Hi Leute,
der eine oder andere hat vielleicht schon meinen Audion-Beitrag im "HF-
Funk und Felderforum" hier gelesen.
Beitrag "Audion mit 12SH1L"
In irgendeinem Buch habe ich kürzlich ein Bild von einem historischen
Audion mit Trichterlautsprecher entdeckt und wußte sofort, sowas brauch
mein Audion auch.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie man so einen
Trichterlautsprecher am besten dimensioniert und wie und aus welchem
Material man ihn fertigt...
Fangen wir vielleicht einfach mal "unten" an. Was für einen Lautsprecher
würde man am Trichtereingang günstigerweise anbringen? Einen
handelsüblichen Kleinlautsprecher? Oder einen LS aus einem Kopfhörer?
Nächste Frage: wie muss der Trichter dimensioniert sein? Er wird ja
sicher einer e-Funktion folgen und die Trichterlänge wird wohl den real
wiedergegebenen Frequenzgang bestimmen?!? Oder?
Hi
>Nächste Frage: wie muss der Trichter dimensioniert sein? Er wird ja>sicher einer e-Funktion folgen und die Trichterlänge wird wohl den real>wiedergegebenen Frequenzgang bestimmen?!? Oder?
Entspricht mehr einem Hornlautsprecher. Wenn ich das noch richtig in
Erinnerung habe erzeugt jeder Umfang des Trichters eine Resonanz für
eine bestimmte Frequenz. Der 'Frequenzgangang' wird also vom kleinsten
und grössten Umfang bestimmt. In der Realität ist es allerdings etwas
komplizierter.
MfG Spess
Hallo,
nach welchem Gesichtspunkt die Trichterlautsprecherbauer in den 20er die
Lautsprecher gebaut haben, weiß ich nicht.
Sicher ist, das es erstmal Kombinationen von Grammophon-Trichtern und
magnetischen Kopfhörern waren. Es sollten eben mehrere Personen was
hören können.
Frequenzgang möchte ich jetzt mal nicht einschätzen, ich denke, gute
Grammophonbauer haben da auch nur experimentiert, so laut wie möglich
und subjektiv angenehm klingend dürfte das Ziel gewesen sein.
Berechnet wurde da vermutlich noch sehr wenig, es gab einfach noch keine
Grundlagen dazu, auf die man aufbauen konnte, nur Erfahrung.
Im Netz sollte da aber durchaus was zu finden sein.
http://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Selbstbautrichter.htm
Sowas z.B.
Gruß aus Berlin
Michael
Hi
>Berechnet wurde da vermutlich noch sehr wenig, es gab einfach noch keine>Grundlagen dazu, auf die man aufbauen konnte, nur Erfahrung.
Erfahrungen sind manchmal mehr wert als halbseiden Grundlagen. Oder hat
schon mal jemand eine Stradivari befriedigend durchgerechnet. Die
'Erfinder'
dieser Trichter konnten zumindest auf Jahrhunderte lange Erfahrungen
beim Bau von Blechblasinstrumenten zurückgreifen.
MfG Spess
Also so ein Trichter wird wohl in der Praxis immer nicht ideal sein,
aber sei's drum.
Im Prinzip bräuchtest Du einen unendlich langen Exponentialtrichter,
welcher unendlich langsam exponentiell dicker wird. Die Idee dahinter
ist, dass Du Deinen Lautsprecher an den Freiraum anpasst. Der
Lautsprecher möchte eigentlich am liebsten den Wellenwiderstand eines
dünnen Rohres haben, der freie Raum ist aber eher so wie ein dickes
Rohr. Somit machst Du ein Rohr, welches dünn anfängt, und dann immer
dicker wird.
Die Fläche am Ausgang sollte die Direktivität bestimmen, zumindest ist
das bei Kolbenlautsprechern so. Da gilt als Faustformel, dass Schall mit
Wellenlängen unterhalb des Umfangs ungerichtet abgestrahlt werden.
Je schneller Du den Trichter dick machst, um so ungünstiger sollte die
Anpassung sein.
Da Du am Anfang und am Ende immer leichte Fehlanpassungen haben wirst,
wirst Du bei n*Trichterlänge Resonanzen bekommen.
Das Material sollte halt schallhart sein. Ob das jetzt Plastik oder
Blech ist sollte relativ egal sein.
hallo,
danke für die infos und den link.
hatte vorab auch schon gegoogelt, aber leider nix gescheites zum thema
gefunden.
wie groß sollte der trichter am stürzendurchmesser theoretisch wohl
sein?
