sauberes Bohren in Gehäuse

Gast #2207059
Unrunde Löcher können durch verschiedene Fertigungsfehler auftreten. 
Hier mal ein paar mögliche:
- falsche Drehzahl
- zu bohrendes Teil nicht richtig fixiert
- nicht vorgebohrt
- falscher Bohrer bzw. für das zu bohrende Material falsche 
Schneidengeometrie
Persönliche Seite #2207069
Hallo DM.

So als praktischer Tipp:

Nimm irgendeinen alten Lumpen, und bohre beim Bohren durch den hindurch.

Die elipsenförmigen oder "dreieckigen" Löcher kommen daher, das die 
immer auftretenden Unwuchten und Unsymmetrien das System Bohrmaschine- 
Bbohrer-Werkstück zum Schwingen anregen.

Der Lappen dämpft das.

Nimm aus Sicherheitsgründen keinen großen Lappen (aufwickeln und 
verheddern), sondern ein kleineres Stück.

Insbesondere dünnwandige Gehäuse sind ohne viel Aufwand kaum fest genug 
einzuspannen, als daß sie nicht zum Schwingen neigen würden.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de
Gast #2207072
>scharfer Metallbohrer

Ein Bohrer mit Spitzenschliff für Stahl ist nicht für saubere Bohrungen 
in Kunstoffe geeignet. Die Scheidengeometrie führt dazu, daß der Bohrer 
reißen und einhaken will (selbiges gilt die Bearbeitung von Messing), 
dadurch wird die Bohrung polygonförmig. Um eine saubere und runde 
Bohrung zu bekommen darf die Bohrerspitze nicht schneiden sondern sie 
muß schaben, d.h. der Keilwinkel (jener Winkel am Bohrer der in das 
Material eindringt) muß >90 Grad sein.

Erreichen kann man dies in dem man die sog. Nebenschneiden (die 
Hauptschneiden ("Spitze") sind bereits schabend ausgeführt) mit einem 
Schleifbock (Dremel müßte auch gehen) entgegen der Schneidkante 
anschrägt.

Google (Bilder) + Bohrer + Messing sollte den richtigen Weg zeigen.
#2207147
Habe auch noch nie Probleme gehabt. Ich nehme eigentlich immer 
Metall-Bohrer. Bei Kunststoff sollte die Drehzahl nicht zu hoch sein.
Elliptische Löcher hatte ich bisher nur wenn der Bohrer verbogen oder 
schief eingespannt war.
Bei größeren Bohrdurchmesser solltest du mit einem kleinen Bohrer 
vorbohren der etwa den Durchmesser der Querschneide des Bohrers hat.
Gast #2207153
Kleiner bohren und dann mit einer konischen Hand-Reibahle auf Maß 
bringen. Manchmal nehme ich dazu auch eine stabile Schere.
Sehr bewährt hat sich auch ein Set zum durchdrücken von größeren 
Löchern.
Damit kann man sogar saubere Löcher in Gehäuse machen, wo die 
Schutzfolie daraufbleibt.
Die Freude über die Löcher rechtfertigt den Preis.
So etwas hier für große Löcher:
http://cgi.ebay.de/Blechlocher-Lochstanze-Locheisen-Blechstanze-22mm-60mm-/150606854944?pt=DE_Haus_Garten_Heimwerker_Handwerkzeug&hash=item2310de3b20
Für kleinere Löcher und wenn man etwas sucht, kommt man mit dem halben 
Preis weg.
Persönliche Seite #2207196
Die Härte eines noch so billigen Holzbohrers ist im Vergleich zu Holz 
oder Kunststoff so viel höhrer, dass du dir da keine großen Gedanken 
über dessen Qualität machen musst. Wenn du anfängst, Metall mit 
Säulenbohrmaschinen oder Fräsen zu bearbeiten, wirst du große 
Unterschiede zwischen beispielsweise den HSS-Bohrern und VHM-Bohrern 
feststellen. Von diesen titanbeschichteten Baumarktbohrer darfst du auch 
nicht viel erwarten. Wobei diese billigen Teile für einen 
0815-Hobbyanwender genau das richtige ist. Die Schnittparameter werden 
in der Regel schlecht gewählt, der Druck auf die Bohrmaschine ist sehr 
schwankend, wenn der Bohrer bricht, nimmt man halt für nen Euro zwanzig 
nen Neuen und gut ist.
Gast #2207201
Naja  ich wollte wirklich wo oben angefragt, kleinere Löcher ( 
Taster,Schalter, usw ) ins Kunstoffgehäuse bohren. Denke es ist besser 
wie mit Metallbohrer..

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