzieren wenn man unbedingt möchte, das macht es aber nicht gerade
schneller und fehlerfreier da einen Überblick zu bekommen.
Erst wenn ich die Protolle tiefgehender analysieren möchte als es das
Oszi kann oder der Speicher vorne und hinten nicht reicht kommt der
separate LA zum Einsatz.
> Ich nehme an, auch Mixed-Signal-Oszis> sind immer noch mit fester Frequenz speichernde Geräte
ja, so kenne ich es. Mir ist kein Oszi bekannt was es anders macht.