(sagen wir mal für fu=300Hz)
eigentlich sollte man sich mal überlegen, bei ebay eine alte tuba oder
ein tenorhorn aufzutreiben und dann umzurüsten...
vielleicht geht auch eine schultüte mit "kragen"!?? ;)
Musikinstrumente sind eigentlich nicht geeignet, bei denen geht es ja um
die gewollte Klangbeeinflussung.
Schultüte ist ungünstig, da das ja kein Exponentialtrichter ist.
Mach das Teil einfach so lang und groß wie es Dir möglich ist, und Du
solltest damit so nahe wie möglich an das Optimum kommen.
Falls Dir die Lautstärke nicht reicht, kannst Du ja auch ein Auxetophone
bauen:
http://www.youtube.com/watch?v=J7SV65DFNy8
Hallo,
nimm das Ganze nicht zu ernst, opfere die Schultüte und teste es.
Es gab auch Grammophone mit ziemlich graden Trchtern.
Auch Koffergramophone, wo Tonarm mit Schalldose einfach auf den
rechteckigen Tasten geschraubt war und an der Vordeseite eben ein
Austrittsgitter.
Gab es als Untermahlung zu Knistern und Rauschen eben nioch surren vom
Federantrieb.
Als Ersatz für die HiFi-Anlage wirst Du es nicht nutzen wollen,
Vorstellungen, wie es in den 20ern wirklich klang, dürfte es aber
vermitteln.
Ich kenne Volksempfänger (VE301) und Goebbelsschnauze (DKE38) noch als
kleiner Stippi vor der Einschulung von meinem Opa.
Vor Jahren habe ich mal einen DKE38 für einen Bekannten repariert.
Irgendwie faszinierend; die Puhdys aus der Goebbelsschnauze. :-)
Gruß aus Berlin
Michael
jepp, probieren geht über studieren!
Beitrag "2K-Kopfhörer selberbauen">dachte an zwei dünne runde eisenbleche als membranen in kombi mit>permanentmagneten und spule aus dünnem draht.
das wäre vielleicht auch was für den eingang des schalltrichters, dann
braucht man auch keinen ausgangsübertrager o.ä. mehr, alles hochohmig...
zum Auxetophone: was es nicht alles gab... wasum nicht gleich
funkempfang per pressluft, man braucht nur einen geeigneten wandler von
elektromagnetisch nach mechanisch
Andreas schrieb:
> zum Auxetophone: was es nicht alles gab... wasum nicht gleich> funkempfang per pressluft, man braucht nur einen geeigneten wandler von> elektromagnetisch nach mechanisch
Mit solchen Umwandlern hat man ganz am Anfang Funk betrieben. Man hatte
da Späne, die sich im Feld mechanisch ausrichteten. War nicht wirklich
gut, aber damals hatte man ja sonst nichts.
...was es nicht alles gab
erste versuche mit einem kleinen handy-lautsprecher haben gezeigt, dass
die "schultütenversion" schon überraschend gute ergebnisse bringt
Als 'alter' Boxenentwickler kann ich folgendes dazu sagen:
Die untere Grenzfrequenz eines Horns ergibt sich aus dem Umfang (und
nicht wie sich 'spess53' auch noch falsch verbessert hat, aus der Fläche
- seine erste Angabe war schon richtig) des Hornmundes. Der wiederrum
kann durch den geschickten Aufstellungsort verbessert, d.h 'virtuell'
vergrößert, werden. Dies gilt aber nur bei Boden-, Wand- oder
Eckaufstellung. Bei z.B. Grammophonen strahlt der Trichter direkt in den
freien Raum - also ist hier leider keine 'Verbesserung' möglich - die
Größe des Trichters entscheidet schlichtweg über die untere
Grnezfrequenz.
Prinzipiell sollte man für Hornlautsprecher Treiber einsetzen, die einen
(extrem) starken elektrischen Antrieb haben. Zu erkennen an einem
Qes-Wert (Stichpunkt: Thiele-Small-Parameter) der sehr klein ist. Ein
Wert unter 0,3 wäre erstrebenswert. Er bestimmt vorrangig, neben der
Horngeometrie, wie breitbandig der Lautsprecher voraussichtlich arbeiten
wird.
Der Hornverlauf selbst kann nach diversen mathematischen Regeln
berechnet werden, dabei sind Reinstformen wie konisch (also die bereits
erwähnte Schultüte), exponentiell, usw. als auch alle nur erdenklichen
Mischformen und Sonderformen, wie z.B. die Traktrix-Funktion, denkbar.
