Möglich ist das auf jeden Fall, denn eine Heizungssteuerung ist nicht
allzu umfangreich, obwohl manches schon etwas trickreich sein kann,
z.B. verhindern von Reglerschwingungen. Meistens ist eine Heizung aber
so träge, und die Temperatur muß auch nicht aufs 1/100° stimmen, so daß
da nicht viel passieren sollte.
Beim PC wird ein Großteil des Speichers einfach verheizt (paßt ja...),
vor allem die Betriebssysteme aus Redmond genehmigen sich einen
kräftigen Schluck aus der Speicher-Pulle.
Mal so als Vergleich: Auf einem ZX-81 (einer der ersten Home-Computer)
mit 1KB RAM (kein Schreibfehler!) lief ein Schachprogramm. Und das
komplette Betriebssystem des C-64 (mit Basic) fand in 16KB platz. Meine
komplette Wohnung wird von einem 80C535 mit 32KRam und 16KEEProm
gesteuert. Also: Bei PCs rechnet man in MB und GB, bei µControllern
sind 8KB schon recht brauchbar, und mit Beispielsweise 128KB ist man
schon im oberen Level - zumindest bei den Atmels.
Ich kenne das AVR-CTRL nicht im Einzelnen, vor allem weiß ich nicht,
welcher Controller verwendet wird. Ein ATMEGA-8 sollte aber bereits
vollkommen ausreichen.
Am besten auf einem Blatt Papier die Anzahl der Sensoren (Analogen
Eingänge) und die Anzahl der Aktoren (Mischer) aufschreiben, dann noch
die zusätzlichen Features. Ein Display sollte so ganz nebenbei auch
noch herauskommen...
Ein PC zur Heizungssteuerung ist aber reichlich Overkill, abgesehen
davon würde ich keinem PC-Betriebssystem mehrere Tage am Stück
vertrauen...
Notfalls kann man auch mehrere Atmels verwenden und miteinander
vernetzen. Bei unserer Heizung ist das z.B. so: Jeder Heizkreislauf,
die Solaranlage und der Kessel haben ihre eigene Steuerung, die über
einen sog. LON-Bus miteinander kommunizieren.