Dabei hat jede ihre ganz spezifischen Vor- und Nachteile. Grundsätzlich
ist nur die sich vergrößernde Fläche mit steigender Entfernung zum
Hornhals ausschlaggebend. Dies sorgt letztendlich für eine Transfomation
der 'Impedanz' der Luft (die auch noch frequenzabhängig ist) an die
Membran des Treibers. Während andere Lautsprecherkonzepte mit einem
lächelichen Wirkungsgrad von selten mehr als 5% erreichen, sind mit
einem ideal ausgelegten Horn bis zu 50% drin. Nicht von ungefähr haben
in den Anfangszeiten der Kinos 8 Watt mit einer Röhrenendstufe
ausgereicht, um den ganzen Saal mit einem profunden Bass zu versorgen.
Heute sind nicht selten Kilowatts mit konventionellen Lautsprechern
erforderlich um den Saal zum beben zu bringen.
ALso, meine Empfehlung wäre für einen Selbstbautrichter eine
Traktrixfunktion (http://de.wikipedia.org/wiki/Traktrix) zu wählen. Für
eine untere Grenzfrequenz von 300Hz wäre ein Umfang von etwa 1,13 Meter
(oder ein Durchmesser von 36cm) nötig. Die Länge des Trichters ergibt
sich automatisch aus der Konstruktion der Traktrix-Kurve (z.B.
zeichnerisch) indem man den Trichter genau dort abschneidet, an der sie
den gleichen Durchmesser wie die Membranfläche des Treibers hat.
Den Trichter kann man nun z.B. mit gut biegbarem (und damit vmtl. auch
dünnem) Holz segmentweise aufbauen. Hier würde ich nicht weniger als 12
Segmente wählen, besser ab 16 und mehr. Wer noch fit in Geometrie ist,
dem sollte es nicht schwer fallen aus den Durchmessern und den
Horntiefenabmessungen die entsprechenden Segmente, aus dem 3- ins
2-dimensionale umgezeichnet, zu konstruieren. Ein bißchen
Pattex-Konstruktionskleber aus der Kartusche und mit einer zuvor
angefertigtem Traktrix-Lehre sollte der Zusammenbau dann eigentlich
(problemlos) möglich sein. Wer will kann es auch aus, im Extremfall aus
dem Vollen Fräsen oder Drehen, oder, weil weniger Abfall anfallen würde,
aus zusammengeklebten Ringen grob vorkonstruieren und dann
Abfräsen/-drehen, bis man die gewünschte Wandungsdicke hat. Zuviel
Wanddicke macht die Sache nur schwer und zu dünne Wände machen das ganze
möglicherweise zu instabil bzw. zu stoßempfindlich. Hier gilt es ahlt
abzuwägen, bzw. zu entscheiden welche 'Optik' dem Auge besser
schmeichelt. Auch spricht nichts dagegen einen GFK-Bauer zu animieren
den Trichter in Karbonmatten-Look zu bauen.
Have fun.
hallo raimund,
danke für die ausführlichen infos!!!
habe mir mittlerweile auch noch einige gedanken gemacht und bin zu dem
schluss gekommen, dass so ein trichterlautschprecher im grunde gefaltet
sein muss, um seine größe für den praktisch gebrauch handhabbar zu
halten.
wie bei dem link hier:
http://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Selbstbautrichter.htm
aus welchem material waren wohl die alten grammophontrichter und wie
wurden sie hergestellt?
man könnte ja prinzipiel die innenform des trichters aus gips
modellieren, mit carbonmatten überziehen und den gips wieder eliminieren
(rausbröseln, in säure lösen...), das würde allerdings eine ziemliche
aktion...
das mit der traktrixfunktion ist eine gute idee!
Die Traktixfunktion ist ideal, da keine Reflexionen nach hinten möglich
sind, ausser am offenen Ende.
Ich habe ein Horn aus flachem Bambus vom Korbflechter (Bambusschalen als
Vorbild) mit Holzleim geformt. Als Form haben ein paar MDF Zuschnitte
hingehalten. Als Treiber dient ein FE103E von Fostex.
Wenn man es richtig gut machen will dann wird es teuer. Man braucht
mehrere Wege und eine aktive Elektronik mit Verzögerungsfunktion.
Schau mal hier (nicht ich)
http://www.flo-horns.de/
>Die Traktixfunktion ist ideal, da keine Reflexionen nach hinten möglich>sind, ausser am offenen Ende.
Danke für die Info!
>Ich habe ein Horn aus flachem Bambus vom Korbflechter (Bambusschalen als>Vorbild) mit Holzleim geformt. Als Form haben ein paar MDF Zuschnitte>hingehalten.
Habe im Moment keine Vorstellung, wie das gehen bzw. aussehen könnte...
kannst Du eventuell ein paar Fotos posten?
Ideen für den Bau eines gefalteten bzw. gebogenen Horns gibt es nicht,
oder?
Ein paar kleine Korrekturen:
a) Auch eine Traktrixfunktion ist nicht 'ideal', hat aber einen
vergleichsweise mehr oder weniger ausgeprägten kürzeren Hornverlauf
gegenüber anderen - wie z.B. exponential, hyperbolisch, konisch und
deren möglichen Mischformen.
b) Bei jedem Hornverlauf gibt's Reflexionen von der Mundöffnung zum
Hornhals, allerdings mal mehr mal weniger, je nach 'mathematischem'
Verlauf.
@ Andreas:
An Deiner Stelle würde ich mir ein gefaltetes Mittel-/Hochtonhorn (mit
einer evtl. angepeilten unteren Grenzfrequenz von 300Hz) verkneifen. Bei
Basshörner mag das noch okay sein. Mit jedem 'Knick' wird nur noch mehr
akustische Energie zum Hornhals zurückreflektiert - etwas, was man in
diesen Frequenzbereichen auf jeden Fall vermeiden sollte!
Aber hast Du mal nach der Traktrixfunktion überhaupt die Länge des Horns
konstruiert? Denn dann würdest Du feststellen, daß die Länge gar nicht
mal so groß sein wird - natürlich stark abhängig von der Hornhalsfläche,
d.h. dem Membrandurchmesser des Treibers. Natürlich wäre dafür auch die
mickrige Membranfläche eines kleinen Kopfhörers (mit einer Impedanz von
z.B. 32 Ohm) denkbar, aber empfehlenswert wäre das nicht, weil so
unpraktisch für den mechanischen Aufbau.
@raimund
hallo, danke für die tipps! das mit dem falten kommt schon hin, es soll
schließlich auch altertümlich aussehen.
du gehst wahrscheinlich von einer hifi-anwendung aus... der lautsprecher
soll aber an einem audion für kurzwellenempfang angeschlossen sein, das
rauscht und knistert ohnehin, von linearen frequenzgängen will ich da
gar nicht reden.
eine wichtige frage:
welchen durchmesser sollte denn der trichter an der dünnsten stelle,
also am anfang haben?
Andreas schrieb:
> @raimund>> hallo, danke für die tipps! das mit dem falten kommt schon hin, es soll> schließlich auch altertümlich aussehen.
Die 'altertümlichen' sind aber auch nicht gefaltet sondern sehr schön
und vor allem kunstvoll gebogen/geschwungen. Nichts für Grobmotoriker
sondern eher was für Feinschlosser/-mechaniker.
> du gehst wahrscheinlich von einer hifi-anwendung aus... der lautsprecher> soll aber an einem audion für kurzwellenempfang angeschlossen sein, das> rauscht und knistert ohnehin, von linearen frequenzgängen will ich da> gar nicht reden.
Natürlich hat auch ein eigenes Design mit einer ganz speziellen und
einmaligen "Sound-Coloration" so seinen Reiz. ;-)
> eine wichtige frage:> welchen durchmesser sollte denn der trichter an der dünnsten stelle,> also am anfang haben?
Habe ich schon mehr als einmal erwähnt: Die 'dünnste' Stelle ist der
Hornhals (English: horn throat) und der sollte bei
Mittel-/Hochtonhörnern ohne Konmpressionskammer der Fläche der
Treibermembran entsprechen.
Bei Konuslautsprechern ist das der Durchmesser der Membran + eine
Sickenbreite.
Wem z.B. ein FE103 zu teuer ist, kann auch einen FRS8 von Visaton nehmen
(31cm² Membranfläche entsprechen ca. 63mm eff. Membrandurchmesser) - ist
ein gutes Breitband-Chassis und mit nur 78mm Korbdurchmesser auch noch
ausgesprochen klein.
Andere preisgünstige Alternativen wären noch die (Mini-)Chassis von Tang
Band, die ein fast unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis bieten. Meine
Empfehlung für was 'Kleines' wäre z.B. der W2-1625SA mit nur 15cm²
Membranfläche (also ein kleiner 2-Zöller mit nur noch sage und schreibe
58mm x 58mm Korbabmessungen), der seine Stärken auch im Mitteltonbereich
hat.
Solange es nur um ein Nostalgieprojekt geht kann man den Trichter
vielleicht auch aus wachsgetränktem Papier herstellen. Sowas gab es
schonmal. Man kann auch Leinöl verwenden was nach Aushärten in der Form
einigermassen stabil wird.
Ein Aspekt bei den Hörnern wurde noch nicht beleuchtet. Vielleicht hat
schon mal jemand die Tuba einer Blaskapelle erlebt, aber auch schon bei
einer Trompete entsteht live der Eindruck.
Ein Horn bringt einen Teleskopeffekt. In Cinemaxx-Kinos kann man sowas
erleben: Grosser Raum und der Schall scheint aus unmittelbarer Nähe zu
kommen.
Hecht schrieb:
> Solange es nur um ein Nostalgieprojekt geht kann man den Trichter> vielleicht auch aus wachsgetränktem Papier herstellen. Sowas gab es> schonmal. Man kann auch Leinöl verwenden was nach Aushärten in der Form> einigermassen stabil wird.
Hmmm, interessant. Allerdings mit Leinöl das aushärten soll? Naja, mit
Leinöl gearbeitet habe ich schon öfter, aber es härtet nicht so gut aus
wie ein Lack. Deshalb bin ich etwas skeptisch was die Haltbarkeit einer
solchen Konstruktion anbelangt. Hast Du da gute Erfahrungen mit gemacht?
> ...> Ein Horn bringt einen Teleskopeffekt. In Cinemaxx-Kinos kann man sowas> erleben: Grosser Raum und der Schall scheint aus unmittelbarer Nähe zu> kommen.
Das liegt aber definitiv nicht an den Hörnern, sondern der aufwendigen
Technik mit multiplen Lautsprechern, die versucht an jedem Platz im Kino
ein einigermaßen gutes Sound-Erlebnis hinzubekommen. Wer Zuhause eine
5.1 oder gar 7.1 Surround-Anlage stehen hat, dürfte bemerken, daß der
Sound nur an einer Stelle innerhalb der Lautsprecher-Anordnung am
'geilsten' klingt und die Effekte dort so richtig gut rüber kommen.
Sobald man z.B. etwas zu weit daneben sitzt wirds schon wesentlich
miserabler.
>Hmmm, interessant. Allerdings mit Leinöl das aushärten soll? Naja, mit>Leinöl gearbeitet habe ich schon öfter, aber es härtet nicht so gut aus>wie ein Lack. Deshalb bin ich etwas skeptisch was die Haltbarkeit einer>solchen Konstruktion anbelangt. Hast Du da gute Erfahrungen mit gemacht?
Ich habe das von Lampenschirmen aus der Gastronomie abgeguckt, erinnerte
mich zunächst an Leder. Papier muss man notfalls doppelt nehmen. Entwurf
habe ich aus dem Tintendrucker mit dem Zirkel angeritzt und mit
Fugenleim verklebt.
Es gibt ein Arbeitsplattenöl von der Firma "BioFa", das kann ich sehr
empfehlen. Die Oberflächen sind an Belastbarkeit den gewöhnlichen
Produkten um einiges voraus. Die Produkte sind auch preislich attraktiv.
Es riecht kaum und ist ungiftig.
Hecht schrieb:
>>Hmmm, interessant. Allerdings mit Leinöl das aushärten soll? Naja, mit>>Leinöl gearbeitet habe ich schon öfter, aber es härtet nicht so gut aus>>wie ein Lack. Deshalb bin ich etwas skeptisch was die Haltbarkeit einer>>solchen Konstruktion anbelangt. Hast Du da gute Erfahrungen mit gemacht?>> Ich habe das von Lampenschirmen aus der Gastronomie abgeguckt, erinnerte> mich zunächst an Leder. Papier muss man notfalls doppelt nehmen. Entwurf> habe ich aus dem Tintendrucker mit dem Zirkel angeritzt und mit> Fugenleim verklebt.
Aha! Also erst mit Fugenleim verklebt und dann erst mit Leinöl auf
'nostalgisch' getrimmt. Hatte es zunächst so verstanden, daß
ausschließlich Leinöl (ein hervorragendes Naturprodukt übrigens) auch
als 'Kleber' miß- bzw. gebraucht wurde. Aber jetzt ist ja alles klar.
> Es gibt ein Arbeitsplattenöl von der Firma "BioFa", das kann ich sehr> empfehlen. Die Oberflächen sind an Belastbarkeit den gewöhnlichen> Produkten um einiges voraus. Die Produkte sind auch preislich attraktiv.> Es riecht kaum und ist ungiftig.
Na dann werde ich mich mal danach umschauen, denn von "BioFa" war mir
bisher noch nichts bekannt. Danke für den Hinweis.